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"Scherben" von Madame Petrowitsch
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 412
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 15:28    Titel: "Scherben" von Madame Petrowitsch Antworten mit Zitat

Hier das versprochene Rezept, passend zur bevorstehenden Fasnachts-Zeit!

Scherben von Madame Petrowitsch
G’welledi Kiechli, Fasnets Kiechli, Kilbi Kiechli
Schmalzgebäck

G’welledi Kiechli sind eine alte Delikatesse, die früher hier in unserer Gegend recht oft zu Mittag auf den Tisch kamen. Sie wurden in reichlich Schmalz ausgebacken und, soweit vorhanden, mit Puderzucker oder normalem Zucker bestreut. Als Zutat dazu meist ein hausgemachtes Kompott.
An Fasnacht sind sie unverzichtbar, genau wie zur „Kilbi“ (Kirchweih), dort dann meist mit Apfel- oder Traubenmost im Teig, am liebsten, wenn dieser schon leicht gärt. Und gerne auch als Getränk dazu!



Zutaten:
500 g Weizenmehl Type 405
2 Eier (M)
3 g Salz
8 g Zucker
83 g Butter, zimmerwarm
83 g Saure Sahne
42 g Neuer Süßer aus Trauben oder Äpfeln, oder Trauben- oder Apfelsaft
Fett oder Öl zum Ausbacken

Alle Zutaten zu einem zähen Teig verarbeiten. Falls der Teig zu trocken wird, noch etwas Flüssigkeit nachgießen, kann auch Milch sein.
In kleinen Mengen durch die Nudelmaschine drehen, bis die Teigstreifen schön dünn sind.
Ohne Nudelmaschine mit der Teigrolle sehr dünn ausrollen, ca. 1 – 2 mm dick.
Diese Teigrolle heißt bei uns „Wellholz“ und der Vorgang heißt „Auswellen“. Darum auch der Name „G’welledi Kiechli“ (= aus-gewellte Küchle).
Mit dem Teigrädchen oder einem Messer in Rauten oder sonstige, beliebige Flächen zerteilen.
Diese Flächen einige mal stippen, z.B. mit dem Teigrädchen, damit sie beim Ausbacken nicht zu „Kopfkissen“ aufgehen.
Sofort bei 160 – 180°C schwimmend im Fett *) ausbacken.
Wir nehmen dafür eine tiefe Pfanne oder einen Topf und darin Rapsöl.
Wenn sie auf einer Seite Farbe genommen haben, umdrehen und fertig backen.
Auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Puderzucker bestreuen, servieren.
Diese Küechli lassen sich sehr gut in einer Dose aufbewahren und halten sich dann viele Wochen!
Winken Winken Winken Aber nur, wenn man sie vergisst! Sonst sind sie ruck-zuck weg! Winken Winken Winken

*) Dieses Fett war früher traditionell Schweineschmalz, im Dialekt „Schmutz“ genannt.
Der (hochdeutsche!) Schmutz heißt bei uns einfach „Dreck“.
Von „im Schmutz gebacken“ leitet sich auch der Name „G’schutzige Dunschtig“ ab (also auf hochdeutsch „Schmutziger Donnerstag“, der Donnerstag vor der Fasnacht), was aber nichts mit „Dreck“ zu tun hat sondern mit dem in dieser Zeit gerne gegessenen Schmalzgebäck.


Und so steht es im "Schwarzen Buch", der handgeschriebenen Rezeptesammlung von Madame P.



Ganz dünn, schöne Blasen und gar nicht „g’schmutzig“, so sollen sie sein!

Edit: 10.02.2013:

Einige Tipps von Madame P. (und die Zahlen von mir):

Bei Verwendung einer Nudelmaschine geht sie so vor:

Kleine Stücke des Teigs auf der größten Stellung der Maschine (bei uns die 1) durchdrehen, falten, wieder durchdrehen, wieder falten und das so lange, bis der Teig geschmeidig wird. Dann stufenweise die Walzen enger stellen, bis zur Stellung 3. Das entspricht etwa einer Dicke von 2 mm. Dünner macht weniger Sinn, da der Teig dann reißt!

Aber je dünner, desto mehr Blasen. Und je dünner, desto mehr Scherben, siehe Marlas Ergebnisse.

Bei Verwendung einer Teigrolle / Nudelholz entsprechend vorgehen.

Anschließend den ausgewellten Teig mit dem Teigrädle oder Messer in beliebige Formen schneiden, wie Rechtecke, Quadrate, Rauten, Dreiecke, wie es gerade kommt. Und am Rand werden sie von selber unregelmäßig. Die Teigstücke einige male stippen, am einfachsten gleich mit dem Teigrädle, das hat man ja eben in der Hand.

Madame P. schneidet (da aus der Nudelmaschine eine etwa gleich breite, aber lange Platte rauskommt) meist in Rechtecke mit etwa 8 -12 cm auf 5 - 6 cm. Kleiner geht allemale, größer ist irgendwann dann beim Ausbacken ein Problem. Dann passen sie nicht mehr in die Pfanne.
Ich habe allerdings schon welche gesehen, die waren so ca. DIN A 4 groß (Geschockt Geschockt )! Aber das sind dann "Dachziegel" und werden in großen Fritteusen gebacken.

Beim Ausbacken muss man dann etwas aufpassen. Die Teigstücke vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen, und sobald sie aufschwimmen, genau beobachten und gleich mal wenden, denn dabei bilden sie die Blasen und die Scherben werden, je dünner, je schneller, durch. Und unten eher durch als oben!
Und nach "Durch" kommt "Dunkelbraun" (noch gut) und danach "gehören sie der Katz!"

Vielleicht kommt ja daher der Narrenspruch:
"Hoorig, hoorig, hoorig ist die Katz! Und wenn die Katz nit hoorig wär, dann fängt sie keine Mäuse mehr!" Winken Winken
(Vielleicht hab ich ja auch ein Späßle g'macht!?? Narri..!)

Hier, beim Ausbacken, ist eine Pfanne gegenüber einer tieferen Fritteuse von Vorteil, die Scherben können sich beim Eintauchen nicht zusammenfalten, sondern bleiben flach. Und in der Pfanne braucht man weniger Öl.

Dann auf großzügig ausgelegtem Küchenkrepp abtropfen lassen, mit Puderzucker bestäuben und ....
Den Rest kennt Ihr ja selber. Winken

Und, diese Scherben sind eigentlich kein Kaffee-Gebäck, man kann aber zur Not auch Kaffee dazu trinken!


Herzliche Grüße und eine Schöne Fasnet!

Petrowitsch
mit dem Rezept von Madame Petrowitsch Winken Winken Winken
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!


Zuletzt bearbeitet von Petrowitsch am 10.02.2013, 18:30, insgesamt einmal bearbeitet
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
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BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petrowitsch,

die Scherben von Madame Petrowitsch sehen sehr lecker aus Pöt huldigen ....da würde ich jetzt gerne auch mal von kosten Sehr glücklich Winken

Danke an Frau P., dass sie ihr Rezept mit uns teilt Pöt huldigen
Danke an Herrn P fürs Eintippen und für die Infos Sehr glücklich

Die Scherben von Frau P. stehen bei mir nächste Woche auf dem Backplan, heute hab ich das erste Mal "Ausgezogene" probiert, die sind bei uns in der Gegend auch unbekannt.
_________________
Liebe Backgrüße
Marla

Wer an sich selbst glaubt, kann (fast) alles erreichen.
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 412
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marla

Zitat:
Danke an Frau P., dass sie ihr Rezept mit uns teilt

Verlegen Verlegen Danke, werde ich sofort weiterleiten!! Verlegen Verlegen

Zitat:
Danke an Herrn P fürs Eintippen und für die Infos

Winken Winken Ein Mann, ein Wort!!! Winken Winken

"Ausgezogene" sind hier auch bekannt und in Bayern nennt man die, glaub ich, "Knie-Küechle". Bei uns auch, weil sie, nein nicht "über's Knie GELEGT werden", sondern "über's Knie GEZOGEN werden / wurden"!

Und wenn die Küchle nach dem Backen innen, an der dünnen Stelle, hell waren, dann galt diejenige als reinlich (!!!), über deren Knie die Küchle gezogen worden waren!

Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Wenn nicht, dann nicht!!! Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen

Viel Spaß mit den "Fasnet-Kiechli" und der Nudelmaschine!
Ich denke, da werden wir auch Bilder davon zu sehen bekommen!

Herzliche Grüße aus dem Hochschwarzwald.

Petrowitsch
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Zibiba
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Anmeldungsdatum: 14.12.2011
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BeitragVerfasst am: 03.02.2013, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Narri-Narro, Helau oder wie auch immer man bei Euch im Hochschwarzwald sagt, Petrowitsch. Da könnte ich jetzt jedenfalls grade zugreifen! *sabber*
_________________
Viele Grüße
Zibiba
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Je besser das Brot, desto schlechter die "Haltbarkeit"! Winken
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drea1968
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Anmeldungsdatum: 30.08.2011
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BeitragVerfasst am: 03.02.2013, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

ein dreifaches Pöt huldigen Pöt huldigen Pöt huldigen an Madame Petrowitsch....habe gerade die Teile gebacken. Ich hab noch gemeint, ich müsste die doppelte Menge Teig nehmen und jetzt stehen hier zwei riesige Schüsseln mit Scherben...

Aber lecker! Ich persönlich würde das nächste Mal ein bisschen mehr Zucker nehmen, aber der Junior sitzt hier schon und futtert die Teile weg!

Und es ist wirklich wichtig dünn auszurollen und zu stippen, ich bin kräftig mit der Stipprolle drüber, dann kommen auch die kleinen Bläschen.

Bilder kann ich euch leider (noch) keine zeigen, weil mir ein Programm abhanden gekommen ist! Geschockt

Danke, Monsieur und Madame Petrowitsch für das tolle Rezept und ein herzliches Allez hopp in die Runde!
_________________
LG Andrea

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„Man muß sich mit Brot behelfen, bis man Fleisch bekommt.“
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 412
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 03.02.2013, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

@Zibiba
Narri-Narro!!! Cool Cool Cool

@drea1968
Zitat:
und jetzt stehen hier zwei riesige Schüsseln mit Scherben...

besser MIT als IN Scherben!! Winken Winken Winken Winken

Es ist Dir unbenommen, mehr Zucker dranzugeben, aber einfacher ist es, mehr Zucker DRAUF zu geben.

Der niedrige Zuckeranteil im Teig hat seinen Grund!
Lt. Anmerkung von Madame P. "verbrennt" das Fett schneller, d.h. wird schneller "alt" und damit unbrauchbar, wenn mehr Zucker im Teig ist, den man in diesem Fett bäckt!

Fett war früher kostbar, und Schmalzgebackenes gab es früher jede Woche, meistens am Mittwoch, weil einfach nicht so viel Fleisch gegessen wurde wie heute! Freitag wäre aber nicht gegangen, da Schmalz ja tierischen Ursprungs ist!

Und die Wertigkeit eines guten Schmalzes lässt sich vielleicht auch an dem folgenden Satz ermessen, den eine "sparsame schwäbische Hausfrau" zu ihrer Nachbarin gesagt haben soll:
"Wenn i meine Kiechle in deinem Schmalz backe derf, dann derfscht du deinen Schpeck in meim Sauerkraut koche!"

Und zu der Menge kann ich nur sagen, bei uns nennt man das "eine Zaine voll Kiechli", was Du da gebacken hast! Bei Dir ja jetzt zwei Zaine voll! (Zaine = geflochtener großer Korb mit zwei Henkeln dran).

Drum hab ich die Scherben auch in einem (kleinen Winken) Korb fotografiert! Sehr glücklich Sehr glücklich

Herzliche Grüße und viel Spaß mit den Scherben, den
Scherben bringen Glück!

Petrowitsch
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Zibiba
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Anmeldungsdatum: 14.12.2011
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BeitragVerfasst am: 04.02.2013, 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Also doch Narri-Narro. Dann war mein erster Gedanke richtig!

Ich lese immer wieder gerne Deine Beiträge. Darin finde ich manches, das ich früher von meiner Oma (durch und durch badische Hausfrau) schon gehört, aber mit den Jahren wieder vergessen habe. Als Kind passt man halt nicht so auf und merkt sich vieles nicht, was Oma und andere gestandene Hausfrauen an Wissen weitergeben. Und irgendwann ist die Oma nicht mehr und viele "Weisheiten" gehen verloren. So isch hald awwa s´Lewä Winken

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:
...Und die Wertigkeit eines guten Schmalzes lässt sich vielleicht auch an dem folgenden Satz ermessen, den eine "sparsame schwäbische Hausfrau" zu ihrer Nachbarin gesagt haben soll:
"Wenn i meine Kiechle in deinem Schmalz backe derf, dann derfscht du deinen Schpeck in meim Sauerkraut koche!"...


Man kann gegen Schwaben haben was man will, dass sie manchmal sauclever sind, kann man ihnen ehrlicherweise nicht absprechen! Winken Auf den Arm nehmen Winken Auf den Arm nehmen Winken
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Viele Grüße
Zibiba
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 04.02.2013, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

@ Zibiba

Zitat:
meiner Oma (durch und durch badische Hausfrau)

Schau mal, da links, mein Avatar! Der steht nicht umsonst da!! Smilie Smilie Smilie

Ja, ich hab selber erlebt, dass ich meine Eltern unbedingt was fragen möchte und kann es nicht mehr!
Zum Glück ist in unserer Familie schon immer viel von den Älteren an die Jüngeren weitergegeben worden, so auch viele Rezepte, allerdings meist Koch-Rezepte, weniger Back-Rezepte.
Und viele davon stehen jetzt schon im "Schwarzen Buch" von Madame P. Aber die sind manchmal arg kryptisch! Und ich "fülle" die dann nach Bedarf "etwas auf", damit sie verständlicher werden.

Unsere Kinder leben derzeit "am gegenüberliegenden Ende von Deutschland" und darum haben wir, meine Frau und ich, beschlossen, eines nach dem anderen der "alten" Rezepte aufzuschreiben und zu kommentieren, als "Familien-Rezepte" zu sammeln und den Kindern und Enkeln zu schicken.
(Enkeln, Mehrzahl, ist noch übertrieben, aber, man weiß ja nie!!)

Und die "Scherben" sind z.B. eins davon.

Schau'mer mal, vielleicht fällt noch das eine oder andere für hier ins Forum ab. Winken Winken Winken

Narri- .....!

Petrowitsch
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moni-ffm
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Anmeldungsdatum: 15.02.2012
Beiträge: 181
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BeitragVerfasst am: 04.02.2013, 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch, die Scherben sehen ja toll aus, ich werde sie zum nächsten Wochenende backen. Dazu noch eine Frage: in welchem Fett bäckt Madame Petrowitsch sie aus? Ich würde gerne Rapsöl nehmen, wäre das OK?
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drea1968
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Anmeldungsdatum: 30.08.2011
Beiträge: 512
Wohnort: Schrobenhausen-Bayern

BeitragVerfasst am: 04.02.2013, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni,

ich antworte mal, weil es mir heut auch schon so ging, nach dem Motto, wer lesen kann, ist gleich Vorteil! Winken

ZITAT: Wir nehmen dafür eine tiefe Pfanne oder einen Topf und darin Rapsöl.

So steht es im Rezept! Cool

Ich habe sie auch in Rapsöl ausgebacken, hab das noch nie gemacht, fand es aber echt gut. Habe einen tiefen Topf genommen, der nicht allzugroß im Umfang war, so hat eine Flasche 0,75 ltr. Fett ohne weiteres gelangt.
_________________
LG Andrea

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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 412
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 05.02.2013, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Chapeau die Damen Pöt huldigen Pöt huldigen Pöt huldigen

Ihr seid schneller als mein Internet! Geschockt Geschockt

Ja, genau, mit Rapsöl!

Und das Öl wird von Madame P. NACH dem Gebrauch nicht fachgerecht entsorgt, sondern wieder, falls nötig durch einen Kaffee-Filter gefiltert, in die Flasche zurückgefüllt.

ABER ERST NACH DEM ABKÜHLEN!!!!!! Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen

Sonst Ade Flasche!

Und ich versichere Euch, Madame P. ist KEINE Schwäbin!

Tipp von mir, jetzt aber FAST OT:
Ich nehme für meine "Brägele" (Hochdeutsch: Bratkartoffeln!) am liebsten ebenfalls Rapsöl, mit etwas Butterschmalz! Die Kartoffeln werden damit für mein Empfinden am schönsten kross!
Ende OT! Winken Winken

Herzliche Grüße

Petrowitsch
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anefzi
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 07.03.2011
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 06.02.2013, 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Manno, und jetzt hab ich Tränchen in den Augen Weinen weil ich dieses Jahr SCHON WIEDER nicht zur Fasnet in die Heimat fahr Weinen
_________________
Sind wir nicht alle ein bisschen...Sauerteig!?
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 12070
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 06.02.2013, 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petrowitsch,

hab die Scherben heute ausprobiert -einfach leeeeecker Sehr glücklich ...entsprechen genau meiner Vorstellung und meinem Geschmack. Sehr glücklich
Hab den Teig durch die Nudelmaschine gedreht, das war echt ein prima Tipp Pöt huldigen so schön dünn und gleichmäßig hätte ich es mit dem Wellholz wahrscheinlich nicht hinbekommen
Die Teigmenge ergibt mit dem ganz dünn ausgewellten Teig eine ganz Menge Scherben Geschockt
Hab jetzt erst mal eine Hälfte des Teiges in den Kühlschrank gestellt, werden den dann morgen weiter verarbeiten, war heute zeitlich etwas knapp. Die Zwischenlagerung im Kühlschrank sollte dem Teig ja eigentlich nichts ausmachen, ist ja keine Hefe und auch kein Backpulver dir.

Liebe Grüße an Madame P.

Marla


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Zibiba
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Anmeldungsdatum: 14.12.2011
Beiträge: 898
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 07.02.2013, 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Brägele....Scherben....macht mir alle nur noch weiter Appetit! *Lippen leck*

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:
...Zum Glück ist in unserer Familie schon immer viel von den Älteren an die Jüngeren weitergegeben worden, so auch viele Rezepte, allerdings meist Koch-Rezepte, weniger Back-Rezepte.
Und viele davon stehen jetzt schon im "Schwarzen Buch" von Madame P. Aber die sind manchmal arg kryptisch! Und ich "fülle" die dann nach Bedarf "etwas auf", damit sie verständlicher werden.

Unsere Kinder leben derzeit "am gegenüberliegenden Ende von Deutschland" und darum haben wir, meine Frau und ich, beschlossen, eines nach dem anderen der "alten" Rezepte aufzuschreiben und zu kommentieren, als "Familien-Rezepte" zu sammeln und den Kindern und Enkeln zu schicken.
(Enkeln, Mehrzahl, ist noch übertrieben, aber, man weiß ja nie!!)

Und die "Scherben" sind z.B. eins davon.

Schau'mer mal, vielleicht fällt noch das eine oder andere für hier ins Forum ab. Winken Winken Winken ...


Madame P. und Du, Ihr könnt von einer dankbaren Fangemeinde ausgehen, solltet Ihr dieses Vorhaben weiter vorantreiben, möcht´ ich jetzt mal so behaupten Pöt huldigen
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Viele Grüße
Zibiba
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 07.02.2013, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

@ Marla21
Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich

... ich kann jetzt schlecht sagen, "mir bleibt die Spucke weg!" ....

Aber Deine Scherben sind aller-erste-super-Klasse! Pöt huldigen Pöt huldigen Pöt huldigen Pöt huldigen

Nur schade, dass das Bild so klein ist! Winken Winken

Und den halben Teig im KS, das ist mir völlig neu!
Meistens wird ALLER Teig "durch den Schmutz gezogen" und anschliessend werden die Scherben ratz-fatz ge(fr)gessen!
Also, auf diese Erfahrung bin ich auch mal gespannt!
Aber Du hast recht, eigentlich dürfte nichts passieren.

Madame P. hat eben mitgelesen und freut sich! Herzliche Grüße retour!

@Zibiba
Ja, da ist noch so einiges in der Warteschlange! Schau'mer mal!
Im Badischen gibt es noch viele feine Sachen! Gerade Schmalz-Gebackenes!

Herzliche Grüße aus dem (arg verschneiten) Hochschwarzwald!
Aber das ist das richtige Fasnets-Wetter!

NARRI............! ..... (?????!)

Petrowtisch

(P.S.: Für Nicht-Alemannen: Die Antwort lautet "NARRO!" Wenigstens hier bei uns!)
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Zibiba
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Anmeldungsdatum: 14.12.2011
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BeitragVerfasst am: 07.02.2013, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

- NARRO!!!!

Sehr glücklich
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Viele Grüße
Zibiba
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
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BeitragVerfasst am: 08.02.2013, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

@ Petrowitsch
Dank für dein Lob, das freut mich besonders Sehr glücklich

Gestern Abend hab ich den restlichen Scherbenteig noch bearbeitet, hat problemlos funktioniert und die Scherben haben so noch einen bisschen mehr Aroma bekommen Smilie Winken
Man kann den Teig also gut schon am Vortag herstellen (kühl lagern) und am nächsten Tag dann die Scherben herstellen und backen Smilie
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Liebe Backgrüße
Marla

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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 09.02.2013, 00:17, insgesamt einmal bearbeitet
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 08.02.2013, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

@Marla21

Danke ganz herzlich für diesen Versuch!
Es ist mir nicht bekannt, dass das schon irgendwann von jemandem versucht worden ist!

Aber Scherben, wie auch anderes Schmalz-Gebackenes, waren einfache, wöchentlich wiederkehrende Gerichte und da ging es ums Satt-Werden.
Der Geschmack stand da (leider!!) nie im Vordergrund!

Heute ist das ja GANZ was anderes! Diese "alten" Hausfrauen-Rezepte werden heutzutage von Sterne-Köchen hervorgeholt und auf-"gemotzt" und als teuere "Schmankerl" verkauft!
Mit denen müsste man mal über "Geschmack" reden! Winken Winken

Herzliche Grüße und eine lustige Fasnet!

Petrowitsch
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biicii
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Anmeldungsdatum: 06.05.2011
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BeitragVerfasst am: 09.02.2013, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

huhu liebe Backgemeinde,
Schmalzgebäck hab ich schon als kleiner Junge gerne gegessen und musste dieses Rezept sofort ausprobieren,
es hat allen dreien bei uns sehr gut geschmeckt, manch ein "Diebesfinger war sogar während der Zubereitung zu sehen Winken



Edit: Bild verkleinert, max. Bildgröße 640x480 Pixel, 150kB - Lara 10.02.2013
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

@biicii
Gut schauen sie aus, Deine Scherben! Sehr glücklich Sehr glücklich
Und die "Diebesfinger" sind ja nur die Vorläufer von den "offiziellen" Fingern!

Ja, so langsam ist jetzt höchste Zeit für Fasnachts-Scherben!

Aber, ich kann Euch verraten, die schmecken das ganze Jahr!

Herzliche Sonntagsgrüße aus einem traumhaft schönen, sonnigen, verschneiten Hochschwarzwald!

Petrowitsch
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Zibiba
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Anmeldungsdatum: 14.12.2011
Beiträge: 898
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem ich hier jetzt ganz Narri-Narro gemacht wurde, ging es ja gar nicht mehr anders, ich musste auch Scherben machen.



Beim Ausbacken habe ich ebenfalls schon lange Finger gemacht, das gehört doch dazu Auf den Arm nehmen Man muss ja schließlich probieren. Uns schmecken sie prima. Dazu gab es dann Grumbierasupp (Kartoffelsuppe). Ein feines Fasnachtsessen, meint auch mein Mann.
_________________
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Zibiba
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moni-ffm
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Anmeldungsdatum: 15.02.2012
Beiträge: 181
Wohnort: Freiburg im Breisgau

BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Helau aus Frankfurt!
Auch hier schmecken die Scherben:






VORSICHT! SUCHTERREGEND!

Ich habe einige zu sehr mit der Stipprolle bearbeitet, sie haben danach nicht so viele Blasen, schmecken aber genauso gut... Und in einer Dose aufbewahren? Das wird keine einzige Scherbe schaffen...

Petrowitsch, ganz lieben Dank an Madame Petrowitsch. Ich fand Deinen/Euren Beitrag ganz wunderbar. Wenn solche handgeschriebenen Kochbücher, Notizen und das Wissen drumherum nicht weitergegeben werden, geht uns eine Menge unserer Kultur verloren. Umsomehr habe ich mich über den Scherben-Beitrag gefreut und bin ganz gespannt, was noch so in Madame Petrowitschs Kochbuch steht und was Ihr dazu zu erzählen habt.

Bitte noch viele solcher Beiträge!!!

Einen schönen Rest-Sonntag - bei uns gibt es jetzt einen Tee mit Scherben und Grüße an Madame.

LG
Monika

Edit: Bilder verkleinert, max. Bildgröße 640x480 Pixel, 150kB - Lara 10.02.2013
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

@Zibiba
Winken Ich hab so den Eindruck, da hat Deine "badische Großmutter" ein wenig geholfen!!!
Die sehen absolut gut aus!
Und eine "Härdepfelsuppe" (so wird die Kartoffelsuppe bei uns hier genannt) ist genau das Richtige dazu!
Madame P. hat schon gesagt, dass genau die bei ihr schon früher dazu gehört hat.
Die Scherben sind eigentlich kein Kaffee-Gebäck oder "süße, kleine Teile", auch wenn Zucker drauf ist.
Sie gelten eher als "normale" Mahlzeit.

@moni-ffm
Deine Scherben sind ebenfalls wunderbar! Und dem Thema "nicht so viele Blasen" gehe ich gleich oben im Rezept noch mal nach. Das liegt an der Dicke des Teigs. Aber das muss man erst mal wissen!
Vor allem, und genau das hab ich eben der Madame P. erklärt (sie hat mir über die Schulter geschaut und gestaunt!), nicht jede/r, die/der Scherben bäckt, hat seine Wurzeln hier in unserer Gegend (grob gesagt Süd-West-Deutschland).

Und wenn sie wirklich soooo suchterregend sind, dann habt Ihr ja genügend Gründe, die gelegentlich wieder zu backen! Spätestens zur "Kilbi" (Kirchweih) oder wenn es "Neuen Süßen" gibt.

Wichtig ist, dass sie schmecken! Und Tee dazu ist ein sehr feiner Begleiter!

Herzliche Grüße und weiterhin ...

NARRI... NARRO!!!!

Petrowitsch
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Laugengebäck
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BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 18:53    Titel: Vielen Dank Antworten mit Zitat

Vielen Dank, Petrowitsch, für das Rezept, hab es heute in der glutenfreien Variante gebacken - und für die Dose ist auch bei uns nichts übrig geblieben...
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

@Laugengebäck

Geschockt Geschockt Geschockt Glutenfrei!!! Geschockt Geschockt Geschockt

Hey, das ist ja unglaublich!!!
Wäre es möglich, dass Du kurz reinschreibst, wie Du das gemacht hast?
WAS hast Du als Ersatz für das Mehl genommen?
Da bin ich jetzt mal wirklich gespannt!
Es geht ja nicht drum, irgendwas da reinzumischen, es muss ja auch zu einem vergleichbaren Ergebnis führen und schmecken tuts ja, wenn "für die Dose" nichts übrig geblieben ist. Winken

Erwartungsvolle Grüße

Petrowitsch
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Musikfinger
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BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Ich will die Dinger gerne morgen backen...
aber...
was ist bitte "Neuer Süßer" ?
Ich kenne nur Federweißer und den gibt es nicht zu dieser Jahreszeit.
nehme ich ganz normalen Apfelsaft oder?
_________________
LG
Musikfinger
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moni-ffm
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petrowitsch,

danke für Deine zusätzlichen Tipps! Das mit dem dünn ausrollen ist so eine Sache, und zwar deswegen:

Ich habe den Teig, nachdem ich ihm mit Handrührgerät und Knethaken hergestellt habe, auf meiner Silikonbackmatte noch etwas geknetet - ich arbeite so gerne mit Teig - es ist mir ein großes Vergnügen, ihn mit den Händen zu bearbeiten. Und der Teig wurde so geschmeidig und seidig wie Nudelteig, es war das wahre Vergnügen... Und das Ausrollen war dann unproblematisch, die Teigplatte war 1 mm dick: ich habe Leisten in verschiedenen Dicken, um Teig gleichmäßig auszurollen und habe die von 1 mm Stärke benutzt. Dann habe ich gestippt und die Teigplatte in Streifen geschnitten. Die Hälfte der Streifen passte in meine Pfanne und während diese schön braun und knusprig wurden, haben sich zu meiner großen Überraschung die wartenden Teigstreifen auf der Silikonmatte zusammengezogen, sodaß Zwischenräume von min 1, vielleicht sogar 2 mm entstanden... Ich hab vielleicht bloöd geguckt! Dabei ist der Teig natürlich wieder dicker geworden! Passiert das Madame Petrowitsch auch?!? Und wie kann ich das verhindern?

Solche Fragen hat natürlich nur ein Scherbenbäcker, der nicht schon mit der Muttermilch die Erfahrung dafür aufgesogen hat. Wir haben die Scherben vor vielen Jahren mal im Schwarzwald kennengelernt, als wir dort mit den Kids über Weihnachten und Neujahr auf einem Bauernhof Urlaub gemacht haben. Und die Bäcker in der Umgebung waren alle fest davon überzeugt, das beste Scherbenrezept zu haben. Die kannten das von Madame Petrowitsch nicht!

Die Kombination Scherben und Kartoffelsuppe werde ich nächstes WE ausprobieren, bin gespannt, wie das schmeckt.

LG
Monika

PS: Es sind doch ein paar Scherben in einer Gebäckdose gelandet. Meine Tochter studiert in Freiburg und kommt Dienstag für ein paar Tage nach Hause, als ich ihr heute am Telefon erzählte, was ich gebacken habe, hat sie kräftig gelacht und mich aufgefordert, ein paar für sie aufzuheben, damit sie testen könne, welche denn besser seien, die in FR oder meine...
Meine natürlich!!!
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 00:43    Titel: Antworten mit Zitat

@moni-ffm

Das werde ich morgen gleich mal die Madame P. fragen, das mit dem Zusammenziehen.
Und wenn Du die auf 1 mm ausgewellt hast, dann bist Du aber schon sehr geschickt! Pöt huldigen Pöt huldigen

Ja, das mit dem "besten Rezept" ist immer so eine Sache!
Meistens ist das am besten, das die eigene Mutter gemacht hat!
Bei uns war das genau so, nur meine Mutter hat die Scherben natürlich!!! im Schweineschmalz gebacken, das war Tradition!
Meine Frau bäckt die schon lange in Pflanzenöl, das schmeckt mir einfach besser. Trotzdem die Scherben von meiner Mutter schon sehr gut waren.

Und wenn Deine Tochter die Scherben von Freiburg her kennt, dann würde ich schon noch gerne wissen, von WEM die sind, die sie kennt. Kann auch per PN sein.

Also, ich melde mich wieder.

Herzliche Grüße

Petrowitsch
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Musikfinger
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 00:50    Titel: Antworten mit Zitat

okay und was ist nun "Neuer Süßer" in dem Rezept ?
Irgendein Natursaft ?
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LG
Musikfinger
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moni-ffm
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch: meine Süße meinte: Konditorei/Cafe auf der Bertholdstraße, Name???

Grüßle
Monika
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Musikfinger hat Folgendes geschrieben:
okay und was ist nun "Neuer Süßer" in dem Rezept ?
Irgendein Natursaft ?

Du kannst Apfelsaft nehmen oder auch lieblichen Weißwein.
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Liebe Backgrüße
Marla

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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

@ Musikfinger

Verlegen Verlegen Verlegen Verlegen Deine Frage hab ich völlig überlesen!! Verlegen Verlegen Verlegen Verlegen

Neuer Süßer, auch Neuer Suser, ist neuer Apfel- oder Traubenmost, frisch nach dem Pressen / Keltern. Erst ist er süß (daher neuer "Süßer"), wenn er dann zu Gären anfängt, dann ändert er seine Farbe in weißlich / cremig (dieser Farbwechsel führt dann zu der Bezeichnung "Federweißer") und beginnt zu Moussieren (zu "Sausen", im Dialekt "susen", daher Suser!). Dabei entwickelt sich der Alkohol und CO2 und der Gehalt an Hefen steigt enorm! Drum ist der auch so gesund! Winken Winken
Der Alkohol und das CO2 sind nicht unwillkommen als zusätzliche "Bläh-Kraft" in den Scherben!
Diese bemerkt man übrigens beim Trinken dieser Getränke bei sich selber ebenfalls! Winken Winken Winken

Apfelsaft, Traubensaft, leichter Weißwein (Danke Marla Pöt huldigen Pöt huldigen ) gehen ebenfalls, je nach persönlichem Geschmack lieblich oder trocken.
Weitere Säfte oder Getränke zum Teig sind hier bei uns nicht üblich, aber sicherlich ebenfalls verwendbar.
Versuch macht kluch!

Viel Spaß beim Experimentieren! Jugend forscht, Alter auch!

Petrowitsch
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Musikfinger
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen
Hier meine Scherben.
Ich habe puren Apfelsaft verwendet

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LG
Musikfinger
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

@ Musikfinger
Geschockt Geschockt Wow, sehen sehr gut aus, Deine Scherben! Geschockt Geschockt
Das freut mich jetzt besonders, dass das doch noch geklappt hat!
Und, so wie das aussieht, bist Du "da oben" sozusagen ein "Scherben-Pionier"!! Winken

Mir ist Deine Frage nach dem "Saft" nochmal so durch den Kopf gegangen, auch im Hinblick auf eine andere Frage hier im Forum.
Da in diesem Scherbenteig keine MO's aktiv sind, kann es damit auch keine Behinderungen derselben durch z.B. Alkoholische Flüssigkeiten geben.
In vielen Gebäcken werden Spirituosen als Geschmacksgeber oder als Trieb- oder Lockerungsmittel verwendet, z.B. in der "Badischen Linzertorte".
Also spricht nichts dagegen, so was in den Scherben auch zu versuchen. Und wenn das auch bei uns nicht üblich ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht geht!
Und am 3. Sonntag im Oktober ist "Kilbi" (Kirchweih), und da macht man diese Küechli als "Kilbi-Küechli" und dann natürlich mit "Neuem" oder "Federweißem", den gibt es dann!

@ moni-ffm
Danke für die Antwort. Ist da, neben der Konditorei / Cafe die Filiale einer Vollkorn-Bäckerei?
Und wenn schon, Deine Scherben sind die Besten! Frag mal nach dem Probieren Deine Tochter! Winken

Herzliche Grüße aus dem Hochschwarzwald.

Petrowitsch
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Musikfinger
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

also...Scherben gibts bei uns im Ruhrgebiet schon.
Als Ex-Freiburgerin sind mir die Scherben in Freiburg nie aufgefallen,da gab es immer Mutzen.Lag vielleicht daran,dass ich neben meiner Mutter nur in Familien ein und aus ging,die Rheinländer waren und Scherben frei waren...
Quarkbällchen,Berliner und Mutzen,Mutzen-Mandeln waren die süßen Versuchen im Karneval meiner Jugend.
Als ich dann hierher zog ,fand ich Scherben vor,die ich aber als eine ziemlich staubige Angelegenheit empfand.
Ich habe heute den puren Apfelsaft mit Rum versehen.Zufrieden mit dem Geschmack bin ich noch nicht.Sind mir die gekauften zu süß und trocken,fehlt mir bei diesen heute noch irgendetwas.In der Konsistenz sind sie okay ,vielleicht ein Tick zu weich.
Ich habe sie in Schweineschmalz im Topf fritiert.
Morgen werde ich wohl mal Rapsöl verwenden.
Das soll keine Kritik an dem altbewährten Rezept sein. Pöt huldigen
Ich bin bei süßen Teigen sehr eigen...
Verlegen
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Musikfinger
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

@ Musikfinger

Zitat:
In der Konsistenz sind sie okay ,vielleicht ein Tick zu weich.


Wow, da fällt mir doch das meiste Geröll von selber runter! Winken Winken
Und der Tipp mit dem Rum im Apfelsaft, da warst Du ja schneller als ich mit meinen Vermutungen! Danke! Pöt huldigen

Allerdings, nach kurzer Nachfrage bei Madame P., kann ich nur antworten, Schmalzgebäck hat keine Knusper-Kruste wie z.B. "Salzstängele" (wie heißt DAS nun wieder im Nord-Hochdeutschen???).

Und im Rapsöl werden die, nach meiner Erfahrung, eher noch einen Ticken weicher als im Schweineschmalz. Aber, Versuch macht kluch!

Trotzdem, weiterhin viel Spaß mit den Scherben.

Petrowitsch
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moni-ffm
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petrowitsch,

ob da ein Vollkorn-Bäcker in der Nähe ist wissen wir nicht, aber sie sollen eine Filiale in Staufen haben...

Hat Madame Petrowitsch eine Erklärung für das Zusammenziehen des geschnittenen Teiges?!?

LG
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Hat Madame Petrowitsch eine Erklärung für das Zusammenziehen des geschnittenen Teiges?!?

Was hast du denn für Mehl genommen?
War der Teig gut ausgeknetet?
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Marla

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moni-ffm
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marla,

ich habe 405er Mehl von der Adlermühle genommen und den Teig supergut ausgeknetet: nachdem ich ihn mit den Knethaken des Handrührers bearbeitet habe, habe ich ihn auf meiner Silikonmatte noch lange mit den Händen geknetet - ich mach das sehr gerne, den Teig noch in den Händen fühlen und dabei feststellen, wie er sich verändert... Der Teig wurde super geschmeidig und ganz seidig, seidig nicht nur in der Konsistenz, sondern er bekam auch so einen Glanz... Es war das reine Vergnügen... Aber er zog sich nach dem Schneiden wie Gummi zusammen. Hast Du eine Idee, was da los war?

LH
Monika
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni,
hast du den Teig nach dem Ausrollen noch mal entspannen lassen oder hast du den Teig dann direkt geschnitten/gerädelt?
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Liebe Backgrüße
Marla

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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 11.02.2013, 21:14, insgesamt einmal bearbeitet
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Palttbrot
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Halli Hallo,

ich habe heute zum ersten mal die Scherben gemacht und muss sagen einfach lecker.
Danke für das tolle Rezept. Pöt huldigen

Bei mir hat sich der Teig auch etwas zusammen gezogen, da habe habe ich ihn einfach wieder etwas auseinander gezogen bevor die einzelnen Scherben im Öl "baden" durften.
Ausgerollt auf meiner Tischplatte mit einem uraltem Nudelholz.


So sehen sie aus.


Ich hoffe man kann was sehen bin noch am lernen mit den Bilder hier. Verlegen
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moni-ffm
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Anmeldungsdatum: 15.02.2012
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marla,

Sofort gerädelt und ausgebacken... Hätte ich warten sollen, bis er entspannt war? Wie bleibt er dann so schön dünn? Ich hatte ihn bis auf 1 mm ausgerollt und nach dem Zusammenziehen war er natürlich wieder dicker... Jammer...

Da fehlt mir natürlich die jahrzehntelange Erfahrung einer alemannischen Scherbenbäckerin...
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

@ Alle

Geschockt Wow, das geht hier ja ab wie "Schmidt's Katze!"

Antwort von Madame P.:
Sie behandelt den Teig für die Scherben wie einen Nudelteig. Wie oben beschrieben mit der Nudelmaschine bearbeiten, zwischendurch immer mal wieder ganz leicht mit Mehl einstäuben, auf dem ebenfalls leicht bestäubten Backbrett liegen lassen, dann ausrädeln und dann Zug um Zug durch das Öl-Bad.

Und Euere Vermutung, Marla besonders, wird wohl genau den Grund treffen, das Entspannen des Teiges.
Bei Madame P. passiert das so eben "en passant", wohl aufgrund ihrer langen Erfahrung.
Sie hat ein Teiggefühl, da muss ich immer wieder staunen!
Und, ja, sie verwendet ebenfalls ganz normales Weizemmehl Type 405.

@ moni-ffm
Ich hab ja extra den Spalt der Nudelmaschine gemessen, Madame P. sagt, dass die ca. 2 mm gut sind. Vielleicht sind es auch nur 1,7 oder 1,8 mm. Aber daran soll's nicht scheitern. Und wenn die 1 mm Scherben sich wieder ein klein wenig zusammenziehen, dann ist das nicht sooooo schlimm!
Versuchs mal mit Ruhen-lassen. Ich glaube, dann ist das Problem gelöst!

@ Palttbrot
Freut mich, dass Du gleich Erfolg gehabt hast!

Allen weiterhin noch einen schönen Rosenmontag und eine lustige (Rest-) Fasnet.

Petrowitsch
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Musikfinger
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

@ Petrowitsch
Ich bin zwar keine Hochdeutsche,aber kann Dir das Wort "Salzstängele" gerne übersetzen...
Salzstangen ! egal ob Singular oder Plural
Sehr glücklich
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LG
Musikfinger
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

@ Musikfinger

Winken Danke!! Ich hab schon mit dem Begriff "Salz-Sticks" (Denglisch!) gespielt! Ich hab keine Ahnung, wie die wirklich heißen!
Weiß nur, dass die Besten von "Mayka" kommen, hier aus dem badischen Markgräflerland! Aus Dinkel!
Ich mag sie nicht (mehr! Verlegen ) und "Laugen-Sachen" mach ich zwischenzeitlich lieber selber!
Aber das ist ein anderer Fred!

Schönen Rest-Rosenmontag! Tschüß!

Petrowitsch
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Linde10
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
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BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,

deine Scherben, Petrowitsch, erinnern mich an die " Krebelchen", die wir zuhause gebacken hatten..Die waren auch hauchdünn und in den Teig kam noch Vodka rein..

Ich habe dieses Jahr mich an die "Schneebälle" ran getraut:

http://imageshack.us/a/img41/7378/schneeblle.jpg

Wünsche Euch allen noch eine schöne Faschingszeit!

Lg Olga
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
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BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Olga,

Deine Schnellbälle sehen genauso gut aus, wie die welche wir im Frühjahr im Urlaub in Rothenburg ob der Tauber gegessen haben. Winken

LG Uta
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Linde10 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Ihr Lieben,

deine Scherben, Petrowitsch, erinnern mich an ...


Liebe "Linde10", es sind wirklich die von Madame Petrowitsch, nicht meine! Verlegen Verlegen
Ich habe hier diesmal nur die Funktion des Reporters! Winken

Aber interessant ist, was man so als "Lockerungs-Mittel" alles verbacken kann! Ich überlege mir, ob ich da nicht mal 'ne Liste erstellen soll!
Rum im Apfelsaft für die Scherben, Kirschwasser in der Linzertorte, Vodka in die "Krebelchen"... , die Liste könnte noch länger werden!

Und Deine "Schneebälle" sehen zum Reinbeißen aus! Das wär mal eine "Schneeball-Schlacht" der anderen Art!

@ kupferstädterin
Mal schauen, ob ich Madame P. nicht für die Schneebälle begeistern kann! Ganz verhalten hat sie mir ja von denen schon mal vorgeschwärmt!

Also, Narren, haltet Euch ran, morgen ist "Geldbeutel-Wäsche"!
Und dann ist die Fasnacht für dieses Jahr wieder vorbei und es folgt die Fastenzeit!
Mit Wasser und Brot! Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich

Herzliche Grüße aus dem Hochschwarzwald

Petrowitsch
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 12070
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

@ Linde

deine Schneeballen gefallen mir auch ganz prima, bisher hab ich mich da noch nicht rangetraut.
Verräts du uns dein Rezept?
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Liebe Backgrüße
Marla

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Linde10
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ihr Lieben,
vielen Dank für die Komplimente:)
Werde ganz rot, ich bin eigentlich immer von euch bzw. euren Backwerken so begeistert..

Petrowitsch, du hast diese Scherben ja gebacken, deswegen hab ich die "deinen" genannt:) Entschuldige, übrigens, dass ich hier so mit meinen Schneebällen rein geplatzt bin, ich wollte nur vom " Schuss Vodka" berichten:)

Liebe Marla, freilich stelle ich das Rezept rein, sehr gern..

Liebe Uta, ich habe die Schneebälle auch erst im Rothenburg kennen gelernt und auch welche für meine Kinder gekauft. Aber die selbstgebackene sind viel zarter, mürber..k.A..

LG Olga
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