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Neuz├╝chtung Lievito madre/Pasta madre
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 30.07.2014, 23:33    Titel: Neuz├╝chtung Lievito madre/Pasta madre Antworten mit Zitat

Neuz├╝chtung Madre - Lievito madre - Pasta madre - milder, triebstarker Weizensauerteig - TA ca. 150

Madre, Lievito madre, Pasta madre, Lievito naturale = Mutterhefe, Mutterteig, Sauerteig = Bezeichnungen f├╝r einen milden Weizensauerteig mit guter Triebkraft, F├╝hrung/Vermehrung meist sehr fest (TA 140-160) kann aber auch weich erfolgen(TA 180-220) = licoli (lievito in coltura liquida)


Schritt-f├╝r-Schritt-Anleitung (Zum ├ľffnen anklicken)


Viele Wege f├╝hren ans Ziel - so auch bei der Lievito madre - dem Weizensauerteig s├╝dl├Ąndischer Art.
Egal f├╝r welche Anleitung man sich entscheidest, der Ansatz sollte erst in den K├╝hlschrank, wenn sich das Volumen innerhalb von 3-4 h gut verdoppelt, erst dann ist der LM reif.
Stellst man einen unreifen LM kalt, dann k├Ânnen sich die Mikroorganismen (MO┬┤s) nicht weitervermehren, ein Teil stirbt ohne Nahrung und W├Ąrme auch ab, so dass der Ansatz nach der K├╝hlschrankruhe erst mal wieder aufp├Ąppeln musst.
In einem richtig aktiven LM sind ganz viele MO┬┤s vorhanden, er ├╝bersteht gut 8-10 Tage K├╝hlschrankruhe ohne gro├čen Schaden und l├Ąsst sich schnell wieder aktivieren.
Bei manchen Anleiten wird die Zugabe von Oliven├Âl empfohlen, davon rate ich ab, mit dem ├ľl k├Ânnen unerw├╝nschte Fremdkeime in den Ansatz gelangen, er kann verderben, au├čerdem st├Ârt ├ľl die Vermehrung der MO┬┤s.


Honig:
Mein Erfahrung hat gezeigt, dass Honig unn├Âtig ist, er bringt nur am Anfang der Neuz├╝chtung einen kleine Vorteil, der aber schnell ins Gegenteil umschl├Ągt, da er antiseptisch wirkt. Das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen wird gehemmt, so auch die Vermehrung der gew├╝nschten Mikroorganismen. Der Ansatz ben├Âtigt l├Ąnger bis er gut aktiv ist - siehe auch Test mit und ohne Honig.

Weitere Infos siehe hier:
Hefen und Honig - (nicht) immer beste Freunde?(!)
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=141007#141007

Infos bez. Nektarhefen im Honig siehe hier Kommentar:
http://brotdoc.com/2014/03/11/lievito-madre/#comment-2330
Zitat:
Ein kleiner Exkurs in die Sauerteigmikrobiologie:
Der Sauerteigtheorie nach spielen, so vorhanden, die ÔÇ×HonighefenÔÇť nur anfangs eine Rolle. Jeder Sauerteig (bzw. seine Mikroorganismen) stellt sich ziemlich schnell auf die F├╝hrungsbedingungen ein, die in jeder K├╝che anders sind. Das hei├čt, selbst wenn anfangs von den Honighefen profitiert wird, werden fr├╝her oder sp├Ąter genau die Hefepilze und Milchs├Ąurebakterien die Oberhand ergreifen, die auch in den anderen Sauerteigen der jeweiligen K├╝che f├╝r Trieb, S├Ąure und Aroma sorgen. Letztlich d├╝rfte, den Sauerteigforschern nach, nur noch die feste F├╝hrung des LM einen Unterschied zu herk├Âmmlichen Sauerteig machen, nicht aber die anfangs als Starterkultur beigegebenen Organismen (es sei denn, man wei├č sie gezielt zu hegen und zu pflegen

Wenn man Nektarhefen einsetzen m├Âchte, dann ist ein Bl├╝tenauszug in Zuckerwasser effektiver.
Hierf├╝r eine gute Hand voll Wildbl├╝ten suchen, etwas absch├╝tteln, aber nicht zu heftig. Etwa 500 ml Wasser mit ca. 1-2 TL Zucker (Rohrzucker)verr├╝hren, Bl├╝ten zugeben und 12-24h bei ca. 24-26 ziehen lassen, abseihen. Dieses Wasser dann zum F├╝tter des Ansatzes verwenden. Nicht ben├Âtiges Wasser im K├╝hlschrank lagern, h├Ąlt sich dort ein paar Tage.

Das Mehl:
Helles Mehl enth├Ąlt wenige N├Ąhrstoffe, die Madre ist weniger aktiv.
Dunkles Mehl bietet eine bessere Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen, die den Stoffwechsel der Milchs├Ąurebakterien beeinflussen bzw. unterst├╝tzen.
Dunkles Mehl vers├Ąuert besser/schneller, es bildet sich eine besser Mikroflora.
Gut geeignet ist Weizen- od. Dinkelmehl Tpye 1050 und auch Emmer-, Einkorn- od. Kamutmehl.
Wenn man einen stabile Madre hat, dann kann man auch mit 550er od. 630er Mehl auffrischen, empfehlenswert ist es aber auch hier von Zeit zu Zeit mit dunklem Mehl auffrischt.
Weitere Infos siehe auch hier:
Infos zur Mikroflora im ST:
http://www.abzonline.de/praxis/produktive-mikroflora,7069294087.html

Die Temperatur:
Die gew├╝nschten Mikroorganismen in einer Madre sind Milchs├Ąurebakterien und ST-Hefen, beide ben├Âtigen f├╝r die Vermehrung Nahrung/Mehl und W├Ąrme.
Milchs├Ąurebakterien entwickeln sich gut bei ca. 30 - 35 ┬░C
ST-Hefen bei 24 - 30 ┬░C.
Bei Temperaturen um oder unter 20┬░ vermehren sich ST-Hefen und Milchs├Ąurebakterien nur sehr langsam, der ST -Ansatz wird dann zwar sauer, hat aber wenig Triebkraft.

Zitat von B├Ąckermeister Dietmar Kappl bez├╝glich Spontang├Ąrung, ein wirklicher Sauerteig- und LM-Profi:
http://www.homebaking.at/sauerteigansatz-herstellen/
Zitat:
"Wichtig ist bei dieser Zubereitung, dass man dem Teig ausreichend Zeit l├Ąsst und f├╝r gen├╝gend W├Ąrme sorgt.
Die ideale Temperatur einen Sauerteig zu z├╝chten liegt bei 25-30 ┬░C
.
Sollte dieser Temperaturbereich nicht eingehalten werden k├Ânnen,
entwickelt sich der Sauerteig langsamer, manchmal aber auch gar nicht!"



Zitat von Markus Messemer:
Zitat:

Ganz gleich, welche F├╝hrung gew├Ąhlt und welcher Rohstoff verarbeitet wird:
Entscheidend f├╝r die gleichm├Ą├čige Qualit├Ąt sind in erster Linie die Verwendung eines einwandfreien Angestellgutes
und die genaue Einhaltung der vorgegebenen Zeiten, vor allem der Temperaturen.
Eine zu niedrige Anfangstemperatur ist auch durch eine l├Ąngere Reifezeit nicht wieder gutzumachen. 
Denn das Wechselspiel zwischen Milch- und Essigs├Ąurebakterien und der entstehenden Gesamts├Ąuremenge
ist einfach direkt von der Anfangstemperatur und Anstellgutmenge abh├Ąngig






Weitere Tipps u. Infos zur Weiterf├╝hrung/Auffrischung siehe hier:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=115537#115537


Dies ist eine einfache Anleitung in 3 Stufen - funktioniert auch ohne die Zugabe von Honig, nur mit Wasser und Weizenmehl.


1. Stufe:
100 g Weizenmehl od. Dinkelmehl 1050
ca. 60 - 80 g Wasser - lauwarm ca. 30┬░ - ist von Vorteil, wenn der Ansatz zu Beginn weich ist, dann k├Ânnen sich die Mikroorganismen besser vermehren
1 TL Honig - optional - er dient den Mikroorganismen am Anfang als schnell verf├╝gbare Nahrung und beschleunigt die erste G├Ąrung. Im weiteren Verlauf bringt er aber keinen Vorteil, ist der Ansatz ohne Honig aktiver.

Zutaten gut vermischen, mit Folie od. Deckel abdecken und bei Raumtemperatur (ca. 22-28┬░) - ca. 48-72 Std. reifen lassen, alle 12 Std. kurz durchr├╝hren/durchkneten.
Um die n├Âtige Teigtemperatur zu erreichen, sollte das Wasser warm sein und nicht kalt. Um die Temperatur zu halten kann man den Ansatz z. B. in Backofen stelle und nur die Lampe f├╝r 1-2 Std. einschalten, evtl. mit leicht ge├Âffneter T├╝re, falls es zu warm werden sollte od. den Ansatz in eine K├╝hlbox mit einer Flasche hei├čem Wasser od. Kirschkernkissen stellen, die Temperatur f├Ąllt nur langsam ab.
Wenn sich Aktivit├Ąt zeigt, der Teig deutlich an Volumen zunimmt, Bl├Ąschen sichtbar sind, kann die 2. Stufe angesetzt werden.

Ansatz mit Honig, hier war nach 42 Std. eine deutliche Volumenzunahme mit vielen Bl├Ąschen sichtbar.


2. Stufe:
100 g vom ersten Ansatz abnehmen - am besten aus der Mitte des Ansatzes - Rest entsorgen od. als Aromateig verarbeiten
20-50 g Wasser - lauwarm ca. 30┬░ - je nach Wassermenge 1. Stufe - der Ansatz solle jetzt relativ fest sein
100 g Weizenmehl od. Dinkelmehl 1050


Ansatz und Wasser mit Gabel od. Schneebesen gut verr├╝hren, bis sich der Ansatz aufgel├Âst hat, das Mehl zugeben, alles gut verkneten. Teig zu einer Kugel formen, in ein hohes, schmales Glas o.├Ą. legen, mit Folie od. Deckel abdecken und so lange reifen lassen bis der Ansatz sein Volumen etwa verdoppelt hat. Kann je nach Anzahl und Aktivit├Ąt der Mikroorganismen 48 Std. dauern.
Wenn sich das Volumen etwa verdoppelt hat, startet die 3. Stufe.

Aktivit├Ąt von beiden Ans├Ątzen nach 2. F├╝tterung und 24 Std. Reifezeit fast gleich:



3. Stufe:
2. Stufe so lange wiederholen bis der Ansatz sein Volumen innerhalb von 3-4 Std. gut verdoppelt.
Je nach Aktivit├Ąt der Mikroorganismen kann das insgesamt ca. 7-14 Tagen dauern.

Hei├čt, dass der ST-Ansatz immer wieder mit 1 Teil Ansatz : 0,5 Teilen Wasser : 1 Teil Mehl gef├╝ttert wird und so lange reift, bis sich sein Volumen etwa verdoppelt hat. Am Anfang kann das 24-48 Std. dauern, die Zeit verk├╝rzt sich dann aber von F├╝tterung zu F├╝tterung.
Wenn der Ansatz sein Volumen innerhalb von 3-4 Std. mind. verdoppelt, besser verdreifacht hat, hat die Madre gen├╝gend Triebkraft und kann als alleiniges Triebmittel eingesetzt werden.

Aroma/Geruch: mild-s├Ąuerlich, wie milder Natur-Joghurt, frischer Wein oder ein gr├╝ner Apfel
Das Aroma entwickelt sich langsamer als die Triebkraft, deshalb sollte mind. 8 Tage aufgefrischt werden.




Ab der 5. F├╝tterung habe ich nur noch den Ansatz ohne Honig weitergef├╝ttert, da dieser aktiver war:


Nach 9 Tagen - der Sauerteig/die Madre ist fertig Smilie
Volumen hat sich nach 3 Std. Reifezeit mehr als verdoppelt, bei F├╝tterung mit doppelter Menge Mehl - 1 Teil Ansatz : 1 Teil Wasser : 2 Teile Weizenmehl

Geruch ist mild-s├Ąuerlich, riecht nach frischem Naturjoghurt.







Wem die Spontans├Ąuerung zu aufwendig ist oder zu lange dauert, der kann als Starter auch einen milden Weizensauer, Fermentstarter od. getrocknete Madre verwenden.
Es ist m├Âglich auch mit einem nicht ganz so optimalen Starter eine milde, triebstarke Madre zu z├╝chten.
Damit die Madre die n├Âtige Triebkraft entwickelt, sollten mind. 3 Auffrischungen erfolgen.
Ein guter, optimaler Starter bringt aber nicht viel, wenn die F├╝hrungsparameter nicht passen, mit jeder F├╝hrung/Auffrischung wird sich der Zustand der Madre verschlechtern, wenn man nicht gegensteuert.


Diese Seiten waren f├╝r mich sehr informativ:
http://profumodilievito.blogspot.de/2013/04/gestione-del-lievito-madre.html
http://www.dolcesalato.com/blog/2011/01/21/il-lievito-naturale-dalla-teoria-alla-pratica-parte-ii/
http://www.dolcesalato.com/blog/2012/07/17/a-lezione-di-lievito-madre/
http://www.dolcesalato.com/blog/2011/02/03/il-lievito-naturale-dalla-teoria-alla-pratica-parte-iv/
http://blog.gruppolapastamadre.it/2015/01/25/sos-dottor-pasta-madre-centro-salvataggio-lieviti-a-rischio-eliminazione/
http://www.ragusaoggi.it/51417/il-lievito-madre-un-essere-vivente-prezioso-e-antichissimo
http://blog.giallozafferano.it/fablesucre/pasta-madre/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pasta-madre



Neuz├╝chtung einer Madre mit Weizenanstellung und Fermentstarter siehe Erl├Ąuterungen unten:

Neuz├╝chtung Madre mit Fermentstarter:

Aktivierung Fermentstarterkultur
ca. 2 TL Fermentstarterkultur (z. B. von Sekowa od. Bio Vegan )
ca. 2 TL Weizenmehl 1050
ca. 4-5 TL Wasser ÔÇô ca. 30┬░
Alles verr├╝hren zu einem eher weichen Brei, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifetemperatur: ca. 24-28┬░
Reifezeit: ca. 8-24 Std.
Nicht zu ungeduldig sein, es kann bis zu 24 Std. dauern, bis sich Aktivit├Ąt zeigt.
Wenn sich nach 8-10 Std. noch nichts weiter getan hat, den Ansatz einmal kr├Ąftig durchr├╝hren
und ohne weitere F├╝tterung weiter reifen lassen.
Erst wenn viele kleine Bl├Ąschen im Ansatz zu sehen sind sollte die erste Auffrischung erfolgen.




1. Auffrischung ÔÇô 1:1:1
Ansatz aus Aktivierung abwiegen + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + gleiche Menge Wasser
Alles verr├╝hren zu einem eher weichen Brei, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-28┬░ ca.
Reifezeit: ca. 6-10 Std. reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.




2. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Menge aus 1. Auffrischung + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Der Ansatz ist nun fester, die Zutaten verkneten und wieder abdecken, damit er nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-28┬░ ca.
Reifezeit: ca. 4-8 Std. reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

3. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Von 2. Auffrischung ca. 50 g abnehmen + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Zutaten verkneten, zu einer Kugel formen, kreuzweise einschneiden, ca. 1/3 Tiefe, in ein schmales hohes Gef├Ą├č geben, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-28┬░ ca.
Reifezeit: ca. 3-4 Std. der Ansatz sollte sich innerhalb dieser Zeit verdoppeln, die Einschnitte bewegen sich nach au├čen und sollte am Ende der Reifezeit ganz ge├Âffnet sein.
Dauert es deutlich l├Ąnger als 4 Std., sollte noch eine 4. Auffrischung erfolgen.

4. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Wie 3. Auffrischung.
Reifezeit: ca. 24-28┬░ ca.
Reifezeit: ca. 3-4 Std. der Ansatz sollte sich innerhalb dieser Zeit gut verdoppeln. Die Einschnitte bewegen sich nach au├čen und sollte am Ende der Reifezeit ganz ge├Âffnet sein.
Dauert es deutlich l├Ąnger als 4 Std. sollte noch eine 5. Auffrischung erfolgen.

Habe beide o. g. Fermentstarter ausprobiert. Nach der Aktivierung brauchte es jeweils 4 Auffrischung bis ich eine wunderbar triebkr├Ąftige und milde Madre hatte, die als alleiniges Triebmittel verwendet werden konnte.





Neuz├╝chtung mit aktivem Fermentstarter

Beispiel Aktivierung Fermentteig (TA 200): Reifezeit ca. 15-16 Std. ÔÇô Reiftemperatur ca. 29┬░
2 g aktiver Fermentstarter
50 g Wasser ca. 40┬░
50 g Weizenmehl 550 od. 1050

Starter im warmen Wasser aufl├Âsen, dann Mehl unterkneten, abdecken und reifen lassen. Am Ende der Reifezeit sollte der Ansatz gut sichtbar aufgegangen sein, sich das Volumen verdoppelt bis verdreifacht haben. Es sollten viel Bl├Ąschen auf und im Ansatz zu sehen sein.
Nach der Reifezeit kann man Anstellgut f├╝r den n├Ąchsten Fermentteig abnehmen, es werden f├╝r einen Neuansatz innerhalb von ca. einer Woche auch nur wieder 4 % ASG ben├Âtigt.

Fertig gereifter Fermentteig nach 15 Std. Reifezeit:



Weiterz├╝chtung als Madre (TA 150)
Damit aus dem weichen Fermentteig eine feste Madre wird, erfolgt die Weiterf├╝hrung im Verh├Ąltnis 1 : 2 : 3 = 1 Teil Wasser : 2 Teile reifer Fermentteig : 3 Teile Mehl


Beispiel: - Reifezeit ca. 3-4 Std. ÔÇô Reifetemperatur ca. 28┬░:
50 g Wasser ca. 35┬░ (1 Teil)
100 g reifer Fermentteig (TA 200) (2 Teile)
150 g Weizenmehl 550 od. 1050 (3 Teile)

Wasser und Fermentteig vermischen, Weizenmehl zugeben und gut unterkneten. Teig zu einer Kugel formen, etwa zu 1/3 einschneiden, abdecken und reifen lassen.
Am Ende der Reifezeit sollte sich das Volumen gut verdoppelt bis verdreifacht haben.




Weiterf├╝hrung Madre mit Madre-Anstellgut (TA 150): 1:2:2 - Reifezeit ca. 3-4 Std. ÔÇô Reifetemperatur ca. 28┬░
50 g Wasser ca. 30-35┬░ (1 Teil)
100 g Anstellgut Madre (TA 150) - Raumtemperatur (2 Teile)
100 g Weizenmehl (2 Teile)

Festes Madre-Anstellgut in St├╝ck schneiden/teilen, ins warme Wasser legen, ca. 5-10 Min. quellen lassen, Weizenmehl zugeben und gut verkenten. Teig zu einer Kugel formen, etwa zu 1/3 einschneiden, abdecken und reifen lassen bis sich das Volumen gut verdoppelt bis verdreifacht hat.
Durch das Quellen im warmen Wasser l├Ąsst sich das Anstellgut leichter unterkneten, die Mikroorganismen verteilen besser in dem festen Ansatz.


Neuz├╝chtung/Umz├╝chtung mit normalem, milden Weizenanstellgut:

1. Auffrischung-Aktivierung ASG ÔÇô 1:1:1
ca. 20 g Weizen ASG + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + gleiche Menge Wasser
Alles verr├╝hren zu einem eher weichen Brei, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 4-10 Std. reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat, bzw. gute Aktivit├Ąt sichtbar, dann erfolgt direkt die 2. Auffrischung.

2. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Menge aus 1. Auffrischung + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Der Ansatz ist nun fester, die Zutaten verkneten und wieder abdecken, damit er nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 4-8 Std. wieder reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

3. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Von 2. Auffrischung ca. 50 g abnehmen + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Zutaten verkneten, zu einer Kugel formen, kreuzweise einschneiden, ca. 1/3 Tiefe, in ein schmales hohes Gef├Ą├č geben, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 3-4 Std. der Ansatz sollte sich innerhalb dieser Zeit verdoppeln, die Einschnitte bewegen sich nach au├čen und sollte am Ende der Reifezeit ganz ge├Âffnet sein.
Dauert es deutlich l├Ąnger als 4 Std., sollte noch eine 4. und ggf. 5. Auffrischung erfolgen.
_________________
Liebe Backgr├╝├če
Marla

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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 11.02.2018, 00:13, insgesamt 70-mal bearbeitet
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 01.06.2015, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Der Holunder bl├╝ht mittlerweile auch bei uns Smilie, so dass ich nun meinen kleinen Versuch mit Nektarhefe von den Holunderbl├╝ten starten konnte.

4 aufgebl├╝hte Holunderbl├╝ten hatte ich in ca. 250 ml lauwarmes Wasser eingeweicht, als Nahrung f├╝r die Nektarhefe hatte ich noch 1 TL Zucker zugegeben.
Der Ansatz stand ├╝ber Nacht bei ca. 22-24┬░.
Heute Morgen hab ich den Holunderansatz abgeseiht, 50 g Weizenmehl mit 50 g Holunderwasser vermischt und bei ca. 24-26┬░ reifen lassen.
Nach nur 10 Std. waren viele Bl├Ąschen zu sehen, der Ansatz hatte sich verdoppelt und riecht wunderbar fruchtig.
Die 1. Auffrischung ist erfolgt, nochmals mit Holunderwasser, TA 150.
Bin bespannt wie sich der Ansatz weiter entwickelt.


Neuansatz mit Holunderbl├╝ten-Nektarhefe:



Schritt-f├╝r-Schritt-Anleitung:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=133915#133915
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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 05.06.2016, 15:16, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Der mit dem Teig tanzt
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Anmeldungsdatum: 03.12.2012
Beitrńge: 1623
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 01.06.2015, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin verbl├╝fft.
Einfach nur die Bl├╝ten im lauwarmen Wasser versenkt mit 1 TL Zucker? Sonst nix?

*l├Ąuft zum n├Ąchsten Hollerbusch *
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 01.06.2015, 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Einfach nur die Bl├╝ten im lauwarmen Wasser versenkt mit 1 TL Zucker? Sonst nix?
Ja genau, sonst nix. Smilie
Die Bl├╝ten sollten sch├Ân aufgebl├╝ht sein, dann soll der Anteil der Nektarhefe am h├Âchsten sein.
Bl├╝ten etwas absch├╝tteln, ins Wasser legen und ca. 10-12 Std. ziehen lassen.
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Schinkenbrot
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Anmeldungsdatum: 10.11.2013
Beitrńge: 1974
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BeitragVerfasst am: 02.06.2015, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Super Marla,

jetzt steht nur noch die Frage, wie man die Hefe weiterf├╝hrt und aufbewart.

Ich werde deinen Versuch nachmachen. Unsere Holunderbl├╝ten sind vollreif.

Am Freitag werde ich den Teig in den K├╝hli verfrachten und nach einer guten Woche versuchen weiter zu f├╝hren. Kann ├Ąhnliche Effekte haben wie Elkes Wildhefe.

Da winkt ein neuer Thread! "Eigene Hefe!"
_________________
liebe Gr├╝sse Schinkenbrot
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Schinkenbrot
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Anmeldungsdatum: 10.11.2013
Beitrńge: 1974
Wohnort: 15518 Langewahl

BeitragVerfasst am: 02.06.2015, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

Inzwischen habe ich mit Lichtgeschwindigkeit 35 g Holunderbl├╝ten aus den Wald geholt, mit 2 Teel├Âffel Traubenzucker versetzt und mit einen guten 1/4 tel Liter lauwarmen Wasser vermischt.

Ich werde wie Marla damit einen Hefeweizenmehlansatz machen.

Aber die eigentliche Hefef├╝hrung und -Vermehrung mache ich mit der abgeseihten Fl├╝ssigkeit. Damit hoffe ich, wie bei Elke bzw bei der Zucht meines Penicillinum Nalgiovense (Edelschimmel f├╝r Coppa oder Salami) einen widerstandsf├Ąhigen Hefepilz dauerhaft zur Verf├╝gung zu haben, der im K├╝hli ├╝berleben kann.

Kriterium wird die Z├╝gigkeit der Hefevorteige sein.

Ich werde es dokumentieren und dar├╝ber so oder so berichten!

Sehr gl├╝cklich Sehr gl├╝cklich Sehr gl├╝cklich Winken Sehr gl├╝cklich Winken
_________________
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Marla21
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Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 02.06.2015, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
jetzt steht nur noch die Frage, wie man die Hefe weiterf├╝hrt und aufbewart.


Bei der Weiterf├╝hrung/-Vermehrung stellst sich mein Ansatz etwas bockig an Geschockt hatte erwartet, dass er triebfreudiger ist.
Hab jetzt auch erst 2x aufgefrischt und werde abwarten und schauen, wie er sich nach 2-3 weiteren Auffrischungen verh├Ąlt.
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Marla21
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Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 03.06.2015, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem der Ansatz mit dem Holunderstarter nach den ersten 3 Auffrischungen relativ lange gebraucht hat, bis er sein Volumen verdoppelt hatte, ging es ab der 4. Auffrischung deutlich schneller.
Nach der 5. Auffrischung hatte der Ansatz sein Volumen innerhalb von 3 Std. verdoppelt und ich hab ihn dann direkt als Triebmittel f├╝r meine Br├Âtchen genommen.
50% der Gesamtmehlmenge waren in der Madre enthalten.
Teigruhe ca. 1,5 Std. - St├╝ckgare ebenfalls ca. 1,5 Std.
Die Br├Âtchen haben einen mild-aromatischen Geschmack, trotz der relativ hohen Menge Madre ist kaum S├Ąure wahrnehmbar, im Abgang schmeckt man dezent etwas Holunderaroma.

Fazit: Es funktioniert tats├Ąchlich, man kann mit Nektarhefen von Holunderbl├╝ten in relativ kurzer Zeit eine triebkr├Ąftige Madre z├╝chten Sehr gl├╝cklich
Das fruchtige Aroma der Bl├╝ten verliert sich aber nach mehreren Auffrischungen wieder, die MO┬┤s aus der Umgebung ├╝bernehmen wieder das Kommando in der Madre.



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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 02.06.2016, 22:10, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrńge: 1974
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BeitragVerfasst am: 03.06.2015, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Na Marla,

hast du deinen bockigen Hefeansatz die Leviten gelesen? Wer k├Ânnte dir schon widerstehen?

Ich habe den Fl├╝ssigansatz nach 24 h abgeseiht und ins Vaku geschickt. Nat├╝rlich mit einem Teel├Âffel Traubenzucker!
Mit 30 g des Ansatzes und 30 g WM 650 einen Hefevorteig gemacht und in die K├╝che gestellt. Melde mich bis Freitag und berichte was bei mir daraus geworden ist und pr├╝fe sp├Ąter ob der Fl├╝ssigansatz aus dem K├╝hli erfolgreich f├╝r Vorteige usw. verwendet werden kann!

So long!
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imBackwahn
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Anmeldungsdatum: 04.08.2011
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BeitragVerfasst am: 04.06.2015, 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marla,

das klingt ja spannend mit den Holunderbl├╝ten und das Ergebnis sieht wahnsinnig lecker aus!

Das will ich auch gern einmal probieren. Magst Du verraten, welches Rezept Du verwendet hast, um diese leckeren Br├Âtchen zu fabrizieren? Hast Du noch extra Hefe hinzugegeben oder die Holunder-Madre als alleiniges Triebmittel verwendet?

Ich sehe schon, die Holunderb├╝sche in unserer Umgebung werde ich wohl ein wenig schr├Âpfen m├╝ssen. Mein Mann braut am WE Holunder-Bier, ich m├Âchte noch Holunder-Sekt ausprobieren und wie jedes Jahr Holunderbl├╝ten-Apfel-Gelee kochen. Au├čerdem muss ja noch das Holunderbl├╝ten-Brot gebacken werden und jetzt auch noch eine Holunder-Madre... hoffentlich bleiben dann noch gen├╝gend Bl├╝ten ├╝brig f├╝r ein paar leckere Beeren im Herbst!!! Geschockt

Eine sch├Âne Restwoche w├╝nsche ich!

Viele Gr├╝├če,
Christa
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 04.06.2015, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Magst Du verraten, welches Rezept Du verwendet hast, um diese leckeren Br├Âtchen zu fabrizieren?

War ein normales Rezept mit 90 % hellem Weizenmehl 550, 6 % Weizenmehl 1050 u. 4 % Kamutvollkorn + 2 % ├ľl + 2 % Honig + 2 % Salz - TA ca. 162
50 % der Gesamtmehlmenge waren in der Madre enthalten.
Teigruhe ca. 1,5 Std. - St├╝ckgare ebenfalls ca. 1,5 Std.

Zitat:
Hast Du noch extra Hefe hinzugegeben oder die Holunder-Madre als alleiniges Triebmittel verwendet?
0,5 % Hefe, da ich mir nicht sicher war ob die Triebkraft der Madre ausreicht.

Die Triebkraft reicht aus Sehr gl├╝cklich hatte gestern Abend, nach einer weiteren Auffrischung (6.), noch ein Toskanabrot gebacken, welches ohne zus├Ątzliche Hefe wunderbar aufgegangen ist. Smilie

W├╝nsche dir auch eine sch├Âne Restwoche und gutes Gelingen Smilie

mit ca. 37 % Vollkorn



Auffrischung mit doppelter Mehlmenge - 1 Teil Madre-ASG + 1 Teil Wasser + 2 Teile Mehl:

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Panarium
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Anmeldungsdatum: 28.02.2015
Beitrńge: 18

BeitragVerfasst am: 04.06.2015, 14:19    Titel: Bl├╝ten-Madres Antworten mit Zitat

Hallo Marla,

im Prinzip kann man ja mit allen Nektar produzierenden Bl├╝ten,
sofern sie f├╝r den menschlichen Verzehr nicht sch├Ądlich sind,
Nektar-Wildhefen-Starter herstellen. Die Auswahl ist riesig.

Rosenbl├╝ten
G├Ąnsebl├╝mchenbl├╝ten
Stiefm├╝tterchenbl├╝ten
Lindenbl├╝ten
L├Âwenzahnbl├╝ten
Hibiskusbl├╝ten
Artischockenbl├╝ten
Lilienbl├╝ten
Apfelbl├╝ten
B├Ąrlauchbl├╝ten
Chrysanthemenbl├╝ten
Dahlienbl├╝ten
usw.

Duftige Gr├╝├če

Georg
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 04.06.2015, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Im Prinzip braucht es gar keine Nektarhefe, Mehl und Wasser reichen v├Âllig aus Winken siehe auch Neuz├╝chtung oben.
Mit den Holunderbl├╝ten war es einfach ein kleiner Versuch, da ich gelesen hatte, dass die besonderes reich an Nektarhefen sein sollen.
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Schinkenbrot
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Anmeldungsdatum: 10.11.2013
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BeitragVerfasst am: 04.06.2015, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

1. Ergebnis mit Holunderbl├╝ten.

Nach 54 h hat sich mein Ansatz gut entwickelt. 30 g Ansatzwasser, 30 g WM 650. Ich verwende diesen u.A. f├╝r unser Urlaubsbrot.

Der Ansatz hat den sch├Ânen Geruch der Holunderbl├╝te. Leider ist die Zeit von 54 h nicht optimal.
Ich werde aber den Fl├╝ssigansatz weiter mit Traubenzucker und der Menge des entnommenen Ansatzes weiter pflegen und anteilig f├╝r Vorteige als Ansch├╝ttung verwenden.

Die Ergebnisse von Marla kann ich gunds├Ątzlich best├Ątigen.

├ťber die weitere F├╝hrung des Fl├╝ssigansatz und die Ergebnisse mit diesem werde ich nach Verwendung berichten.
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millyvanilli
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
Beitrńge: 1245

BeitragVerfasst am: 07.06.2015, 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Also Kinners, da kann man nicht mal kurz in Urlaub gehen, ohne dass hier so spannende Experimente stattfinden... Geschockt Cool !

Da musste ich doch jetzt gleich in den Garten rennen und die letzten 2 Holunderbl├╝tendolden (alle anderen Dolden haben schon Beeren angesetzt) f├╝r das Holunderbl├╝tenhefewasser-Experiment abschneiden!!! Sie baden gerade mit einem guten Schluck Holundersirup...

Was das Weiterf├╝hren dieser Wildhefe betrifft, so wird das vermutlich eher schwierig, zumindest mit dem Aroma von dem Holunder!
Eine mit Holunderbl├╝tennektarhefen angesetzte LM nimmt ja im Laufe der Zeit die MOs der Umgebung an...

Und beim Hefewasser ist das ├Ąhnlich. Man k├Ânnte dieses nat├╝rlich mit Sirup statt Zucker anreichern... Aber im Prinzip werden diese Brote mit "Hollergeschmack im Abgang" Winken tats├Ąchlich saisonal sein.

Es sei denn, mit getrockneten Bl├╝ten geht das auch?! Aber die riechen ja ganz anders als die frischen Bl├╝ten... Andererseits - wenn man sie trocknet erh├Ąlt man ja vielleicht Holunderbl├╝tennektarTROCKENhefen... Winken
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 09.06.2015, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was das Weiterf├╝hren dieser Wildhefe betrifft, so wird das vermutlich eher schwierig, zumindest mit dem Aroma von dem Holunder!
Eine mit Holunderbl├╝tennektarhefen angesetzte LM nimmt ja im Laufe der Zeit die MOs der Umgebung an...

Und beim Hefewasser ist das ├Ąhnlich. Man k├Ânnte dieses nat├╝rlich mit Sirup statt Zucker anreichern... Aber im Prinzip werden diese Brote mit "Hollergeschmack im Abgang" Winken tats├Ąchlich saisonal sein.
Ist wie bei jedem anderen ST auch, die MO┬┤s aus Mehl und Umgebung ├╝bernehmen das Kommando und vermehren sich entsprechend weiter, so dass das Holleraroma wirklich nur von kurzer Dauer ist.
Das ist aber auch nicht tragisch, man hat sich auf diese Weise in relativ kurzer Zeit einer wunderbar triebkr├Ąftige Mader gez├╝chtet.
Wenn man das Holleraroma noch eine Weile erhalten m├Âchte, dann kann man dem Brotteig einen Schuss Hollersirup zugeben Winken

Zitat:
Es sei denn, mit getrockneten Bl├╝ten geht das auch?!
Wie es mit den Nektarhefen bei den getrockneten Bl├╝ten aussieht, kann ich dir leider nicht sagen. Kannst du ja man mal ausprobieren und von deinem Ergebnis berichten Winken

Wer keine Holunderbl├╝ten zur Verf├╝gung hat und sich innerhalb von ca. 4 Tagen eine triebfreudige Madre z├╝chten m├Âchten, der kann alternativ auch auf einen Fermentstarter zur├╝ckgreifen.
Den Starter gibt es z. B. von Sekowa od. auch in kleinen T├╝tchen von Bio Vegan


1. Neuz├╝chtung Madre mit Fermentstarter:

Aktivierung Fermentstarterkultur
ca. 2 TL Fermentstarterkultur (z. B. von Sekowa od. Bio Vegan )
ca. 2 TL Weizenmehl 1050
ca. 4-5 TL Wasser ÔÇô ca. 30┬░
Alles verr├╝hren zu einem eher weichen Brei, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░
Reifezeit: ca. 8-24 Std.
Nicht zu ungeduldig sein, es kann bis zu 24 Std. dauern, bis sich Aktivit├Ąt zeigt.
Wenn sich nach 8-10 Std. noch nichts weiter getan hat, den Ansatz einmal kr├Ąftig durchr├╝hren
und ohne weitere F├╝tterung weiter reifen lassen.
Erst wenn viele kleine Bl├Ąschen im Ansatz zu sehen sind sollte die erste Auffrischung erfolgen.




1. Auffrischung ÔÇô 1:1:1
Ansatz aus Aktivierung abwiegen + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + gleiche Menge Wasser
Alles verr├╝hren zu einem eher weichen Brei, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 6-10 Std. reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.




2. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Menge aus 1. Auffrischung + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Der Ansatz ist nun fester, die Zutaten verkneten und wieder abdecken, damit er nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 4-8 Std. reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

3. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Von 2. Auffrischung ca. 50 g abnehmen + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Zutaten verkneten, zu einer Kugel formen, kreuzweise einschneiden, ca. 1/3 Tiefe, in ein schmales hohes Gef├Ą├č geben, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 3-4 Std. der Ansatz sollte sich innerhalb dieser Zeit verdoppeln, die Einschnitte bewegen sich nach au├čen und sollte am Ende der Reifezeit ganz ge├Âffnet sein.
Dauert es deutlich l├Ąnger als 4 Std., sollte noch eine 4. Auffrischung erfolgen.

4. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Wie 3. Auffrischung.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 3-4 Std. der Ansatz sollte sich innerhalb dieser Zeit gut verdoppeln. Die Einschnitte bewegen sich nach au├čen und sollte am Ende der Reifezeit ganz ge├Âffnet sein.
Dauert es deutlich l├Ąnger als 4 Std. sollte noch eine 5. Auffrischung erfolgen.

Habe beide o. g. Fermentstarter ausprobiert. Nach der Aktivierung brauchte es jeweils 4 Auffrischung bis ich eine wunderbar triebkr├Ąftige und milde Madre hatte, die als alleiniges Triebmittel verwendet werden konnte.





2. Neuz├╝chtung mit aktivem Fermentstarter

Beispiel Aktivierung Fermentteig (TA 200): Reifezeit ca. 15-16 Std. ÔÇô Reiftemperatur ca. 29┬░
2 g aktiver Fermentstarter
50 g Wasser ca. 40┬░
50 g Weizenmehl 550 od. 1050

Starter im warmen Wasser aufl├Âsen, dann Mehl unterkneten, abdecken und reifen lassen. Am Ende der Reifezeit sollte der Ansatz gut sichtbar aufgegangen sein, sich das Volumen verdoppelt bis verdreifacht haben. Es sollten viel Bl├Ąschen auf und im Ansatz zu sehen sein.
Nach der Reifezeit kann man Anstellgut f├╝r den n├Ąchsten Fermentteig abnehmen, es werden f├╝r einen Neuansatz innerhalb von ca. einer Woche auch nur wieder 4 % ASG ben├Âtigt.

Fertig gereifter Fermentteig nach 15 Std. Reifezeit:



Weiterz├╝chtung als Madre (TA 150)
Damit aus dem weichen Fermentteig eine feste Madre wird, erfolgt die Weiterf├╝hrung im Verh├Ąltnis 1 : 2 : 3 = 1 Teil Wasser : 2 Teile reifer Fermentteig : 3 Teile Mehl


Beispiel: - Reifezeit ca. 3-4 Std. ÔÇô Reifetemperatur ca. 28┬░:
50 g Wasser ca. 35┬░ (1 Teil)
100 g reifer Fermentteig (TA 200) (2 Teile)
150 g Weizenmehl 550 od. 1050 (3 Teile)

Wasser und Fermentteig vermischen, Weizenmehl zugeben und gut unterkneten. Teig zu einer Kugel formen, etwa zu 1/3 einschneiden, abdecken und reifen lassen.
Am Ende der Reifezeit sollte sich das Volumen gut verdoppelt bis verdreifacht haben.




Weiterf├╝hrung Madre mit Madre-Anstellgut (TA 150): 1:2:2 - Reifezeit ca. 3-4 Std. ÔÇô Reifetemperatur ca. 28┬░
50 g Wasser ca. 30-35┬░ (1 Teil)
100 g Anstellgut Madre (TA 150) - Raumtemperatur (2 Teile)
100 g Weizenmehl (2 Teile)

Festes Madre-Anstellgut in St├╝ck schneiden/teilen, ins warme Wasser legen, ca. 5-10 Min. quellen lassen, Weizenmehl zugeben und gut verkenten. Teig zu einer Kugel formen, etwa zu 1/3 einschneiden, abdecken und reifen lassen bis sich das Volumen gut verdoppelt bis verdreifacht hat.
Durch das Quellen im warmen Wasser l├Ąsst sich das Anstellgut leichter unterkneten, die Mikroorganismen verteilen besser in dem festen Ansatz.





3. Neuz├╝chtung/Umz├╝chtung mit normalem Weizenanstellgut:

1. Auffrischung-Aktivierung ASG ÔÇô 1:1:1
ca. 20 g Weizen ASG + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + gleiche Menge Wasser
Alles verr├╝hren zu einem eher weichen Brei, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 4-10 Std. reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat, bzw. gute Aktivit├Ąt sichtbar, dann erfolgt direkt die 2. Auffrischung.

2. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Menge aus 1. Auffrischung + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Der Ansatz ist nun fester, die Zutaten verkneten und wieder abdecken, damit er nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 4-8 Std. wieder reifen lassen bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

3. Auffrischung ÔÇô 1:1:0,5
Von 2. Auffrischung ca. 50 g abnehmen + gleiche Menge Weizenmehl 1050 + ┬Ż Menge Wasser ca. 30┬░
Zutaten verkneten, zu einer Kugel formen, kreuzweise einschneiden, ca. 1/3 Tiefe, in ein schmales hohes Gef├Ą├č geben, abdecken, damit der Ansatz nicht austrocknet.
Reifezeit: ca. 24-26┬░ ca.
Reifezeit: ca. 3-4 Std. der Ansatz sollte sich innerhalb dieser Zeit verdoppeln, die Einschnitte bewegen sich nach au├čen und sollte am Ende der Reifezeit ganz ge├Âffnet sein.
Dauert es deutlich l├Ąnger als 4 Std., sollte noch eine 4. und ggf. 5. Auffrischung erfolgen.
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Marla

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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 07.08.2017, 16:06, insgesamt 6-mal bearbeitet
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Lanor
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Anmeldungsdatum: 20.10.2013
Beitrńge: 55

BeitragVerfasst am: 10.06.2015, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Nach langer Funkstille (aber nicht Backstille Winken ) lasse ich mich auch mal wieder hier im Forum blicken.

Nachdem hier und auch im Brotbackforum immer wieder das Thema Lievito Madre angesprochen wird und dieser feste Sauerteig auch in immer mehr Rezepten wiederzufinden ist, habe ich auch mit der Z├╝chtung begonnen (nach Marlas Anleitung).

Am Freitagabend habe ich den ersten Ansatz zusammenger├╝hrt (ich habe mich f├╝r einen kompletten Anzuchtvorgang entschlossen, da mir mein Weizen-ASG nicht mild genug war und dieses derzeit auch etwas unter Vernachl├Ąssigung leidet Mit den Augen rollen ). Nach knapp 36 Std am Sonntagvormittag konnte ich das erste Mal f├╝ttern. Danach folgten F├╝tterungen jeweils am Montag- und Dienstagabend (nach jeweils 24 Stunden war die Verdoppelung da). Heute Abend hat der/die (?) Lievito die Verdreifachung geschafft. Bin total begeistert, dass es bereits beim ersten Versuch so gut klappt.

Was mich aber besch├Ąftigt:
Bei Marlas Anleitung hier im Thread wird mit 1050er WM gearbeitet.
Im Nachbarforum ist sehr h├Ąufig von 405er oder 550er WM die Rede.
Macht dies einen signifikanten Unterschied? Kann man Lievito Madre bedenkenlos auch mit 405er oder 550er f├╝ttern?

Durch die Neuz├╝chtung f├Ąllt derzeit einiges an Resten an. Diese sammle ich momentan im K├╝hlschrank. Jedoch sammelt sich bei der Lievito Anzucht eine ordentliche Menge an. Wie lange ist dieser Teig als Aromateig im K├╝hlschrank haltbar? Wie viel davon sollte man maximal zu Weizen- und Roggenbroten hinzugeben?

K├Ânnte man den Lievito-Ansatz auch mit weniger Teig aus der vorigen Stufe und folglich weniger neuem Mehl f├╝hren? Das h├Ątte weniger Reste zur Folge.


Gr├╝├če
Lanor
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 10.06.2015, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lanor,

sch├Ân wieder mal von dir zu lesen Smilie

Zitat:
Heute Abend hat der/die (?) Lievito die Verdreifachung geschafft. Bin total begeistert, dass es bereits beim ersten Versuch so gut klappt.
Bis die Madre fertig ist dauert es ca. 8-14 Tage, dann hat sich neben der Triebkraft auch ein gutes Aroma entwickelt.

Zitat:
Was mich aber besch├Ąftigt:
Bei Marlas Anleitung hier im Thread wird mit 1050er WM gearbeitet.
Im Nachbarforum ist sehr h├Ąufig von 405er oder 550er WM die Rede.
Macht dies einen signifikanten Unterschied? Kann man Lievito Madre bedenkenlos auch mit 405er oder 550er f├╝ttern?
F├╝r die Neuz├╝chtung ist 405 u. 550er nicht wirklich geeignet, da es zu wenig N├Ąhrstoffe enth├Ąlt. Wenn du eine stabile Madre hast, dann kannst du diese auch mit Weizenmehl 405 od. 550 auffrischen, man sollte aber zwischendurch immer mal mal wieder mit etwas n├Ąhrstoffreicherem Mehl (812 od. 1050) auffrischen/f├╝ttern um die MO┬┤s bei Laune zu halten.
Meine Madre wird meist je zur H├Ąlfte mit Weizenmehl 550 u. 1050 aufgefrischt, was ihr sehr gut bekommt.

Zitat:
Durch die Neuz├╝chtung f├Ąllt derzeit einiges an Resten an. Diese sammle ich momentan im K├╝hlschrank. Jedoch sammelt sich bei der Lievito Anzucht eine ordentliche Menge an. Wie lange ist dieser Teig als Aromateig im K├╝hlschrank haltbar? Wie viel davon sollte man maximal zu Weizen- und Roggenbroten hinzugeben?
So lange der Teig gut riecht kannst du ihn als Aromateig verwenden. Wenn er schon ├Ąlter ist w├╝rde ich nicht mehr als 10 % in Bezug zur Gesamtmehlmenge zugeben, da Eiwei├č und St├Ąrke schon relativ stark abgebaut wurden.
Insgesamt sollten nicht mehr als max. 60 % des Mehls in Hefevorteig u. ST/Madre enthalten sein.

Zitat:
K├Ânnte man den Lievito-Ansatz auch mit weniger Teig aus der vorigen Stufe und folglich weniger neuem Mehl f├╝hren?
Damit gen├╝gen MO┬┤s im Ansatz enthalten sind, sollte die Menge aus der vorherigen Stufe nicht zur niedrig sein. Weniger als 50 g w├╝rde ich bei einer jungen Madre nicht nehmen.
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BeitragVerfasst am: 13.06.2015, 09:26    Titel: LM mit Urdinkelmehl Antworten mit Zitat

Hallo, Ihr Lieben, da ich leider keinen Weizen essen kann, ├╝berlege ich, die LM mit Urdinkelmehl anzusetzen. Ich finde keinen Grund, warum das nicht funktionieren sollte. Hat jemand schon so einen Ansatz versucht? Ich werde es mit Holunderbl├╝tenwasser machen und es wird sich zeigen, ob das Leben st├Ąrker ist als die Ordnung.
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 13.06.2015, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Es spricht nichts gegen Dinkel, auch Einkorn, Emmer und Kamut sind geeignet.

Meine Holundermadre, die nun schon einige Male aufgefrischt wurde, hat immer noch eine wunderbar fruchtiges Aroma. Nicht mehr ganz so holunderbetont, aber trotzdem fruchtig, so Richtung junger Wein.
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Anmeldungsdatum: 31.05.2013
Beitrńge: 78

BeitragVerfasst am: 13.06.2015, 12:52    Titel: Fermentstarter? Antworten mit Zitat

Was mu├č ich mir darunter vorstellen? Sind das diese T├╝tchen aus dem Biomarkt, wo Backferment drauf steht?
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Marla21
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Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 13.06.2015, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ja gibt es auch in T├╝tchen und steht Backferment drauf, von Sekowa gibt es den Starter auch in einer Dose mit 250 g Inhalt. Siehe auch Infos oben:
Zitat:
Den Starter gibt es z. B. von Sekowa od. auch in kleinen T├╝tchen von Bio Vegan

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Schinkenbrot
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Beitrńge: 1974
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BeitragVerfasst am: 15.06.2015, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Gestern habe ich mein Ansch├╝ttwasser vom Holunderbl├╝tenansatz benutzt.

Ein voller Erfolg!!!
Der Ansatz hatte eine leichte Rotf├Ąrbung und nach 24 h hatte der Vorteig TA 200 gute Blasenentwicklung. Mehr und schneller als der 1. Anatz.

Das Ansch├╝ttwasser habe ich um 50 g Wasser erg├Ąnzt und einen Teel├Âffel Traubenzucker untergemischt und ab in den K├╝hli!

Der Vorteig hatte einen intensiveren Holundergeruch.

Interessant ist jetzt wie lange er anh├Ąlt!

Also die Bl├╝tenhefen des Holunder haben sich sehr gut entwickelt und ich werde es weiter verfolgen bzw im n├Ąchsten Jahr das Gleiche mit Robinienbl├╝ten usw. machen. Der Querverweis auf die Z├╝chtung von Pilzen (Penicillinum Nalgiovense f├╝r luftgetrocknete Schinken) war zielf├╝hrend!! Auch ├Ąhnliche Geschichte wie bei Elke mit ihrem Hefewasser!!!

Der Vorteig wurde inzwischen im Rahmen des Micherezeptes von Lara/Marla verwendet, allerdings ohne LM (LM wurde wieder aufgefrischt und wartet auf seinen n├Ąchsten Einsatz) sondern mit RVKST! Aber das ist eine andere Geschichte.
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BeitragVerfasst am: 21.06.2015, 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hadere seit einiger Zeit mit mir, ob ich nun eine Madre ansetzen soll, oder nicht. wenn ich Eure tollen Backergebnisse sehe, dann juckt es mir in den Fingern. Aber mir scheint die Z├╝chtung einer Madre doch sehr aufw├Ąndig zu sein, und wenn man kein Vielbacker ist, muss man doch ziemlich viel wegwerfen.
Ist die Madre wirklich so viel besser, als der ganz ordin├Ąre Weizensauerteig?
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beitrńge: 14650
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BeitragVerfasst am: 21.06.2015, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ist die Madre wirklich so viel besser, als der ganz ordin├Ąre Weizensauerteig?
Sie ist milder, triebfreudiger und fester als ein normaler Weizen ST. Auch bei einer langen Teigf├╝hrung s├Ąuert der Brotteig nur wenig nach.
Wenn du schon einen milden Weizen ST hast, dann ist die Umz├╝chtung auf Madre auch keine aufwendige Aktion.
Alternativ kannst du dir auch ein P├Ąckchen Fermentstarter kaufen und damit eine Madre z├╝chten, dauert nur wenige Tage.
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Anmeldungsdatum: 07.02.2014
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BeitragVerfasst am: 21.06.2015, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Marla. Ich habe beides: einen Fermentstarter und auch einen milden WST. Habe bisher nur wenig mit WST gebacken, aber wenn man die vielen leckeren Rezepte von Euch hier sieht, dann kommt man auf die Idee, dass man das ├Ąndern sollte.
Also mit meinem WST kann ich leicht umz├╝chten? Ich hatte es gelesen, habe es aber irgendwie falsch verstanden.
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Anmeldungsdatum: 07.02.2014
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BeitragVerfasst am: 21.06.2015, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

So, nun habe ich es also gewagt. Ich habe 40g. W-ASG akklimatisiert auf 20┬░, habe es mit 40g Wasser verr├╝hrt, 80g. Mehl
erst mit der Gabel unterger├╝hrt, dann mit der Hand geknetet. Bei 28┬░ stehen lassen
und nach 41/2 Stunden hatte ich einen deutlich sichtbaren Erfolg



Um vier Uhr am Nachmittag. Sieht vielleicht nich so rund aus wie bei Dir Marla, aber ...



Um 8 Uhr 30 habe ich dieses Ergebnis.
Ist eine Wiederholung angesagt?
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Rosemarie

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Marla21
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BeitragVerfasst am: 22.06.2015, 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rosemarie,

das sieht doch prima aus Smilie du solltest aber noch einige Male auffrischen, damit aus dem normalen ST eine Madre wird.
Weitere Infos Auffrischung siehe hier:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=115537#115537

Wenn du den Madre-Auffrischteig gut durchknetest verbinden sich die Zutaten besser, du bekommst dann du eine glatte Oberfl├Ąche und kannst den Reifezustand der Madre besser "ablesen".
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Marla

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Tollpatsch
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Anmeldungsdatum: 07.02.2014
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BeitragVerfasst am: 22.06.2015, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Dankesch├Ân Marla. Irgendwie ist es seltsam, so ein kleines St├╝ckchen Teig zu kneten, aber ich werde mir mehr M├╝he geben. Sehr gl├╝cklich Sehr gl├╝cklich Sehr gl├╝cklich
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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 22.06.2015, 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Heute habe ich mein Lindenbl├╝tenwasseransatz abgesiebt und mit Traubenzucker gef├╝ttert.

Sehr interessant! Im Gegensatz zum Holunderansatz war der Lindenansatz schon leicht sirupartig.

Der Test f├╝r einen Hefevorteig steht noch aus.
Morgen backe ich als Zwischenl├Âsung Lutz's Sauerteigbrot mit Haferflocken aber mit frischen Lindenbl├╝ten. Unsere Strasse riecht intensiv danach!
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millyvanilli
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BeitragVerfasst am: 22.06.2015, 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peter, mit den Nektarbl├╝tenhefen hast du dir in nullkommanix ein Hefewasser zugelegt, lass einen Rest (100 ml) g├Ąren, dann kannst du es weiterf├╝hren mit Zuckerwasser oder Saft... Sehr gl├╝cklich
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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 22.06.2015, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Elke,

bei den Holunderansatz funktioniert es ganz gut. Aber es dauerte beim Vorteig etwas l├Ąnger als bei einem normalen Vorteig. Durchaus auch 48 h.
Wie ich bereits gepostet habe f├╝ttere ich meine Tinkturen mit Traubenzucker.

Ich werde noch berichten wie lange der typische Geruch des Ansatzes besteht.

Leider wird der Platz im 2. K├╝hli nicht gr├Â├čer aber im n├Ąchsten Jahr kommt noch der Robinienhefeansatz dazu.
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millyvanilli
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
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BeitragVerfasst am: 22.06.2015, 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Winken Der Trend zum Drittk├╝hlschrank nimmt zu... Cool
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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 03.07.2015, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Inzwischen ist mein Lindenbl├╝tenhefewasser so aktiv, dass ich keine Hefe beschaffen muss! Vorteig mit TA 200 ist bei RT in 12 h verwendungsf├Ąhig!

Ich gehe davon aus, dass u.a. meine Methode zielf├╝hrend ist.
Wie schon von anderen Membern vermutet, ist Nektarhefe durchaus als Brottreibmittel geeignet und eine Alternative zu gekaufter Hefe.

Au├čerdem kommt eine Geschmackskomponente ins Brot!
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 06.07.2015, 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sehr interessant! Im Gegensatz zum Holunderansatz war der Lindenansatz schon leicht sirupartig.
Hab am WE auch Lindenbl├╝ten geerntet. Nach dem Abseihen war das bei mir auch schon sirupartig. War ├╝berrascht wie stark die Bl├╝ten aufgequollen waren.
Mein Lindenbl├╝tenwasser wird f├╝r ein Madreansatz verwendet, bin gespannt ob das ├Ąhnlich gut funktioniert wie mit den Holunderbl├╝ten.
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 08.07.2015, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Die Lindenbl├╝ten-Madre hat mich nicht ├╝berzeugen k├Ânnen Geschockt
Beim Start ist der Ansatz zwar stark aufgegangen, hat dann bei den n├Ąchsten F├╝tterungen aber nur sehr wenig Aktivit├Ąt gezeigt.
Fand den Geruch auch nicht so angenehme, deutlich weniger fruchtig als mit Holunderbl├╝ten. Werde somit den Lindenbl├╝tenansatz nicht weiter auffrischen und heute komplett verarbeitet.
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Gernot
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BeitragVerfasst am: 15.07.2015, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Denke auch ├╝ber einen LM nach.
Wenn man den Ansatz im K├╝hlschrank lagert, mu├č man den jedes Mal wieder mehrfach auffrischen? Meinen WST frische ich immer 2- oder 3mal auf, bevor ich mich ausschlie├člich auf seine Triebkraft verlasse. Das ist bei der madre vermutlich genauso, oder?
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 15.07.2015, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du 1x in der Woche auffrischt, reicht meist 1 Auffrischung vor dem Backen, jedenfalls bei meiner Madre.
Auffrischung 1 Teile ASG/Madre : 0,5 Teile Wasser : 1 Teil Mehl -
wenn der Ansatz in 3-4 Std. sein Volumen gut verdoppelt hat, kannst du davon ausgehen, dass ausreichend Triebkraft vorhanden ist.
Dauert deutlich l├Ąnge sollte eine weitere Auffrischung erfolgen.
Weitere Infos siehe hier:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=115537#115537
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 07.10.2015, 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Da es einige Anfragen zur Neuz├╝chtung einer Madre mit Fermentstarter gab, hab ich diese Variante oben noch mal etwas ausf├╝hrlicher beschrieben:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=117257#117257
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 02.06.2016, 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zurzeit bl├╝ht wieder der Holunder, hab vorgestern ein paar Bl├╝ten gesammelt und heute Morgen einen Ansatz mit Holunderbl├╝tenwasser zubereitet.
Nach 8 Std. waren schon viele kleine Bl├Ąschen sichtbar Sehr gl├╝cklich
Der Ansatz wurde aufgefrischt, bin gespannt wie er sich ├╝ber Nacht entwickelt.

Schritt-f├╝r-Schritt-Anleitung:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=133915#133915

Holunderansatz nach 8 h Reifezeit ca. 26-28┬░

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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 05.06.2016, 15:16, insgesamt einmal bearbeitet
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Schinkenbrot
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Anmeldungsdatum: 10.11.2013
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BeitragVerfasst am: 02.06.2016, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marla,

meine Erfahrungen sind wie deine vom vorigem Jahr.
Die Hefen entwicklen sich zufriedenstellend aber man kann sie auf Dauer qualitativ nicht weiterf├╝hren wie ein Sauerteig. Die Aktivit├Ąten der Hefen nehmen ab. Vielleicht auch eine Frage der Nahrungszuf├╝hrung und der Temperatur. Schelli hat sich dazu ge├Ąu├čert und Lutz wohl auch. Es bedarf bestimmter Zusatzstoffe.

Mir reicht die j├Ąhrliche Bl├╝te f├╝r einen Neuanfang meines Nektarhefewassers. Sie bleiben 8 Monate mit Traubenzucker aktiv. Die jetzigen Ans├Ątze von Flieder und Robine entwickeln im geschlossen Glas deutliche Ger├Ąuche beim ├ľffnen. Elke schw├Ârt auf ihren Hefewasseransatz. Sch├Ątze da liegt noch 'ne Menge Potential im Dunkeln.

Es ist aber immer eine Freude zur Bl├╝tezeit eine Madre mit dem Bl├╝tengeschmack des arteigen Nektars saisonal im Brot zu haben.

Linde, Robine, Sonnenblume und Hollunder habe ich schon erfolgreich getestet und gepostet. Sch├Ątze es gibt noch viel mehr Geschmacksrichtungen beim Bl├╝tennektar zu entdecken.
Rosen, Hagebutten, Flieder, alle Obstbl├╝ten usw..

Ich gehe ├╝brigens fachlich mit Lutz mit.
Honig f├╝r die Madre kann man, ist aber nicht zwingend. Letzlich w├╝rde sich jede Madre TA 150 mit den hauseigenen MO's entwickeln bzw. bei Vollkornmadre auch in die Richtung der MO's des verwendeten Weizenvollkorns bewegen.
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BeitragVerfasst am: 02.06.2016, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es ist aber immer eine Freude zur Bl├╝tezeit eine Madre mit dem Bl├╝tengeschmack des arteigen Nektars saisonal im Brot zu haben.
Oh ja ich freu mich auch auf das erste Brot Sehr gl├╝cklich

Zitat:
Die Hefen entwicklen sich zufriedenstellend aber man kann sie auf Dauer qualitativ nicht weiterf├╝hren wie ein Sauerteig. Die Aktivit├Ąten der Hefen nehmen ab. Vielleicht auch eine Frage der Nahrungszuf├╝hrung und der Temperatur. Schelli hat sich dazu ge├Ąu├čert und Lutz wohl auch. Es bedarf bestimmter Zusatzstoffe.
Man kann den Ansatz schon weiterf├╝hren, die Nektarhefen verfl├╝chtigen sich dann zwar langsam, daf├╝r vermehren sich aber die nat├╝rlichen ST-Hefen, die ja auch eine gute Triebkraft haben.

Zitat:
Ich gehe ├╝brigens fachlich mit Lutz mit.
Honig f├╝r die Madre kann man, ist aber nicht zwingend. Letzlich w├╝rde sich jede Madre TA 150 mit den hauseigenen MO's entwickeln bzw. bei Vollkornmadre auch in die Richtung der MO's des verwendeten Weizenvollkorns bewegen

Hatte ich oben ja auch schon geschrieben, dass der Honig nur einen kurzfristigen Vorteil bringt und eigentlich unn├Âtig ist.
Mehl und Wasser, mehr braucht man nicht f├╝r eine milde und triebkr├Ąftige Madre . Winken
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 03.06.2016, 08:57    Titel: Antworten mit Zitat

So sah der Ansatz heute Morgen aus, nach insgesamt 24 h Reifezeit und einer Auffrischung.
Wahnsinn wie der aufgegangen ist Geschockt
Es erfolgte die 2. Auffrischung, die noch ca. 3 h reifen darf, dann werde ich einen Backtest wagen.


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BeitragVerfasst am: 03.06.2016, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

@Schinkenbrot
Holunderbl├╝ten, Zucker, Wasser,ÔÇŽ g├ĄrenÔÇŽ An irgendwas erinnert mich das. ÔÇô Achja, an Holunderbl├╝tensekt! ÔÇô Fr├╝her durften wir das als Kinder trinken. Heute d├╝rfen Kinder das nicht mehr, da dort doch etwas Alkohol drin gefunden wurde, wenn man lange genug danach sucht.


@all
Aber hier geht es ja um Lievito madre.

Ich sah gerade ein italienisches Video, bei dem zum ersten Start das Mehl nicht mit Wasser, sondern mit Magerjoghurt angesetzt wurde.
Guckstu: http://ricette.giallozafferano.it/Lievito-madre.html
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 03.06.2016, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich sah gerade ein italienisches Video, bei dem zum ersten Start das Mehl nicht mit Wasser, sondern mit Magerjoghurt angesetzt wurde.
Ja das funktioniert auch, hab ich selbst schon getestet, der solle aber Joghurt noch lebende Kulturen enthalten.
Siehe auch Infos hier:
http://www.backfreaks.de/node/52
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 04.06.2016, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

2. F├╝tterung: Nach 4 Std. Reifezeit war der Ansatz wunderbar aufgegangen Sehr gl├╝cklich
Bei den Br├Âtchen waren ca. 47 % der Gesamtmehlmenge waren im Holunderbl├╝ten-Ansatz vers├Ąuert. Die Nektarhefen waren das einzige Triebmittel.
Teigruhe ca. 60 Min. - St├╝ckgare knapp 2 Std.
Die Br├Âtchen sind sch├Ân locker mit ganz feinem Holunderbl├╝tenaroma.





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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 04.06.2016, 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlichen Gl├╝ckwunsch Marla, P├Ât huldigen P├Ât huldigen P├Ât huldigen P├Ât huldigen !!!
Da kommt gleich die Frage nach der TA?

LG Peter
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 04.06.2016, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Smilie
Ansatz TA 150 - Br├Âtchenteig ca. TA 162
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BeitragVerfasst am: 04.06.2016, 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zu den Hefen auf Holunderbl├╝ten fand ich noch etwas im Netz:
http://www.hbuehrer.ch/Holundersekt.html hat Folgendes geschrieben:
Der Hintergrund besteht aus angewandter Mikrobiologie:
Im Nektar der Bl├╝ten lebt eine spezielle Sorte von zuckerliebende Hefen, welche den Zucker nicht zu Alkohol, sondern gleich zu Kohlens├Ąure verg├Ąrt.
Frisch erbl├╝hte Bl├╝ten sind steril, daher muss man warten, bis diese Hefen durch den Wind (oder an F├╝ssen von Bienen) in die Bl├╝ten geweht werden. Dort sind sie aber leiderÔÇŽ

ÔÇŽweiterlesenÔÇŽ




NACHTRAG 21:15

Nachdem ich die letzten Tage einiges ├╝ber Lievito madre gelesen und mir angeguckt habe, bin ich zu dem Entschlu├č gekommen, auch mal etwas anzusetzen. Die Zahl der Rezepte scheint ziemlich gro├č zu sein, so da├č ich von jedem etwas genommen habe. Mit den Augen rollen Insgesamt habe ich nur eine Mini-Menge angesetzt.
50g Misch-Mehl (bestehend aus 50% WM 550, und 50% Gries) & 30g lauwarmes Wasser & etwas Honig vom Imker des Vertrauens hier um die Ecke.
Den Teigklos habe ich ganz d├╝nn mit Oliven├Âl bepinselt und kreuzweise eingeschnitten. Dann in eine kleine Sch├╝ssel und mit Folie abgedeckt.

Ich lasse es jetzt erstmal bei ÔÇ×RaumtemperaturÔÇť stehen, die allerdings im Moment recht hoch ist. Bin jetzt echt mal gespannt, was daraus wird.
_________________
Gru├č
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 04.06.2016, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
50g Misch-Mehl (bestehend aus 50% WM 550, und 50% Gries) & 30g lauwarmes Wasser & etwas Honig vom Imker des Vertrauens hier um die Ecke.
Den Teigklos habe ich ganz d├╝nn mit Oliven├Âl bepinselt und kreuzweise eingeschnitten. Dann in eine kleine Sch├╝ssel und mit Folie abgedeckt.


Schlechte Mischung f├╝r einen Neuansatz Geschockt besser nur Weizenmehl 1050.
Oliven├Âl brauchst du nicht, einfach Ansatz so abdecken, dass er nicht austrocknet. Viele Oliven├Âle sind verunreinigt, enthalten Fremdkeime, der Ansatz kann schnell verderben.
Siehe Anleitung Neuz├╝chtung ganz oben auf dieser Seite Winken
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