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Über gegensätzliche Meinungen zum Thema backen.

 
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Jürgen33
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 15.01.2018
Beiträge: 162
Wohnort: Im Sauerland zu Hause

BeitragVerfasst am: 07.11.2020, 12:07    Titel: Über gegensätzliche Meinungen zum Thema backen. Antworten mit Zitat

Hallo.

Alles passte nicht in die Betreffzeile, Winken daher werde ich hier das für mich wichtigste aufzählen mit der Bitte um Klärung. Ganz egal, in welchen Blogs auch immer, wie die Bekannten von Lutz, Dietmar, hier, incl. Pöt, Marla und andere Mods, Forenmitglieder, allein zum Thema ST Behälter gibt es komplett gegensätzliche Meinungen, warum eigentlich? Beim Dietmar, einem Bäckermeister, sind es schlanke Gläser und z.B. hier im Forum ist die Form Nebensächlich. Aber, beide "Systeme" funktionieren bei denen und bei euch allen, darum meiner erste Frage.

In welcher Situation wird welcher Behälter genutzt? Kleine Hilfe für euch: Damit will ich sagen, vielleicht kommt es ja auf das erste Glied in der Kette an, dem ASG. Wenn das stark ist, spielt die Form des ST-Behälters keine Rolle, ist das richtig?

Ein weiteres Thema ist, und ich schätze, die Quote auf 90:10 pro nur leicht verschlossenem Deckel auf ASG- und ST Behältern, statt sie komplett dicht zu verschließen. Auch komplett dicht im Bügelglas funktioniert........optisch, aber tut es das wirklich, was die Mo`s in MEINEM Fall betreffen? Ich kann jetzt nur vermuten, dass mein 6 Jahre altes ASG und definitiv am Anfang falsch Gefüttertes und in den letzten Monaten Vernachlässigtes, nicht das Stärkste ist. Hierzu schließt sich keine Frage an, ich werde versuchen, mithilfe von Marlas Links das ASG wieder auf Trapp zu bringen.

Heißluft, Ober/Unterhitze und Starttemperatur. Ihr werdet staunen, aber darüber habe ich mir bisher keinen Kopp gemacht, habe erst kürzlich erkannt, dass wir lediglich O/U haben, die man bis 275° stellen kann und damit komme ich auch schon zu meiner Temperaturfrage, ähnlich gestellt, wie zu den ST-Behältern.

In welcher Situation, bei welchen Broten wählt man die höchste Temperatur, die ein Ofen bietet und wann begnügt man sich mit den allseits erwähnten 240/250° ?
In welchen Abständen und Zeiten sollte die Temperatur fallen?
Ich gehe z.Z. bei meinem Roggen/Mischbrot mit ST so vor:

275° - 10'
230° - 10'
200° - 10'
170° - 15'

Und das mache ich nur aus dem Bauch heraus, ohne zu wissen, ob das falsch oder richtig ist. Vielleicht könnt ihr ja mal eine klare Linie da rein bringen.

Schwaden, Dauer und Wassermenge. Oh ja, das Thema hat mit die höchste Trefferquote per SuFu, schon klar Winken und ich bin wirklich nicht zu faul, sie zu nutzen, doch in der Regel beziehen sich die Fragen auf Rezepte des Fragestellers und die daraus entstehenden Probleme. Ich kann mit ihnen nichts anfangen, denn auf dem Stand bin ich noch nicht, ahme im Grunde nur nach, wie bei den Temperaturen, ohne zu erkennen, was das hinter steckt.

Fangen wir wieder an mit Dietmar`s Blog. Dort stehen Zeiten und Mengen in Bezug auf die Stückgare. Puh, kompliziert und dann sooo kleine Wassermengen. Trifft das für alle Teige der Welt zu, oder warum kann man die Mengen Beispielsweise nicht verdoppeln oder verdreifachen? Was passiert dann, woran erkennt man eine falsch dosierte Menge? Weiterhin würde ich gerne wissen, welches zeitliches Toleranzfenster ich beim schwaden habe. Ca. 2 Minuten, die auch wieder auf Dietmar` Seite angegeben werden, klingen ja nun wirklich nicht viel und auch nur so lange, wie der OT andauert. Also bei (m)einem Roggen Mischteig ist das sehr schwer zu erkennen. Ich sitze vor`m Schauglas, gucke gucke, dann zur Stoppuhr, wie, schon 5 Minuten vorbei und man erkennt immer noch so gut wie kein Höhenzuwachs, was mache ich jetzt? So könnt ihr euch meine ersten 10 Minuten vorstellen. Smilie Tja, und dann kann es schon mal vorkommen, dass ich den Dampf erst nach 7 bis 8 Minuten raus lasse. Wie lange sollte man eigentlich die Tür auflassen und wie weit ? Ihr habt euch mittlerweile an meinen Schreibstil gewöhnt und wisst was kommt. Genau, auch zum Dampf ablassen gibt es.....von Profis......sehr unterschiedliche Meinungen.

Was das schwaden angeht, bin ich dazu übergegangen, kochend heißes Wasser in eine 100ml aufzuziehen, mal sind`s 70 ml, 80 oder wie auch immer, ja nach dem, wie`s kommt und spritze alles auf die Nägel, die in meiner kleinen Gusseisernen Servierschale liegen. Sicher, ein Teil brodelt noch für eine kleine Weile auf dem Boden der Schale weiter, aber was ist daran falsch?

Mit dieser zugegeben langen Anfrage möchte ich endlich mal auf mich zugeschnittene Fragen stellen und Antworten bekommen, damit ich sie mir abspeichern oder ausdrucken kann.

Ob es entsprechende Lektüre gibt? Ich glaube nicht, denn der Verfasser MUSS in der Lage sein, von seinem fachlich hohen Ross (nicht böse gemeint) runter zu kommen, den Interessierten bei der Hand nehmen, um ihn/ihr das kleine 1 x 1 von Grund auf zu erklären, wie ich in meiner Anfrage hier und da habe durchblicken lassen. Auf Neudeutsch, der helfende Profibäcker oder der nicht weniger versierte Autodidakt sollte in der Lage sein, sich fachlich downzugraden und sich auf den Fragenden "herabzulassen".

Nur, um mal 2 zu nennen. Lutz` Brotbackbücher. Ich wette, die sind viel zu allgemein gehalten. Verstehe ich auch, denn man kann nicht alle Eventualitäten berücksichtigen. Und das Sauerteigbuch 9. Auflage? Das sagt mir, es gab mal 8 Vorgänger und es wird Folgeausgaben geben. Ich kenne sie nicht, frage mich jedoch, ob sie Anfängertauglich sind, die das erwähnte kleine 1 x 1 von Grund auf beherrschen?

Danke für`s lesen und bitte nicht schimpfen. Soooo lange Romane kriegt ihr ja nicht oft zu lesen, Meine Folgeantworten werden deutlich kürzer ausfallen, versprochen.

Ich habe fertig. Smilie
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Gruß, Jürgen
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Förmchenbäcker
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Anmeldungsdatum: 20.12.2008
Beiträge: 2876
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 07.11.2020, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jürgen!
Die Antwort ist, meiner Ansicht nach, auf alle deine Fragen ein klares und eindeutiges: "kann man so machen, so aber auch, und dann gehts auch noch ganz anders!"
Ich backe jetzt seit 12 Jahren meine Brote selbst, dank des Sauerteigforums, und habe mir die Verfahrensweisen, die für mich zielführend sind, ausgesucht.
Im Grunde ist es doch wie überall, was für einen selbst funktioniert bzw zum Erreichen des jeweiligen Ziels beiträgt, wird angewendet.
Wenn dein Sauerteig im Ommas altem Gurkentopf gedeiht, warum nicht?
Wenn deine Art zu Schwaden in deinem Ofen mit der von dir eingestellten Hitze die Brote so werden lässt, daß du zufrieden bist, na also!
Ich bin eine sehr pragmatische Bäckerin; ich backe Brote die ich gern mag, und ab und zu probier ich mal was anderes, auch mit deutlich komplizierteren Rezepten, nur um mal zu sehen, ob ichs noch kann.
Die TA meines Anstellguts liegt bei pi mal Daumen, und wenns denn mal ein "high-end-Feinwaagenrezept" sein soll, muss ich eben mal genau sein.
Ich bin beeindruckt von wirklich schicken Backergebnissen mit grammgenauen Rezepten und gradgenauen geh-knet-und Stehtemperaturen, gottseidank sind das meist Weizenbrote, und bin eindeutig Roggenfan.
Ich habe aber wirklich nicht den Ehrgeiz, das ultimative Roggenbrot zu backen, wenn die Brote, die aus meinem Ofen kommen, für mich zu 90% besser sind als die Brote, die ich hier in Berlin beim Bäcker kaufen kann!

Das war jetzt für dich nicht hilfreich, vielleicht aber doch, denn wie du schon selbst festgestellt hast, gibts zu allem 1000 richtige Antworten. Also bring dein Anstellgut wieder auf Vordermann und entspann dich beim Backen!

Viele Grüsse

Sabine
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Jürgen33
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 15.01.2018
Beiträge: 162
Wohnort: Im Sauerland zu Hause

BeitragVerfasst am: 07.11.2020, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Sabine. DIE Ultimative Antworten auf die angesprochenen Themen habe ich eh nicht erwartet,Winken war doch alles ziemlich viel auf einmal, kann schon froh sein, dass sich die/der eine oder andere dieses Romans angenommen haben, wie du jetzt, hast du gut gemacht. Cool

Ich denke, ich werde Step by Step vorgehen und mit dem ASG anfangen und dann den ST mal Testhalber in einer größen Schüssel ansetzen. Nicht, dass ich mir dadurch einen Triebstärkeren ST erhoffe, aber das verrühren von Mehl und Wasser wird deutlich vereinfacht, als in einem Weckglas mit einem lediglich 100 mm Öffnungsdurchmesser.

Und ja, ich sehe das genau wie du. Auch wenn ich mit meinen Broten lediglich zu 75 % zufrieden bin, was die Krume betrifft, aber bzgl. des Geschmacks kommt keines der Massenbrote an meines ran, hat auch schon eine Bekannte meiner Frau bestätigt, dessen Sohn Bäcker ist. Nicht, dass ich mich mit ihm und anderen auf eine Stufe stelle, aber so ein Lob war schon nicht schlecht.
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Gruß, Jürgen
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Förmchenbäcker
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 20.12.2008
Beiträge: 2876
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 07.11.2020, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst immer an der "Krumenschraube" drehen- Teigtemperatur, Gehzeit, ASG- Menge- Tips dazu findest du reichlich.
Ich weiss nicht, welche Art Brote du backst ( eher Roggen, Weizen, gemischt) aber für alle Brote gibt es reichlich Tips!

Viel Spass!
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Espresso-Miez
Profi im Sauerteigbacken
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Anmeldungsdatum: 14.12.2013
Beiträge: 592

BeitragVerfasst am: 08.11.2020, 07:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Ich glaube nicht, denn der Verfasser MUSS in der Lage sein, von seinem fachlich hohen Ross (nicht böse gemeint) runter zu kommen, den Interessierten bei der Hand nehmen, um ihn/ihr das kleine 1 x 1 von Grund auf zu erklären, ..."


Ich habe es vor einigen Jahren problemlos geschafft, mit Hilfe dieses Forums und sonst überwiegend Plötz-Blog erfolgreich Brot zu backen. Bücher habe ich dann eher gekauft, um die Autoren zu unterstützen. Geholften hat mir allerdings (mehr als erwartet!) das BBB2, wegen der vielen Alternativen, die dort vorgestellt werden!
Es gibt nicht die eine Anleitung, wie was zu machen ist. Viele Wege führen nach Rom.
Backen ist ein uraltes Handwerk, unsere Vorfahren haben das Wissen von Generation zu Generation weitergegeben und zwangsläufig modifiziert, je nach Verfügbarkeit und örtlichen Gegebenheiten. Sie hatten gar keine Chance, sich weltweit auszutauschen. Vielleicht macht das für Dich im Moment das Problem aus?

Zu Deiner Frage zur fallenden Temperatur:
wir imitieren damit den Temperatur-Verlauf im Holzbackofen. Der ist abhängig von der Größe des Ofens, vom verwendeten Holz, vielleicht auch von der Aussentemperatur, ... vielleicht brauchte ein Teig auch mal etwas länger für die Gare als vermutet, dann ist die Temperatur beim Einschiessen schon 5°C kühler - und es wurde dennoch Brot daraus.

Ich würde Dir raten, alles ein bißchen lockerer zu sehen.


(Edit: Zitat - 08.11.20 Marla)
_________________
Liebe Grüße von der Miez
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Philinchen
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 14.07.2009
Beiträge: 54
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 08.11.2020, 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ich backe seit knapp 20 Jahren mein Brot selbst, eher nur Brot, weil mit Brötchen steh ich eher auf Kriegsfuß bzw. hab ich mir nie die Zeit genommen, mein eigenes Konzept dafür zu entwickeln. Was ich nämlich für MICH empfinde, wenn ich ein Rezept mit Mehlvorgaben (Type) habe, das aber an meinem Standort in ausreichender Qualität nicht bekomme, sondern alles bestellen müsste, ists für MICH alltagsfremd und ich such mir meine eigenen Konzepte, dafür fehlt mir aber die Zeit und Dringlichkeit. Habs mal auf die Pension verschoben. Wichtiger wars mir, einen süßen Germteig zu erarbeiten, der für meine Arbeitsweise ein tolles Ergebnis (u.a. fällt da drunter, dass es nach 3 Tagen noch immer nicht strohig ist) bringt und auch mit Aromenvarianten für UNS universell verwendbar ist.
Wieviel Wasser in meine Brote reinkommt, kann ich an Zahlen z.B. gar nicht festmachen, ich knete per Hand und entscheide je nach Gefühl und Blick. So muss mein Kastenbrotteig ordentlich glänzen und absolut unformbar sein, extrem klebriger Teig, meine anderen Brote noch leicht klebrig sein, durchs Falten bekommen sie eigentlich fast immer einen guten „Stand“ und rinnen nicht auseinander.

Was die Temperatur betrifft, ich heize das Rohr auf ca. 270° auf, wenn ich das Brot einschiebe, schalte ich für 10min auf 220°, 10min auf 200° und 30min auf 180°, dann forme ich aus und lass es noch weitere 10min bei 180° drin. Übrigens egal, welches Brot.
Süße Brote kommen bei mir ins kalte Rohr, das ich beim Einschieben auf 175° einschalte. Dadurch geht es in der ersten Zeit NOCHMAL tüchtig auf und ist noch fluffiger.

Schwaden tu ich mit einem kräftigen Sprüher beim Einschieben. That‘s it.

Achja, mein Sauerteig schläft die Woche über in einem flachen Plastikgefäß im Kühlschrank, gehen tut er in der Küche über Nacht in einem alten Ikea-Rührgefäß mit Deckel, der nicht hundertpro dicht schließt. Nach 12 Stunden hat er sich immer ca. verdoppelt (mach immer eine Morgenkontrolle) und bleibt meist so 15-16 Stunden so stehen, bis er verbacken wird.

Mein Bäckervater ist übrigens auch sehr zufrieden mit meinem so erzielten Ergebnis.
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LieGrü,
Philinchen
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moeppi
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 13.07.2009
Beiträge: 1795

BeitragVerfasst am: 08.11.2020, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jürgen,
du siehst, die Frauen sehen das Brotbacken etwas gelassener als du Cool .
Ich denke aber auch viele Männer sehen das Brotbacken als eine Art 'Meditation' nach der Arbeit und wollen es garnicht genau hinterfragen.
Ich wundere mich über deine Fragen, weil du ja schon seit 2018 hier im Forum bist?!
Seit über 30 Jahren backe ich Brot/Brötchen selbst und weiß bis heute noch nicht, welche TA ich habe. Mache es einfach nach Gefühl bzw. so wie im Rezept beschrieben.
Ich würde dir empfehlen dir aus den diversen Foren/Blogs gute Rezepte rauszusuchen und dich danach zu richten.
So, ich habe auch fertig Sehr glücklich
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Liebe Grüße Birgit
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Marla21
Moderator
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 15218
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 08.11.2020, 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wie oben schon geschrieben wurde, gibt es mehrere Wege die zum Ziel führen, da muss jeder seinen eigenen Weg finden, der sich am besten in den Alltag integrieren lässt.

Hab das Rezept von deinem Roggenmischbrot mal etwas optimiert:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=147645#147645

Zitat:
In welcher Situation wird welcher Behälter genutzt? Kleine Hilfe für euch: Damit will ich sagen, vielleicht kommt es ja auf das erste Glied in der Kette an, dem ASG. Wenn das stark ist, spielt die Form des ST-Behälters keine Rolle, ist das richtig?

Roggen ST kannst du gut in einer Glas-od. Edelstahlschüssel reifen lassen.
Brotteig ebenfalls.

Zitat:
Ein weiteres Thema ist, und ich schätze, die Quote auf 90:10 pro nur leicht verschlossenem Deckel auf ASG- und ST Behältern, statt sie komplett dicht zu verschließen
Deckel od. Teller lose auflegen, so können Gärgase entwichen, die Oberfläche trocknet so auch nicht aus.

Zitat:

Schwaden, Dauer und Wassermenge
Teige mit hohem Roggenanteil müssen nicht geschwadet werden, wenn geschwadet wird, dann nur mäßig. Siehe auch weiter Infos hier:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=52244#52244

Bücher können die eigene Erfahrung nicht ersetzen. Das Teiglesen muss man erlernen, hierzu ist es hilfreich den Teig zu beobachten u. sich die Parameter zu notieren. Ändern sich Parameter bei der Führung vom ST u Brotteig deutlich, dann macht sich das auch deutlich beim Brotteig bemerkbar.
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Liebe Backgrüße
Marla

Wenn wir an unsere Kraft glauben, werden wir jeden Tag stärker.
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Jürgen33
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 15.01.2018
Beiträge: 162
Wohnort: Im Sauerland zu Hause

BeitragVerfasst am: 09.11.2020, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst mal sorry für die späte Antwort auf eure zahlreiche Beteiligung. Ich hatte zwar das Häckchen bei email Benachrichtigung gesetzt, aber es kam bei mir im Postfach nichts rein, daher habe ich all das hier erst gerade per Zufall entdeckt. Auf zum Tagesgeschäft.

Espresso-Miez hat Folgendes geschrieben:

Backen ist ein uraltes Handwerk, unsere Vorfahren haben das Wissen von Generation zu Generation weitergegeben und zwangsläufig modifiziert, je nach Verfügbarkeit und örtlichen Gegebenheiten. Sie hatten gar keine Chance, sich weltweit auszutauschen. Vielleicht macht das für Dich im Moment das Problem aus?


Im Moment....tja, wäre schön. Seit 6 Jahren trete ich bereits auf der Stelle. Ich muss aber auch sagen, seit ich mich vor ein paar Tagen wieder eingeloggt habe, geht es spürbar voran.

Espresso-Miez hat Folgendes geschrieben:
Zu Deiner Frage zur fallenden Temperatur:
wir imitieren damit den Temperatur-Verlauf im Holzbackofen. Der ist abhängig von der Größe des Ofens, vom verwendeten Holz, vielleicht auch von der Aussentemperatur, ... vielleicht brauchte ein Teig auch mal etwas länger für die Gare als vermutet, dann ist die Temperatur beim Einschiessen schon 5°C kühler - und es wurde dennoch Brot daraus.Ich würde Dir raten, alles ein bißchen lockerer zu sehen.


Ich bin Sternzeichen Jungfrau, das sagt schon alles. Smilie Zudem habe ich Berufe erlernt, in denen es auf den Hundertstel MM ankam und dass ich mir eine Feinwaage zugelegt habe, dürfte nicht verwundern, hm? Auf den Arm nehmen

Philinchen hat Folgendes geschrieben:
Was ich nämlich für MICH empfinde, wenn ich ein Rezept mit Mehlvorgaben (Type) habe, das aber an meinem Standort in ausreichender Qualität nicht bekomme, sondern alles bestellen müsste, ists für MICH alltagsfremd und ich such mir meine eigenen Konzepte


Konzepte entwickle ich dann zwar nicht, aber ich bleibe bis auf ganz wenige Ausnahmen meinen VK Mehlen treu. Einkorn und Emmer habe ich mal Testhalber in dem Bioladen gekauft, in dem ich immer mein Roggen Getreide kaufe, aber bestellen würde ich mir auch nichts.

Philinchen hat Folgendes geschrieben:
Wieviel Wasser in meine Brote reinkommt, kann ich an Zahlen z.B. gar nicht festmachen, ich knete per Hand und entscheide je nach Gefühl und Blick. So muss mein Kastenbrotteig ordentlich glänzen


Dafür habe ich meinen Taschenrechner. Die komplette Trockenmasse multipliziert mit 0,87 (TA187) minus ST- und Quellstückwasser ergibt gleich die Schüttmenge. Sternzeichen Jungfrau, du erinnerst dich? Smilie Und da ich meine Teige per Maschine verrühren lasse, kann ich so gut wie nichts zur Haptik sagen.

moeppi hat Folgendes geschrieben:
Hallo Jürgen,
du siehst, die Frauen sehen das Brotbacken etwas gelassener als du Cool .
Ich denke aber auch viele Männer sehen das Brotbacken als eine Art 'Meditation' nach der Arbeit und wollen es garnicht genau hinterfragen.
Ich wundere mich über deine Fragen, weil du ja schon seit 2018 hier im Forum bist?!
Seit über 30 Jahren backe ich Brot/Brötchen selbst und weiß bis heute noch nicht, welche TA ich habe. Mache es einfach nach Gefühl bzw. so wie im Rezept beschrieben.
Ich würde dir empfehlen dir aus den diversen Foren/Blogs gute Rezepte rauszusuchen und dich danach zu richten.
So, ich habe auch fertig Sehr glücklich


Nabend Birgit.
Bzgl. gelassen, siehe oben Sternzeichen…… Smilie

Ganz egal, welches Rezept ich mir vornehmen würde, sobald ST drin ist, stehe ich vor dem gleichen Krumenproblem, wie bei meinem 6-Jahres Brot. Woll`n „wir“ erst mal das mit dem ASG auf die Reihe kriegen, dann klappt`s auch mit dem ST und anderen Rezepten.




Marla21 hat Folgendes geschrieben:
Teige mit hohem Roggenanteil müssen nicht geschwadet werden, wenn geschwadet wird, dann nur mäßig. Siehe auch weiter Infos hier:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=52244#52244


Mann Mann Mann, kaum zu glauben, welche Fehler sich bei mir im Laufe der Jahre festgebacken haben. Und von diesen Handlingsfehler galt/gilt es einige auzumerzen.

Marla21 hat Folgendes geschrieben:
Bücher können die eigene Erfahrung nicht ersetzen. Das Teiglesen muss man erlernen, hierzu ist es hilfreich den Teig zu beobachten u. sich die Parameter zu notieren. Ändern sich Parameter bei der Führung vom ST u Brotteig deutlich, dann macht sich das auch deutlich beim Brotteig bemerkbar.


Meine Teige sehen ausnahmslos grau, fad und irgendwie "krank" aus. Erst nach Pöt`s ST Methode gefiel mir der Brotteig zum ersten Mal richtig gut. Er glänzte und machte einen gesunden Eindruck.
_________________
Gruß, Jürgen
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Tommes
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 11.10.2010
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 28.11.2020, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Jürgen,

auch ich bin sicher, es gibt nicht die allein seligmachende Methode. Und alle, die ultimaltv behaupten, Parameter X müsse unbedingt den Wert Y haben, haben vielleicht nur Gesprächsbedarf, aber mit Sicherheit nicht den absoluten X-Wert gefunden. Nicht umsonst müssen Bäcker 3 Jahre lernen, aber Meister des Verfahrens haben eine viel längere Erfahrung. Und so kann man Parameter variieren, aber nur einen. Dann wirst Du sehen, welchen Effekt welche Änderung von Parameter X ergibt. Ich hab mein Standard-Brot und meine Pizza inzwischen gut im Griff. als ich letztens Bio-Schrot bekam. musste ich erstmal neu probieren.

Lange Rede kurzer Sinn: Versuch macht kluch
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Jürgen33
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 15.01.2018
Beiträge: 162
Wohnort: Im Sauerland zu Hause

BeitragVerfasst am: 28.11.2020, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Tommes hat Folgendes geschrieben:

Lange Rede kurzer Sinn: Versuch macht kluch


Nabend Tommes.

Ich kann ausnahmsweise auch mal kurz. Smilie Ich werde nie vergessen, als ich Lutz Geißler in einer Sendung im MDR gesehen habe. Er sagte, dass seine Mutter eine ausgezeichnete Köchin sei und er vom kochen absolut nichts verstünde. Er könne gar nicht hier ne Prise, dort ne Prise zugeben oder da weniger. So sehe ich mich zum Thema Brot backen, bin eher der Nachahmer, statt einer, der aus Fehlern lernt. Aber, ich muss auch sagen, in den letzten 3 bis 4 Wochen habe ich hier einen deutlichen Sprung nach vorne vollzogen, weiß jetzt zumindest, das es eine Stockgare gibt. Sehr glücklich
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Gruß, Jürgen
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