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Zuviel Sauerteig?

 
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Maju
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 53
Wohnort: Nordheim

BeitragVerfasst am: 21.02.2017, 11:54    Titel: Zuviel Sauerteig? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ja ich schonwieder Winken

Ich habe den angesetzten Sauerteig nun in einer 1,5L Schüssel.
Doch diese ist schonwieder 3/4 voll.

Heute habe ich dem Sauerteig nochmal Mehl und Wasser gegeben.
Nun ist die Frage ( denn das habe ich noch nicht so verstanden)

Kann ich nun von dieser Masse welches in ein Bügelglas geben und in den Kühlschrank stellen?

Muss es eine bestimmte Menge sein?
Muss ich da heute nochmal Mehl zugeben wenn ich es ins Glas umfülle zum kühlen?

Ich habe gelesen man kann den Teig trocknen.
Muss da auch erst nochmal Mehl dazu oder reicht es wenn ich den so nehme wie der ist und aufs Backpapier gebe?

Fragen über Fragen....

ich danke Euch jetzt scon für Eure Mühen.... Pöt huldigen
_________________
Liebe Grüße Maju
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Paninoteca
Profi im Sauerteigbacken
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Anmeldungsdatum: 10.04.2013
Beiträge: 954
Wohnort: Henstedt-Ulzburg, südliches Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 21.02.2017, 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich freu mich immer über viel Sauerteig, weil: Dann kann ich BACKEN Sehr glücklich

Spaß beiseite: Der Sauerteig, der Anstellgut sein soll, also Starter für den nächsten Sauerteig, der sollte nicht mehr als 50 bis 100 Gramm sein.

Wenn Du jetzt eine Schüssel voll hast, und WENN Du die Fütterungsregel: Doppelt soviel Mehl wie Sauerteig vorhanden ist befolgst, dann kannst Du Dir ausrechnen, wie schnell Deine Badewanne überläuft - das willst Du nicht wirklich. Geschockt

Also: Du wiegst Deinen Sauerteig und suchst Dir schleunigst ein passendes Brotrezept und hebst nur noch die kleine Menge ASG für nächste Woche auf.
_________________
Ilona

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Maju
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Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 53
Wohnort: Nordheim

BeitragVerfasst am: 21.02.2017, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Paninoteca,

Geschockt Ich habe zuviel Anstellgut?

Ich habe es so gemacht wie es beschrieben ist, 100g Mehl dann Wasser, jeden Tag! Geschockt

Das werden ja viele Brote Winken

Ok ich schaue mir grade verschiedene Gärkörbchen an, ich schwanke zwischen Holzschliff und Peddingrohr, welches ist besser?

Ich habe am Wochenende mein erstes Brot gebacken, in einem Holzofen da ich nicht zuhause war... ok es war zu lange im Ofen und war hart ... aber innen war es lecker ( habe ich mit den Fingern rausgepuhlt)

Das heißt jetzt schleunigst den Vorteig herstellen und morgen das ganze verbacken... wird gemacht Danke Pöt huldigen
_________________
Liebe Grüße Maju
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Paninoteca
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Anmeldungsdatum: 10.04.2013
Beiträge: 954
Wohnort: Henstedt-Ulzburg, südliches Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 21.02.2017, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Maju, nur die Ruhe ... Smilie

Beim ersten Ansetzen entsteht Sauerteig, nicht Anstellgut. - Wobei: "Eigentlich" ist beides ja dasselbe: Anstellgut ist etwas "ältlicher" Sauerteig, der im Kühlschrank schlafen gelegt wird, weil wir Amateure ja nicht wie die Profis täglich backen.

Der allererste Sauerteig ist backfertig, wird wie im Rezept verlangt weiterverwendet und ist dann, bis auf das Löffelchen, das als Anstellgut im Kühlschrank landet, weg.

Das Kleckschen im Kühlschrank wird bitte nicht täglich gefüttert - wo soll das hinführen Geschockt . Höchstens einmal in der Woche und auch dann nach der Regel: Doppelt so viel Mehl wie im Glas vorhanden ist.

Ich habe zwei Peddigrohr-Körbchen für 1.500 Gramm. Nächstes mal würde ich kleinere aus Holzschliff nehmen. Bei den Formen achte darauf, ob Du mehrere Brote in den Ofen geben willst, dann sind länglich-ovale besser als runde.

Dein Brot kannst Du in superdünne Scheibchen schneiden, das ist köstlich als Brotchips zum Aufdippen von ... ach eigentlich allem Sehr glücklich
_________________
Ilona

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pikkunoita
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Anmeldungsdatum: 07.06.2007
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 21.02.2017, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

ich habe gerne die Holzschliff, aus 2 Gründen:

A) gibt es die aus heimischen Hölzern die hier vor Ort verarbeitet und hergestellt werden. Ich denke immer wer eigenes Brot backt sollte auch etwas auf die Ökobilanz seiner Materialien schauen, und Peddingrohr kommt aus Indonesien ... da muss man sich schon fragen ob das sein muss. Dazu kommt das viele "Pflanzenprodukte" aus Asien erst mal schön begast werden um Schädlinge abzutöten ... Ist aber natürlich eine Einstellungssache.

B) http://www.brotformen24.de/angebot.php
hier gibt es die mit sehr hübschen Motiven. Es gibt auch gleich die Leinensäckchen dazu mit denen man die Formen auslegt, bin aber leider noch nicht zum testen gekommen was besser ist. Eine Pflegeanleitung gibt es auf der HP glaube ich auch.

Zu den anderen Fragen kann ich leider nix sagen, den Sauerteig kannst Du klar wenn er fertig ist verbacken, wenn in einem Rezept steht "26 gr Anstellgut, 260 gr Mehl, 260 gr Wasser wiegst Du einfach von Deinem fertigen ST 546 gr ab. Der Rest kommt in den Kühlschrank.


Beim nächsten Backen nehme ich immer mein Anstellgut aus dem Kühlschrank, lasse es 4 h "aufwachen", dann rechne ich aus den Rezepten aus wieviel Sauerteig ich schon habe und wieviel ich brauche und füttere dementsprechend. Es muss ja mindestens soviel Mehl und Wasser wie Sauerteig gefüttert werden, der Sauerteig muss mindestens 10 %, besser 20 % der Mehlmenge mit der du fütterst haben.
Innerhalb dieser "Grenzen" kannst Du Dich frei bewegen. Ich rechne immer so dass ich 50 -100 gr übrig habe.
Also zum Beispiel: 50 Gramm Sauerteig aus dem Kühlschrank:
Mindesfuttermenge: 50 gr Mehl, 50 gr Wasser
= 150 gr Sauerteig

Höchstfuttermenge: 500 gr Mehl, 500 gr Wasser,
= 1050 gr Sauerteig

besser aber nur 250 gr Mehl und 250 gr Wasser, = 550 gr Sauerteig

Hoffe ich erzähl jetzt keinen Blödsinn?

Viel Erfolg
Pikku
LG
Pikku

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Pikku
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Hobbykoch17
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Anmeldungsdatum: 15.09.2014
Beiträge: 823
Wohnort: AT-Ost

BeitragVerfasst am: 21.02.2017, 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maju,

rechne mal mit, so über den Daumen:
  • Bei einem normalen (Misch-)Brot werden ca. 30-40% als Sauerteig versäuert.
  • Angenommen, Du möchtest ein 1,5 kg Brot backen ... ca. 35% von 1.500g wären 525g Sauerteig, der in 16-18 Stunden bei fallender Temperatur (28 -> 20 Grad) herzustellen ist.
  • Dazu benötigt man ca. 250g Mehl + 250g Wasser + 5 bis 10% der zu versäuernden Mehlmenge als Anstellgut (ASG).
  • Marla hat mal wo geschrieben, dass sie mit 5% bessere Ergebnisse erzielt ... d.h. 5% von 250g Mehl ... macht nur rund 13 Gramm Anstellgut aus, die man für ein 1,5 kg Brot braucht (wenn's schneller gehen soll, kann man natürlich die ASG-Menge erhöhen).
Das zeigt also, wie wenig man eigentlich benötigt.

Ich verwende für mein Anstellgut ein ¼-Liter-Glas (dieses hat im Deckel ein winziges Löchlein - es schließt damit fast dicht ab und kann nicht 'explodieren'):



Wenn da nur mehr 20-30g drin sind, kommen 30g Roggenmehl + 30g leicht angewärmtes Wasser drauf, mit einem Knethaken wird durchgerührt, 2-3 Stunden bei 27° warm gestellt ... dann geht die Sache auf das ca. 2,5-fache auf - das geht sich in dem ¼-Liter-Glas gerade noch aus (meistens jedenfalls Winken) ... und dann kommt es wieder in den Kühlschrank.

Ich seh' jetzt keinen Sinn darin, mehr ASG zu produzieren - da hat man bloß Stress damit, es zu verwerten.

Ich würd' jetzt mal von der Menge, die Du hast, einen kleinen Teil zum Weiterfüttern abnehmen - und den größeren Teil gleich direkt verbacken, d.h. als erstes Drittel in den Hauptteig rühren (Schummelhefe fürn Anfang nicht vergessen). Du könntest also heute noch ein Brot fertig backen, wenn Du gleich anfängst... Winken .

Viel Erfolg und liebe Grüße,
Reinhard
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Scarabeo
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Anmeldungsdatum: 13.07.2016
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BeitragVerfasst am: 22.02.2017, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maju,
Du kannst den Sauerteig gut im BO trocknen. Hab ich als letzte Rettung gemacht. Dazu einfach den Teig max 0,5 cm hoch auf einen Bogen Backpapier streichen und mit Umluft bei 35 - 45 °C im BO trocknen lassen. Nicht vergessen einen Holzlöffen in die BO-Tür zu klemmen damit die Feutigkeit abziehen kann. Wenn der Teig schön trocken ist fein zerbröseln und in ein Schraubglas geben und wech stellen oder weiter geben.
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Viele Grüße!
Scarabeo
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
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BeitragVerfasst am: 22.02.2017, 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maju,

wir reden hier aber noch um den Erstansatz Sauerteig, oder?

Beim Erstansatz wird über 5 - 6 Tage dem Sauerteig jeweils ca 50 -100 g Mehl und ähnlich viel Wasser zugefügt.
Dann hat man eine recht große Menge jungen triebschwachen Sauerteig, von diesem dürfen innerhalb der nächsten Tage sofort (ohne zusätzliche Sauerteigführung) mehrere Brote gebacken werden. Am besten mit ca 1% Hefe auf die Gesamtmehlmenge(GMM)

Ein kleiner Teil (ca 50g) dieser Menge wird aufgehoben und damit wird der nächste Sauerteig angesetzt/angestellt, deshalb heißt es AnStellGut (ASG)
ASG ist Sauerteig!
Für den Neuansatz des Sauerteiges braucht man, je nachdem wie triebkräftig der Sauerteig ist 5 - 20% ASG im Bezug auf die Mehlmenge im Sauerteig, also im Anfang sind es 20%, später 10% und irgendwann merkst Du, dass 5% völlig ausreichen
Angenommen Du brauchst für ein Brot 400g Sauerteig, meistens ist gleichviel Mehl und Wasser enthalten(TA 200), dann hast Du also schonmal 200g Wasser und 200g Mehl, von dieser Mehlmenge rechnest Du die 5 - 20% aus und siehst, dass du nur zwischen 10 und 40g ASG benötigst.
Diesen Ansatz lässt Du 12 -20 Stunden reifen.

Jetzt hast Du noch eine kleine Menge ASG übrig, diese frischst Du mit jeweils doppelter Menge Mehl und Wasser auf, da hier im Verhältnis wesentlich mehr Mikroorganismen (MO) am Werk sind und futtern, sollte diese Reifezeit nur 4 - 6 Std. betragen, danach muss es unbedingt in den Kühlschrank(KS)
Ob Du die Auffrischung kurz vorm neuen Sauerteigansatz oder von den Resten danach machst, ist Dir überlassen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit vom fertigen Sauerteig die zuvor benötigte ASG-Menge wieder abzunehmen, so wird es in Bäckereien gemacht, aber die Gefahr diesen Schritt zu vergessen ist groß, deshalb ist die seperate ASG-Führung sinnvoll
Dem Brot macht es auch nichts, wenn Du das ASG drinlässt.

Hallo Pikku,

das ASG braucht nur Zimmertemperatur bekommen (ca 1 Std), wenn Du's länger aufwachen lässt, dann kommt auch schon der Hunger bei den MO und mit dem Hunger der Kannabalismus Geschockt

LG Uta
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pikkunoita
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Anmeldungsdatum: 07.06.2007
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 22.02.2017, 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

oh, die 4 h hab ich irgendwo wohl mal falsch aufgeschnappt, vielen Dank für den Tipp!

LG
Pikku
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
Beiträge: 3207
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BeitragVerfasst am: 22.02.2017, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Macht nichts Pikku, dafür sind wir da Winken

Die 4 Std soll das ASG nach der Auffrischung stehen, ehe es in den Kälteschlaf kommt

LG Uta
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Maju
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Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

danke für die ausführungen.
Jedoch bin ich fix und alle.
Ich habe wirklich 100g Anstellgut abgenommen und mit 100g Mehl und Wasser gefüttert. Habe es 4 Std stehen gelassen und ab in den Kühlschrank.

'Mit dem Rest habe ich gebacken..... aber keine Brote. Es sind Fladen geworden Geschockt


Ich habe mich an die Angaben von Pöt gehalten.
Und dann hatte ich ein Backblech voll. Und hart ist es auch noch .
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Liebe Grüße Maju
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Paninoteca
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Beiträge: 954
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Maju hat Folgendes geschrieben:
Es sind Fladen geworden Geschockt

Und dann hatte ich ein Backblech voll. Und hart ist es auch noch .

ooh Weinen

Was genau hast Du getan? Nach welcher Anleitung bzw. Rezept? Hattest Du Hefe mit im Spiel? Ist der Teig nur breitgelaufen oder auch nicht aufgegangen? Hast Du vielleicht ein Bild?
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Maju
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
... Nach den 4-5 Tagen haben wir eine ganze Menge an Sauerteigkultur herangezüchtet, die wir aber nicht alle brauchen. Wir nehmen einfach mal 400-500 gr ab (so dass gerade eine gute Handvoll für den Sauerteig übrigbleibt) und verbacken es mit genauso viel Mehl und wenig Wasser (die Kultur ist ja sehr flüssig) und vielleicht etwas Hefe (die wir jetzt zum letzten Mal brauchen) zu einem Brot:

500 g Sauerteig
500 g Weizen- oder Roggenmehl (1050er Weizen oder 1150er Roggen)
1 gestr. Eßlöffel Salz
1/4 Würfel Bäckerhefe (10-15g), wenn wir keine 4 Stunden Zeit zum Warten haben
200 ml lauwarmes Wasser
werden
(wenn es Weizenmehl ist:) gut durchgeknetet,
(wenn es Roggenmehl ist:) einfach nur durchgeknetet, daß es keine Mehlnester mehr gibt (Achtung, Teig klebt sehr!).
Wir formen eine Kugel und geben den Teigling auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.
Ofen auf 220°C vorheizen und den Teigling an einer warmen Stelle 1 Stunde gehen lassen.
Das Brot ca 2 cm tief einschneiden und in den heißen Ofen schieben.
Danach eine halbe Tasse Wasser auf den Ofenboden gießen (Achtung, Verbrennungsgefahr!).
Nach 15 Minuten auf 180°C zurückdrehen und ingesamt 50-60 Minuten backen. Auf einem Rost unter einem Tuch abkühlen lassen. Roggenbrot erst am nächsten Tag anschneiden!

....


Ich habe mich hier dran gehalten.
Um 22:00 Uhr war dann das letzte Brot...ich meine Fladen fertig

Bilder? Ja
Nur den der über das komplette Backblech ging... den hab ich nicht fotografiert...den hab ich weggeschmissen.



Hier ist der eine im Ofen



Hier ...Fladen fertig gebacken von oben



Hier von der Seite



Noch eine Seitenansicht...



werde wohl versuche die auseinander zu schneiden und sofern ich ca 150 Gramm Innenteig rausbekomme eine Brotsuppe draus machen.... wenn nicht Freut sich wohl die Biotonne Traurig

(Edit: Farbe - Marla - 23.02.217)
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

uiuiui Geschockt

In der Anleitung steht: Wir formen eine Kugel - ging das?

Wie lange hast Du den Teig in der Gare stehen lassen? Die Oberfläche schaut aus, als ob das viel zu lange war.

Haben sich die Teiglinge während der Gare vergößert?

Weiß Du, das Problem ist: Da ist eine Anleitung und Du schreibst: "So habe ich das gemacht." - Aber: Irgendwas muss anders gewesen sein, sonst wäre rausgekommen, was rauskommen soll.

Kannst Du es durchschneiden? So dass wir mal das Innenleben betrachten können.

PS: Und hatte ich schon gesagt, dass ich Brotchips liebe: So dünn schneiden, dass sie durchsichtig sind zum aufdippen von allem: Marmelade, Tzatziki, Quark.
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ilona,

ich habe das 500g Mehl und die 500g ASG sowie die Hefe und das Wasser miteinander vermengt.

Am Anfang hatte ich eine Kugel, doch als ich es in den Ofen stellte und nach 15 Minuten nur das Licht brennen hatte wie in der Anleitung beschrieben, war nach nicht langer Zeit der Teig so wie auf dem ersten Bild.
Es ging in die Breite anstatt in die Höhe ( scheint mit mir verwant zu sein Winken )
In Den Ofen bis 50Grad nach 15 Minuten auf 180 Grad. 60 Minuten. Dann Ofen auf 250 Grad aufheizen Teig rein, nach 15 Minuten auf 180Grad runter.

So habe ich den Teig gelassen und dann die Hoffnung gehabt beim Backen würde es ein wenig in die höhe gehen Traurig
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Hobbykoch17
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Servus,

ein paar Gedanken dazu bzw. hier ein ungefährer Leitfaden:
  • Der Teig gehört nicht 'vermengt', sondern ordentlich geknetet,
  • sowie danach warm gestellt, ca. 25-30 Grad, ca. 30-40 Minuten ('Teigruhe').
  • Dann wird nochmal kurz durchgeknetet - und gewirkt. Such Dir ein youtube-Video zum Thema 'Brot wirken'.
  • Dann gehört die gewirkte Kugel in ein bemehltes Gärkörbchen + wieder warm gestellt ('Stückgare') - nicht unbedingt im Backrohr, denn das Backrohr sollte in der Zwischenzeit auf 240 Grad ordentlich vorgeheizt werden - vorzugsweise mit Backstein (oder Baking Steel)!
  • Wenn sich der Teigling so ziemlich verdoppelt hat - das wird mit Hefe ca. 60 Minuten und ohne Hefe bzw. nur mit (fittem) Sauerteig ca. 90-120 Minuten dauern - ggf. Einschneiden & Einschießen bei ca. 240 Grad + Schwaden (google mal nach 'wie schwade ich richtig').
  • Nach dem Schwaden (ca. 5 min) diese Ablassen + Temperatur zurück drehen - da musst Du selbst drauf kommen, wie schnell Dein Backrohr die Temperatur verliert. Ich versuche bei der halben Backzeit bei 220° und am Ende bei 190° zu sein (Brot mit irgend einer Art von Zucker drin wird schneller braun).
Viel Erfolg beim 2. Versuch.

LG
Reinhard


P.S.: Das Rezept von Pöt in den Anleitungen mit 500g ST + 500g Mehl ist eher zur Verwertung des noch nicht sehr triebkräftigen, neuen Ansatzes. Normalerweise werden ca. 30-40% des Mehls versäuert. D.h. Du solltest den Sauerteiganteil etwas verringern, dann dürfte das Brot auch besser aufgehen, weil mehr 'frische Nahrung' da ist. Lies' Dich auch zum Thema 'Teigausbeute' ein.
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kupferstädterin
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maju

Du zitierst Pöt hiermit:
Maju hat Folgendes geschrieben:
500 g Weizen- oder Roggenmehl (1050er Weizen oder 1150er Roggen)


Ganz genau an Anleitung kannst Du Dich nicht gehalten haben Sehr glücklich da steht nämlich : Roggen- oder Weizenmehl, welches hast Du denn genommen?

Pöts Rezepte sind von der Wassermenge immer sehr moderat, also tippe ich darauf, dass es Deinen Teigling im Ofen bei der Gare zu heiß geworden ist.
Das fertig geformte Brot sollte zur Gare nicht mehr als höchstens 35°C bekommen, Roggenbrote lieber etwas kühler.
Durch die Hitze bei der Gare sind Deine Brote zu reif geworden, die Mikroorganismen(MO) abgefressen und verbraucht, da hatte Dein Brot keinen Elan mehr Mit den Augen rollen

Was anderes - 1EL Salz ist eine ganz schlechte Gewichtseinheit Geschockt , die Salzmenge sollte sich im Rahmen von 1,8 -2,2% der Gesamtmehlmenge (GMM) bewegen, auf 750g Mehl aus diesem Beispiel sind es dann zwischen 13,5 und 16,5g

LG Uta
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Rauchmelder
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Anmeldungsdatum: 08.10.2016
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Maju,
Du schreibst, Du hast den Teigling "in den Ofen bis 50Grad nach 15 Minuten auf 180 Grad. 60 Minuten. Dann Ofen auf 250 Grad aufheizen Teig rein, nach 15 Minuten auf 180Grad runter."

Wann hattest Du denn den Teigling dazwischen wieder aus dem Ofen geholt? Und wie stand er in der Zwischenzeit? Ich verstehe nach Deiner Beschreibung nicht, dass der Teigling tatsächlich (nur) 1 Stunde an einem warmen Ort stand.

Beste Grüße,
Rauchmelder
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Maju
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Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 53
Wohnort: Nordheim

BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich hatte Roggenmehl genommen.

Zu der anderen Frage
bei 50 Grad im Ofen nach 15 minuten runtergedreht und nur die Lampe angehabt für 60 minuten.
Dann zum Vorheizen das Blecht auf die Arbeitsplatte in der Küche getan. Die Küche ist nicht übermäßig heiß. Eigentlich kühler als das Wohnzimmer da ich da nie Heizung anmache.

Ich habe nun ASG ( Rest von der Masse) im Kühlschrank.
Ich werde es am Montag rausholen und einen weiteren Versuch starten.
Das muss doch klappen....auch bei mir Neutral
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Anmeldungsdatum: 10.04.2013
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Wohnort: Henstedt-Ulzburg, südliches Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Maju hat Folgendes geschrieben:
Dann zum Vorheizen das Blech auf die Arbeitsplatte in der Küche getan.
So - erstes Detail gefunden Winken : Beim Vorheizen des Ofens gehört das Blech hinein, nur das Brot raus. - Gibt es vielleicht doch ein Bild vom Innenleben?
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu, ich hoffe ich darf nochmal ne Frage nachschieben, auch wenn sie vielleich albern klingt: ihr schreibt die MOs werden nach 1 h zu Kanibalen weil sie verhungern ... verändert das sie MO-Mischung oder schwächt es sie nur ab? Das heißt ist mein halbverhungerter "Owi" jetzt ein minderwertigererer ST weil er mal fast verhungert wäre oder ist er wenn er sich wieder erholt "ganz der Alte"? Oder sollte man lieber neu ansetzen?

LG
Pikku
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Maju
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Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 53
Wohnort: Nordheim

BeitragVerfasst am: 25.02.2017, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ist das Innenleben des größeren Brotes




Hier das Innenleben des kleineren Brotes


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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pikku,

nein, einen Neuansatz brauchst Du nicht Winken
Deine MO brauchen nur etwas Pflege und Futter, sie sind geschwächt, aber leben noch Sehr glücklich
Am Besten 10g aus der Mitte nehmen und mit je 20 g Mehl & Wasser vermengen, 4- 6 Std. bei Zimmertemperatur oder bis 25°C stehen lassen.
Wenn sie innerhalb von 4 Std. schon kräftig blubbern und gewachsen sind, ist alles gut,
ansonsten wiederholst Du nach 6 Std. das Prozedere mit 10g aus der Mitte mit 1:2:2 und zwar so oft, bis dass der Ansatz nur noch 4 Std. benötigt.

Jeweils den Rest kannst Du entsorgen oder als Aromageber in Brötchen oder zB in so einem Weizenmischbrot mit Hefe verarbeiten

Geh das Ganze locker an, es klappt schon Cool

LG Uta
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Selbstgebackenes Brot ist Gold wert
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