www.der-Sauerteig.de Foren-Übersicht www.der-Sauerteig.de
Der Sauerteig - das unbekannte Wesen
 
Die Leser unseres Forums stammen aus allen Ländern und gesellschaftlichen
Hintergründen. Sie haben verschiedene Weltanschauungen und Religionen. Es ist
selbstverständlich für uns, dass dieses Forum völkerverbindend und mitmenschlich ist.
Radikale und menschenverachtende Ansichten werden wir deshalb nicht dulden.

 FAQFAQ   IMPRESSUMImpressum   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 
 Intro   Portal 
isaak naturkost-Versand hat für Sie französisches Biomehl!
Bio-T45 für Feingebäck (Madeleine, Croissant, Brioche etc)
und Bio-T65 für echte Baguettes
 
www.der-Sauerteig.de auf Facebook teilen
Das Sonnenbrot

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.der-Sauerteig.de Foren-Übersicht -> Mittelalterliche Rezepte
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Petrowitsch
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1721
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 24.08.2011, 19:32    Titel: Das Sonnenbrot Antworten mit Zitat

Hallo an Alle

ich habe da ein Rezept gefunden, von dem ich glaube, dass es hierher passen könnte. Hier ist es:

Das Wonnenbrot

Quelle: „Körner und Keime Der Sprossengarten im Zimmer“, Rose-Marie Nöcker,
Heyne Bücher, ISBN 3-453-40348-7, 14. Auflage, gedruckt 1995, Seite 169

Zitat:

Ungewöhnlich – das könnte das Aroma der ersten Brotfladen gewesen sein, die in Urzeiten auf Steinen in der Sonne getrocknet wurden.

2 Tassen Weizensprossen oder eine Mischung aus verschiedenen Getreidekeimen
etwas Weizenmehl zum Bestäuben

Den Ofen auf 90 Grad vorheizen.
Wir drehen die Sprossen durch den Fleischwolf und kneten einen Teig. Dies ist mehr die Entwicklung eines Teiges, dem wir feine Prisen Mehl überstäuben und den wir langsam und behutsam bearbeiten. Das stützt den Geschmack und bringt die richtige Konsistenz fürs Ausrollen. Denken wir an eine Knäckebrotscheibe – so dünn soll das Sonnenbrot sein.
Der runde Fladen krustet auf geöltem Blech bei milder Hitze – auf beiden Seiten, jeweils ca. 30 Minuten. Die Ofenklappe ist leicht geöffnet.
Den wahren Geschmack entwickelt das Sonnenbrot, wenn wir es ganz langsam und beharrlich kauen!
Wenn wir den Wunsch haben, das Brot zu verändern, so gelingt es mit:

Einigen Tropfen Nussöl,
mit gemahlenem Kümmel,
mit gehacktem Fenchel,
mit Nusssplittern und getrockneten Früchten.

Meine erste Gelegenheit, dieses archaische Brot zu kosten, war bei Freunden. Sie kredenzten es mit herbem Rotwein und Ziegenkäse ... die Fülle der Einfachheit.

Zitat Ende

Ich gehe mal davon aus, dass dieses Rezept für EINEN Fladen gilt.
Ausserdem bietet sich ja auch mal ein Versuch auf einem Backstein an.

Selber probiert habe ich diese Fladen noch nicht, ich habe keinen Weizen, der sicher keimen würde. Aber den zu besorgen ist nicht so schwer und einen "Sprossen-Züchte-Set" habe ich und dann steht dem Versuch nichts mehr im Wege.

Falls schon jemand vorher startet, bin ich ja mal auf das Ergebnis gespannt.

Auf alle Fälle ist es eine ungewöhnliche Art von Brot.

Vielleicht ist da ja auch noch eine Variante mit einem "urtümlichen" ST machbar Winken

Wir sehen uns Cool

Petrowitsch
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Google






Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Petrowitsch
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1721
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 14.01.2015, 12:59    Titel: Mein "gehobener Schatz": Das sonnige Wonnenbrot Antworten mit Zitat

Das sonnige Wonnenbrot



Mein Versuch vom 12.01.2015

Vorbereitung der Sprossen:
1 cup / 190-200 g Bio-Weizen, keimfähig
Ein Keimgerät (wie meins). Oder jede andere Lösung!

Den Weizen waschen und für 12 Stunden in reichlich warmem Wasser einweichen. Abgießen und die Weizenkörner auf die 3 Etagen des Keimgeräts verteilen. Je 2 mal täglich das abgelaufene Wasser entfernen und mit frischem warmen Wasser begießen.
Ich tausche bei jedem Gießvorgang die Reihenfolge der Etagen. Die Keime sollen genügend Licht haben aber keine direkte Sonne.
Keime nach 2-3 Tagen ernten, Sprossen nach 5 oder mehr.
Achtung!
Keimender Weizen bildet Faserwürzelchen! Nicht mit Schimmel verwechseln!

Am Tag der Zubereitung:
512 g____Weizen-Sprossen aus dem Keimgerät
110 g____Dinkel-Vollkornmehl (lt. Original: Weizenmehl)
7 g______Salz
15 g_____Walnussöl
60 g_____Sprossenwasser

Zubereitung:
Die Sprossen grob zerkleinern (mit der Moulinette). In eine Rührschüssel geben, das Dinkel-Vollkornmehl nach und nach zugeben und mit den Sprossen vermischen. Ebenfalls in kleinen Mengen das Wasser zugeben. Mit dem Handrührer und den Knethaken verkneten bis sich eine Art Teig bildet. Jetzt das Salz zugeben und unterkneten und zum Schluss das Walnussöl unterkneten.
30 Minuten Teigruhe.
Herd auf 90°C Heißluft vorheizen.
Lochbackblech mit Dauerbackfolie auslegen und den Sprossenteig mit einer Palette gleichmäßig draufstreichen. Mit der Stipprolle oder einer Gabel gleichmäßig stippen und in den Ofen einschieben, mittlere Leiste.
Nach 30 Minuten Trockenzeit den Teig mit einem Messerrücken nach Belieben, z.B. in Rechtecke einteilen / ritzen und das Blech wieder für weitere 30 Minuten in den Ofen schieben. Falls nötig drehen.
Gesamte 1. Trockenzeit im Ofen: 60 Minuten
Auf einem Gitter mitsamt dem Blech 1 Stunde auskühlen lassen.
Das getrocknete Brot auf der Folie vom Blech nehmen, mithilfe der Backfolie an den Ritzlinien knicken, Gitter auf das Brot legen, Paket umdrehen und die Folie vorsichtig von der Rückseite der Brotscheiben abziehen. Die Brotscheiben sind noch weich!
Vorsichtig trennen und mit der feuchten Rückseite nach oben auf dem Gitter weiter trocknen.
Am besten in der Sonne! Daher sonniges Wonnenbrot!
Da mir für die weitere Trocknung definitiv die Sonne gefehlt hat, habe ich die Brotscheiben mit der weichen feuchten Rückseite nach oben noch einmal für eine Stunde im Ofen bei 90°C Umluft getrocknet (s.u.).

Anmerkungen:
Ich habe 7 g Salz genommen, das ist zu viel oder auch nicht! 5 g Salz reichen vielleicht auch! Mal schmecken die Scheiben salzig mal nicht so!
Ich hätte gerne Weizen-Vollkornmehl genommen, hätte es aber selber frisch mahlen müssen. Da ich nicht wußte, wieviel ich brauche, andererseits aber Dinkel-Vollkornmehl da hatte, habe ich stattdessen eben das Dinkel-Vollkornmehl genommen. Verändert etwas den Geschmack und die Farbe.
Die Ölmenge könnte auch weniger sein. Ein anderes gutes Öl wäre ebenso möglich.
Ich habe das Wasser verwendet, das nach dem Umladen der Sprossen zum Zerkleinern im Topf übrig geblieben war.

Temperatur 90°C:
Da habe ich etliche Rezepte durchgelesen zum Thema Knäckebrot, Sprossenbrot, Essenerbrot, Fladenbrot. Knäckebrot habe ich schon selber gebacken.
Die Angaben gehen von 250°C bis runter zu 135°C. Also richtiges Backen!
Andererseits gibt es auch die Angabe „unter 40°C“, damit die Enzyme erhalten bleiben sollen. Dies für Rohkost-Freaks.
Ich bin dann mutig auf die 90°C eingestiegen, aber mit dem Umluftgebläse. Der Teig sollte ja trocknen. Und ich habe mich auf eine lange Trockenzeit eingestellt. Nach den ersten 30 Minuten war die Oberfläche verblüffend „verfestigt“. Allerdings habe ich in diesen ersten 30 Minuten nach 10 Minuten das erste mal die Backofentüre kurz geöffnet, um den Wasserdampf rauszulassen und danach alle weiteren 5 Minuten jeweils für 5 Sekunden. Nach dem Ritzen und Drehen ebenfalls wieder nach diesem Schema.
Laut Original-Rezept „krustet der Fladen auf dem geölten Blech“! Von „krusten“ kann keine Rede sein! Oder die angegebene Temperatur von 90°C ist (wieder mal!) falsch.
Andererseits sollte ja mit diesem „sonnigen Wonnenbrot“ ein ursprünglicher „Sprossen-Brei-Fladen, der auf einem in der Sonne erhitzten Stein gebacken wird“ nach-empfunden werden.
Drum habe ich die Brot-Scheiben anschließend (und nach Pöts Rat bei einem Knäckebrot-Rezept im Forum: „.... ggf nachtrocknen lassen... Habe die Ähre! Pöt“) mit der feuchten Seite nach oben auf den Rost gelegt und in der Sonne weiter trocknen lassen. Da aber die Sonne kurz darauf „den (Sonnen-) Schirm zu gemacht hat“, habe ich eine weitere Stunde Ofen-Trocknung angehängt (s.o.).

Geschmack:
Schwer zu beschreiben! Ausschluß-Methode: Nicht wie „normales“ Brot und nicht wie Knäckebrot!
Schon beim Zerkleinern der Sprossen hat Madame P. gefragt: „Wo hast Du da frische Gurken?“
Beim Trocknen im Ofen war die Küche erfüllt von einem merkwürdigen, unbekannten aber doch irgendwie vertrauten, angenehmen Duft. Er ist nicht erdig, aber wie etwas, das aus der Erde kommt, nicht nach rohen Kartoffeln aber doch irgendwie so ähnlich. Nicht obstig-fruchtig aber frisch, eher grasig, einfach „grün“! Und der Geschmack ist ähnlich vielfältig wie der Geruch und ebenso schwierig zu beschreiben!
Ich hab die „üblichen Verdächtigen“ zum erweiterten Geschmacks-Test genommen, also erst mal pur. Schmeckt angenehm, leicht süß, und ich schwanke immer noch, ob die Brote jetzt zu salzig sind oder gerade richtig.
Das „Mausfieling“ ist sehr angenehm, knackig, knusprig, mit einem weicheren Kern. Deutlich NICHT so staubig-trocken wie Knäckebrot!
Dann mit Butter, sehr schmackhaft! Mit Kräuter-Frischkäse, der Hammer! Mit einem feinen „Chaource“ (frz. Rohmilch-Weichkäse, frisch, mit weißem Schimmel), sehr gut! Zurück zum Kräuter-Frischkäse, einfach am besten!
Ich könnte mir diese Fladen auch sehr gut als gesunden Ersatz für die üblichen Chips vorstellen, dann etwas kleiner geschnitten.
Auf jeden Fall sind dies meine besten Knäckebrote geworden im Vergleich zu den vorhergehenden Versuchen dazu.

Übrigens:
Sämtliche Überlegungen, ein Triebmittel, egal welcher Art, einzubringen, habe ich fallen gelassen.
Alles außer Sauerteig wäre dem historischen Hintergrund dieser Art von „Fladen-Brot“ nicht gerecht geworden! Und Sauerteig-Fladenbrot mit Sprossen ist erst im nächsten Anlauf fällig!
Aber Keime und Sprossen als Zutat für Brote werde ich in nächster Zeit vermehrt verwenden.
Sie bieten sich gerade jetzt zu Beginn des Jahres (Vitamin-Mangel, Winken Mineralstoff-Mangel! Winken Winterschlaf! Winken Frühjahrs-Müdigkeit! Winken Schlacken-Ausräumen! Winken Winterspeck-Loswerden! Winken Stoffwechsel-auf-Trab-bringen! Winken) direkt an!

Petrowitsch
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Petrowitsch
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1721
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 14.01.2015, 13:08    Titel: Sonniges Wonnenbrot, die Bilder Antworten mit Zitat


Die Sprossen im Keimgerät ...______________________... mit den Faserwürzelchen.


Zerkleinert in der Teigschüssel ...___________________... und als fertiger Teig.


Auf dem Backblech aufgetragen ...__________________... und nach der 1. Trocknung.


Fertig! Winken

Petrowitsch
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zibiba
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 14.12.2011
Beiträge: 1755
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 14.01.2015, 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Alle Achtung! Da hast Du doch wohl was Anständiges herausgebracht! Pöt huldigen Die Bilder und Deine ausführliche Beschreibung, die erst einmal alle Fragen beantwortet, machen tatsächlich Lust auf´s Nachmachen. Das gleiche Keimgerät wie Du hätte ich schon mal hier. Mal schauen, ob ich die Kurve bei Gelegenheit kriege und auch solche Wonnen bereite Winken
_________________
Viele Grüße
Zibiba
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Je besser das Brot, desto schlechter die "Haltbarkeit"! Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Petrowitsch
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1721
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 14.01.2015, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Winken Danke, "liebe" Zibiba! Pöt huldigen

Petrowitsch
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mikado
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 08.04.2013
Beiträge: 2644
Wohnort: Rheinland-Pfalz, Zwischen den Wassern

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 09:45    Titel: Re: Sonniges Wonnenbrot, die Bilder Antworten mit Zitat

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:
Die Sprossen im Keimgerät ...______________________... mit den Faserwürzelchen.

Kannst du bestimmte Keimgeräte empfehlen, hast du darunter aus deiner Erfahrung einen Favoriten?

Gruß
Mika
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
moeppi
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 13.07.2009
Beiträge: 1558

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mika,
bei mir funktionieren die Keimgläser am besten. Bei den mehrgeschossigen wurden die Keime schnell schimmelig.
_________________
Liebe Grüße Birgit
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Petrowitsch
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1721
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 12:29    Titel: Re: Sonniges Wonnenbrot, die Bilder Antworten mit Zitat

Mikado hat Folgendes geschrieben:
Kannst du bestimmte Keimgeräte empfehlen, hast du darunter aus deiner Erfahrung einen Favoriten?

Hallo Mika, hab es schon oben "Ein Keimgerät (wie meins)." verlinkt!
Erfahrung mit weiteren Geräten habe ich keine, ich bin mit diesem bestens zufrieden. Gekauft habe ich das schon vor Jahren "auf dem Lager" (= Raiffeisen-ZG), bekommst Du aber auch sonst überall!
Leicht zu handhaben, gute Ergebnisse, größere Mengen Sprossen in den drei Etagen, auch unterschiedlich alte / junge Kulturen möglich.
Ausprobieren!
Wichtig bei der "Keim- und Sprossen-Zieherei" ist die Qualität des Saatgutes und die Sauberkeit am und im Sprossengerät. Und helle aber nicht sonnige Aufstellung. Und die Ergebnisse sind sehr schmackhaft und sehr gesund!
Und mit den Sprossen oder Keimen kannst Du nicht nur Brote backen sondern sie auch in der kalten und warmen Küche verwenden.
Und, vor allem, Du kannst Dein eigenes Malz herstellen! Aktives und inaktives und das von jeder keimfähigen Getreideart! Da hinaus laufen auch meine nächsten Versuche! Cool

Petrowitsch
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mikado
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 08.04.2013
Beiträge: 2644
Wohnort: Rheinland-Pfalz, Zwischen den Wassern

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

@Moeppi
Danke, ich schau mal nach denen.


@Petrowitsch
Sorry, den Link hatte ich übersehen.
Ja ich denke auch, dass Sauberkeit des Saatgutes, der Körner, und auch im Keimgerät notwendig ist.
Ich trage mich nämlich mit dem Gedanken, mehrere angekeimte Getreide zu fermentieren und in der Zubereitung von Hesekielbrot zu verwenden.


Beste Grüße
Mika
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Petrowitsch
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1721
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Mikado hat Folgendes geschrieben:
... Ich trage mich nämlich mit dem Gedanken, mehrere angekeimte Getreide zu fermentieren und in der Zubereitung von Hesekielbrot zu verwenden...

Hallo Mika, hab gerade mal so "rum-gekugelt", der Begriff "Hesekiel-Brot" war mir nicht geläufig! Danke für den "Schubs"! Winken
Was Du vorhast, das geht aber wohl eher in die Richtung "Essener-Brot" (Brot mit gekeimtem Getreide) als in Richtung "Hesekiel-Brot" (Brot mit Hülsenfrüchten). Aber egal, Versuch macht kluch! Und wenns schmeckt, dann ist gut!

Und der Hinweis von "moeppi" ist richtig!
Ich stelle mein Keimgerät auf eine Korkunterlage, damit keine Kälte von unten herrscht. Und ich gebe immer warmes Wasser rein!
Nicht zu viele Saaten in die einzelnen Etagen geben, damit sie nicht zu viele und zu dicht übereinander liegen!
Nur ganze Samen nehmen, zerbrochene aussortieren! Das ist gerade bei Getreide wichtig! Macht zwar etwas Arbeit, aber Bio-Getreide ist nicht gerade billig und eine Ladung verschimmelter Keime ist teuerer als die Minuten fürs Sortieren!
Bei jedem Gießen tausche ich die Reihenfolge der Etagen, sodass immer ein Wechsel stattfindet zwischen der obersten, die am ehesten trockener ist, und der untersten, die ja direkt über dem Wasser-Tank steht.
Zudem lüfte ich das Gerät durch Abnehmen des Deckels, obwohl der selber durch die Konstruktion einen feinen Luftspalt hat.
Und nicht die Faserwürzelchen mit Schimmel verwechseln! Gerade bei Radieschen, Rettich und Weizen werden die gebildet, bei Linsen und Mungbohnen z.B. nicht! Wenns dort Fasern hat, dann ist das Schimmel! Drum hab ich ja auch das Bild mit den Würzelchen reingestellt! Winken

Bei meinem Keimgerät ist ein kleines aber sehr hilfreiches Büchlein dabei, wo die wichtigesten Informationen drinnen sind! Und dann habe ich noch so 2-3-4 andere da zum gleichen Thema!
Und wofür gibt es PN! Cool

Herzliche Grüße und viel Erfolg

Petrowitsch
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mikado
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 08.04.2013
Beiträge: 2644
Wohnort: Rheinland-Pfalz, Zwischen den Wassern

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:
Was Du vorhast, das geht aber wohl eher in die Richtung "Essener-Brot" (Brot mit gekeimtem Getreide) als in Richtung "Hesekiel-Brot" (Brot mit Hülsenfrüchten).

Nee, nee, nach entweder-oder ist das in diesem Fall nicht so streng getrennt.
Lies mal Hesekiel 4:9 nach, dort kommen Getreide und Hülsenfrüchte vor, also sowohl als auch.
Fermentieren möchte ich dabei aber nur die Hülsenfrüchte.

Beste Grüße
Mika
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Petrowitsch
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 1721
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Mikado hat Folgendes geschrieben:
Nee, nee, nach entweder-oder ist das in diesem Fall nicht so streng getrennt.
Lies mal Hesekiel 4:9 nach, dort kommen Getreide und Hülsenfrüchte vor, also sowohl als auch.
Fermentieren möchte ich dabei aber nur die Hülsenfrüchte.

Zitat aus: http://bibeltext.com/
Hesekiel 4
9__So nimm nun zu dir Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Spelt und tue alles in ein Faß und mache dir Brot daraus, soviel Tage du auf deiner Seite liegst, daß du dreihundertundneunzig Tage daran zu essen hast,
10__also daß deine Speise, die du täglich essen sollst, sei zwanzig Lot nach dem Gewicht. Solches sollst du von einer Zeit zur andern essen.…


Ok, der alte "H" sagt hier zwar nichts von "keimen lassen" und auch nichts von "fermentieren", aber es werden Getreide (Weizen, Gerste, Spelt / Dinkel) mit Hülsenfrüchten gemisch zu Brot verarbeitet.
So mache ich das auch gelegentlich! Winken
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=9313&highlight=linsen
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=118726#118726

Und das ist extrem lecker und seeeehr gesund! Und mit Sprossen ist das noch mal eine erhebliche Steigerung!

Herzliche Grüße

Petrowitsch
_________________
Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mikado
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 08.04.2013
Beiträge: 2644
Wohnort: Rheinland-Pfalz, Zwischen den Wassern

BeitragVerfasst am: 17.01.2015, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:
Ok, der alte "H" sagt hier zwar nichts von "keimen lassen" und auch nichts von "fermentieren", aber es werden Getreide (Weizen, Gerste, Spelt / Dinkel) mit Hülsenfrüchten gemisch zu Brot verarbeitet.

Ich möchte deinen Sonnenbrot-Thread jetzt nicht kapern und nicht zerreden, deswegen nur kurz:
Richtig, von keimen lassen und fermentieren steht in Hesekiel 4:9 nichts geschrieben. Braucht es aber auch nicht, weil es in dem Zusammenhang nicht relevant war; denn es wurden dort nur die wichtigsten Zutaten erwähnt, mehr nicht. Nach unseren heutigen Definitionen steht dort ja kein vollständiges Rezept. Was auffällt, jene Zutaten hatten gewährleistet, dass Hesekiel die meisten der wichtigen Nährstoffe bekam, die er brauchte.

Beste Grüße
Mika
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.der-Sauerteig.de Foren-Übersicht -> Mittelalterliche Rezepte Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Neue Synagoge Ulm


 Intro   Portal 
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de
-PH1- -PH2-

<-ST-IT->