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Brot backen mit Umluft (nicht Heißluft!)?

 
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Hans_W.
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
Beiträge: 206
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 10:57    Titel: Brot backen mit Umluft (nicht Heißluft!)? Antworten mit Zitat

Zuerst eine kleine Vorgeschichte:

Ich war absoluter Ober/Unter-Hitze-Fan, von Umluft/Heißluft hatte ich nur Schlechtes gelesen. Meine Frau hat zwar ab und zu versucht mich zu bekehren, aber ich bin immer stur geblieben.

Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe backe ich öfter mal die Mr. Tom-Kekse, weil sie in der Verwandtschaft/Bekanntschaft heiß begehrt sind. Natürlich auch mit Ober/Unterhitze. Allerdings ist das ein wenig sensibel, sie gelingen nicht immer gut. Manchmal zerlaufen sie sehr, und werden dann, wahrscheinlich weil sie dann sehr dünn sind, zu schnell braun. Ich drehe zwar das Blech zur Mitte der Backzeit da mein Ofen hinten heißer ist, aber es ist sehr schwer ein befriedigendes, und vor allem gleichmäßiges, Ergebnis zu erhalten.

Als es mal wieder gar nicht klappen wollte kam meine Frau wieder mit der Umluft an. Und weil eh alles verhunzt war tat ich ihr den Gefallen. Ich ließ den Ofen auf die für Umluft vorgesehene Temperatur abkühlen und buk das nächste Blech mit Umluft.

Und siehe da, der Erfolg war umwerfend. Die Kekse zerliefen nicht so stark, sondern behielten einen luftig leichten, knusprigen Körper. Alle waren gleichmäßig gebräunt, und schon das Reinbeißen war eine Freude, vom Geschmack ganz zu schweigen. Seitdem backe ich die Kekse immer wieder mit Umluft, mit immer gleichmäßigem Erfolg. Und wenn die Weihnachtsbäckerei beginnt werde ich auch die anderen Plätzchen mit Umluft ausprobieren.

Nun aber endlich zum Brot:

Brot mit Umluft geht gar nicht, liest man immer wieder. Ja, es wird sogar als Backfehler beschrieben. Das Brot trocknet aus und die Kruste wird zu schnell hart, so dass kein guter Ofentrieb entsteht. Also käme ich nie auf die Idee Brot mit Umluft zu backen.

Gestern wollte ich ein einfaches Bauernbrot backen. Weil der Vorteig ein Pâte fermentée ist, dass 12 - 48 Stunden im Kühlschrank bleiben kann, passt es ganz gut in meine Wechselschicht. Deshalb, und weil es gut schmeckt, backe ich es öfter wenn wenig Zeit ist, andere Brote backe ich wenn ich mal ein paar Tage frei habe. Damit es länger vorhält habe ich alle Rezept-Zutaten um 25% erhöht.

Als es Zeit wurde den Ofen einzuschalten befolgte ich einen Tipp den ich an andere Stelle gelesen hatte, ich schaltete den Ofen auf 250°C Umluft ein, damit er schneller heiß würde. Vor dem Einschießen des Brotes wollte ich auf Ober/Unterhitze umschalten.

Das hatte ich schon öfter gemacht, aber dieses Mal vergaß ich das Umschalten. Ich schob das Brot auf die aufgeheizte, umgedrehte Fettpfanne, machte mit der Sprühflasche reichlich Dampf und überließ es seinem Schicksal. Erst 5 Minuten vor Backende fiel mir auf dass ich das Umschalten vergessen hatte. Ich schaltete zwar noch schnell um, aber gebracht hat es sicher nichts. Das Brot hatte also 10 Minuten bei 250°C Umluft gebacken danach 30 Minute bei auf 200°C Umluft fallender Temperatur. Laut Klopftest war es gut, vielleicht schon übergut, also trocken gebacken? Es war ja nicht nur den Nachteilen der Umluft ausgesetzt gewesen, sondern dadurch ja auch viel zu heiß gebacken worden. Umluft soll ja immer ca. 20°C niedriger sein.

Abends war es dann so weit, mit einem ungutem Gefühl schnitt ich das Brot an. Und was soll ich sagen, ich hatte noch nie so ein gutes Brot gebacken! Sagenhafte Krume und Kruste und ein Geschmack......! Meine Frau, die gerne ein wenig abnehmen möchte und daher abends eher mäßig isst, verputzte gleich drei dick geschnittene Scheiben und flüchtete dann auf die Couch um der Versuchung eine weitere Schnitte zu essen zu entgehen. Mir langten zwei Schnitten, aber nur weil ich jeden Bissen lange und ausführlich genossen habe.

Heute beim Frühstück gab es das Brot getoastet. Auch sehr lecker. Und nun frage ich mich ob Umluft (nicht Heißluft!) vielleicht doch besser ist!? Mit reichlich Dampf kann man ja vielleicht verhindern dass die Kruste zu schnell fest wird und austrocknet!?

Mein Heißluftbrot:


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Espresso-Miez
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Anmeldungsdatum: 14.12.2013
Beiträge: 577

BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Schön, dass Dir Dein Brot so gut gelungen ist!
Was ist der Unterschied zwischen Umluft und Heissluft?
(Weihnachts-) Kekse und gelegentlich auch Kuchen backe ich ebenfalls gern mit Um- bzw. Heissluft, bin aber bisher immer davon ausgegangen, dass dies dasselbe wäre. Verlegen
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Liebe Grüße von der Miez
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Hans_W.
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
Beiträge: 206
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Bei Umluft wird die Hitze von den Heizspiralen der Ober/Unterhitze erzeugt und per Ventilator im Ofen umgewälzt.

Bei Heißluft wird die Hitze von einem Ringheizkörper am Ventilator erzeugt und von außerhalb des Backraumes in den Ofen geblasen.

Siehe hier: https://lowcarbkompendium.com/umluft-heissluft-oder-ober-unterhitze-5189/
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Hobbykoch17
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Anmeldungsdatum: 15.09.2014
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab' ein Heißluftsystem im alten Miele, die warme Luft wird an 4 Öffnungen hinten eingeblasen. Ich hab' seinerzeit geglaubt ich kann damit auf mehreren Ebenen backen, hab' mir für Kleingebäck deshalb 4 Lochbleche gekauft - funktioniert leider nicht: die 'Windgeschwindigkeit' im Backraum ist 'außen rum' viel heftiger als in der Mitte - was eine ziemlich ungleichmäßige Bräunung verursacht.

4 Lochbleche vergebens (aber nicht umsonst) gekauft, ich backe wieder hintereinander mit Ober-/Unterhitze - am Stein.

Anscheinend muss man das bei jedem Backrohr probieren, ob's anständig funzt (oder nicht).

LG
Reinhard
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JuergenPB
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 12.05.2016
Beiträge: 425

BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
Bei Umluft wird die Hitze von den Heizspiralen der Ober/Unterhitze erzeugt und per Ventilator im Ofen umgewälzt.

Bei Heißluft wird die Hitze von einem Ringheizkörper am Ventilator erzeugt und von außerhalb des Backraumes in den Ofen geblasen.
Das ist nicht unbedingt bei allen Herstellen gleich.

Mein Siemens-Ofen (HB63AB521) hat unter anderem:
- Heißluft (Ober-/Unterhitze + Ringheizkörper)
- Heißluft-Eco (nur Ringheizkörper).

Heißluft-Eco ist beim Benutzen eines (des mittleren) Einschubs sinnvoll; bei mehreren Blechen muß man normale Heißluft nehmen. Heißluft-Eco soll etwas energiesparender sein.
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Gruß
Jürgen
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 2472
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich backe ALLE meine Brote und Brötchen mit HEISSLUFT! Sehr glücklich

@ Hans:
Die Definition für Heißluft nehme ich lieber dort vom wiki! Die Variante "mit von außen eingeblasener" Heißluft ist eher selten!

Hier eine Ansicht von meinem "alten Alten", der "neue Alte" ist etwas konventioneller und ohne Edelstahl, aber dafür hat er eine Wasserschublade, um beliebig viel Wasser für Schwaden von oben auf ein Verdampferblech rein zu geben.
Der "alte Alte" hat dafür diese separat beheizte Wasser-Schüssel unten drinnen, die ich aber auch von außen beliebig nachfüllen kann. Dazu hat er spezielle Programme für "nur Dampf", "Dampf-Hitze", "Hitze-Dampf".

Die Kunst bei diesen Öfen ist, die Temperaturen richtig zu treffen!
Beim "alten Alten" muss ich grundsätzlich 20° unter die "üblichen" OU-Temperaturen, beim "neuen Alten" sogar 30°!
Darin sehe ich das große Problem! Viele, die schlechte Erfahrung beim Wechsel zwischen OU und Heißluft / Umluft gemacht haben, haben die Temperaturen einfach gleich genommen!

Ich habe versuchsweise mal mit "nur" OU ein Brot gebacken, natürlich mit den dann erhöhten Temperaturen! Klar ist es auch was geworden, aber der Ofen war danach, für mich ungewohnt, unnötig lange zu heiß!

Für mich gilt daher: Jede/r soll so backen, wie sie/er die besten Ergebnisse erzielt! Jeder Ofen ist anderst! Winken
Und wenns nichts wird, dann gibt es so viele Möglichkeiten, wo die Ursache dafür liegen kann, das muss oft nicht mal der Ofen sein! Auf den Arm nehmen

Herzliche Grüße

Petrowitsch (#56)
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Hans_W.
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
Beiträge: 206
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

@Hobbykoch 17: Das war dann ja wohl "ein Schuss in den Ofen"! Winken Ich hab noch gar keine Erfahrung mit Heißluft, nun aber mit Umluft.

@JürgenPB: Ja, das hatte ich auch schon gelesen dass es so etwas tolles gibt. Wollte aber erst mal nur das Prinzip auf die Anfrage von Espresso-Miez hin erklären.

@Petrowitsch: Ein bisschen Definitions-Wirrwarr. Ich hab vor einiger Zeit die Erklärung so gelesen. Nun habe ich mich nochmal durchs Thema gegoogelt. Im Prinzip ist es ja wohl so dass Umluft und Heißluft ziemlich gleich aufgebaut ist, nur ist bei Heißluft eine Heizspirale um den Ventilator installiert. Das Ganze ist vom Backraum, in dem also das Backgut sich befindet, durch ein Blech abgetrennt. Von da wird bei Heißluft die Luft eingeblasen, mit Aussen ist da der Raum hinter dem Blech gemeint, also nicht etwa die Küche.

Du backst also immer mit Heißluft und hast keine Probleme mit den avisierten Qualitätseinbussen? Keine ausgetrockneten Backwaren, die nicht vernünftig aufgehen? Liegt dann wohl an den Dampffunktionen deines Ofens!?

Die unterschiedlichen Temperaturen bei Ober/Unterhitze und Umluft/Heißluft sind mir schon ein Begriff. Allerdings habe ich das ja beim oben angegebenen Brot nicht beachtet. Nicht mit Absicht, sondern weil ich eben nach dem Aufheizen mit Umluft das Umschalten vergessen habe.

Und so habe ich das Brot mit Umluft bei Temperaturen die für Ober/Unterhitze gelten gebacken. Und so das beste Brot meines Lebens gebacken! Ich werde es jedenfalls in Zukunft weiterhin mit Umluft versuchen. Dabei Wert auf ordentliches Schwaden legen.

Beim Googeln habe ich übrigens die Aussage gefunden das Ober/Unterhitze die natürliche Art des Backens sei, weil so auch schon in den Holzbacköfen gebacken wurde. Das stimmt doch gar nicht! In den Holzbacköfen werden Boden, Wände, sogar die Ofentür aufgeheizt, so dass das Backgut von allen Seiten Hitze bekommt. So wie bei Umluft/Heißluft!?
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Hobbykoch17
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Anmeldungsdatum: 15.09.2014
Beiträge: 1150
Wohnort: AT-Ost

BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
... In den Holzbacköfen werden Boden, Wände, sogar die Ofentür aufgeheizt, so dass das Backgut von allen Seiten Hitze bekommt. So wie bei Umluft/Heißluft!?

Nein. Im HBO wird die Wärme hpts. durch Wärmestrahlung übertragen, bei UL/HL durch Konvektion.

LG
Reinhard
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Hans_W.
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
Beiträge: 206
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BeitragVerfasst am: 07.09.2018, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

@Hobbykoch17: Natürlich kenne ich die Unterschiede zwischen Wärmestrahlung und Konvektion, schon vom Beruf her.

Ich denke die Wärme im HBO ist mit Umluft in sofern vergleichbar dass die Hitze rundherum gleichmäßig auf die Backwaren einwirkt, und nicht von oben und unten wie bei Ober/Unterhitze.
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 2472
Wohnort: Hochschwarzwald - Baden

BeitragVerfasst am: 07.09.2018, 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
@Petrowitsch: Ein bisschen Definitions-Wirrwarr. Ich hab vor einiger Zeit die Erklärung so gelesen. Nun habe ich mich nochmal durchs Thema gegoogelt. Im Prinzip ist es ja wohl so dass Umluft und Heißluft ziemlich gleich aufgebaut ist, nur ist bei Heißluft eine Heizspirale um den Ventilator installiert. Das Ganze ist vom Backraum, in dem also das Backgut sich befindet, durch ein Blech abgetrennt. Von da wird bei Heißluft die Luft eingeblasen, mit Aussen ist da der Raum hinter dem Blech gemeint, also nicht etwa die Küche.

Im Prinzip JA! Auf den Arm nehmen
a) Alles geschieht im gleichen Backraum!
b) OU erfolgt durch 2 Heizkörper, "normalerweise" *) außen am Backraum, oben und unten. Übertragung der Wärme zum allergrößten Teil durch Strahlungswärme! Energieverlust beim Durchgang durch die Backraumwand. Backen mit zwei Blechen unmöglich!
c) Umluft erfolgt wie b), jedoch wird durch einen Ventilator im Backraum die Luft umgewälzt. Übertragung zum großen Teil durch Strahlung, zu einem kleineren Teil durch Konvektion. Energieverlust beim Durchgang durch die Backraumwand. Backen mit 2 Blechen teilweise möglich.
d) Heißluft erfolgt über einen separaten Ringheizkörper direkt um den Ventilator vor der Rückwand des Backraums, Übertragung zum allergrößten Teil durch Konvektion, teilweise durch Strahlungswärme von den ebenfalls aufgeheizten Wänden rundum. Backen mit 2 oder mehr Blechen möglich und sinnvoll!

Beim Kontakt des Backgutes mit aufgeheizten Flächen oder Körpern (Backblech, vorgeheizt, Kastenform, DO) erfolgt die Übertragung zusätzlich immer auch durch Wärmeleitung!

*) In meinem "alten Alten" liegen ALLE Heizkörper innen im Backraum! Dadurch keine Wärmeverluste beim Durchgang durch die Wand der Backkammer!

e) Das Blech vor dem Ringheizkörper dient dazu, dass die durch die Mitte angesaugte Luft aus dem Backraum vom Ventilator durch den Ringheizkörper rundum nach außen "geschleudert" und dabei stark erhitzt wird und durch die entsprechende Ausgestaltung des Blechs gleichmäßig in den Backraum zurück geleitet wird.
(Schau mal im Bild meines "alten Alten"! Dort siehst Du am Blech vor der Rückwand seitlich, oben und unten Falze, dazu kleine Schlitze im Blech. Das dient zur Leitung der heißen Luft, die an den Seitenwänden, oben und unten gleichmäßig in den Backraum geleitet wird, dabei die Wände mit aufheizt und durch die Mitte des Backraums wieder mit dem Ventilator eingesaugt wird!)
Diese Art der Konvektion, unterstützt durch die Strahlungsübertragung, eventuell auch noch durch Wärmeleitung, ergibt eine gleichmäßigere Erwärmung des Backgutes von allen Seiten! Damit eine bessere Übertragung der Heizenergie auf das Backgut, damit keine so hohe Temperatureinstellung!

Zitat:
Du backst also immer mit Heißluft und hast keine Probleme mit den avisierten Qualitätseinbussen? Keine ausgetrockneten Backwaren, die nicht vernünftig aufgehen? Liegt dann wohl an den Dampffunktionen deines Ofens!?

Geschockt WELCHE Qualitätseinbußen???
Durch die reduzierten Temperaturen habe ich größtenteils sogar eindeutige Qualitäts-STEIGERUNGEN!
Kürzere Backzeiten sind nicht nur energetisch von Vorteil! Sie schonen auch die Inhaltsstoffe der Backwaren!
Röschere Kruste ist ein weiterer!
Von manchen "aufgeklärten" Bäckern wird sogar ein Backen mit Heißluft am Ende der Backzeit für eben diese rösche Kruste angeregt!
Die Dampf-Funktion ist wirklich ein absoluter Vorteil! Die Wasser-Kipp-Röhre genau so! Da bringe ich Krusten zustande, die kannst Du so sonst nur in exzellenten französischen Profi-Öfen erzeugen! Sehr glücklich Sehr glücklich
Dieses "Schwaden-Geben" wird ja durch die tollsten Erfindungen zu Erreichen versucht! Geschockt
Wir haben mit unseren "normalen" Haushalts-Herden immer das Problem, dass wir KEINEN Rückhalt des Schwadens in der Backkammer haben! Oft ist sogar ein Wrasen-Abzug eingebaut! Beim Backen absolut kontraproduktiv, zumindest, solange man(n) den Schwaden IN der Backkammer braucht!
Gelegentlich backe ich in solch einem "Wrasen-Abzugs-" Ofen! Dann stelle ich, solange ich den Schwaden IM Ofen brauche, dort einen Kochtopf drauf! Auf den Arm nehmen

Zitat:
Und so habe ich das Brot mit Umluft bei Temperaturen die für Ober/Unterhitze gelten gebacken. Und so das beste Brot meines Lebens gebacken! Ich werde es jedenfalls in Zukunft weiterhin mit Umluft versuchen. Dabei Wert auf ordentliches Schwaden legen.
Wenn Du da jetzt noch mal die Uhr dazu nimmst und die Backzeit kontrollierst - also nicht die Uhr soll die Backzeit vorgeben, sondern Du sollst die Zeit kontrollieren, bis das Backgut richtig gebacken ist (Klopftest und/oder Kontrolle der Innentemperatur - Einstichthermometer!), dann kannst Du sehr wahrscheinlich bei der Heißluft (Umluft) eine Verkürzung der Backzeit feststellen! Winken
Im Umkehrschluss könnte es da jetzt aber auch heißen, dass Du eine zu niedrige OU-Hitze verwendet hattest / hast! Cool

Zitat:
Beim Googeln habe ich übrigens die Aussage gefunden das Ober/Unterhitze die natürliche Art des Backens sei, weil so auch schon in den Holzbacköfen gebacken wurde. Das stimmt doch gar nicht! In den Holzbacköfen werden Boden, Wände, sogar die Ofentür aufgeheizt, so dass das Backgut von allen Seiten Hitze bekommt. So wie bei Umluft/Heißluft!?

Völlig richtig! Im HBO hast Du alle drei Übertragungsarten!
Von oben und von allen Seiten Wärmestrahlung, von unten Wärmeleitung, die Brote liegen ja auf dem Boden der Backkammer, durch die Temperaturunterschiede vom Backgut zur Backatmosphäre Konvektion! (s. den Link oben!)
Die "absolut ruhende Backatmosphäre" ist ein "absolut guter" Marketing-Gag! Sehr glücklich Böse

ABER:
Zu all diesen Erkenntnissen und Erfahrungen war auch für mich ein langer Weg! Ich musste anfangs auch vieles glauben!
Hatte aber das Glück, sehr schnell in der Bedienungsanweisung meines Herdes auf eine gute Beschreibung der Heißluftfunktion zu stoßen mit WIRKLICH SCHLÜSSIGEN Erklärungen!
Der glückliche Zufall war dann mein "alter Alter"! Aber da glaube ich, dass der mich gesucht hat! Pöt huldigen Bei der vorherigen Besitzerin konnte er seine Fähigkeiten absolut NICHT entfalten! Weinen Weinen Weinen

Also, Üben, Üben, Üben - Denken, Denken, Denken und Fragen, Fragen, Fragen!

Herzliche Grüße und viel Erfolg!

Petrowitsch (#56)
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Hans_W.
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
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BeitragVerfasst am: 09.09.2018, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monsieur P.,

danke für so viel Feedback, aber schau doch mal, bezüglich der Qualitätseinbussen, hier unter Punkt 3 welchen groben Backfehler du begehst: https://brotliebling.com/blogs/brotzeit-blog/backschule-teil-4

Da erfährst du auch das im Steinofen (HBO) die Hitze wirklich nur von oben und unten kommt.

Weisse Bescheid, nä? Winken

Ok, Spaß beiseite. Hab alles aufmerksam gelesen und im Nachinein denke ich mir: Da hättste auch von selbst drauf kommen können. Wenn man schon auf Experten hört.........!

Hab gerade Brötchen mit Umluft und reichlich Dampf (kurz vor Schluss abgelassen) gebacken, die sind sehr lecker und locker mit Knusperkruste geworden.

Wenn es tatsächlich so wäre, dass Umluft/Heißluft die Backwaren austrocknet könnte man doch außer bei Brot und Brötchen auch bei Kuchen, Plätzchen, Pizza, Aufläufe usw. mit der Sprühflasche nachhelfen, oder? Aber stimmt das überhaupt? Trocknet Umluft/Heißluft die Backwaren tatsächlich aus, und verhindert das Aufgehen, jedenfalls mehr als bei Ober/Unterhitze?

Das ich eine zu niedrige Temperatur beim Brot backen verwende vermute ich schon länger, leider ist bei meinem Ofen bei 250 °C Schluss, und ich vermute dass eine höhere Temperatur zum Anbacken von Vorteil wäre. Ist doch 300 °C beim HBO, oder? Ich denke jetzt auch dass dass 250°C Umluft etwas vorteilhafter sind.

Jetzt werde ich mich aber erst mal an deinen letzten Satz halten und üben, üben, üben......

Vielen Dank und viel Grüße, Hans
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Hobbykoch17
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Anmeldungsdatum: 15.09.2014
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BeitragVerfasst am: 09.09.2018, 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
... leider ist bei meinem Ofen bei 250 °C Schluss, ...

Reicht doch (wenn's keine Pizza sein muss).

Ich heize Rohr & Backstein normalerweise auf 240-245° vor, wenn 1 Brot rein kommt, auf 250°, wenn 2-3 Brote rein kommen (wg. dem Temperaturabfall, weil die Ofentüre beim Einschießen ja länger offen ist ).

LG
Reinhard
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Hans_W.
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
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BeitragVerfasst am: 09.09.2018, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

@Hobbykoch17: Muss ja reichen! Und die Brote usw. werden ja auch nicht schlecht. Aber vielleicht könnten sie ja noch besser werden.
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JuergenPB
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Anmeldungsdatum: 12.05.2016
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BeitragVerfasst am: 09.09.2018, 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt auch Haushalts-Backöfen, die bis 300°C hoch heizen können, zum Beispiel meiner. Cool
Da hatte ich damals beim Kauf extra drauf geachtet.

Allerdings brauche ich solch hohe Temperaturen nur, wenn ich Pizza auf dem Backstein backe. Das ist natürlich schon etwas „Luxus“. Ich heize 1 Stunde den Backstein auf und backe dann in rund 90 Sekunden eine Pizza fertig.
Mit den Augen rollen

Zum Brotbacken sind normalerweise 250°C vollkommen ausreichend.
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Gruß
Jürgen
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Hans_W.
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
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BeitragVerfasst am: 09.09.2018, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wobei hier ein HBO-Bäcker schreibt dass 250 °C auf keinen Fall reichen, und das er seine Brote bei 270°C einschießt (Hannemag): https://www.wunderkessel.de/t/wer-kann-mir-tipps-zum-backen-im-holzbackofen-geben.52793/

Ja, 250°C reichen schon, es werden ja laut Rezept auch Brote mit z. B. 210 °C gebacken. Aber vielleicht werden sie ja mit mehr Hitze ja doch noch besser. Woanders, wo weiß ich nicht mehr, habe ich gelesen dass man für eine tolle Kruste möglichst viel Hitze braucht.

Meinen Ofen, bzw. die ganze Küche habe ich mit der Wohnung übernommen. Da wohnte vorher ein Junggeselle der höchstens mal eine Fertigpizza darin aufgebacken hat. Der hat einfach das billigste einbauen lassen was zu haben war. Dauert aber nicht mehr lange, dann bekommen wir eine größere Summe ausgezahlt und dann gibt es einen neuen Backofen. Bis 300 °C und mit Bedampfungsfunktion.
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Petrowitsch
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Anmeldungsdatum: 29.09.2009
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BeitragVerfasst am: 09.09.2018, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
Hallo Monsieur P., danke für so viel Feedback, aber schau doch mal, bezüglich der Qualitätseinbussen, hier unter Punkt 3 welchen groben Backfehler du begehst: https://brotliebling.com/blogs/brotzeit-blog/backschule-teil-4
Da erfährst du auch das im Steinofen (HBO) die Hitze wirklich nur von oben und unten kommt.
Geschockt Hallo Hans, im ersten Moment hab ich gedacht, Du willst mich veräppeln! Geschockt Ich hab natürlich gleich den Link benutzt und u.a. den Punkt 3 gelesen! Mit permanentem Kopfschütteln!!!
Zitat:
Weisse Bescheid, nä? Winken
Ok, Spaß beiseite. Hab alles aufmerksam gelesen und im Nachhinein denke ich mir: Da hättste auch von selbst drauf kommen können. Wenn man schon auf Experten hört.........!
DA ging mir dann der Kronleuchter auf! Pöt huldigen
Siehst Du, der berechtigte Zweifel ist bei Dir hoch gekommen! Und soweit sollte jeder kommen, der über den Tellerrand hinaus kommen will!
Zitat:
... Aber stimmt das überhaupt? Trocknet Umluft/Heißluft die Backwaren tatsächlich aus, und verhindert das Aufgehen, jedenfalls mehr als bei Ober/Unterhitze?
Wenn ich die Absicht habe, irgend welche Sachen, Körner, Mehl, Kräuter, ... zu trocknen oder zu rösten, dann kann ich das tatsächlich ganz hervorragend mit Umluft, besser Heißluft machen!
Mit den richtigen Temperaturen und Zeiten!
Die müssen noch nicht mal besonders hoch sein, nur lang genug (und beim Trocknen die Türe einen Spalt offen! Winken).
Wenn ich also irgend eine Backware mit Umluft / besonders mit Heißluft bei OU-Temperaturen die dort vorgegebene Zeit backe, dann ist ein Austrocknen die wahrscheinliche Folge! WENN!

Ich benutze diesen Effekt der reduzierten Heißluft- (Heißluft!) Temperaturen in der Gegenrichtung!
Bei meinem "neuen Alten" muss ich ja 30° reduzieren, um vergleichbare Resultate zu bekommen wie bei OU! Wenn ich also z.B. Pizza im Sekundenbereich (gut, etwas übertrieben Verlegen) backen will, dann nehme ich den BACKSTAHL (@17!) bei 250°C Heißluft und habe damit den Effekt, wie wenn ich mit 280°C OU backen würde!
Echt cool, nicht! Sehr glücklich
Zitat:
( ... Temperaturen im HBO:...
Solange ich noch nicht regelmäßig im eigenen HBO backen kann, halte ich mich erst mal bei den Temperaturen an diese Grafik hier, unten bei Temperaturen. Aber, wenn es dann soweit ist (HBO!) werde ich, wie immer, auch da baXperimentieren!

Und was ich schon beim "feuerroten Backmobil" bemerkt habe, das ist, dass es gewaltig auf das richtige Verhältnis der Temperaturen für Boden (= Unterhitze), Seitenwände, Türe und Rückwand, und Decke (= Oberhitze) ankommt! Und da ist jeder Ofen anderst, besonders, wenn man(n) von einem Ofentyp auf einen anderen umsteigt! Von E-Herd auf HBO z.B.!
Zitat:
Jetzt werde ich mich aber erst mal an deinen letzten Satz halten und üben, üben, üben......
Winken Winken Winken Höchst lobenwerte Idee! Pöt huldigen
Zitat:
Vielen Dank und viel Grüße, Hans
Herzliche Grüße

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Hans_W.
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Anmeldungsdatum: 12.03.2018
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BeitragVerfasst am: 11.09.2018, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:
Geschockt Hallo Hans, im ersten Moment hab ich gedacht, Du willst mich veräppeln! Geschockt Ich hab natürlich gleich den Link benutzt und u.a. den Punkt 3 gelesen! Mit permanentem Kopfschütteln!!!

Ich musste mich doch irgendwie bei dir bedanken, und da dachte ich so ein kleiner Adrenalin-Schub würde dir gut tun! Winken

Das mit der Gegenrichtung ist mir auch gleich eingefallen als ich über mein positives "Missgeschick" nachgedacht habe. Ich habe ja schon immer bedauert dass ich über 250 °C nicht hinaus komme. Die ideale Anbacktemperatur für Brot soll ja, wie ich schon oft gelesen oder in Videos gesehen habe bei ca. 270°C liegen. Und ich vermute nun dass ich dem mit der 250 °C Umluft ziemlich nahe gekommen bin.

Jedenfalls wird das beim nächsten Brot, also morgen, gleich wieder ausprobiert.

Danke auch für den Hinweis auf die Grafik, die hängt jetzt ausgedruckt an der Pinwand.
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 11.09.2018, 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
Ich musste mich doch irgendwie bei dir bedanken, und da dachte ich so ein kleiner Adrenalin-Schub würde dir gut tun! Winken
Danke! Neutral Ich nehme immer noch die 3-fache Menge Beta-Blocker! Cool

Zitat:
Das mit der Gegenrichtung ist mir auch gleich eingefallen als ich über mein positives "Missgeschick" nachgedacht habe. Ich habe ja schon immer bedauert dass ich über 250 °C nicht hinaus komme. Die ideale Anbacktemperatur für Brot soll ja, wie ich schon oft gelesen oder in Videos gesehen habe bei ca. 270°C liegen. Und ich vermute nun dass ich dem mit der 250 °C Umluft ziemlich nahe gekommen bin.

Jeder Ofen ist anderst!

Eine bei mir in meinem Ofen mit dem Namen "Der neue Alte" verwendete typische Temperaturkurve sieht so aus:
Der "neue Alte" ist der mit den 30° unter OU! Er ist im Prinzip ein "völlig normaler" Backofen in einem Elektroherd!

Teiggewicht ca. 1000 - 1200 g, 1 Laib, rund gewirkt

Vorheizen: 15 Minuten 240°C HL + UH *) + B-Stahl **)
Einschießen:
5 Minuten 240°C HL + UH + reichlich Schwaden
10 Minuten 230°C HL + Schwaden (bei hellem Gebäck)
15 Minuten 200°C HL
20 Minuten 170°C - Schwaden (evtl. mehrmals Klappe öffnen)
Ergänzung für knusprigere Kruste:
12-8 Minuten vor Schluss HL hochstellen auf 220°C, sobald diese 220°C erreicht sind zurückstellen auf 170°C
Ausschießen, Klopftest! Wenn ok, dann auf ein Gitter legen und mit kaltem Wasser einsprühen, auskühlen lassen!

*) Diese 15 Minuten braucht mein (!) Ofen, bis die Temperatur von 240°C mit dem B-Stahl auf der 2. Schiene von unten erreicht ist. Das gelingt so genau, dass ich meine Uhr nach diesen 15 Minuten stellen kann! Sehr glücklich
**) Mein B-Stahl ist normaler "Baustahl", Größe wie ein Backblech, 5 mm dick, Gewicht ca. 5 kg. Geschliffen, sandgestrahlt, mit Rapsöl 1 mal und seither nie wieder eingebrannt!
Auf dem backe ich seit Januar 2017 so gut wie alles ***), auch in Kastenformen bis zu drei Stück nebeneinander.
***) Was ich im "alten Alten" backe geht meistens einen völlig anderen Weg, aber das geht tatsächlich nur in diesem Ofen! Eine Alternative wäre ein Kombidämpfer wie so was!

Herzliche Grüße

Petrowitsch (#56)
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Hans_W.
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BeitragVerfasst am: 13.09.2018, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

@Petrowitsch: Einen schönen Workflow hast du da. Könnte man ihn ein komprimiertes Doppelbacken nennen?

Ich konnte gestern endlich wieder Brot backen. Alte Leute brauchen ja leider länger um sich durch ein Brot "durchzufuttern", aber gestern ging das aktuelle Brot seinem Ende entgegen. Und so konnte es endlich los gehen.

2 Tage zuvor hatte ich schon ein Pâte Fermentée angesetzt. Also mischte ich nun meinen Teig zusammen. Dabei wurde mir so langsam klar dass es wohl ein bisschen mehr Teig werden würde. Wenn ich Nachts arbeite bin ich tagsüber nicht so "auf Zack", deshalb war mir dass bei Aussuchen des Rezepts nicht klar geworden.

Jetzt rechnete ich aber noch schnell alle Zutaten zusammen und kam auf über 2 kg. Dafür habe ich gar keinen Gärkorb, also beschloss ich ein großes Brot für uns, und zwei kleine zum Verschenken zu machen. So machte ich es dann auch, das Große kam in einen Gärkorb, die zwei Kleinen ins zurecht gefaltete Bäckerleinen.

Zum richtigen Zeitpunkt wurde der Ofen auf "volle Kanne", also 250 °C Umluft aufgeheizt, und endlich kam der große Moment des Einschießens. Mit dem großen Brot klappte es einwandfrei, es kam so weit es ging nach hinten auf die umgedrehte und aufgeheizte Fettpfanne.

Aber dann die beiden Kleinen... ...ich hatte ja schon öfter zwei Brote auf einmal gebacken und das passte auch. Aber die beiden Kleinen nutzen, als ich sie aus dem Bäckerleinen nahm, ihre Freiheit aus um sich breit zu machen. Das erste davon kam in den Ofen, aber (oje!) es war kaum noch Platz für das zweite. Also schob ich das erste zusammen bis ich das zweite hinein quetschen konnte.

Nun aber begaben sich beide über die Schräge der Fettpfanne nach vorne hinweg auf die Flucht. Also faltete ich dass was weglaufen wollte nach hinten zurück und konnte nun endlich, nachdem ich mit der Spritzflasche fleißig geschwadet hatte, den Backofen schließen.

Ich hatte nun also tatsächlich, zwar nicht auf dem Schieber, aber immerhin doch das fertig aufgegangene Brot nach geformt. Jedenfalls die Kleinen. Eigentlich wollte ich nach 5 Minuten die Temperatur reduzieren, da aber der Ofen so lange offen war reduzierte ich die Temperatur erst nach 10 Minute auf 170 °C Umluft.

Nun backte(oder buk?) ich nur noch nach Gefühl und Klopftest. Die Kleinen war nach ca. 30 Minuten fertig, das Große nach ca. 45 Minuten. Die Kleinen sehen zwar lustig aus, machen aber doch einen guten Eindruck. Das Große ist gut aufgegangen und fühlt sich auch gut an.

Heute Abend wird es angeschnitten, bin schon sehr gespannt. Erst aber mal hier Bilder zu meinem Backabenteuer, bei dem ich einiges gelernt habe:



Die beiden kleinen "Spaßbrote"! Sind erst mal eingefroren. Verschenken wollten wir diese Brot-Knubbel doch nicht mehr! Winken



Zum Schluss, wenn ich darf, noch eine Frage: Wenn man nun, so wie ich, einen Backofen ohne Beschwadungsfunktion hat, lohnt es sich die Oberfläche der Backwaren vor dem Einschießen mit dem Backpinsel oder der Sprühflasche ordentlich nass zu machen? Oder macht man damit etwas kaputt? Ich meine manchmal das schadet der Oberflächenspannung.
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Förmchenbäcker
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BeitragVerfasst am: 13.09.2018, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hans- das Gute an unseren "Fehlern" beim Backen ist, daß man sie einfach wegfuttern kann!
Ich finde, daß die Brote aber gar nicht schlimm aussehen- vergleiche doch mal mit Exemplaren in unserem Pannenthread!

Ich glaube, das Naßmachen der Laibe ist nicht so gut, es wird hier auch irgendwo in einem Thread behandelt, aber Urlaubsträgheit hindert mich, daran, ihn zu suchen Verlegen Cool

Ich habe das Schwadenproblem für mich zufriedenstellend gelöst, indem ich ein paar Lavasteine für den Grill (gibts z.B. im Baumarkt für wenig Geld) in einer flachen Schale auf dem Ofenboden mit aufheize und dann beherzt Wasser draufgiesse (vorsicht!! Heisser Dampf)
Die Sprühflaschenmethode schein mir nicht zielführend, da das meiste Wasser verdampft ist, bevor die Ofentür wieder zu ist.

Viele Grüsse
Sabine
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 13.09.2018, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine, Hallo Hans,

ja, doch, das klatsch-nass Machen der Teiglinge hilft!
[SuFu hier im STF: genetztes AND Brot + Nach allen Wörtern suchen]

ABER: Sie dürfen nicht von sich aus schon zu weich sein!
Weiche Teiglinge, bei denen "Fluchtgefahr" besteht, sollen erst mal für ca. 1 Minuten trocken angebacken werden, damit sich eine feine Haut bildet. Die fördert dann die Tendenz nach oben! Cool
Dann, nach dieser plus-minus 1 Minute Schwaden geben.

Ich backe gelegentlich in einem Ofen, der ist
a) nicht dicht an der Türe
b) hat eine eingebauten Wrasenabzug
c) ist ziemlich ungenau in seiner Temperatureinstellung
Da helfe ich mir so
a) ich klemme einen Stuhl mit der Lehne unter den Handgriff (allgemeine Heiterkeit bei den Um-sitzenden! Sehr glücklich)
b) stelle einen Topf, der groß genug ist, auf eben diese Öffnung
c) lebe damit und kontrolliere auf Sicht die Farben

Dort sprühe ich die Teiglinge (Weizen-Misch, beabsichtig glatte Oberfläche!) vor dem Einschießen wirklich klatsch-nass!
Danach nehme ich die Spritzflasche, stelle dann die Düse auf Strahl und sprühe damit mehrmals in der ersten Zeit bei etwas geöffneter Ofentüre gegen die Seitenwände.
Ich hab vorab schon mal getestet, an welchen Wänden es die wenigsten "Knack-und-Bumm-Geräusche" gibt! Geschockt
An den Seitenwänden! Winken

Die Lösung mit den verschiedenen, im web bekannten Schwaden-Erzeugungs-Apparaten ist schon einfacher und wirksamer, aber ich brauche zu Hause keine solchen Apparate und die Sprühflasche ist beim Backen immer dabei. Und sei es nur zum Absprühen nach dem Ausschießen auf dem Gitter!

Herzliche Grüße

Petrowitsch (#56)
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 13.09.2018, 17:50    Titel: Nachtrag! Antworten mit Zitat

Hallo Hans,

Deine Brote sehen wirklich gut aus! Pöt huldigen
Auch die kleinen! Auf den Arm nehmen

Herzliche Grüße

Petrowitsch (#56)
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Hans_W.
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BeitragVerfasst am: 13.09.2018, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr zwei,

ich muss jetzt zur Arbeit, deshalb erst mal nur kurz danke schön und ein Bild von meinem angeschnittenem Brot.



Morgen gehe ich dann ausführlicher auf eure Beiträge ein.
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Hans_W.
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BeitragVerfasst am: 14.09.2018, 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

@Sabine,

nein, soooo schlimm sehen sie wirklich nicht aus. War aber schon ein echtes Abenteuer die beiden kleinen in den Backofen zu stopfen. Hat mich aber wieder ein bisschen lässiger gemacht!

Nach Lavasteinen habe ich schon vor längerer Zeit geschaut, habe aber im Baumarkt nur größere Packungen gefunden. Da hätte ich nicht gewusst was ich mit dem Rest anfangen soll. Genau so bei Flussskieseln, da gibt es auch nur größere Beutel. Auch habe ich noch keine Schale in der gewünschten Größe gefunden. Geplant ist es aber schon länger.

@Petrowitsch,

dieses 1-Minute trocken backen hätte mir bei meinen kleinen Broten helfen können. Bevor ich sie nass gemacht habe hatten sie noch nicht dieses starken Flucht-Trieb.

Deinen Stuhltrick kann ich mir im Moment aber nicht so wirklich bildlich vorstellen. Vielleicht wenn die Nachtschicht vorbei ist und ich deren Folgen überwunden habe. Vielleicht kannst du ja auch mal ein Bild davon machen!?

Auf alle Fälle noch mal danke dass du dir so viel Mühe für mich gegeben hast. Ich habe mir aus unserer bisherigen Diskussion ein Ebook erstellt und auf meinen Reader geladen. Da kann ich immer mal wieder nachlesen, damit all die Tipps in meinem Kopf bleiben.

Jedenfalls hat unsere bisherige Unterhaltung mir schon mal einiges gebracht und mich auf dem Weg zum Backprofi ein ganzes Stück voran gebracht.

Ich hoffe ich kann und darf dir in Zukunft noch einige gute Tipps "heraus kitzeln"! Winken
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 14.09.2018, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
@Petrowitsch, ...
Deinen Stuhltrick kann ich mir im Moment aber nicht so wirklich bildlich vorstellen. Vielleicht wenn die Nachtschicht vorbei ist und ich deren Folgen überwunden habe. Vielleicht kannst du ja auch mal ein Bild davon machen!?

Aber klar doch, hier:


"Nur die Leute sind besch....., die sich nicht zu helfen wissen!" Sehr glücklich

Zitat:
Ich hoffe ich kann und darf dir in Zukunft noch einige gute Tipps "heraus kitzeln"! Winken
Aber klar doch, einfach fragen! Sehr glücklich

Herzliche Grüße

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Hans_W.
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BeitragVerfasst am: 14.09.2018, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

@Petrowitsch,

ach ja, danke schön, jetzt wird mir alles klar. Bin wohl tatsächlich ein bisschen sehr begriffsstutzig wenn ich Nachtschicht habe. Winken

Ich habe übrigens während der Nachtschicht ein wenig über das Thema meditiert. Ich habe ja in der Vergangenheit immer frei geschobene Brote gebacken die meistens eher breit als hoch waren. Auch auf vielen Bildern hier oder in der Facebookgruppe sehe ich solche Brote.

Nun habe ich folgende Theorie entwickelt: Bei Ober/Unterhitze wird die Kruste zuerst oben und unten fest, daher bleibt dem Brot zum Ofentrieb nur noch der Weg zu den Seiten!?
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BeitragVerfasst am: 14.09.2018, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hans_W. hat Folgendes geschrieben:
Auch auf vielen Bildern hier oder in der Facebookgruppe sehe ich solche Brote.

Naja - die Brothöhe hat mehrere Faktoren. Roggenlastige Brote mit relativ hoher TA kriegt man kaum hoch, höhere Chancen hat man mit weizenlastigen Broten. Auch die Backraumhöhe hat Einfluss: Dietmar Kappl hat beim Kurs in Berlin 2 exakt gleiche Brote genommen, eines in einen Haushaltsofen gesteckt, eines in einen Ofen mit reduzierter Backraumhöhe (überall O/U und dieselbe Temperatur) - das im niedrigeren Backraum wurde höher.

Wenn mir mal sehr fad ist, versuche ich auch oben einen Backstein rein zu tun - um einen niedrigeren Backraum zu simulieren. Z.Z. ist mir aber nicht so fad...

LG
Reinhard
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Hans_W.
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BeitragVerfasst am: 14.09.2018, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

@Reinhard,

da bringst du mich auf eine Idee: Ich backe ja auf der umgedrehten Fettpfanne, auf der untersten Schiene. Da könnte ich ja ein umgedrehtes normales Backblech auf eine höhere Schiene schieben um den Backraum zu reduzieren. Müsste ich nur schauen ob da die Luft noch gut zirkulieren kann. Nicht so gut wie zwei Backsteine, aber vielleicht schon mal besser als ohne alles.

Einen Backstein habe ich übrigens auch, aber meine Frau fürchtet die Energiekosten die entstehen um ihn aufzuheizen.

Übrigens ein interessantes Experiment dass du da beschrieben hast, danke für die Info.

Ich muss jetzt leider erst mal eine Weile Brot essen, bevor ich wieder Brot backen kann (darf!). Traurig Winken
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Petrowitsch
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BeitragVerfasst am: 14.09.2018, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Reinhard, Hallo Hans,

WIR backen (fast) alle (fast) meistens in "normalen" Haushalts-Elektroherden! Die sind von ihrer konstuktiven Auslegung her auf ALLE im Haushalt vorkommenden OFEN-Verwendungen ausgelegt, nicht nur fürs Backen, vor allem nicht nur fürs BROT-Backen!
Richtige Bäckereiöfen sind dazu deutlich anderst gebaut und haben die unterschiedlichsten Heizeinrichtungen! Und die meisten dieser Profiöfen haben als Grundplatte Stahl!
Es sei denn, es sind "richtige" Holzbacköfen! Dort ist es dann meistens Schamotte!
Schaut Euch mal beim im verlinkten Ofenhersteller den Bereich 'Holzbacköfen' an und dort die 'Referenzstory'!

Zitat:
Anm. P.:
Diesen Hersteller habe ich per Zufall aus dem Ergebnis der Suche "etagenofen + bäcker" herausgenommen. Ich kenne diese Firma erst seit genau JETZT und habe auch sonst nichts mit ihnen zu tun!
Anm. P. Ende:

Was ich damit sagen will ist, wir "Amateure" können uns vielleicht in vielen Bereichen mit Profis messen Verlegen , z.B. Zutaten, Teighandling, Teigführung, Wirken ...
außer bei der Ofentechnik! Die ist für uns schlicht zu groß und zu teuer!
Vielleicht mit ganz wenigen, klitze-kleinen Ausnahmen! Cool

Daher können wir unsere Ergebnisse auch nicht mit denen von Profi-Bäckereien vergleichen!
Wir können zwar in allen Punkten gleich gut oder sogar noch deutlich besser sein als die Profi-Bäcker, Geschmack, Krume, ...
AUSSER IM ERGEBNISS, DAS DER PROFIOFEN HERVORBRINGT!
Vielleicht mit ganz wenigen, klitze-kleinen Ausnahmen! Cool

Ich habe viele von Euch angedachten Versuche schon hinter mir, möchte Euch aber unter keinen Umständen davon abhalten, selber tätig zu werden! Pöt huldigen
Versuch macht kluch! Sehr glücklich

Ich kenne MEINE Möglichkeiten und mache das Beste draus! Auf den Arm nehmen
Der Backofen ist nachher der letzte Schritt in einer Reihe von vielen Schritten! Und bei jedem dieser Schritte sind Fehler möglich und möglichst zu vermeiden!

Dazu kann ich nur aus dem Handbuch zum "feuerroten Backmobil" zittieren:
Zitat:
Die meisten Brotfehler glaubt man, ohne dass man über die Ursachen nachdenkt, auf mangelhafte Funktion des Backofens zurückführen zu müssen....
Das ist der Beginn des letzten Absatzes nach mehreren Seiten über alle möglichen Brotfehler, ihre Ursachen und ihre Verbesserung!

Was ich damit sagen will ist ganz einfach:
Üben, Üben, Üben - Backen, Backen, Backen!
Denn nur, wer nichts macht, der macht auch nichts verkehrt! Auf den Arm nehmen

Herzliche Grüße

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Hans_W.
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BeitragVerfasst am: 15.09.2018, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Petrowitsch hat Folgendes geschrieben:


Was ich damit sagen will ist ganz einfach:
Üben, Üben, Üben - Backen, Backen, Backen!
Denn nur, wer nichts macht, der macht auch nichts verkehrt! Auf den Arm nehmen


Ja, aber jetzt erst mal Essen, essen, essen! Winken

Außerdem muss ich jetzt erst mal Kuchen backen, unsere Tochter hat Geburtstag. Aber das nächste Brot kommt bestimmt, und ich freue mich schon drauf.

Schließlich will man ja als Hobbykoch nicht nur für schmackhafte Backwaren sorgen, sondern auch etwas dabei erleben. Neue Dinge ausprobieren, evtl. ein Erfolgserlebnis einheimsen, oder aus einem Misserfolg lernen. Sonst wäre es ja langweilig, oder? Winken
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