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Glutenfreier Sauerteig und Brotezepte
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jani (glutenfrei)
Sauerteigbäcker
Sauerteigbäcker


Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 13.03.2007, 22:01    Titel: Glutenfreier Sauerteig und Brotezepte Antworten mit Zitat

Mein glutenfreier Sauerteig nach 6 Wochen:
Er fühlt sich anscheinend total wohl Sehr glücklich

Ich habe 2 verschiedene Sauerteige angesetzt:
1. 150 g Reismehl, 50 g Kartoffelmehl, 1 EL Zucker, 400 ml Wasser und ein Päckchen Trockenhefe (hat sofort geblubbert, hat aber etwas gedauert, bis er sauer geworden ist)
2. 100 g Reismehl, etwas Wasser, 1 TL Apfelessig, etwas Zucker, etwas Kartoffelmehl (hat einige Tage gedauert, bis er Bläschen hatte, schmeckte dann aber gleich etwas säuerlicher)

Habe dann beide eine Weile lang getrennt mit Reis (100 g) und Wasser (100 ml) gefüttert und verbacken, bis es mir dann zu bunt geworden ist und ich sie einfach zusammengerührt habe. Geschockt Auf alle Fälle sahen beide einzeln gut aus, haben sich gut entwickelt und haben sich nach dem Zusammenrühren auch gut vertragen.

Mein Sauerteig mag Zwerghirse (Teff) anscheinend besonders gerne. Damit geht er zumindest am besten auf. Habe irgendwo gelesen, dass Teff in Afrika 3 Tage lang vergärt und dann zu einem Fladenbrot verbacken wird. Von daher würde sich Teff wahrscheinlich ideal für einen Sauerteigansatz eignen.

Beim Brotbacken habe ich bis jetzt einige verschiedene Mehle verbacken. Ich mahle das Mehl selber im Mixgerät (ist allerdings für das Mahlen geeignet – vor allem beim Buchweizen macht das einen Riesenunterschied, weil er überhaupt nicht bitter schmeckt).

Mein Rezept für 2 Kastenformen folgt (ist allerdings not im Experimentierstadium). Mit den Augen rollen

Ansatz:
400 g Mehl (Reis, evtl. etwas Teff)
400 ml warmes Wasser
Anstellgut (Sauerteig) aus dem Kühlschrank
Führung gemäß Pöts Anleitungen

Brotteig:
obigen Ansatz
500 g Mehl (Buchweizen mit einem bisschen Teff mag ich am liebsten)
100 g Tapioca-Stärke (andere Stärke sollte auch funktionieren)
ca. 400 ml warmes Wasser, je nach gewünschter Konsistenz
ca. 30 g Kokosnuss- oder Olivenöl (kann auch weggelassen werden)
2 TL Salz
ca. 5 EL Leinsamen, gemahlen
Gewürze (Fenchel, Anis, Koriander oder Kümmel oder eine gehackte rote Zwiebel oder ein bisschen Zwiebel- und Knoblauchpulver; Oregano und Basilikum sind auch lecker)

Backen:
Am besten in Kastenformen. Ich habe 2 Tonbrotformen. Lasse das Brot in den geölten Formen gehen (ca. 3 Stunden) und setze die Formen während der letzten 10 Minuten vorsichtig in warmes Wasser, sodass sie sich vollsaugen können. Bestreue die Brote dann mit Sesam oder Leinsamen.

Die Kastenformen gehen dann in den kalten Ofen und ich gieße eine Tasse heißes Wasser in eine große Glasform auf dem unteren Gitter. Schalte den Ofen dann auf 220 °C (mit Umluft) und backe für ca. 1 h 5 min. Habe es ohne Umluft probiert, aber die Brote sind nicht richtig braun geworden und die Kruste war nicht so gut. Denke aber, dass das was mit den Tonformen zu tun hat.

Mit anderen Brotbackformen sind Backzeiten und Temperaturen wahrscheinlich etwas anders...

Bis jetzt sind Familie und Freunde von meinen Experimenten begeistert, besonders mit geröstetem Knoblauch, Salz und Olivenöl. Winken

Mein einziges Problem ist, dass das Brot ziemlich schnell "alt" wird Geschockt (irgendwelche Vorschläge diesbezüglich?)

Habe neulich einen Teig (insgesamt ca. 300 g Ansatz u. 300 g Mehl) als Pizzaboden auf 2 Backblechen verwendet. Habe den Teig einige Minuten vorgebacken (mit Backpapier, denn er klebte doch ziemlich). War aber lecker.

Und jetzt meine Bitte an alle anderen glutenfreien Bäcker: Könnt ihr bitte mal euere Brotrezepte einstellen? Pöt huldigen

Viele Grüße aus Denver!
Jani Sehr glücklich
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Verfasst am:     Titel: Anzeige

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Skua
Sauerteigfachmann
Sauerteigfachmann


Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Kaiserslautern

BeitragVerfasst am: 14.03.2007, 18:21    Titel: Re: Glutenfreier Sauerteig und Bitte um mehr gf Brotezepte Antworten mit Zitat

jani (glutenfrei) hat Folgendes geschrieben:
... Mein einziges Problem ist, dass das Brot ziemlich schnell "alt" wird Geschockt (irgendwelche Vorschläge diesbezüglich?) ...


Ok, du brauchst entschieden Hilfe! Hab neulich mal ein Reisbrot gebacken. Ohne Milchreis, wie Pöt es eigentlich empfiehlt. ojeh!

Aber als erste solltest du wissen, dass ich selbst nicht viel Erfahrung habe, deswegen meine Info bitte unter Vorbehalt!

In der Backindustrie werden einige Tricks angewendet, um Brot länger haltbar zu machen (Fachbegriff: Retrogradation verzögern). Soweit ich sehe, wird Wasser im Supermarkt-Brot gebunden mit Backhilfsmitteln, um den Eindruck von Frische zu vermitteln. Dazu ist in Deutschland Johannisbrotmehl und Guarkernmehl zugelassen. In diesen Mehlen ist ein komplexer Zucker, der 5 mal mehr Wasser speichert als Stärke.

Wenn du keine Allergie hast, kein Asthma, keine Neurodermitis: ich würde mir dieses Zeugs kaufen und mitverbacken. Angeblich, nach einer Werbeseite der Backmittel-Industrie, kann man 10 Prozent mehr Wasser im Brot binden". Hehe. Für den Bäcker bedeutet das auch 10 Prozent mehr Gewinn. Aber für dich speziell bedeutet das wohl: 10 Prozent besseres Brot!!! (Das nicht so schnell altbacken wird.)

Pöt empfiehlt in seinen Reisbrot-Rezepten den Einsatz von Milchreis. Wie wir alle wissen ist Milchreis extrem quellfähig. Reismehle sind auch als Quellbackmittel im Handel! Viellleicht hilft dir das auch weiter.

Ansonsten: ein bisschen Öl deiner Wahl, vllt ein emulgiertes wie Butter, (das auch wieder Wasser einbinden sollte), könnte ebenfalls vorteilhaft sein.


Lieben Gruß aus der Pfalz nach Denver
Michael
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jani (glutenfrei)
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 14.03.2007, 19:56    Titel: Guarkernmehl Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

vielen Dank für den Tipp! Ich habe sogar Guarkernmehl im Schrank, weil ich das vorher immer benutzen musste (für Hefebrote). Ich war so begeistert, dass das Sauerteigbrot "zusammenklebt" und nicht krümelig ist, dass ich das Guarkernmehl gleich über Bord geschmissen habe. Hatte allerdings keine Ahnung, dass es auch eine Wasserfunktion hat. Werde es also gleich beim nächsten Versuch wieder einsetzen! Sehr glücklich
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Skua
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Kaiserslautern

BeitragVerfasst am: 15.03.2007, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Jani,

hier noch ein bisschen O-Ton Backmittelinstitut.de Winken



Zitat:
Anwendungen in der Bäckerei

Erhöhung der Wasserbindung in Teigen und Massen
Die klassische Anwendung der Getreidequellprodukte dient einer höheren Wasseraufnahme in Teigen und Massen. Damit wird dem sog. "Trockenbacken" entgegengewirkt und die Gebäcke weisen eine verbesserte Weichheit der Krume und eine längere Frischhaltung auf. Dabei können einem Teig oder einer Masse durch Einsatz von 1 % Quellprodukt in Abhängigkeit von der Rezeptur bis zu 10 % mehr Wasser zugesetzt werden. Diese erhöhte Wassermenge verbessert die Verkleisterung der Stärke während des Backprozesses und verzögert deren Retrogradation, die für das Phänomen des "Trockenbackens" verantwortlich gemacht wird.

Verbesserung der Frischhaltung
Mit einer Erhöhung der Schüttwassermenge lässt sich nicht nur ein Trockenbacken verhindern, sondern es entsteht ein feuchterer Kaueindruck der Krume. Dieser wird bei den meisten Gebäcken als frischer und damit als wichtige Qualitätssteigerung empfunden. Dabei spielt nicht nur die insgesamt zur Verfügung stehende Menge an Wasser eine Rolle, sondern auch die eingesetzte Getreideart. So findet sich oftmals Reisquellmehl aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf Frischhaltung und Kaueindruck in den Rezepturen für Muffins.


Übrigens ist mir noch eine vllt bessere Idee gekommen. Mach doch mal ein Brüh- oder ein Quellstück. ZB aus Hirse, Milchreis, oder einem anderen glutenfreien Getreide. Es ist glaub ich die Standard-Antwort von Pöt auf die Frage, wie man Krümelkuchen verhindert.

ps Aber bitte nicht aus ungeschrotetem Wildreis, hihi... diese langen Stacheln führen zu Sollbruchstellen im Brot, macht alles nur schlimmer.

Berichte mal, ob du weiterkommst!

Gruß
Michael
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jani (glutenfrei)
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 15.03.2007, 16:38    Titel: Kaueindruck Antworten mit Zitat

Lieber Michael,

vielen Dank für Erklärung und die Mengenangaben! Das hilft auf alle Fälle weiter. "Kaueindruck" hihi Sehr glücklich, auf so ein Wort wäre ich gar nicht erst gekommen!

Morgen (Freitag) ist Backtag. Werde dann berichten, wie es lief.

Liebe Grüße,
Jani
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carla
Profi im Sauerteigbacken
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Anmeldungsdatum: 30.03.2006
Beiträge: 506
Wohnort: Neuseeland

BeitragVerfasst am: 16.03.2007, 04:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein paar "glutenfreie" Links fuer Dich zum Lesen:

http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=1321&highlight=gluten+frei

http://www.lemitec.de/projekte/glutenbrot.htm

Und hier 60 glutenfreie Brotrezepte einschliesslich Sauerteigbrot:
http://www.glutenfrei-kochen.de/kb/kategorie/id/2/glutenfrei/Glutenfreies+Brot
_________________
Was bringt den Doktor um sein Brot?
A. Die Gesundheit. B. Der Tod.
Darum hält der Arzt, auf daß er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth
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jani (glutenfrei)
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 16.03.2007, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Carla, vielen dank für die Links! Jetzt kann ich mich wirklich nicht mehr über einen Mangel an Rezepten beklagen. Winken

Zurück zu meinen Experimenten:

Michael, es ist prima gelungen.

Einstufenführung:
400 g Reismehl
400 ml Wasser
Sauerteig

Qellstück (habe das über Nacht sitzen lassen):
500 g Buchweizen
80 g Tapiocastärke
20 g Kartoffelmehl (nicht Stärke)
5 TL Guarkernmehl (relativ gehäuft)
5 EL Leinsamen, gemahlen
800 ml Wasser (hat die doppelte Menge an Wasser aufgenommen!!!)

Zum Backen habe ich bloss noch 2 TL Zucker, 2 TL Salz und ein bisschen Öl dazugemischt. Schmeckt gut und ist sehr viel "feuchter" als der frühere Versuch. Sehr glücklich

War ein super Tipp!!! Vielen Dank! Pöt huldigen

Ich bin immer noch ganz begeistert, dass wir jetzt endlich vom gekauften glutenfreien Brot unabgängig sind. Die Amis sind anscheinend der Meinung, dass Brot wie Kuchen schmecken soll... süß, süßer und noch süßer. Geschockt

Viele Grüße,
Jani


Zuletzt bearbeitet von jani (glutenfrei) am 18.03.2007, 01:43, insgesamt einmal bearbeitet
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Skua
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Kaiserslautern

BeitragVerfasst am: 17.03.2007, 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hey das finde ich irre. Teigausbeute 220!!! Dagegen ist ja jedes Baguette eine Salzstange. Der Reissauer hat übrigens ein sehr angenehmes Aroma. Das muss doch gleich noch mal ausprobiert werden.

Fände es toll, wenn du mal Bilder machst. Wahrscheinlich bäckst du ja doch ziemlich neue Sachen. Und hier sieht man ja überwiegend Graubrot. Winken

Bis bald mal
Michael
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jani (glutenfrei)
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 17.03.2007, 04:04    Titel: Antworten mit Zitat

Bilder kommen morgen (bzw. sobald ich mich wieder an den Login für meine Website erinnern kann, sodass ich sie dort posten kann). Verlegen

Mir ist noch vor kurzem eingefallen, dass ich was vergessen hatte: Das Reismehl im Rezept ist übrigens immer gemahlener brauner Reis, nicht weißer Reis.

Beim Sauerteigbrot war mein Ziel, möglichst ohne gekauftes Mehl (und ohne Hefe) auszukommen, denn das Mehl von einer glutenfreien Mühle ist hier nicht sehr billig. Die einzigen fertigen Mehle, die ich jetzt noch kaufe, sind Tapioka- und Kartoffelmehl. Alles andere wird in großen Tüten gekauft und im Blender gemahlen. Und außerdem wollte ich das Brot so "Vollkorn" wie möglich haben - bei der Tapiokastärke mache ich aber doch ein paar Zugeständnisse.

Bis morgen! (Hoffentlich mit Bildern...)
Jani
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bianchifan
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 1783
Wohnort: am Nützenberg, oberhalb der Schwebebahn, wo man die Robben aus dem Zoo noch hört

BeitragVerfasst am: 17.03.2007, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jani, viel Erfolg!
(Gabs hier nicht mal den Ruf nach einer glutenfreien Rubrik?)
Zur Thematik wirst Du einige Beiträge hier finden können, wenn auch nicht gerade überschäumend.
Vielleicht findest Du noch was interessantes.
Den Apfelessig im Ansatz hättest Du Dir sparen können, der bringt absolut nichts, er behindert nur die natürliche Gärung.
_________________
ja, mir san mim Radl.... Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht
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jani (glutenfrei)
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 17.03.2007, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Bianchifan, du hast Recht, dass der Apfelessig unnötig war, denn der zweite ST hat sich ja auch ganz gut ohne entwickelt.

Also, hier sind jetzt mal 2 Bilder vom letzten Versuch. Habe zwei Römertopf-Brotbackformen, eine ist die normale Kastenformgröße und die andere ist länglich (baguetteartig).

...

Normalerweise stecke ich noch eine gehackte rote Zwiebel oder Gewürze rein, habe das aber im Eifer des Gefechts gestern vergessen. Das Brot ist ein bisschen eingesunken (ein bisschen zu viel Wasser, nehme ich an), das ist aber wirklich nur ein kosmetisches Problem. Das wichtigste Problem, nämlich dass es schnell alt wurde, scheint behoben zu sein Sehr glücklich (und dafür war das Wasser ja ausschlaggebend). Beim nächsten Versuch werde ich wahrscheinlich die Wassermenge um 100 ml reduzieren, um ein etwas runderes Brot zu erhalten. Aber wenn das die Frische beeinträchtigt, werde ich mir um das Aussehen einfach keine Gedanken machen und die Wassermenge wieder erhöhen.

Habe es auch ein bisschen länger gebacken, von daher ist die Kruste ein bisschen dunkler geworden (die Teigmenge sah so viel aus Winken ). Normale Backzeit sollte aber ausreichen.

Bis demnächst!
Jani


Zuletzt bearbeitet von jani (glutenfrei) am 05.09.2011, 16:12, insgesamt einmal bearbeitet
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carla
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Anmeldungsdatum: 30.03.2006
Beiträge: 506
Wohnort: Neuseeland

BeitragVerfasst am: 17.03.2007, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Sieht prima aus!
Ist das Reis-Buchweizen Rezept von weiter oben?
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Was bringt den Doktor um sein Brot?
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Darum hält der Arzt, auf daß er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth
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jani (glutenfrei)
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 18.03.2007, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Blumen! Smilie
Ja, das ist das Rezept, das ich am 17.3. gepostet hab (bzw. mein letzter "Versuch" Winken).
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Skua
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Kaiserslautern

BeitragVerfasst am: 18.03.2007, 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Weich und saftig, und knusprig drumherum. Sehr schön! Damit bist du Chef unserer Entwicklungsabteilung. Keine indianischen Getreide in den Rocky Mountains, die es noch zu verbacken gilt?

Michael Winken
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jani (glutenfrei)
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, dann muss ich mir doch schnell noch eine Kochmütze zulegen... Winken

Hier gibt es einige glutenfreie Hefebrotrezepte mit Mehlmischungen aus Puffbohnen (Fava Beans) und Kichererbsen. Hast du damit schon mal was versucht?

Und wie sieht es mit Inkakorn (Quinoa) oder Amarant aus? Vor ewigen Zeiten hatte ich mal versucht, ein Hefebrot damit zu backen. Geschockt Aber meine anfänglichen gf Hefebrotversuche waren, na ja, "interessant". Verlegen

Hier ist ein Mehlrezept von celiac.com:
1 Tasse braunes Reismehl (im Kühlschrank aufbewahren)
1¼ Tasse weißes Reismehl
¼ Tasse Kartoffelstärke
2/3 Tasse Tapiokastärke
¾ süßes Reismehl [nehme mal an, dass das Milchreis ist]
1/3 Tasse Maisstärke
2 TL Xanthan- oder Guarkernmehl

Hat zwar für meinen Geschmack zu viel Stärke, aber vielleicht wäre es einen Versuch wert?
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Skua
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Kaiserslautern

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 03:01    Titel: Antworten mit Zitat

jani (glutenfrei) hat Folgendes geschrieben:
... Hat zwar für meinen Geschmack zu viel Stärke, aber vielleicht wäre es einen Versuch wert?...


Darauf gibt es eine philosophische Antwort Winken

Es war einmal in Europa. Da kam ein Italiener auf die Idee, die Eiger Nordwand zu bezwingen. Mit einer Akku-Schlagbohrmaschine bewaffnet, dübelte er sich die Wand hoch. Es gelang ihm natürlich mühelos. Viele Bergfreunde in aller Welt nahmen ihm das aber übel.

Es war einmal in Amerika. Boulder, Colorado. Dort kam man auf die schöne Idee, den Berg nicht zu verletzen. Die Bergfreunde erfanden "friends", die sie in die verfügbaren Felspalten klemmten. Kleine sich aufspreizende Keile, die man wieder rausziehn kann, wenn man etwas höher ist. Bergfreunde in aller Welt fanden diesen Stil sehr viel ästhetischer und nannten es "free climbing" oder auch "bouldering".

Jetzt zum Brot: Wär doch schön, wenn du keine industriellen Extrakte wie Stärkemehle brauchst. Bohnen, Mais, Kartoffeln, Reis. Das alles strotzt vor Stärke. Und gequollene geronnene Stärke ist Krume. Zusammen mit proteinhaltigen Schleimbildern gibt es elastischen Kleister. Proteine sind in Überfülle zB auch in Hülsenfrüchten wie in den von dir genannten Riesenbohnen (?).

Es ergibt sich doch der dringende Verdacht, dass bei kluger Auswahl, zB von mehlig kochenden Linsen und klebrig kochendem Reis (wie eben Rundkornreis, japanischer Reis, nicht aber parboiled rice) ein hervorragender Teig entstehen könnte, den man - wohl gesäuert - durchaus zu schönen Brotlaiben formen und frei schieben könnte.

Öhm, dass meine ich: "ganze" Lebensmittel verwenden, nicht industriell vorverarbeitete wie reine Stärke (ist das nicht Puddingpulver?), macht mehr Laune. Lang geführte Vorteige lassen die Stärke in allen Lebensmitteln reichlich quellen und bringen, wenigsten in traditionellen Broten, komplexen Geschmack.

glutenfreie Nachtgedanken Ende. Sehr glücklich
Lieben Gruß
Michael
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carla
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Anmeldungsdatum: 30.03.2006
Beiträge: 506
Wohnort: Neuseeland

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 03:34    Titel: Antworten mit Zitat

Mensch die Abteilung skua's Diaetbrote GmbH macht ja ganz schoen Fortschritte. Auf den Arm nehmen
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jani (glutenfrei)
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 06:24    Titel: Antworten mit Zitat

Nette Geschichte Michael! Vor allem, weil Boulder sich fast direkt vor meiner Haustür befindet. Smilie Denke aber, dass du Recht hast. Erstens ist es gesünder und zweitens auch viel billiger, wenn man ohne Stärke auskommen kann.

Ursprünglich habe ich mit dem Backen angefangen, um ein gf Vollkornbrot herzustellen, weil es hier so etwas nicht gibt. Meine Hefebrotversuche waren krümelige, harte "Boulders" Winken, bis ich dann aufgegeben und mal ein bisschen Tapiocamehl zugesetzt habe. Dann habe ich die Hefebrote auf einmal hingekriegt.

Wegen dieser Erfahrung habe noch überhaupt kein ST-Brot ohne Stärke ausprobiert, aber vielleicht verhält sich das ja ganz anders als das Hefebrot. Hah! Versuch für nächste Woche! Sehr glücklich

Bei den Bohnen habe ich noch so meine Zweifel. Beim Kochen werden sie erst eingeweicht und dann wird der Zucker abgewaschen. Beim Backen fällt dieser Schritt ja weg, weil sie direkt gemahlen werden, und der Zucker auf der Haut bleibt erhalten (nach dem Motto "jedes Böhnchen gibt ein Tönchen", frei übersetzt "each beanie gives a soundy"). Musikantenbrot. OK, ich hör schon auf. Sehr glücklich
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Skua
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Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Kaiserslautern

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Mal sehn, ob das Brot wird Sehr glücklich

http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/Linsenfranzsischw.jpg französische Linsen, 10 Prozent

http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/Reisjapanischw.jpgjapanischer Reis 50 Prozent

http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/Tapiokathaiw.jpgthailändische Tapioka, 20 Prozent

http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/AmarantPeruw.jpgperuanischen Amarant, 10 Prozent

http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/Wildreiskanadischerw.jpgkanadischen Wildreis, zur Verschönerung der Kruste

http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/Meersalz.jpgatlantisches Meersalz und viel frisches Wasser... http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/wasserw.jpg
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jani (glutenfrei)
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Echt international! Deine Bilder finde ich toll! Smilie

Bin schon auf das Ergebnis gespannt!
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zerobooze
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Beiträge: 837
Wohnort: Michelstadt / Odenwald

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 17:05    Titel: re: Glutenfreier Sauerteig Antworten mit Zitat

Hi,
@Skua:
Zitat:
... und viel frisches Wasser ...
Von einem tibetanischen oder einem antarktischen Gletscher? Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen
_________________
.
Gruß von Robert,
zerobooze

So geht mein Sauerteig ...
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jani (glutenfrei)
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Robert, Lästerer müssen sofort ein glutenfreies Rezept einreichen!! Winken

Hier sind zwei Bilder von meinem heutigen Brot. Ähnliches Rezept wie oben, bloss mit etwas mehr Kartoffelmehl und diesmal hab ich die Zwiebel nicht vergessen.

...


Zuletzt bearbeitet von jani (glutenfrei) am 05.09.2011, 16:13, insgesamt einmal bearbeitet
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jani (glutenfrei)
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Mit der roten Zwiebel wird es übrigens saftiger. (Oder wäre das richtige Wort "feuchter"?) Smilie
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zerobooze
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Anmeldungsdatum: 28.10.2006
Beiträge: 837
Wohnort: Michelstadt / Odenwald

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 20:52    Titel: re: Glutenfreie Antworten mit Zitat

Hi,
@jani (glutenfrei): Du meinst:
Zitat:
Hallo Robert, Lästerer müssen sofort ein glutenfreies Rezept einreichen!!

Auf den Arm nehmen Vorschlag zur Güte:
Frisch eingeflogene Känguruh-Keule (gut abgehangen, da per Kamel zum Hafen transportiert),
gut mit Himalaya-Salz einreiben, und dann
gleichzeitig mit 3kg Brot mitbacken, bis Kruste da ist.
Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen Auf den Arm nehmen
- Nach Brotrezept war nicht gefragt... Winken

Spaß beiseite: ich vertrage zum Glück fast alles - bis auf Gemüse ...
_________________
.
Gruß von Robert,
zerobooze

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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr glücklich Point taken! Nächstes Mal werde ich genaue Angaben machen und mir bis dann die Nase wegen der abgehangenen Känguruhkeule zuhalten. Sehr glücklich
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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 22.03.2007, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nur noch ein kurzes Update: Habe mal ein Brot ohne Tapioka aber mit mehr Kartoffelmehl versucht, ist aber wieder viel krümeliger geworden. Geschockt

Die bis jetzt bestern Ergebnisse hatte ich hiermit:

Einstufenführung:
400 g Reismehl
400 ml Wasser
Sauerteig
Qellstück (habe das über Nacht sitzen lassen):
500 g Buchweizen
80 g Tapiocastärke
80 g Kartoffelmehl (nicht Stärke)
5 TL Guarkernmehl (relativ gehäuft)
5 EL Leinsamen, gemahlen
800 ml Wasser
Zum Backen gemischt mit: 2 TL Zucker, 2 TL Salz, einer kleinen roten Zwiebel (gehackt)

Das Rezept ist fast das gleiche wie oben, habe nur aus Versehen etwas mehr Kartoffelmehl zugesetzt, weil ich aus Versehen dachte, dass es Tapioca war. Mein "Unfall" at sich als positiv herausgestellt, weil das Brot noch länger frisch geblieben ist. Smilie

Michael, hast du eigentlich mal ein Brot mit deinen Zutaten versucht? Die Bilder fand ich super.

Bis bald mal,
jani
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Skua
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BeitragVerfasst am: 22.03.2007, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Jani,

werd mich am Wochenende dran versuchen. Bisher hab ich noch nie mehr als 2 verschiedene Mehle gemischt für ein Brot. Und finde das mit den Backeigenschaften ziemlich kniffelig. Der kleinste Fehler und es misslingt gründlich. Und jetzt das Experimentalbrot mit 5 verschiedenen Getreiden... frei geschoben und hohe Wassermenge Cool... und ein paar wilde Theorien im Kopf.

Eins scheint mir sicher. Mein Sauer wird es mit jedem einzelnen dieser Körner aufnehmen und sie schonungslos zu Brot machen. Sehr glücklich Also Bläschen und so. Hm, aber was dann fürs Foto bei raus kommt... Und geschmacklich: Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung wie Tapioka schmeckt. Und die Tüte Amarant hat mein junger Hund geschnappt und in der ganzen Wohnung verstreut. Da steht noch Quinoa rum, aber schmeckt der im Brot? Tausend Zweifel. Irgendwie spiele ich mit dem Gedanken noch ein Ei reinzuschmeißen. Damit das ganze mehr Halt bekommt und richtig unübersichtlich wird. Aber so toll finde ich den Gedanken dann auch wieder nicht...

Wird wahrscheinlich was Lustiges bei raus kommen, bei dem man starke Nerven braucht.

Gruß
Michael
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 23.03.2007, 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Bin schon mal gespannt!
Quinoa sollte auch gut funktionieren (denke ich zumindest mal).
Mit einem jungen Hund wird´s dir wenigstens nicht langweilig. Winken
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Skua
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Jani,

hier mein freigeschobenes 5 Kornbrot

Zutaten:

300 g Reis
300 g Mais
100 g Tapioka
100 g Quinoa
100 g Linsen
600 g Wasser
20 g Salz

Mit einer Handmühle hab ich Reis, und Linsen gemahlen.

Dasselbe sollte mit der Tapioka passieren. Das Mahlwerk wurde jedoch schnell immer heißer und schwergängiger und verklebte dann bombenfest. Also verwendete ich Tapioka- wie die Quinoa-Körner als Quellstück. Das Linsenmehl gab ich auch noch dazu. Zu dieser Mischung gab ich 1:1 Wasser. Zuerst sah es aus wie ein dünnes Süppchen, mit kleinen Körnern. Aber nach wenigen Minuten war es formbarer Teig Überrascht Diesen Vorteig schickte ich für 24 Stunden in den Keller bei 13 Grad.

Als Sauerteig bereitete ich Reissauer in 3 stufiger Führung. Gezogen aus 25 g Dinkel-ASG. Und hier war ich leider eindeutig zu geizig mit meinem Anstellgut. Der japanische Reis kam einfach nicht richtig in Versäuerung und Gärung… Ich hätte ihm eindeutig mehr Anstellgut gönnen sollen, und auch noch wenigstens eine weitere Führung. Am Ende hatte ich 600 g Reissauer, die nicht gerade backwütig waren, und die Folgen kann man am Brot auch sehen.

Also folgende Komponenten wurden nach 24 Stunden verknetet

600 g Reissauer TA 200
600 g Vorteig bzw Quellstück TA 200
300 g Maismehl trocken

Gesamt TA 167

Das ganze gibt einen schön formbaren Teig. Von der Konsistenz her am wenigstens formgebend war der japanische Reis. Hier hatte ich einen Denkfehler gemacht. Diese Reissorte quillt enorm und klebt enorm. Aber erst wenn sie gekocht ist! Im Reissauer schwimmen die kristallischen Reismehlkörnchen wie Mineralsand herum ohne viel Wasser aufzunehmen. :/ Ganz anders als Tapioka, mit der man Sümpfe trocken legen kann…

Angebacken hab ich dann bei 250 Grad über 10 min, dann über weitere 70 mit 180 Grad.

http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/Mais.jpg
http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/reis.jpg
http://i164.photobucket.com/albums/u40/Eisflieger/Tapioka.jpg

Auf den Bildern sieht man mangelnde Teiglockerung und einen Wasserfehler. Hauptproblem war offensichtlich die nicht vollständig geglückte Umzüchtung.

Lieben Gruß
Michael
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

Ich finde es ja wirklich super, dass du den Versuch gemacht hast und das Brot sieht außen schön geformt aus. Sehr glücklich Schade, dass der japanische Reis nicht mitgespielt hat! Traurig Hoffentlich schmeckt es wenigstens!

Ich habe am Wochenende festgestellt, dass ich meinen Sauerteig immer zu kurz führe. Habe es diesmal länger gemacht und das Brot hat schönere Bläschen.

Liebe Grüße,
Jani
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Skua
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

was den Geschmack angeht. Das Brot hat beim Backen ein wahnsinnig gutes Aroma gehabt. Das gibt es nur mit Sauerteig. Nicht nach Reis, nicht nach Linsen, nicht nach irgendetwas anderem, sondern einfach nur nach Brot.

Jetzt ausgekühlt ist schmeckt es ein wenig so wie frisch geschälter Mais, der noch nicht so richtig süß ist. Vielleicht hast du das mal auf dem Feld probiert und weiß was ich meine. Wahrscheinlich ist das die viele ungenutzte Stärke und dieses... Chlorophyll Cool Also dieses grüne Tapiokazeug, auch wenn es noch so viel Wasser speichert: ich werd in Zukunft drauf verzichten. Die Krume ist leicht grünlich. Aber ansonsten hat das eine Menge Spaß gemacht. Am liebsten hätte ich aus jeder einelnen Zutat ein Brot gemacht, um zu sehen was daraus wird. zB ein 100 % Linsenbrot.

Von Töpfen und Blechkästen würde ich gerne wegkommen. Mittlerweile hab ich in Teflon, glasiertem Steingut, Jena-Glas und Blech und sogar in einem Le-Creuset-Topf gebacken. Richtig gut war das nie, und das Aroma entwickelt sich bei frei gebackener Kruste irgendwie besser. Vielleicht liegt das am Einfetten der Formen, wer weiß. Wenn man genügend Erfahrung mit den einzelnen Saaten hat, lernt man bestimmt daraus sehr schöne freie Brot zu backen. Gute Sauerteig-Führung vorausgesetzt.

Smilie
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Vor deinem Bild hatte ich auch noch nie grünes Tapioca gesehen. Bloss immer weiße Kügelchen oder pulverartiges weißes Mehl.

Hatte mal ein freigeschobenes Brot versucht, aber das war vor dem Guarkernmehl und das Brot war nach 2 Stunden schon alt. Das andere Problem war, dass ich kein Gärkörbchen hatte. Hab das in einer Schüssel gehen lassen und es war am Ende so groß, dass ich es mit dem Messer nicht auf einmal durchschneiden konnte. Das Durchsäbeln war dann nicht so erfolgreich (schließlich sind wir hier im Land ohne Brotmaschinen... Winken ). Mit dem wässrigeren Teig habe ich es noch nicht versucht.

Und weiter geht´s! Sehr glücklich
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carla
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BeitragVerfasst am: 26.03.2007, 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

jani (glutenfrei) hat Folgendes geschrieben:
schließlich sind wir hier im Land ohne Brotmaschinen...


Das kann ja nicht sein!
Die gibts ja sogar hier bei uns! Auf den Arm nehmen
_________________
Was bringt den Doktor um sein Brot?
A. Die Gesundheit. B. Der Tod.
Darum hält der Arzt, auf daß er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 27.03.2007, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Sind anscheinend total selten. Auf alle Fälle habe ich bis jetzt noch keine bei meinen Bekannten gesehen. Kommt wahrscheinlich daher, dass die Amis so viel Brot in Scheiben kaufen. Mit den Augen rollen

Und als ich endlich rausfand, dass es doch Maschinen gibt ("food slicer"), da hatte ich mich so ans Brotmesser gewöhnt, dass es mir nix mehr ausgemacht hat. Smilie
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 12.08.2008, 06:04    Titel: Update: nach 1,5 Jahren Antworten mit Zitat

Glutenfreier Sauerteig ist das Beste, was mir jemals passiert ist!!

Ich backe ein- bis zweimal pro Woche und habe schon seit langem aufgehört, irgend etwas zu wiegen. Das Brot wird immer prima. Mein Sauerteitg ist jetzt ca. 1,5 Jahre alt und es scheint ihm hervorragend zu gehen.

Den Sauerteig füttere ich mit Mehl aus braunem Reis und Zwerghirse (Teff). Für den Teig am nächsten Tag benutze ich Mehl aus Buchweizen, etwas Hirse und vielleicht Kichererbsen. Ich mahle immer alles frisch.

Das Wichtigste sind ca. 4 Esslöffel gemahlene Leinsamen und ca. 2-3 Esslöffel Guarkernmehl. Solange ich das reinmische, geht das Brot schön auf.

Nochmal vielen Dank für die tolle Site!!
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nettesmini
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 04:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jani,
soweit ich deiner Schreiberei entnehme lebst du in den USA.
Ich habe heute erfahren, daß mein 2-jähriger Sohn eine Glutenallergie hat (und noch etl. andere). Habe selber erst vor 4 Monaten mit Sauerteig begonnen zu backen, werde jetzt dann umzüchten.

Würde mich freuen, wenn du mal wiegen könntest und mir ein paar Rezepte einstellen könntest.

Wo bekommst du deine Zutaten?
Reismehl kreigt man ja fast überall, aber sonst? Buchweizen habe ich nur im Ganzne gesehen und eine Mühle möchte ich mir nicht gleich anschaffen...
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 07:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nettesmini,

ich würde dir vorschlagen, einen neuen Sauerteig für deinen Sohn anzusetzen. Das ist überhaupt kein Problem, aber beim Umzüchten bleibt doch noch ziemlich viel Gluten erhalten. Das beste Ausgangsmehl für Sauerteig ist Zwerghirse (Teff). Mein Sauerteig ist immer ganz begeistert, wenn ich das dazugebe.

Die Zutaten besorge ich mir im Naturkostladen. Hier gibt es einen tollen Laden, der Reis und Buchweizen (und Bohnen usw.) in großen Mengen kauft. Da wird es dann doch viel billiger.

Meine Mühle ist ein Blender, der mit Reis und Buchweizen prima fertig wird. Vor allem Buchweizen lässt sich mit einem Blender gut mahlen. Ich habe einige Male Buchweizenmehl gekauft, aber das schmeckt im Gegensatz zum frischen Mehl ziemlich bitter.

Für 2 Kastenformen:
Meinen Sauerteig füttere ich mit ca. 500 g braunem Reis und ca. 100 g Zwerghirse und genug Wasser für einen Teig. Ich stecke ihn dann über Nacht in den Ofen und lasse das Licht an.

Am nächsten Morgen mahle ich ca. 500 g Buchweizen, 100 bis 200 g Hirse und manchmal noch ein paar Kichererbsen oder mehr Zwerghirse und gebe das zum Sauerteig. Dann mahle ich noch ca. 4 bis 6 Esslöffel Leinsamen und gebe ca. 2 bis 3 Esslöffel Guarkernmehl dazu. 1 Esslöffel Salz und 1 Teel. Zucker (wenn ich dran denke).

Meistens benutze ich dann noch Gewürze, z.B. Zwiebelpulver oder Rosmarin und Thymian oder irgendwelche Brotgewürze.

Ca. 3 bis 4 Tassen Wasser, je nach Konsistenz. Ich streue Sesam in die Kastenform, damit das Brot nicht kleben bleibt.

Letzte Woche habe ich zwei Brote ganz aus Buchweizen gebacken. Das war auch gut. Wenn du das Brot ein bisschen lockerer haben möchtest, kannst du noch etwas Stärke benutzen.

Ich lasse das Brot ca. 1,5 h gehen und stecke es dann in den kalten Ofen (Römertopf) und backe für 1 h.

Viel Spaß beim Backen und ich hoffe, dass es euch schmeckt!! Smilie
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Typ 1150
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

nettesmini hat Folgendes geschrieben:

Buchweizen habe ich nur im Ganzne gesehen und eine Mühle möchte ich mir nicht gleich anschaffen...


Von Alnatura gibts auch Buchweizenmehl, findet man u.a. in vielen DM Märkten.

Echte Mühle hab ich auch keine, missbrauche für kleinere Mengen dazu ne alte AEG Kaffeemühle, die mal 30 EUR gekostet hat, wird manche wundern aber das billige Ding funktioniert auch für diesen Zweck einwandfrei, von Feinmehl bis Feinschrot. Halt etwas umständlich (max ca. 120g am Stück, mehr geht nicht in den Auffangbehälter) und laut, dafür aber rasend schnell (für die 120g brauchts weniger als ne Minute). Sicher nicht optimal aber es tuts auch und kost mich nix.

Viele Bioläden werden Dir auch Buchweizen gerne malen, sollte kein Problem sein. Buchweizen verwende ich übrigens auch gerne, schmeckt ganz richtig lecker als Croutonersatz an Salaten einfach drüber streuen. Hab die letzte Zeit auch öfter mal bei eBay nach nem Schnäppchen geschaut keine Chance, die spinnen dort, ne Schnitzer Clou ging da schon zweimal die letzten Tage um 180 EUR weg, das leistingsfähigere nachfolgemodell kostet neu 199 EUR, ist echt witzlos was für Preise da selbst uralte Holzmühlen erzielen.

Tschüß
Chris
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Typ 1150 hat Folgendes geschrieben:

Von Alnatura gibts auch Buchweizenmehl, findet man u.a. in vielen DM Märkten.

Echte Mühle hab ich auch keine, missbrauche für kleinere Mengen dazu ne alte AEG Kaffeemühle, die mal 30 EUR gekostet hat, wird manche wundern aber das billige Ding funktioniert auch für diesen Zweck einwandfrei, von Feinmehl bis Feinschrot. Halt etwas umständlich (max ca. 120g am Stück, mehr geht nicht in den Auffangbehälter) und laut, dafür aber rasend schnell (für die 120g brauchts weniger als ne Minute). Sicher nicht optimal aber es tuts auch und kost mich nix.

Viele Bioläden werden Dir auch Buchweizen gerne malen, sollte kein Problem sein.


Die Kaffeemühle ist eine tolle Idee! Hab ich noch nie dran gedacht. Irgendwann will ich mir mal eine Nutrimill zulegen, aber im Moment funktioniert der Blender noch hervorragend.

Mit dem Mahlen ist das übrigens so eine Sache. Bei einer Glutenallergie kann man nicht einfach Buchweizenmehl kaufen oder im Laden mahlen lassen, da es ansonsten mit Glulten kontaminiert wird.

Ich habe das einige Male gemacht, ohne mir was dabei zu denken, und mich dann gewundert, warum es mir so schlecht ging. Mit den Augen rollen Jetzt kaufe ich nur noch Mehl und Nudeln usw. von garantiert glutenfreien Herstellern.

Also Nettesmini, denke dran, dass du den Blender oder die Kaffeemühle dann nur für glutenfreie Mehle benutzt.
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nettesmini
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Typ 1150,
derzeit leben wir noch in USA, aber nimma lange....danke für deine Tips.

Jani,
was für einen blender hast du da?
Kaffemühle habe ich keine....

Na, ich hoffe ja, daß das ganze nur kurzfristig ist und nicht auf Dauer...er ist ja erst 2 und lt. Bluttest hat er keine Glutenallerige (ein Wert war verzögert, der ist aber lt. Arzt nicht ausschlaggebend). Beim Kinesiologen kamen dann aber x-Unverträglichkeiten heraus.

Wollte heute glutenfreies Brot kaufen (mal für den anfang) hats aber gar nicht gegeben, obwohl ich in dem Geschäft war, in das mich die Ärztin geschickt hat. Außerdem habe ich den Verdacht, daß da dann auch corn drin ist und das darf er auch nicht essen. Ist ja auch in den ganzen fertigen glutenfreien Backmischungen drin.

Werde dann mal mit Reismehl einen ST ansetzen, wenn ich "emotional" soweit bin. War gestern doch alles ein Schock, was man da nicht mehr alles essen darf, neben GLuten ist er noch gegen Milch, Soja, Mais allergisch.
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

nettesmini hat Folgendes geschrieben:
Hallo Typ 1150,
derzeit leben wir noch in USA, aber nimma lange....danke für deine Tips.

Jani,
was für einen blender hast du da?
Kaffemühle habe ich keine....


Wenn du in den USA lebst, schau dich für den Übergang doch mal nach den Broten von Ener-G um. Getoastet schmecken sie einigermaßen gut:
Hier
Die Brote eignen sich gut für Menschen, die gegen alles mögliche allergisch sind.
Gibt's hier bei Whole Foods, Wild Oats, Vitamin Cottage oder Sunflower Markets (oder Amazon). Mein Getreide besorge ich mir immer bei der Vitamin Cottage, aber diese Läden gibt es nur in und rund um Colorado.

Bob's Red Mill hat ein glutenfreies Werk: hier
Schau dir das Paket mal an. Siehst du links unten die durchgestrichene Ähre? Das heißt, dass das Mehl in der glutenfreien Anlage gemahlen wurde.

Mein Blender ist ein Vitamix (mit Trockenbehälter für Mehle). Aber als ich anfing, mein glutenfreies Getreide zu mahlen, hatte ich einen Kitchenaid Blender von Costco. Ging auch.

Wenn du Rezepte brauchst, schau doch mal, ob deine Bücherei "The Mediterranean Vegan Kitchen" von Donna Klein hat. Das Buch hat viele schöne Gemüserezepte usw. ohne Milchprodukte. Für die Nudeln kannst du einfach glutenfreie kaufen. Tinkyada schmecken am besten:
hier

Wenn du willst, kannst du mir deine Adresse geben (gibt's in diesem Forum Privatmitteilungen?) und dann schicke ich dir gerne ein bisschen was von meinem Sauerteig.

Ein anderes Kochbuch für tolle Rezeptideen ist "Mediterranean Harvest" von Martha Rose Shulman. Das ist meine Küchenbibel. Winken Hat relativ viele Rezepte ohne Milchprodukte.

Alles Gute und Kopf hoch!! Smilie

Jani
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Jani,
danke für die links, werde ich mir mal anschauen.
Außer Whole Food kenne ich keinen der Märkte, bei uns gibts noch Healthy Food, die sind auch ganz gut bestückt. wäre wohl besser gewesen, ich wäre gleich in eines der beiden gegangen.
Ja, Bob Reds Mill kenne ich eh, aber da gabs bei Kroger, wo ich eben heute war, bei den gf Brotbackmischungen nur eines ohne Mais, das war aber mit Zimt und Rosinen. Ob ihm das schmeckt? Glaube nicht. Werde mal auf die hp schauen, obs vielleicht noch ein anderes gibt.

Mein Problem ist derzeit, ich habe 2-Jährige Zwillis und mit denen einkaufen gehen ist im Moment Horror. Da kann ich nicht viel schauen. Und abends bin ich einfach zu fertig dafür. Muß eben aufs Wochenende warten und mein Mann mit den kids daheim bleibt.

Dein Angebot bezügl. Sauerteig nehme ich gerne an. Ist dann ein Trockensauerteig?
Wenn es pn's gibt, schicke ich dir meine Adresse.


DANKE!!!!
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

pn ist gut angekommen! Smilie

Ich trockne jetzt noch schnell den Sauerteig und schicke ihn dann morgen los.

Die meisten gf Backmischungen sind mir zu süß. Die einzige, die ich wirklich mochte, war eine Mischung von Bob's Red Mill. Hat aber Soja und mein Sohn fing an, auf Soja zu reagieren. Damit ging dann mein Sauerteig-Abenteuer los.

Viel Spaß mit den Zwillis! Da wirds dir bestimmt nie langweilig!
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Anmeldungsdatum: 23.11.2007
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Super freu mich schon!
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Anmeldungsdatum: 23.11.2007
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Kannst du ihn wirklich heute schon wegschicken, also ist er schon trocken?

Werde heute schauen, ob ich die Zutaten bekomme. Heute gabs schon Haferpalatschinken (oder Pfannkuchen, bist du aus DL?). Nach einem Rezept von Bobs Red Mill...war echt lecker, die Kinder haben mir gar nix über gelassen....
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ist alles trocken, und der Postbote hat den Brief an dich vor ca. einer halben Stunde abgeholt. Sehr glücklich

Namaste Foods hat übrigens auch ganz gute Mischungen für Pizzaböden, Plätzchen, Pfannkuchen usw. Einige sind sogar ohne Zucker, was für Amis wirklich erstaunlich ist. Winken

Ich komme auch aus DL. Könnte mal wieder ein paar Burgen und Schlösser vertragen...

Probier doch mal unser Pfannkuchenrezept (umfunktionierte Crepes):

3 Eier, verrührt
1 Tasse Milch
1/3 Tasse Wasser
1 Tasse Buchweizenmehl
3 EL Öl oder geschmolzene Butter
Prise Salz
- Öl für Pfanne

Alles verrühren und schön dünn in die Pfanne gießen. Schmecken gut mit Marmelade oder Spinat und Käse oder Pilzen.
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ooops, hab vergessen, dass die Milch nicht funktioniert.

Mandelmilch sollte aber genauso gut gehen. Die kannst du sogar mit dem Blender selber machen. Einfach eine Handvoll Mandeln und 2 Tassen Wasser im blender verwirbeln und dann durch ein feines Sieb. Ist ein ganz guter Milchersatz für Kartoffelbrei usw.
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
ich fürchte es wird am Buchweizenmehl scheitern, sowas hab ich noch nie gesehen...

Ja, Mandelmilch ist ok (Nußallergie hat er zum Glück keine), die kann man ja auch fertig kaufen. Ich verwende aber als Milchersatz Reismilch, ist glaub ich eine spur billiger.
Aber der Tip mit dem selber machen ist super.

Ma bin ich froh, daß es I-net gibt!!!!!
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jani (glutenfrei)
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Bei der Reismilch musst du aufpassen. Die wird häufig mit Gerste hergestellt, ist also nicht glutenfrei.

Hier ist eine Liste mit erlaubten Nahrungsmitteln:
http://www.celiac.com/articles/181/1/Safe-Gluten-Free-Food-List-Safe-Ingredients/Page1.html
und mit Gluten:
http://www.celiac.com/articles/182/1/Unsafe-Gluten-Free-Food-List-Unsafe-Ingredients/Page1.html

Habe gerade mein Rezept für Mandelmilch gefunden:

2 1/2 cups water
1 1/2 cups soaked almonds
3 pitted medjool dates, soaked
1/2 teaspoon vanilla extract (optional)

Im Blender mischen und durch ein Sieb. Hält sich ca. 5 Tage lang.

Und wenn du die Milch hast, probier mal den Banana Shake:

1 frozen banana
1/2 cup almond milk
1 1/2 teaspoons pure maple syrup or agave nectar
1/2 teespoon vanilla extract

Lass die Banane 5 Minuten lang draußen sitzen, zerbreche sie in 2 bis 3 Stücke und stecke alles in einen Blender.


Übrigens, wenn du einen Blender hast, kannst du dein Buchweizenmehl auch ganz einfach selber mahlen. Ist viel billiger als Mehl.
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nettesmini
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hab nur so einen Handblender, aber Reis konnte ich darin nicht mahlen, muß ich vielleicht nochmals probieren....

ahja gut, daß du das mit der Gerste sagst, muß ich gleich mal schauen....

Mah, auf was man alles aufpaasen muß.

In die Haferpfannkuchen hätte Backpulver gehört...aber da ist ja auch Mais drin....aber das brauchts eh nicht wirklich.

Soja und Mais haben die Amis ja echt überall drin...das ist ein blanker Horror....
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