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Franzbrötchen, Hamburger Spezialität

 
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1703
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 11.03.2013, 17:49    Titel: Franzbrötchen, Hamburger Spezialität Antworten mit Zitat

Hier das Rezept dazu:



Für ca. 10 große oder 15 kleinere Stücke:

Marla’s Allround-Hefeteig bietet sich hier direkt an!

http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=5488

Lange kühle Führung für mehr Geschmack.
2 Std. bei 20-24° - anschließend ca. 12 Std. bei ca. 7-10°
Umgerechnet auf die erforderliche Menge.

Zutaten:
750 g Mehl, 1:1 aus W405 : W550 (B-%: 100 %)
ca. 375 g Milch lauwarm bis kalt (B-%: 50 %)
ca. 90 g Zucker (B-%: 12 %)
7,5 g Salz (B-%: 1 %)
15 g Frischhefe (B-%: 2 %) *)
1 Ei (L) (B-%: ca. 8,5 %)
100 g Butter, weich (B-%: 13,3 %)

Für die Zieh-Butter:
400 g Butter
75 g Mehl W405

Für die Füllung:
150 g Zucker
1 EL Zimt
1 verquirltes Eigelb
1 EL Puderzucker (hab ich uns gespart, war so besser)

Zubereitung:

Hefeteig:
nach Marla’s Anweisung herstellen und kalt stellen.

Zieh-Butter:
Zimmerwarme Butter und Mehl mit den Knethaken des Handrührers geschmeidig verkneten.
Achtung! Es gibt einen Moment, wo die Ziehbutter zusammenfindet. Danach wird sie dann nur noch weich und schmierig! Also rechtzeitig aufhören und zu einem Rechteck von ca. 15 x 20 cm formen und für mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Größe von ca. 30 x 40 cm (quer) gleichmäßig ausrollen. Das Zieh-Butter-Stück auf die Mitte des Teiges (senkrecht) legen, die Teigränder mit etwas Wasser bestreichen und erst die linke Seite und dann die rechte Seite über die Zieh-Butter legen, sodass erst Teig, dann Zieh-Butter und danach 2 Teiglagen übereinander liegen. Die offenen kurzen Enden ebenfalls einschlagen und auf die Doppellagen umklappen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in alle Richtungen gleichmäßig zu einer Größe von ca. 40 x 60 cm ausrollen, immer abwechselnd längs und quer. Dazu das Teigstück immer mal wieder umdrehen, Oberseite nach unten, und 90° versetzt weiter bearbeiten. Nicht zu viel Streumehl einarbeiten.
(Die genaue Abmessung ist dabei nicht ganz so wichtig! Wichtig ist, dass nach der letzten Tour, siehe unten, die Abmessungen 50 x 35 cm rauskommen!) **)

Das linke Drittel der schmalen Teigseite über das mittlere Drittel klappen und das rechte Drittel darüber schlagen, sodass 3 Schichten übereinanderliegen (dies ist eine einfache Tour). Den Teig danach mindestens 15 Minuten kalt stellen. Diesen Vorgang noch 2 – mal wiederholen. Den Teig nach jedem Arbeitsgang erneut für mindestens 15 Minuten kalt stellen. Den Teig nach der 3. Tour zu einer Platte von ca. 50 x 35 cm ausrollen. Jetzt hat der Teig 27 Schichten.

Zimt und Zucker miteinander vermischen. Den Teig mit ca. 2 EL Wasser bepinseln und mit der Zimt-Zuckermischung bestreuen. Dabei an der einen langen Seiten einen ca. 2 cm breiten Rand freilassen. Diesen Rand mit verquirltem Eigelb bestreichen. Die Teigplatte von der langen Seite her aufrollen, beginnend mit der Zimt-Zuckerseite, hin zu der mit Eigelb bestrichenen Seite. Die Rolle in ca. 5 cm breite Stücke markieren und schräg durchschneiden. Jedes Teigstück so vor sich hinlegen, dass die kurze Seite oben ist. In der Mitte mit dem bemehlten Stiel eines Kochlöffels quer zur Rolle eindrücken. Dabei ziemlich tief durchdrücken. Bei diesem Vorgang baut sich ein Widerstand auf, wenn der überwunden wird, dann sind die Schichten an dieser Stelle durchgetrennt, leider!
Muss aber jede/r selber probieren!

Ich habe dieses „trapezförmige Einschneiden“ hier mal angedeutet, Ansicht von oben.

+----------------+
| \ / \ / \ / \ / \ |
+----------------+

Die Teiglinge mit Abständen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Zugedeckt noch einmal 20 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen backen. Bei Ober/Unterhitze mit ca. 200°C, bei Umluft mit ca. 175°C.
Dauer ca. 25 Minuten

Bei der vollen Menge der Zutaten ergeben sich ziemlich große Franzbrötchen! Ich habe dafür 2 Backbleche genommen und mit Umluft gleichzeitig gebacken. Allerdings nach der halben Backzeit die Bleche gegeneinander vertauscht.

Nach der Backzeit die Franzbrötchen noch ca. 10 Minuten auf dem Backblech ohne Hitze bei etwas geöffneter Backofentür ruhen lassen.
Nach Geschmack mit Puderzucker bestreuen.
Möglichst warm servieren.

Gesamte Wartezeiten ca. 14 Stunden Gehzeit, 25 Minuten Stückgare und mindestens 75 Minuten Kühlzeit. Zusätzliche Knet- und Arbeitszeiten.

Backzeit ca. 25 Minuten

Anmerkungen:
*) Die Menge Hefe ist für diesen schweren Teig an der Untergrenze! Ausprobieren!

**) Wer keine so Riesen - Franzbrötchen möchte, für den bietet es sich an, die Teigplatte vor dem Aufrollen auf das Maß von 75 x 35 cm auszurollen und 15 Stücke abzutrennen oder für die Rolle von 50 x 35 cm nur 2/3 der Zutaten zu nehmen.

Aber die „Großen“ sind schon eine Wucht!

Viel Vergnügen beim Nachbacken!

Petrowitsch
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
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BeitragVerfasst am: 08.06.2014, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Es darf doch nicht wahr sein, Mit den Augen rollen
dieses Rezept liegt seit 14 Monaten in unserer Datei und keiner hat es nachgebacken?!

Dieses WE musste es dran glauben Winken

.......
Rohzustand_________________________________________gebacken



und als Apfeltasche abgewandelt Winken Sehr glücklich

Irgendwann habe ich mal Franzbrötchen gebacken, welche keinen gezogenen Teig hatten, die waren längst nicht so gut wie diese, wobei ich das nächste Mal die Menge der Tourierbutter halbieren. Cool

Danke Petrowitsch für dieses tolle Rezept Sehr glücklich

LG Uta

PS fast hätte ich es vergessen, obwohl ich noch Zimt mit eintouriert habe, kam mir der Zimtgeschmack nicht intensiv genug rüber, werde das nächste Mal noch mehr verwenden. Beim Zucker war ich wohl etwas zu vorsichtig, den hätte ich ruhig dicker drüber streuen dürfen.

Unsere Bekannten, welche gestern in den Genuss der Apfeltaschen kommen durften, meinten sie hätten noch nie so gute Apfeltaschen gegessen Winken

Ach ja, auch noch vergessen: ich habe den Teig Mittwoch vorbereitet, Donnerstag touriert und aufgerollt, portioniert und nochmal bis Freitag im KS zwischengeparkt. Das hat prima geklappt, ich habe die Hefemenge auf 10g reduziert.

LG Uta
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 08.06.2014, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

kupferstädterin hat Folgendes geschrieben:
Danke Petrowitsch für dieses tolle Rezept Sehr glücklich
LG Uta

Ja, Uta, "Gut Ding will Weile haben!".
Aber jetzt hat es doch geklappt! Und die Idee mit den Apfeltaschen finde ich absolut hervorragend!
Und Zucker MUSS sein! Sonst sind es keine richtigen Franzbrötchen! Winken

Ich wünsche Euch allen für morgen einen schönen Mühlentag!

Petrowitsch
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ganymed
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 18.07.2011
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BeitragVerfasst am: 08.06.2014, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

bei den temperaturen einen plunderteig herzustellen. Das ist echt die Härte´.
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kupferstädterin
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BeitragVerfasst am: 08.06.2014, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ganymed,

am Donnerstag als ich den Plunderteig touriert hatte, waren hier im Westen die Temperaturen noch sehr moderat Winken
Bei um 30°C, wie sie seit Freitag herrschen hätte ich umplanen müssen Cool den Stress hätte ich mir nicht angetan, dass die Butter schneller flüssig wäre als ich arbeiten könnte Mit den Augen rollen

Hallo Petrowitsch,

klar dass der Zucker muss Winken aber irgendwie war ich zu zaghaft Mit den Augen rollen Geschockt Winken

LG Uta
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 08.06.2014, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

kupferstädterin hat Folgendes geschrieben:
Hallo Petrowitsch,
klar dass der Zucker muss Winken aber irgendwie war ich zu zaghaft Mit den Augen rollen Geschockt Winken LG Uta

Hallo Uta
Sünde ist es erst dann, wenns der "Liebe Gott" merkt! (Siehe Schwäbische Maultaschen! Cool ) Winken

Petrowitsch
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
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BeitragVerfasst am: 09.06.2014, 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Winken Sehr glücklich Pöt huldigen Sehr glücklich Winken

LG Uta
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ganymed
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Anmeldungsdatum: 18.07.2011
Beiträge: 244

BeitragVerfasst am: 09.06.2014, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

zum Glück macht unsere Bäckerei, die preisgekrönt ist, Croissants und Franzbrötchen selbst mit echter Butter. Somit bleibt mir die Arbeit zum Glück erspart Sehr glücklich
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Bienchen2003
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
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BeitragVerfasst am: 06.08.2014, 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petrowitsch,

ich habe dein Rezept heute nachgebacken und bin begeistert!
Die Franzbrötchen sind super lecker (finden auch meine kleinen Franzbrötchenexperten Sehr glücklich) und die Arbeitsabläufe gingen, deiner Beschreibung sei dank, auch gut von der Hand.

Fragen an alle:

Mir ist aufgefallen, dass der Zucker bei diesem Rezept außen recht knusprig karamellisiert. Bei den gekauften Teilen ist der äußere Zucker meist recht klebrig. Meine Zwerge stehen darauf Winken.
Könnte man diese (gekaufte) klebrigere Konsistenz hinbekommen, wenn man einen Teil von der Zieh-Butter zurückbehält und diese dann (statt Wasser) vor dem Zuckern auf den Teig bringt?

Nächstes mal würde ich gern einen Teil der Franzbrötchen einfrieren.
Funktioniert das wohl auch mit den ungebackenen Teiglingen, so dass ich sie bei Bedarf auftauen und backen kann?

Viele Grüße vom Beinchen!
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1703
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 06.08.2014, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Bienchen2003 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Petrowitsch, ich habe dein Rezept heute nachgebacken und bin begeistert!

Danke! Pöt huldigen

Zitat:
Mir ist aufgefallen, dass der Zucker bei diesem Rezept außen recht knusprig karamellisiert. Bei den gekauften Teilen ist der äußere Zucker meist recht klebrig. Meine Zwerge stehen darauf Winken.

Ich denke, dass die backfrischen Franzbrötchen die knusprigen sind, dass aber aufgrund von Luftfeuchtigkeit und durch die hygroskopische (wasseranziehende) Eigenschaften des Zuckers beim Liegen im Laden derselbe beginnt, sich aufzulösen, also klebrig wird.
Klar ist in der Butter auch noch Wasser (18 %), aber ich würde da eher mit der Blumenspritze mit ganz feinem Nebel über die fertigen Fränzchen drüber gehen. Aber, alte Weißheit aus dem ST-Forum: "Versuch macht kluch!" Winken

Zitat:
Nächstes mal würde ich gern einen Teil der Franzbrötchen einfrieren. Funktioniert das wohl auch mit den ungebackenen Teiglingen, so dass ich sie bei Bedarf auftauen und backen kann?

Ich würde sie (aufgrund meiner Erfahrung mit selber gemachten TK-Brötchen) fast fertig backen, dann fast noch warm einfrieren und gefroren aus dem TK bei 160°C OU ca. 12 Minuten aufbacken. Aber das musst Du einfach ausprobieren.

Zitat:
Viele Grüße vom Beinchen!

Grüße an unser Bienchen zurück! Winken

Petrowitsch
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Bienchen2003
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
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BeitragVerfasst am: 09.08.2014, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Da die Franzbrötchen in nullkommanix aufgefuttert waren, konnte ich nicht mehr feststellen, ob der Zucker im Laufe der Zeit klebriger wird Smilie

So werde ich mich kommende Woche wohl wieder dran machen und dann auch das Einfrieren und Butter-mit-Zucker-mischen testen. Meine Zwerge werden sich über die Versuchsläufe freuen Sehr glücklich

LG Bienchen Winken
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ganymed
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Anmeldungsdatum: 18.07.2011
Beiträge: 244

BeitragVerfasst am: 09.08.2014, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Dürfte ich eine Frage stellen:

Du arbeitest Mehl in die Butter ein. Macht es einen bemerkbaren Unterschied beim Tourieren? Geht das spürbar leichter oder ist das ein "Placebo-Effekt"?
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1703
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 09.08.2014, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

ganymed hat Folgendes geschrieben:
Dürfte ich eine Frage stellen:

Aber immer! Wenn Du dabei mich meinst! Winken

Zitat:
Du arbeitest Mehl in die Butter ein. Macht es einen bemerkbaren Unterschied beim Tourieren? Geht das spürbar leichter oder ist das ein "Placebo-Effekt"?

Wichtig bei der ganzen "Touriererei" ist, dass die beiden Teile, Teig und Ziehbutter, möglichst gleich kalt sind! Falls die Geschichte zu warm wird, unbedingt eine Ruhepause im KS! Sonst kommt Dir die Ziehbutter durch den Teig entgegen! (Versuch macht kluch! Smilie Auch mich! Verlegen)

Falls Du aber jetzt die Eigenschaft der so mit Mehl "behandelten" Ziehbutter gegenüber einer "normalen" Butter meinst, dann ist der Unterschied erheblich! Durch das Mehl in der Butter erhält die eine Eigenschaft, die ich mal so beschreiben möchte: "wie mit Millionen von kleinen Scharnieren oder Lagern versehen!". Dadurch kann man sie viel besser "walken", ohne dass sie dabei "flüchtet" oder im kalten Zustand "zerbricht"! Und kalt muss die ganze Sache sein! Unbedingt!
Schau mal hier und hier .
Vielleicht gibt es da bei den Profis (Uta, HILFE!) noch besser verständliche Ausdrücke!? Aber so beschreibe ich das jetzt mal als "Laie"! Winken

Herzliche Grüße aus dem Hochschwarzwald

Petrowitsch
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Avensis
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Anmeldungsdatum: 28.07.2008
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BeitragVerfasst am: 09.08.2014, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

@Petrowitsch
welche Zieh-Butter nimmst du
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1703
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 09.08.2014, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Avensis hat Folgendes geschrieben:
@Petrowitsch, welche Zieh-Butter nimmst du

Hallo Avensis,
die mache ich mir selber! Winken Wie oben im Rezept!
Zitat:
Für die Zieh-Butter:
400 g Butter
75 g Mehl W405

Dort steht auch die Verarbeitung!

Man kann "Zieh-Butter" auch fertig kaufen! Oder sogar "Zieh-Margarine", wer sich unbedingt nichts Gutes tun will! *schüttel*
Margarine gibt es bei uns im Haushalt grundsätzlich nicht! Böse
(Madame P. nickt sehr energisch mit dem Kopf!) Geschockt
Und komischer weise ist die Süßrahm-Butter, die ich eh am liebsten verwende, zur Zeit die preiswerteste beim "Discounter meines Vertrauens"! Drum schlummert auch eine größere Menge dieses wertvollen Stoffes bei uns im TK! Cool

Wenn ich schon an mein BROT so hohe Ansprüche stelle, dann aber erst recht auch an das, was da drauf kommt!
(Mein Freund Peter "Schinkenbrot" nickt ebenfalls sehr energisch mit dem Kopf!)

Herzliche "gebutterte" Grüße

Petrowitsch
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
Beiträge: 3207
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BeitragVerfasst am: 18.08.2014, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:

Schau mal hier und hier .
Vielleicht gibt es da bei den Profis (Uta, HILFE!) noch besser verständliche Ausdrücke!? Aber so beschreibe ich das jetzt mal als "Laie"! Winken

Herzliche Grüße aus dem Hochschwarzwald

Petrowitsch


Kaum ist frau in der anderen Ecke Deutschlands unterwegs, schon wird sie vermisst Sehr glücklich Cool

Bei der Blätter- oder Plunderteigherstellung darf sich die Butter nicht mit den übrigen Teigzutaten homogen vermischen, sondern soll eine eigene Komponente bleiben, deshalb muss die Butter stabilisiert werden.
Durch die Einarbeitung von ca 10% Mehl in die Butter, wird die Zähigkeit und Geschmeidigkeit der Butter erhöht. Dadurch lässt sich die Butter feiner/dünner ausrollen und schmiert nicht.
Einen guten Vergleich kann man mit der Zähigkeit von Gold ziehen; dieses ist so geschmeidig, dass es hauchdünn ausgerollt und gebogen werden kann, ohne zu brechen.

Also Petrowitsch, Du siehst, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Hallo Bienchen,

wenn Deine Kiddies sofort über die frischgebackenen Franzbrötchen herfallen, dann müssen sie den knackigen Karamell in Kauf nehmen. Winken
Erst nach einiger Zeit setzt der wasseranziehende Prozess ein, wodurch der Zucker klebrig wird.


LG Uta
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1703
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 18.08.2014, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

kupferstädterin hat Folgendes geschrieben:
Also Petrowitsch, Du siehst, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Verlegen Pöt huldigen Verlegen Pöt huldigen Verlegen Pöt huldigen Winken

Petrowitsch
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
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BeitragVerfasst am: 18.08.2014, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Musst nicht rot werden Winken Sehr glücklich Winken Sehr glücklich Cool

LG Uta
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ganymed
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Anmeldungsdatum: 18.07.2011
Beiträge: 244

BeitragVerfasst am: 18.08.2014, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

die sehen besser aus als bei unserem konditor.
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Bienchen2003
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 24.08.2014, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Heute gab es Nachschub an Franzbrötchen und ich habe festgestellt, dass sich der Teig bei kühlerem Wetter (15°C heute statt 26°C beim ersten Versuch) wesentlich besser verarbeiten lässt.

Die Franz. sind auch viel fluffiger geworden und man kann die einzelnen Teigschichten richtig erkennen *freu*.

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Zibiba
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Anmeldungsdatum: 14.12.2011
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BeitragVerfasst am: 24.08.2014, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Mjammm! Sieht das Franzbrötchen lecker aus!!! Sehr glücklich ~ sabber ~
_________________
Viele Grüße
Zibiba
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Je besser das Brot, desto schlechter die "Haltbarkeit"! Winken
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Bienchen2003
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
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BeitragVerfasst am: 24.08.2014, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Danke schön Zibiba Smilie
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 24.08.2014, 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bienchen,
!OBER-GUT! Pöt huldigen
Und, was sagen Deine Zwerge jetzt? Winken

Übrigens, wenns warm ist kann man/frau den Teig zwischendurch immer wieder in den Kühli stellen.
Hilft garantiert! Du siehst es ja jetzt selber!

Petrowitsch
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Guido
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Anmeldungsdatum: 26.03.2009
Beiträge: 555
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BeitragVerfasst am: 26.08.2014, 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich liebe Franzbrötchen Sehr glücklich Vor 2 Wochen waren wir in Hamburg. Ich habe intensive Tests durchgeführt und teilweise grausame Exemplare essen müssen. Die für mich besten Franzbrötchen hatten die kleinen Konditoreien, die noch echte Handarbeit leisteten.
Ich werde mir nun Ziehbutter herstellen und demnächst wieder selber welche backen. Übrigens mische ich meine Zimtstangen gerne mit Zimtblüte und mahle sie dann.
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Bienchen2003
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 28.08.2014, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:
Hallo Bienchen,
!OBER-GUT! Pöt huldigen
Und, was sagen Deine Zwerge jetzt? Winken

Übrigens, wenns warm ist kann man/frau den Teig zwischendurch immer wieder in den Kühli stellen.
Hilft garantiert! Du siehst es ja jetzt selber!

Petrowitsch


Danke schön, Petrowitsch Sehr glücklich !!

Die Zwerge sind begeistert! Hätte ich nicht gleich die Hälfte eingefroren, würden sie sich von nichts anderem ernähren (wollen).

Und ich habe gestern tatsächlich auch noch ein halbes Franz. abbekommen und kann bestätigen, dass sie in den 3 Tagen tatsächlich diese klebrige Konsistenz bekommen haben.

LG Bienchen
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1703
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 28.08.2014, 18:01    Titel: Antworten mit Zitat

Bienchen2003 hat Folgendes geschrieben:
Und ich habe gestern tatsächlich auch noch ein halbes Franz. abbekommen und kann bestätigen, dass sie in den 3 Tagen tatsächlich diese klebrige Konsistenz bekommen haben.

Winken Hallo Bienchen Winken
Ich kann mir schon ein wenig vorstellen, was es heißt, 3 Tage warten zu müssen, bis die Fränzchen endlich klebrig werden, nur um eine Vermutung bestätigt zu bekommen! Winken
Also, ich mag sie lieber ganz frisch und knusprig! Winken

Herzliche Grüße

Petrowitsch
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