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Umami
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 16.01.2016, 21:33    Titel: Vollkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

Ich hoffe, hier sind für mein Anliegen die richtigen Experten unterwegs.

Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, dass ich Vollkorn nicht vertrage. Dies äußert sich im schlimmsten Falle in Krämpfen.
Vollkornsauerteig und daraus ein Mischbrot scheint jedoch ok zu sein.

Das Netz ist nicht wirklich auskunftsfreudig, habe aber doch etwas gefunden: es könnten Lektine sein, die die Pflanze bildet, um sich vor Fraßfeinden zu schützen (wie passend).

Nun vermute ich, dass diese netten Haus"tierchen" des Sauerteiges diese freundlicherweise teilweise unschädlich machen. Smilie

Alles leider nur hohle Vermutungen. Neutral
Weiß dazu vielleicht jemand etwas?
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millyvanilli
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
Beiträge: 1245

BeitragVerfasst am: 16.01.2016, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Du könntest da richtig liegen.

Hier mal ein Video, das vielleicht in die Richtung geht.

https://m.youtube.com/watch?v=VCkK_8mMQvM

Alternative wären dann alte Getreidesorten und/oder Bioprodukte.

Die Fermentationsprozesse durch Sauerteige tragen dazu bei, die "Giftstoffe" abzubauen und Brot verträglicher zu machen.
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LG, millyvanilli
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Marla21
Moderator
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 15181
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 16.01.2016, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, dass ich Vollkorn nicht vertrage. Dies äußert sich im schlimmsten Falle in Krämpfen.
Vollkornsauerteig und daraus ein Mischbrot scheint jedoch ok zu sein.
Gekauftes Brot od. selbst gebacken?
Mit od. ohne Sauerteig?

Zitat:
es könnten Lektine sein, die die Pflanze bildet, um sich vor Fraßfeinden zu schützen
Lektine sind Eiweißverbindungen, die sind meines Wissens nach im Weizenkeim zu finden.
Fraßfeinde sitzen außen an der Schale des Getreidekorns, durch ausreichend Zeit bei der Teigherstellung und auch durch Sauerteig können diese zum grüßen Teil unschädlich gemacht werden.
Phytin wird durch den Sauerteig, bzw. die Milchsäuregärung und auch durch das Enzym Phytase abgebaut.
Das Enzym Phytase wird durch Einweichen u. Keimen freigesetzt, schon nach ca. 30 Min. Einweichzeit ist ein Teil des Phytins abgebaut.
Weitere Infos siehe hier:
http://www.gesunde-rezepte.de/pdf/472.pdf
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Liebe Backgrüße
Marla

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millyvanilli
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
Beiträge: 1245

BeitragVerfasst am: 16.01.2016, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

@Marla: Die meinte ich... Verlegen
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Umami
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 16.01.2016, 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Nun bin ich verwirrt:
Ist es das Phytin oder das Lektin, das die Pflanze gegen Fraßfeinde bildet? Und warum ist Phytase auch noch dabei, der Pflanz kann doch die Nährstoffversorgungvihrer Feinde egal sein...

Bei Brot vom Bäcker frage ich immer nach Vollkornfrei.
Beim Discounter sieht man ja die Zutatenliste, und bei Sauerteig steht in Klammern dahinter: Roggenvollkornmehl.
Bei selbstgebackenem merke ich minimal etwas, ist vertretbar (vielleicht länger versauern lassen?)
Werden die Keime nicht auch immer entfernt?
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moeppi
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 13.07.2009
Beiträge: 1783

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Umani,
ich kenne es aus meinen Vollwertkursen so, dass der Körper es manchmal verlernt mit Vollkorn zurechtzukommen weil er jahrelang Auszugsmehle bekommen hat. Evtl. trifft das zu?
Meistens werden Brote aus fein vermahlenem Vollkorn besser vertragen.
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Liebe Grüße Birgit
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Umami
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt nicht plausibel. Zumindest passt es nicht mit meiner Erfahrung zusammen.
Am anfang einer langen Phase vor einigen Jahren, in der ich viel Vollkorn (Selfmademüsli, Vollkornnudeln, Vollkornbrot) gegessen habe, war alles prima. Irgendwann wurden die Blähungen echt fies.
Also "Training" hatte den gegenteiligen Effekt.

Und so ein VK-Brötchen vom Bäcker wird ja eher mit fein vermahlenem Mehl verbacken, oder?

Auch eine unplausible Erklärung, die ich von Vollwertseite schon oft gehört habe: man dürfte das Brot nicht mit "Industrie-"Zucker verzehren, da wohl die Bakterien durch den Zucker zu sehr aktiviert würde.
Warum ich das für unplausibel halte: schon im Mund ist Amylase aktiv, je besser man kaut (man erinnere sich an das Schulexperiment Winken), desto süßer wird das Brot. Der Zucker wird schon durch das Brot selbst mitgeliefert. Ob der Zucker raffiniert wurde, ist da herzlich egal. Und dass "weniger kauen" einen positiven Effekt auf die Verdauung hätte.. :lol:
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Umami
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

millyvanilli hat Folgendes geschrieben:


https://m.youtube.com/watch?v=VCkK_8mMQvM

Alternative wären dann alte Getreidesorten und/oder Bioprodukte.

Die Fermentationsprozesse durch Sauerteige tragen dazu bei, die "Giftstoffe" abzubauen und Brot verträglicher zu machen.

Adenosintriphosphat wars glaub ich? (gestern noch geschaut.)
Ist das denn auch nur in den Randschichten drin? Müsste ja, wenn es gegen Fraßfeinde gebildet wird.
Könnte passen. Aber was hilft dann Bio? Das wird ja nicht aufgespritzt, sondern von der Pflanze gebildet.
Bioquinoa ist übrigens auch ganz furchtbar für mich Traurig

Das passt nur für diejenigen dann nicht, die auch mit Weissbrötchen ihre Probleme haben.
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millyvanilli
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
Beiträge: 1245

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Die alten Getreidesorten - und ich vermute mal auch Biogetreidesorten - sind nicht so hochgezüchtet oder genetisch verändert.

In den normalen "Hochleistungsgetreiden" sind (ich zitiere jetzt mal aus dem Clip): "Proteine (ATI = Insektenabwehrstoff ) , die die Abwehrkräfte des Getreides erhöhen - ATI wurde in die Hochleistungsgetreidesorten bewusst hineingezüchtet, um sie resistenter zu machen; sorgt für Eigenschaften (Resistenzen gegen Schädlinge und hoher Ertrag), an denen es alten Getreidesorten mangelt."
Bei Roggen würde ich mal den Lichtkornroggen von Bauck ausprobieren, ansonsten Kamut, Emmer, Einkorn, Dinkel. Biosorten einfach durchprobieren.

Noch was gefunden dazu:
"Die Verursacher der neuen Weizenempfindlichkeit entdeckte Detlef Schuppan, der Leiter des Zöliakiezentrums in Mainz. Der Entzündungsforscher fand weitere, bisher unbeachtete Reizstoffe im Getreide: eine Gruppe von Eiweißen, kurz ATI genannt (Amylase-Trypsin-Inhibitoren). Diese wirken als Verdauungsblocker und dienen Pflanzen als natürliche Pestizide, indem sie bei Parasiten den Hungertod verursachen.

Die Biowaffe wirkt offenbar auch beim Menschen: Ähnlich wie Gluten alarmieren die ATI das Immunsystem. Dieses reagiert wie bei einer Allergie: Beim Einatmen von Mehlstaub kann es das sogenannte Bäckerasthma auslösen. Deshalb leiden viele Müller und Bäcker unter Atemnot und tränenden Augen. Im Magen-Darm-Trakt können die ATI zöliakieähnliche Symptome hervorrufen."
http://www.zeit.de/2013/48/gluten-unvertraeglichkeit/seite-2
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Zuletzt bearbeitet von millyvanilli am 17.01.2016, 16:55, insgesamt einmal bearbeitet
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BrotdesLebens
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Anmeldungsdatum: 07.07.2015
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Umami!
Hast du die Probleme bei allen Getreidesorten?
Viele Darmprobleme kommen vor allem durch den Weizen. Der ist heute so umgezüchtet, dass gerade dieses Fraßgift gegen die Fressfeinde in Massen produziert wird. Da ist auch der Bio-Weizen nicht ausgenommen. Der wird zwar biologisch angebaut aber ist trotzdem hochgezüchtet. Sogar normaler Dinkel ist da mittlerweile mit dem Weizen gekreuzt worden. Es gibt mittlerweile Forschungsgruppen die sich damit beschäftigen, ich finde allerdings gerade die Homepage nicht mehr.
Bei deiner Problematik könnte es evtl. ja auch mal interessant sein, das Thema Histaminintoleranz anzuschauen. Auf der Seite
www.histaminintolranz.ch findest du da ganz viele Informationen dazu.
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du herausfindest wo die Problematik ist.

Gruß
Tabea
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BrotdesLebens
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.07.2015
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ups.
Hatte den Beitrag von millyvanilli nicht ganz gelesen. Das ATI war genau der Begriff den ich gesucht habe.
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millyvanilli
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
Beiträge: 1245

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmal ein kurzer Clip zu dem ATI im Getreide:
http://m.youtube.com/watch?v=9lXzhv8SPOU
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moni-fr
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Anmeldungsdatum: 15.02.2012
Beiträge: 372
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BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Umami,

nachdem ich etliche Beiträge zu Deinem Post von heute morgen gelesen habe, will ich als ebenfalls Betroffene auch noch meine Meinung dazu sagen und Informationen, die ich im Laufe einer mehrjährigen ärztlichen Behandlung bekommen habe, weitergeben.
Ich habe noch mehr graue Haare bekommen, als ich etliche falsche Informationen gelesen habe... Nicht alles, was man irgendwo liest oder hört ist richtig! Auch nicht jede pseudowissenschaftliche Aussage oder Ergebnisse eines Wissenschaftlers, die (noch) nicht durch breite Studien belegt sind. Und ich finde es gefährlich, dann daraus allgemeingültige Informationen abzuleiten.

Ich kann auch keine Vollkornprodukte essen, zumindest nicht zu mehr als 30 % aus Vollkorn hergestellt. Das führt bei mir zu heftigen Blähungen, Krämpfen und Durchfall. Und zwar in einem Maß, dass ich das Haus nicht verlassen kann. Und dabei esse ich so gerne Vollkornbrot und Müsli! Auch bei mir hat sich wie bei Dir dieses Problem nach und nach verschlimmert. Es hat mich dann vor 4 Jahren veranlasst, meinen Arzt darauf anzusprechen unter dem Motto: Vollkorn ist doch sooo gesund!

Es folgte ein endloser Marathon an Untersuchungen bei verschiedenen Fachärzten und noch endlosere Auslassversuche in meiner Ernährung.
Ergebnis: organisch gesund, keine Allergie, keine Zöliakie, keine Weizensensivität. Problem tritt auf bei Weizen, Roggen, Hafer, allen alten Getreidesorten, bei Pseudo-Getreiden wie Buchweizen, mit Sauerteig, ohne Sauerteig, auch bei Vollreis, bei Vollkornnudeln, und es ist ganz egal, was ich zusammen mit Vollkornprodukten zu mir nehme. Und es ist völlig gleichgültig, ob Bio oder sogar Demeter. Mein Hausarzt konnte sich am Ende ein Grinsen nicht verkneifen und meinte: "ich habe Ihnen schon bei unserem ersten Gespräch zu diesem Thema gesagt: es gibt Menschen, die Vollkorn nur eingeschränkt oder im schlimmsten Fall gar nicht vertragen. Deren Verdauungssystem kommt mit Volllkorn nicht oder nur schlecht klar. Und Sie scheinen dazu zu gehören... Wie übrigens viele andere Menschen auch, man schätzt ca. 10 %. Also: testen Sie aus, wieviel Sie vertragen und essen Sie in Zukunft nur genau so viel."

Das habe ich gemacht. Ich kann in Brot/Brötchen/Kuchen etc. ca. 25 - 30 % volles Korn vertragen, keinen Vollreis und ähnliche Produkte. Seitdem ich mich daran halte, geht es meistens gut. Müsli ist ein absolutes No-go, auch "Ersatz"mischungen aus Buchweizen und Hirse. LEIDER... Manchmal habe ich richtig Appetit auf eine Scheibe Rheinisches Schwarzbrot - ich bin Rheinländerin - und das ist 100 % Roggenvollkorn... Dann esse ich 2 - 3 Tage nur Produkte ohne Vollkornanteil und genehmige mir eine Scheibe. Das geht dann gut. Eine zweite in der Regel nicht mehr... Was au ch gar nicht geht: in Brot aus 550er Weizenmehl Kleie reingeben.

Meine Antwort auf Deine Frage: das Sauerteig-Forum ist ein wunderbares Forum zum Thema Brotbacken. Aber hier sind keine Experten zu Deinem Problem unterwegs, denn das sind Ärzte bzw. Ernährungswissenschaftler. Auch ich bin kein Experte, auch nach meiner langen ärztlichen Behandlung nicht und kann nur von Erfahrungen berichten, die ich gemacht habe und wie ich mit diesem Problem zurechtkomme. Ich würde mir aber nie anmaßen, das auf Dich zu übertragen und Dir Empfehlungen oder gar Ratschläge zu geben.

Wenn sich auch bei Dir herausstellen sollte, dass Du gesund bist und lediglich Dein Verdauungssystem die Probleme verursacht: dann sei happy, denn damit kann man leben (lernen). Die Auslassversuche in der Ernährung waren für mich der Anfang meiner "Brotbackkarriere", denn damit habe ich ein wunderbares Hobby gefunden mit dem Effekt, dass ich den Vollkornanteil in meinen Backwaren unter Kontrolle habe.
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millyvanilli
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
Beiträge: 1245

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni,
ich glaube nicht, dass sich einer von sich angemaßt hat, Umami ärztliche Ratschläge zu geben Geschockt !
Und dass die Uniklinik Mainz, vielmehr das Institut für Zöliakie, ungesicherte Ergebnisse rausgibt, glaube ich auch nicht.
Neben deinen Unverträglichkeitsproblemen (ich kenne das ähnlich von meiner Schwiegermutter) wollte ich auf das ATI-Problem hinweisen, das mir auch erst vor kurzem "über den Weg" lief und bei dem ganzen "Anti-Gluten-Hype" m.E. so gut wie nicht bekannt ist. Einfach als ein möglicher Puzzlestein, dem man bei Bedarf nachgehen kann.
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Umami
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni.
Es "freut" mich, von einer Leidensgenossin zu hören.

Mir ist klar, dass nicht alles, was man irgendwo liest oder hört, richtig sein muss und ich nehme die Informationen nicht als Ärzteersatz (höchstens als Ergänzung.
Bewerten muss ich dann selber (so ich das fachlich kann oder auch nicht :lol: .
Davon abgesehen: was wäre die Gefahr von falschen Informationen in dem Falle? Wenn ich etwas Unverträgliches esse, merke ich es einige Stunden später Geschockt

Gelegentlich hilft mir (Halb-)Wissen oder Selbstbeobachtung dann schon weiter:
Die Beobachtung, dass Vollkornprodukte mir nicht gut tun, der Schluss, dass es Zöliakie nicht sein kann (da Weissmehl keine Auswirkungen hat).

Nun brenne ich natürlich darauf, was du an Informationen hast. Sehr glücklich

Wenn ich wüsste, es wäre Stoff X, könnte ich diesen besser meiden (und hätte nicht voller Appetit einen Quinoaauflauf gegessen, was ich später bereut habe Geschockt)

Es ist nun nicht so, dass ich eine Ärzteodyssee hinter mir habe (oder plane), derzeit überlege ich, ob es überhaupt sinnvoll ist, sich eine Diagnose abzuholen oder nicht einfach zu meiden. (Der Hausarzt meinte auf VK nur: "Das ist gesund! So viele Ballaststoffe und der hypoglykämische Index! Aber wir können Gluten und Laktose testen!" Laktose ist er fündig geworden.) Aber interessieren tut es mich schon.

Und gehofft hatte ich schon, dass hier ein Biochemiker hobbymäßig unterwegs ist, der zufälligerweise weiss, was die Bakterien und Enzyme konkret Tolles anstellen, mqn weiss ja nie! Sehr glücklich

Es hätte auch den Vorteil, evt einen Arzt zu fragen: " Ist das #medizinischer Fachbegriff#"
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Umami
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Und Moni, wie sieht es bei dir mit anderen Körnern aus?
Quinoa Hirse, Amaranth, Buchweizen, Sowie die Brotdekokörner wie Sonnenblumen, Kürbiskerne, Leinsamen?

Ich nehme also an, es gab nur Ausschlüsse von anderen Diagnosen und du weisst nicht, welcher Stoff konkret verantwortlich ist (das interessiert mich am meisten).

Zöliakie zu testen fand ich irgendwie unsinnig, wenn Weissmehl keine Probleme macht. Denn da isses ja auch drin. (Hier wieder Halbwissen!)
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Beiträge: 372
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BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

millyvanilli hat Folgendes geschrieben:
Hallo Moni,
ich glaube nicht, dass sich einer von sich angemaßt hat, Umami ärztliche Ratschläge zu geben Geschockt !


Hallo Millyvanilli,

Das habe ich auch nicht behauptet!!!


millyvanilli hat Folgendes geschrieben:
Und dass die Uniklinik Mainz, vielmehr das Institut für Zöliakie, ungesicherte Ergebnisse rausgibt, glaube ich auch nicht.
Neben deinen Unverträglichkeitsproblemen (ich kenne das ähnlich von meiner Schwiegermutter) wollte ich auf das ATI-Problem hinweisen, das mir auch erst vor kurzem "über den Weg" lief und bei dem ganzen "Anti-Gluten-Hype" m.E. so gut wie nicht bekannt ist. Einfach als ein möglicher Puzzlestein, dem man bei Bedarf nachgehen kann.


Prof. Schuppan von der Uniklinik Mainz ist ein seriöser ernst zu nehmender Wissenschaftler. Er hat entsprechende Ergebnisse bei seiner Forschung erzielt, das ist unbestritten. Aber es gibt - und dazu ist es wahrscheinlich auch noch zu früh - keine Bestätigung seiner Ergebnisse in weiteren Studien. So lange bleibt in der Fachwelt ein Fragezeichen.

Und das ATI als Verursacher ist bei Umami ja raus: sie hat die gleichen Probleme auch bei Quinoa...
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moni-fr
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Anmeldungsdatum: 15.02.2012
Beiträge: 372
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BeitragVerfasst am: 17.01.2016, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Umami,

Quinoa, Hirse und Amaranth machen keine Probleme, Buchweizen ja. Vollreis geht nicht, polierter Reis ja. Alles keine Getreide, und wenn man in die übergeordnete Art der Gräser geht, gehört da der Reis hinein, der Buchweizen aber nicht. Trotzdem macht er Probleme.
Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, Mohn sind auch ok. Auch "zarte" Haferflocken, auch Schmelzflocken genannt. Vollkornhaferflocken gehen nicht.

Es geht mir genauso wie Dir: 550er und 1050er Weizen- und Dinkelmehl sowie die entsprechenden Ausmahlungen von Roggen sind ok. Weniger ausgemahlene Mehle nicht.

Ja, es gab immer nur Ausschlussdiagnosen. Wie willst Du einen Verursacher finden, wenn 1050er Weizenmehl geht, Vollkorn nicht? Auch im 1050er sind Schalenbestandteile, ATIs und was sonst noch als Verursacher der Beschwerden in Frage käme enthalten... Dazu kommt ja noch, dass ich einen gewissen Teil Vollkorn in den Backwaren vertrage!

An den Untersuchungen beteiligt waren ein Allergologe, ein Gastroenterologe und ein Ernährungswissenschaftler. Und sie haben auch in einer vorbildlich engen Zusammenarbeit keinen Stoff herausfiltern können, der in allen Probleme verursachenden Lebensmittel enthalten ist. Begonnen haben die Untersuchungen beim Gastroenterologen mit einer Darmspiegelung, weil meine Probleme eine Darmerkrankung nahelegten. Dabei wurde dann eine Zöliakie ausgeschlossen. Allerdings hat eine weitere Untersuchung auch bei mir eine Laktoseintoleranz ergeben!

Die Diagnose: dass mein Verdauungssystem mit dem hohen Anteil an Ballaststoffen in Vollkorn und niedrig ausgemahlenem Mehl überfordert ist. Konnte und kann ich immer noch nachvollziehen, da ich einen gewissen Anteil Vollkorn ja vertrage. Und wenn ich das bei der Auswahl meines Essens beachte, gehen meine Probleme gegen Null.
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kulinar
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Anmeldungsdatum: 22.12.2005
Beiträge: 109
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 18.01.2016, 14:30    Titel: Volkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

Hallo Umami,

schau dir mal das kleine Buch "Prost Mahlzeit! Krank durch gesunde Ernährung" von Udo Pollmer an!
Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.
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Viele Grüße

kulinar

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Anmeldungsdatum: 07.07.2015
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 18.01.2016, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Auch ich würde nie versuchen einen ärztlichen Rat zu erteilen, aber ich finde es immer sehr hilfreich von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
Was mir zu den Symptomen noch einfällt ist das Thema "Fructoseintoleranz". Da gibt es bei uns in der Familie auch eine lange leidvolle Geschichte mit den von Umami beschriebenen Symptomen. Bei Fructoseunverträglichkeit ist Vollkorn auch eins der zentralen Dinge die gemieden werden müssen.

Gruß
Tabea
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Candida_krusei
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Beiträge: 864

BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 11:11    Titel: Re: Volkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

kulinar hat Folgendes geschrieben:
Hallo Umami,

schau dir mal das kleine Buch "Prost Mahlzeit! Krank durch gesunde Ernährung" von Udo Pollmer an!
Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.


Hahaha... ein ehemaliger Arbeitskollege von mir, Lebensmittelchemiker von Beruf hat aus diesem Buch auch immer wieder zitiert. Und ich kann nur bestätigen: Vollkornbrot, egal von wem, vertrage ich überhaupt nicht. Aber wozu auch? Ich muß das ja Gott sei Dank nicht essen. Die Menschheit hat 5000 Jahre investiert, Auszugsmehle verschiedener Typen zu produzieren, warum sollte ich mich also mit Blähungen und Unterbauchbeschwerden quälen? Der besagte Kollege sagte auch: "Die einzigen Vollkornprodukte, die für den Menschen geeignet sind, sind Whiskey und Bier." Bier ist sogar vegan, also total im Zeitgeist! Wenn ich wieder soweit ein funktionierendes Heim habe, werde ich mich mal dem Bierbrauen widmen! In diesem Sinne: Prost!

VG, Elmar.
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Candida_krusei
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

moni-fr hat Folgendes geschrieben:


Ja, es gab immer nur Ausschlussdiagnosen. Wie willst Du einen Verursacher finden, wenn 1050er Weizenmehl geht, Vollkorn nicht? Auch im 1050er sind Schalenbestandteile, ATIs und was sonst noch als Verursacher der Beschwerden in Frage käme enthalten... Dazu kommt ja noch, dass ich einen gewissen Teil Vollkorn in den Backwaren vertrage!



Hallo Moni,

so geht mir das auch, Vollkornmehl zum Wälzen des Brotes ist o.K., als Geschmacksintensivierender Zusatz auch, reines Vollkornbrot geht gar nicht. Geht unserem Hund ja auch so: Wenn der hin und wieder mal n trockenes Brötchen k(l)aut, dann ist das nicht weiter tragisch, wenn er bei den Schwiegereltern die Küche plündert, dann geht die Post ab und er hat Blähungen, daß er ein Fall für die Chemiewaffenkonferenz ist. Mal ein bißchen beigemischt ist o.k., in reiner Form absolut schädlich!

VG, Elmar.
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kulinar
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 13:28    Titel: Vollkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

"warum sollte ich mich also mit Blähungen und Unterbauchbeschwerden quälen?"

Na weil du damit eine ganze Industrie ernährst. Geschockt
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Viele Grüße

kulinar

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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Na Elmar, das ist ja eine erfreuliche Nachricht; "Veganes Bier"!, na da kommt doch glatt von mir "veganer Schinken 1 Jahr alt" dazu!

Unterlaibsschmerzen können wir uns dann mit einem veganen "Körnchen doppelt aus Nordhausen" oder so ersparen! Die Blähungen sind dann geteiltes Leid! Wäre ein persönlicher Beitrag zur Reduzierung der Ernährung der Industrie!

Kulinar laden wir gleich mit ein zu einem zünftigen Männerskat!

Aber wer eine stramme Unverträglichkeit hat ist schon sehr benachteiligt!
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liebe Grüsse Schinkenbrot
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Candida_krusei
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 16:30    Titel: Re: Vollkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

kulinar hat Folgendes geschrieben:
"warum sollte ich mich also mit Blähungen und Unterbauchbeschwerden quälen?"

Na weil du damit eine ganze Industrie ernährst. Geschockt


Da ist vielleicht was mißverstanden worden: Als ich noch eine richtige Küche hatte, habe ich unser Brot mit Mehl eines kleinen Familienbetriebes gebacken. Auch sonst schaue ich darauf, eher Produkte kleinerer Betriebe zu kaufen. Bei unseren Handwerkern hat auch der kleinere Betrieb gegenüber dem Platzhirsch den Zuschlag gekriegt, viel bessere Arbeit, viel bessere Beratung. So ist das. Vom Vollkornbrot und dem ganzen Zeug kriege ich Blähungen, also folge ich der Vollkornideologie nicht.

@Peter: Her mit dem veganen Schinken!

VG, Elmar.
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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 16:49    Titel: Re: Vollkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

Candida_krusei hat Folgendes geschrieben:

@Peter: Her mit dem veganen Schinken!
VG, Elmar.


Nö!!!! Erst das Vegane Bier! Alles klar beim Anstich! Hoffentlich ist da Malz und Hopfen nicht verloren gegangen! Winken Sehr glücklich Winken
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liebe Grüsse Schinkenbrot
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Candida_krusei
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 17:19    Titel: Re: Vollkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

Schinkenbrot hat Folgendes geschrieben:
Candida_krusei hat Folgendes geschrieben:

@Peter: Her mit dem veganen Schinken!
VG, Elmar.


Nö!!!! Erst das Vegane Bier! Alles klar beim Anstich! Hoffentlich ist da Malz und Hopfen nicht verloren gegangen! Winken Sehr glücklich Winken


Erst muß ich noch das ein oder andere am Haus machen... Verlegen . Dann gibt's erstmal 'n Teil der Küche (vllt. sogar schon nächsten Monat), und dann können wir langsam dazu übergehen, in den gemütlichen Teil des Daseins zu investieren.

Vegane Grüße!

Elmar.
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 21:42    Titel: Re: Vollkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

Schinkenbrot hat Folgendes geschrieben:
Nö!!!! Erst das Vegane Bier! Alles klar beim Anstich! Hoffentlich ist da Malz und Hopfen nicht verloren gegangen! Winken Sehr glücklich Winken

Hallo Jungs, ich mach auch mit! Winken Mit so was hab ich das schon erfolgreich erfolgreich durchexerziert!
Man(n) kann das aber auch "von Grund auf" selber machen! Das Malz ist dann auch noch zum Brot backen eine feine Zutat!
Vor allem Roggen-Bier-Malz. Das (Roggen-Bier) macht beim Trinken herrlich Spaß, danach und die Nacht durch auch und erst am nächsten Morgen! WOW Geschockt ! Das duftet nach! Geschockt

Herzliche Grüße

Petrowitsch (#56 & Roggen auf alle Arten)
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Es gibt noch viel zu tun - backen wir's an!
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moni-fr
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Elmar,

genauso mach ich es auch: so viel Vollkorn wie möglich, ohne dass es Probleme mit dem Verdauungssystem gibt. Wenn man dieses Problem hat oder auch ähnliche, die durch andere Lebensmittel verursacht werden, muss man lernen, wieder intensiver auf seinen Körper zu hören. Der "erzählt" uns schon, wenn ihm was nicht passt und danach - und nur danach - sollte man sich richten.

Und nicht jede Woche einem anderen Guru hinterherlaufen, heißt er nun Bruker oder sonstwie. Wir beide sind nicht die einzigen, die Vollkornprodukte nicht vertragen und mit Umami sind wir schon drei, die sich hier im Forum gefunden haben. Und ich kenne aus meiner Testphase noch mehr. Ich komme mit dieser Einschränkung gut klar und vermisse Müsli und Vollkornbrot nur noch selten. Was mich aber nach wie vor wahnsinnig ärgert sind die Intoleranz und die Missionierungsversuche von überzeugten Anhängern der Vollwertkost. Viele von ihnen wollen nicht verstehen und akzeptieren, dass es Menschen gibt, für die diese Ernährungsform nicht geeignet ist.

Also backen wir uns unser Brot und unsere Brötchen so, wie wir sie vertragen! Hoffentlich kommt Deine neue Küche bald...
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LG aus der sonnigsten Stadt Deutschlands
Monika
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moni-fr
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Anmeldungsdatum: 15.02.2012
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

BrotdesLebens hat Folgendes geschrieben:
Hallo!
Was mir zu den Symptomen noch einfällt ist das Thema "Fructoseintoleranz". Da gibt es bei uns in der Familie auch eine lange leidvolle Geschichte mit den von Umami beschriebenen Symptomen. Bei Fructoseunverträglichkeit ist Vollkorn auch eins der zentralen Dinge die gemieden werden müssen.

Gruß
Tabea


Hallo Tabea,

das ist nicht korrekt. (Und das ist so eine falsche Information, wie ich weiter oben erwähnte und die ich so gefährlich finde.)

Fructoseintoleranz kann man nicht heilen, man kann nur durch Testen herausfinden, wieviel man davon verträgt. Dieses Testen beginnt mit ca. 4 Wochen, in denen man Fructose so weit wie irgend möglich vermeiden muss. Der Grund: das Verdauungssystem muss sich erholen, um dann durch Erhöhen des Fructosegehaltes herauszufinden, wieviel Fructose und aus welchen Lebensmitteln vertragen wird. Dieses Testen ist notwendig, weil die Fructosetoleranz ganz individuell ist und auch die Fructosequellen müssen getestet werden, weil jeder unterschiedlich auf die verschiedenen Früchte etc reagiert. Und in dieser Phase der sogenannten "Fructosekarenz" muss auf Vollkorn, Vollreis etc verzichtet werden, weil diese die gleichen Symptome wie Fructoseintoleranz verursachen können. Und dann könnte man im Zweifelsfall nicht unterscheiden, was die Probleme hervorruft.

In einer zweiten Phase muss dann ausgetestet werden, wieviel Fructose vertragen wird und aus welchen Quellen. Auch hier noch ohne Vollkorn, aus oben erwähntem Grund. In einer dritten Phase muss dann noch ausgetestet werden, wie hoch die Fructosetoleranz ist, d. h. man muss seine individuellen Grenzen austesten. Und an diese Grenzen muss man testweise auch immer wieder herangehen, weil die Fructoseintoleranz eine ganz fatale Begleiterscheinung hat: je weniger man davon zu sich nimmt, desto weiter sinkt die Toleranzgrenze. Was dann nach immer weiterer Reduzierung zu einem so eingeschränkten Nahrungsmittelangebot führt, dass es zu Mangelerscheinungen kommt.

Und wenn man dann seine persönliche Toleranzgrenze gefunden hat, kann man auch wieder uneingeschränkt Vollkornprodukte zu sich nehmen. Sofern man diese verträgt...

Woher ich das so genau weiss? Weil ich auf dem Höhepunkt meiner Probleme zu einem alternativen Arzt gewechselt bin, der sofort Fructoseintoleranz diagnostiziert hat und ich die ganzen Testphasen durchlaufen habe. Ergebnis: ich kann so viel Fructose essen wie ich will... Einschließlich Trockenfrüchten und Weintrauben... Heute weiss ich, dass der Arzt einen entscheidenden Fehler gemacht hat: er hat keinen Atemtest mit mir gemacht, der seinen Verdacht hätte bestättigen müssen. Also alles für die Katz... Und dann habe ich wieder Vollkorn gegessen und wenige Wochen später waren alle Probleme wieder da, in voller Pracht.

Und dann gingen die Auslassversuche los: nur Weizen, nur Roggen, nur Dinkel, nur x..., nur y... und das alles von hoch ausgemahlen bis zum Vollkorn. Hat ca. 1,5 Jahre gedauert... Und meine Psyche wahrscheinlich mehr belastet als mein Verdauungssystem. Das Ergebnis ist bekannt und ich kann mit den Einschränkungen leben. Und das sogar gut.
_________________
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Monika
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Mikado
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BeitragVerfasst am: 19.01.2016, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika

Es verdient Respekt, dass du über deine eigenen problematischen Erfahrungen so offen schreibst. Smilie
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Beste Grüße
Mika

Der Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat. -- Jaroslav Seifert
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. -- Albert Einstein
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moni-fr
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BeitragVerfasst am: 20.01.2016, 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mika,

vielen Dank für Deinen Kommentar - hat mich gefreut das zu lesen.

Wenn jemand Informationen zu einem gesundheitlichen Problem sucht, dann hilft doch beim Antworten nur Offenheit - oder? Und diese fällt in der Anonymität des Forums leichter, zumindest mir.
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Monika
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Allegro
Sauerteigfachmann
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BeitragVerfasst am: 20.01.2016, 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

es gibt übrigens noch andere Gründe, warum der eine oder andere keine Vollkornprodukte essen kann: bei mir ist der Grund z.B. eine sehr starke Nickelallergie, die leider auch Reaktionen auf hohen Nickelgehalt in der Nahrung hervorruft Sehr böse
Und da sich bei Getreide und auch Hülsenfrüchten sämtliche Schadstoffe usw. vor allem in der Schale ansammeln, merke ich es leider auch immer durch Juckreiz am nächsten Tag, wenn ich mal - versehentlich oder testhalber - ein Stückchen Kuchen aus Vollkornmehl oder eine Scheibe Brot mit Vollkornmehl esse ... Sehr böse
Von daher ist es mir schon lange ein Rätsel, warum in Deutschland ständig Vollkorn als "ach so wahnsinnig gesund" hingestellt (denn es ist ja sicher nicht nur Nickel, was sich in der Schale so ansammelt) und Auszugsmehl so sehr schlechtgeredet wird ... Mit den Augen rollen
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Viele Grüße - Allegro
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Candida_krusei
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BeitragVerfasst am: 21.01.2016, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Allegro hat Folgendes geschrieben:

Und da sich bei Getreide und auch Hülsenfrüchten sämtliche Schadstoffe usw. vor allem in der Schale ansammeln,


Ist zwar ein schönes Bild, griffig und anschaulich, daß auf allen Hülsenfrüchten und allen anderen Lebensmitteln der pure Nickelstaub abgelagert ist, aber in diesem Fall würde ich eher auf die nickelhaltige Urease tippen, die in Hülsenfrüchten enthalten ist, die Dir die Probleme macht. Dieses Enzym ist aber 100% bio.

VG, Elmar.
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Mikado
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Anmeldungsdatum: 08.04.2013
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BeitragVerfasst am: 21.01.2016, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Allegro hat Folgendes geschrieben:
es gibt übrigens noch andere Gründe, warum der eine oder andere keine Vollkornprodukte essen kann: bei mir ist der Grund z.B. eine sehr starke Nickelallergie, die leider auch Reaktionen auf hohen Nickelgehalt in der Nahrung hervorruft Sehr böse
Und da sich bei Getreide und auch Hülsenfrüchten sämtliche Schadstoffe usw. vor allem in der Schale ansammeln, merke ich es leider auch immer durch Juckreiz am nächsten Tag, wenn ich mal - versehentlich oder testhalber - ein Stückchen Kuchen aus Vollkornmehl oder eine Scheibe Brot mit Vollkornmehl esse ... Sehr böse

Hallo Allegro

Aber Nickel ist ja nicht nur hauptsächlich in der Schale verschiedener Getreide, sondern auch in den betreffenden Mehlen. Wenn du in der dortigen Information Nickel in Lebensmitteln etwas weiter nach unten scrollst bis zu "Getreide und Getreideprodukte", erscheinen die entsprechenden Zahlen.

Und wenn du dir jene Diplomarbeit (die Seiten 10 bis 13) ansiehst, dann kommt Nickel in ganz unterschiedlichen Lebensmitteln vor. In der zuerst genannten Information "Nickel in Lebensmitteln" tauchen noch mehr auf.

Was machst du mit all denen? Da kann man ja nur hoffen, dass du und weitere von Nickelallergie Betroffene neben bestimmten Getreiden nicht noch mehr Lebensmittel meiden müssen.
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Beste Grüße
Mika

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Umami
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 21.01.2016, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Fruktoseintoleranz wäre ja so richtig mistig.
Aber das schließe ich mal aus. Die bisherigen Vermutungen mit Vollkorn und Laktose scheinen zu stimmen. Zumindest sagt das mein Riecher. Sehr glücklich

Moni, zu der Toleranzgrenze bei Fruktose: Du hattest geschrieben, dass man bei Fruktoseintoleranz bis zur Toleranzgrenze trotzdem Fruktose zu sich nehmen soll, da sich sonst die Toleranzgrenze nach unten verschiebt. (richtig so?)
Weisst du, ob das auch für Laktose gilt? Ich habe das mal einen Apotheker sagen hören, aber der Aussage vertraue ich nicht unbedingt.
Er stellte LI eher als "Lifestyle" hin, dabei ist es doch global gesehen physiologische Norm, nach dem Entwachsen aus dem Säuglingsalter diese Enzyme zu verlieren.
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Viele Grüße
Umami
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Candida_krusei
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Anmeldungsdatum: 07.08.2013
Beiträge: 864

BeitragVerfasst am: 21.01.2016, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Umami hat Folgendes geschrieben:

Er stellte LI eher als "Lifestyle" hin, dabei ist es doch global gesehen physiologische Norm, nach dem Entwachsen aus dem Säuglingsalter diese Enzyme zu verlieren.


Ein bißchen Lifestyle ist bei Lebensmittelunverträglichkeiten nicht von der Hand zu weisen. Das fängt ja schon bei Haustieren an, wo regelrechte Wettbewerbe herrschen, wessen Allergieliste wie lang ist. Und dann zeigt man mit einer langen Liste von Empfindlichkeiten, daß man einen höherentwickelten Körper hat, dem man nicht mehr alles zumuten kann - so wie der Porsche auch nur noch Super Plus 101 Oktan verträgt.

Ein bißchen durcheinandergewürfelt wird dann auch noch Allergie und Unverträglichkeit und der kleine Furz, der jedem irgendwann mal querhängt.

VG, Elmar.
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Umami
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 21.01.2016, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Udo Pollmer?
*hust*
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/udo-pollmer-im-portraet-der-veganerfresser-13497894.html
Einige Begründungen sind ..... abenteuerlich. Ich stamme also nicht von einer Gurke ab und deshalb soll ich Fleisch essen?? Geschockt
Nun ja, ich stamme auch weder von einer Kuh noch von Getreide ab, Fleisch und Brot geht dann wohl auch nicht. Und meine eigene Spezies ess ich NICHT! Böse
Und was essen die Kühe? Dürfen die nur Milch trinken, damit sie Milch geben? Mit den Augen rollen
DAS versucht ja Onkle H*pp stillenden Müttern auch weiszumachen, gibt ja schon Milchpulverprodukte für die stillende Mutter. Mit den Augen rollen Mit den Augen rollen Mit den Augen rollen
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Viele Grüße
Umami
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moeppi
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BeitragVerfasst am: 22.01.2016, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, der Pollmer ist 'gewöhnungsbedürftig' Winken
Ehrlich gesagt denke ich er müßte anders aussehen, wenn er sich so gut mit Ernährung auskennen würde.
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Liebe Grüße Birgit
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Candida_krusei
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Anmeldungsdatum: 07.08.2013
Beiträge: 864

BeitragVerfasst am: 22.01.2016, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

moeppi hat Folgendes geschrieben:
Ja, der Pollmer ist 'gewöhnungsbedürftig' Winken
Ehrlich gesagt denke ich er müßte anders aussehen, wenn er sich so gut mit Ernährung auskennen würde.


Naja, nicht jeder, der sich mit Ernährung auskennt, muß aussehen, als käme er direkt aus der Pro-Ana-Bewegung und hätte schon die erste 500 Kalorienkur für dieses Jahr hinter sich. Mit Essen kennt er sich wohl eher aus ^^.
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moni-fr
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Anmeldungsdatum: 15.02.2012
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BeitragVerfasst am: 22.01.2016, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Umami hat Folgendes geschrieben:

Moni, zu der Toleranzgrenze bei Fruktose: Du hattest geschrieben, dass man bei Fruktoseintoleranz bis zur Toleranzgrenze trotzdem Fruktose zu sich nehmen soll, da sich sonst die Toleranzgrenze nach unten verschiebt. (richtig so?)
Weisst du, ob das auch für Laktose gilt? Ich habe das mal einen Apotheker sagen hören, aber der Aussage vertraue ich nicht unbedingt.
Er stellte LI eher als "Lifestyle" hin, dabei ist es doch global gesehen physiologische Norm, nach dem Entwachsen aus dem Säuglingsalter diese Enzyme zu verlieren.


Hallo Umami, ich weiss nicht, ob die Toleranzgrenze bei LI sich genauso verhält wie die bei Fructoseintoleranz. Ich kann es mir aber nicht vorstellen, weil:

LI tritt in der Regel im Erwachsenenalter auf und wird häufig mit zunehmendem Alter schlimmer. Das liegt daran, dass nach Ende der Säugling-Phase immer weniger von dem Enzym Laktase gebildet wird, welches zum Abbau von Laktose ja benötigt wird. Deswegen gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Lebensalter und LI: je älter die Menschen, desto größer die Anzahl der Laktoseintoleranten. An diesem statistischen Zusammenhang gibt es keinen Zweifel, da gibt es ausreichend Studien. Und was noch auffällt: In Nordeuropa und Nordamerika/Kanada gibt es ca. 2 % Betroffene, je weiter man man Süden kommt, desto mehr: in Südeuropa und Mittelamerika bis zu 50%. Und je weiter man nach Osten geht, desto mehr Betroffene gibt es: in China 100 %. Und jetzt was Schizophrenes: In China sind fremde Nahrungsmittel extrem attraktiv, wer es sich leisten kann, kauft solche aus Europa. Yoghurt ist in China mittlerweile fast ein Statussymbol. Und das hat dazu geführt, dass der höchste Pro-Kopf-Umsatz an Laktasetabletten, mit denen man das fehlene Enzym zuführen kann, in China ist...

Es gibt in D ca 20 % laktoseintolerante Menschen. Auch die können Laktase in Tablettenform zu sich nehmen, z. B. wenn sie auf Gemeinschaftsverpflegung angewiesen sind.

Und dann gehört Laktoseintoleranz genauso wie das Meiden von "ungesundem Gluten" zu den abartigen Auswüchsen unseres Lifestyles, da hat der Apotheker leider recht. Ich hab mal bei einem Essen im Freundeskreis mitgehört, wie jemand erzählte, dass er aus gesundheitlichen Gründen Milch und Milchprodukte und Gluten seit einigen Monaten strengstens meidet und er sich seitdem ganz toll fit und gesund fühlt. Und statt Fleisch isst er des öfteren Seitan. Ich habe ihn offensichtlich ziemlich kariert angeschaut und er fing an zu missionieren. Worauf ich einen Lachkrampf bekommen habe: Seitan wird aus Gluten hergestellt... Er hat den Tisch ganz abrupt verlassen und sich seitdem (August) nicht mehr gemeldet.

Auch in Kindergärten geistert das Märchen von gefährlicher Laktose und ebenso schädlichem Gluten herum. Wohlgemerkt ohne ärztliche Untersuchung mit der Diagnose Zöliakie und LI... Und dort kommen immer wieder und immer mehr Mütter an mit der Forderung, dass ihre Kinder im Kiga Essen ohne Milch/Milchprodukte und Gluten bekommt. Aber mehr bezahlen: nicht einen Cent. Eigenes Essen, das diesen Anforderungen entspricht, dem Kind mitgeben? Das wäre ja zusätzliche Arbeit, man hat doch das Essen im Kiga mit bestellt!!!

Ich habe in den letzten 1,5 Jahren Kindern in einem ganz normalen Kiga ehrenamtlich vorgelesen und wollte die Kids für Lesen und Bücher interessieren. Das habe ich zum Ende 2015 beendet. Mutter X passte Buch 123 nicht ins pädagogische Konzept, Mutter Y wollte nicht, dass ich Buch 567 ihrem so sensiblen Kind vorlese wollte aber unbedingt Buch 123. und... und... und... Alles Bücher aus der Kinderbücherei! Und eine Supermom wollte, dass ich ein Buch für Erwachsene zum Thema Ernährung vorlese und mit ihnen drüber spreche. Da war dann für mich ein Punkt erreicht, an dem ich gestreikt habe und ich habe das Engagement beendet. Auch in diesem ganz normalen Kiga haben Mütter versucht, ihre Vorstellungen von gesundem Essen durchzusetzen. Die energische und erfahrene KigaLeiterin hat sich nicht darauf eingelassen und ärztliche Atteste verlangt. Mindestens 2 Kinder sind dann nach kurzer Zeit wieder abgemeldet worden.

Es gibt nichts, was es nicht gibt...
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moni-fr
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BeitragVerfasst am: 22.01.2016, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

moeppi hat Folgendes geschrieben:
Ja, der Pollmer ist 'gewöhnungsbedürftig' Winken
Ehrlich gesagt denke ich er müßte anders aussehen, wenn er sich so gut mit Ernährung auskennen würde.


Man muss Herrn Pollmer nicht mögen und seine Art ist für viele gewöhnungsbedürftig. Sein Wissen und seine Fachkenntnisse sollte man aber nicht unterschätzen. Er ist in Fachkreisen anerkannt und hat aufgrund eines unglaublichen Gedächtnisses zu fast allen Themen die aktuellsten Referenzen parat. Auch wer Spezialist auf dem Gebiet Ernährung ist, kann Übergewicht haben! Und auch übergewichtige Menschen können gesund sein!
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Panarium
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BeitragVerfasst am: 23.01.2016, 10:08    Titel: Re: Volkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

Candida_krusei hat Folgendes geschrieben:

Bier ist sogar vegan, ... !


So einfach geht vegan nicht.

Bei der Herstellung von Bier und Wein entstehen Trübstoffe, die den Geschmack negativ beeinflussen können.
Die Klärung der Getränke erfolgt teilweise mit Hilfe von tierischen Produkten wie Gelatine oder Fischblasen.
Dies muss nicht deklariert werden. Nicht vegan geklärte Getränke sind für ambitionierte Veganer ein No-Go.
Und es geht noch weiter. Die Etiketten auf den Flaschen können Caseinkleber enthalten (hat was mit Milch zu tun).
Auch so etwas meidet der anständige Veganer.
Hier eine englischsprachige Liste gängiger Bier- und Weinsorten:
http://bit.ly/1Ui3tEM
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Umami
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BeitragVerfasst am: 23.01.2016, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt anstrengend...
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Mikado
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BeitragVerfasst am: 23.01.2016, 10:23    Titel: Re: Volkornunverträglichkeit Antworten mit Zitat

Panarium hat Folgendes geschrieben:
So einfach geht vegan nicht.
...
Und es geht noch weiter. Die Etiketten auf den Flaschen können Caseinkleber enthalten (hat was mit Milch zu tun).

Neutral Man kann's auch übertreiben... Mit den Augen rollen
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Beste Grüße
Mika

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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 23.01.2016, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Schenkt einem Veganer eine Wurst- oder Bierfabrik! Vielleicht ändert er seine Meinung!
Oder Veganer essen der faunischen Welt die Nahrung weg!

Jeder darf das sein was er will! AAAAber 12. Gebot beachten!

Du sollst deinen Mitmenschen nicht auf den Keks gehen!
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Umami
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Anmeldungsdatum: 12.01.2016
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 23.01.2016, 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Kein Grund, unfreundlich zu werden.
Schinkenbrot, beachte bitte das 12. Gebot. Smilie
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Viele Grüße
Umami
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Schinkenbrot
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BeitragVerfasst am: 23.01.2016, 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Umami hat Folgendes geschrieben:
Kein Grund, unfreundlich zu werden.
Schinkenbrot, beachte bitte das 12. Gebot. Smilie


Hinweise sind nicht unfreundlich! Ansonsten ist das Auffassungssache!
Ich bin nur verantwortlich was ich poste! Aber nicht dafür was du verstehst! Sehr glücklich Winken Sehr glücklich

Und dann war doch noch die Geschichte...., Member, die von Forum zu Forum dackeln, um ihre Religionsalleinvertretungsmeinungen zu doktrinieren!

Zitat:
Jeder darf das sein was er will!

Zitat:
Konjunktiv verwenden wir in der indirekten Rede und für Situationen, die nicht real sind
Ich nicht!

Unverträglichkeiten sind eine böse Sache! Moni hat es mehr als auf den Punkt gebracht!
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Anmeldungsdatum: 07.07.2015
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BeitragVerfasst am: 24.01.2016, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,
herzlichen Dank für deine Infos bzgl. der Fruktoseintoleranz. So habe ich jetzt wieder etwas dazugelernt.

Gruß
Tabea
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BeitragVerfasst am: 25.01.2016, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

@Tabea: gerne!

Ich bin heilfroh, dass sich die Diagnose Fructoseintoleranz nicht bestätigt hat und es "nur" eine Laktoseintoleranz ist, letztere ist ernährungstechnisch viel einfacher zu bewältigen...
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