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Schwäbisches eingenetztes Brot RST
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Holzofenbäcker
Sauerteigbäcker
Sauerteigbäcker


Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 20:05    Titel: Schwäbisches eingenetztes Brot RST Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

"eingenetztes Brot" oder auch "Netzbrot" ist typisch für den süddeutschen Raum und das Brot, das ich sehr oft backe.

Für ca. 1,5 kg Brot:

Vorteig:
200 gr. WM 1200 (wahlweise auch 1050 oder halb 1050 und 1600)
200 gr. lauwarmes Wasser
10 gr. Hefe

Alles verrühren und 12h bei Raumtemperatur stehen lassen.

Hauptteig:
- Vorteig
- 600 gr. WM 1200
- gestrichener EL Salz
- 200 gr. Roggensauerteig
- ca. 300 ml Wasser (je nach Sauerteigkonsistenz)

Zutaten mischen und 10 min. kneten.
Teig 30 min. ruhen lassen, schlagen, 30 min. ruhen lassen, wieder schlagen und nochmals 15 min. ruhen lassen.
Teig mit nassen Händen aus der Schüssel holen und auf den gut vorgeheizten (30- 40 min.) Backstein geben.
Backbeginn mit 250°, nach 10 min. reduzieren auf 200° und eine Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen. Nach 60 min. ist das Brot fertig.

Das Ergebnis sollte dann etwa so aussehen.



Gruß
Wolf-Dieter
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drallah
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 47
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

das Ergebnis sieht toll aus, bekomme direkt Lust es nachzubacken.

Weshalb heißt es aber "eingenetztes Brot"?


Liebe Grüße
drallah
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future01
Absoluter Spezialist
Absoluter Spezialist


Anmeldungsdatum: 05.01.2005
Beiträge: 1321
Wohnort: Niederbayern

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

wegen den nassen Händen und der nassen Schüssel vielleicht?
_________________
Gruß Renate
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Hermann.
Sauerteigfachmann
Sauerteigfachmann


Anmeldungsdatum: 09.02.2008
Beiträge: 100
Wohnort: Unterallgäu

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf-Dieter,

dieses Brot möchte ich demnächst backen, ich habe nur mit dem Begriff "schlagen" ein Problem. Könntest Du bitte erklären, wo der Unterschied zum Falten liegt oder ist das gleiche gemeint.
_________________
Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
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Typ 1150
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
Beiträge: 127
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nehm mal an (wenn falsch bitte berichtigen) statt kneten, wirken wird der Teig immer mit Schwung auf die Tischplatte geknallt. Also Teig auf der Platte kurz flachdrücken zusammenfalten, dann statt festdrücken der Länge nach mit Schwung auf die Platte schlagen und das immer so weiter. So wird auch der Kleber aktiviert.

Mit reinem Weizenteig geht das wohl ganz gut, wenn man sich ansieht was Pizza- oder Nudelbäcker so mit dem Teig anstellen, die schwingen den ja teilweise wie ein Lasso durch die Luft. Schöner Showeffekt, mit einem Roggenteig würde das aber sicher lustig werden Smilie, würd sagen unmöglich.

Tschüß
Chris
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Holzofenbäcker
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht sollte man wirklich besser "wirken" sagen. Schlagen im Sinne von hinklatschen ist es nicht.
Man kann den Teig auch ziehen und falten. Das hat wohl die gleiche Wirkung.
Eingenetzt heißt es deshalb, weil die Hände beim Portionieren und die Schüssel mit Wasser genetzt werden.

Noch was:
Der Teig kennt keine Stückgare und kann nicht auf klassische Weise eingeschossen werden. Teig in die Hände nehmen und auf den Backstein klatschen (vorsichtig). Wenn der Backofen einen Wagen hat, geht das wunderbar von oben. Im Holzbackofen geht das mit dem "Schapf".
Wenn man 1kg Teig in einer Hand halten kann, ohne dass er runterläuft ist er viel zu fest.

So ist der Teig fertig zum Backen:

www.ws12.de/brot/fertig.jpg

Hier ein paar Bilder zum Holzofenbacken:

http://dps3329.dps33.derproviderserver.de/modules.php?name=Bilderbuch&act=thumbnails&album=17

Gruß
Wolf-Dieter


Zuletzt bearbeitet von Holzofenbäcker am 08.08.2008, 21:34, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Gretel
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 16.04.2007
Beiträge: 44
Wohnort: in einem etwas größeren und nicht ganz so steilen Dorf auf der Schwäbischen Alb

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf-Dieter,

dich hat der "schwäbische" Himmel zum Forum geschickt!
Endlich mal jemand, der ein Genetztes backen kann, schöner als der Bäcker!!! Pöt huldigen

Vor ein paar Monaten hat schon mal jemand nach einem Rezept für dieses Brot gefragt. Es waren aber nur zwei oder drei Leute, die sich dafür interessierten und auch noch keine Erfahrung hatten. Die Mehrheit der Forumsmitglieder backen immer nur dieses saure Roggenbrot, das mir als Schwabe einfach nicht liegt. Und mir fehlte bisher leider die Zeit, zum Experimentieren. Ich hab auch meine Rezepte, mit denen ich glücklich bin, aber ein richtiges Genetztes ist für mich jetzt noch das I-Tüpfele.

Gruß Gretel
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Holzofenbäcker
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 08.08.2008, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gretel,

mir liegt das Roggenbrot auch nicht, meine Frau mag es.
Der Sauerteig wird auch oft weggelassen und mehr Hefe genommen. Ich finde es dann aber etwas fad und zu hefelastig.

Viel Spaß beim Nachbacken.

Gruß
Wolf-Dieter

Noch was:
Nur ein richtig heißer Backstein stoppt das Breitgehen. Und während der ersten 10 min. die Backofentür nicht aufmachen (hab ich mir sagen lassen).
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Crusty
Anfänger, der sich noch umschaut
Anfänger, der sich noch umschaut


Anmeldungsdatum: 22.04.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 09.08.2008, 23:19    Titel: Genetztes Antworten mit Zitat

Hallo Genetztes-Freunde,

ich bin zwar kein Schwabe, weiß das Genetze aber trotzdem sehr zu schätzen.

Endlich tut sich mal wieder was zu diesem Thema. Ich war derjenige, der vor einiges Monaten schon mal nach dem Brot gefragt hat und war dann doch etwas verwundert, dass es so wenig Resonanz auf meine Frage und dieses Superbrot gab.

Ich habe es auch inzwischen immer wieder bei verschiedenen Bäckern ausprobiert, aber es schmeckt einfach nicht so wie es soll. Eine eigene Lösung muss her.

Werde also auch demnächst dieses Rezept ausprobieren. Bin schon gespannt, ob es das ist, was ich suche.

Wo kauft ihr denn dieses 1200er/1600 WM? Hab ich noch nicht gesehen.

Gruß, Crusty
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Gretel
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 16.04.2007
Beiträge: 44
Wohnort: in einem etwas größeren und nicht ganz so steilen Dorf auf der Schwäbischen Alb

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Crusty,

ich backe meistens mit Weizenmehl 1050, das ich dann mit Vollkornmehl oder 550er mische, je nach dem, wie hell oder dunkel das Brot werden soll.
Für das Genetzte (heute setze ich den Sauerteig dafür an!) werde ich Sauerteig mit Roggenvollkornmehl und Weizenmehl 1050 nehmen.
Bei uns auf der schwäbischen Alb gibt es noch mehrere kleine Mühlen, die die gängige Palette an Ausmahlungsgraden anbieten.
Es gibt auch einen Bauernhofladen in der Nähe. Die bauen das Getreide selbst an und mahlen es selbst.
In diesem Fall ist es ein Vorteil, in den Provinz zu wohnen.

Gruß Gretel
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korsar
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 12.04.2008
Beiträge: 85
Wohnort: Bodensee

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

zum Thema genetztes Brot habe ich im Internet noch weitere Links gefunden, die für euch vielleicht von Interesse sind:

1) http://multimedia.zawiw.uni-ulm.de/zope/solill/Arbeitsergebnisse/Ess_Brot/regionale_brote/ulm/genetztesbrot
2) Der letzte link stammt von hier, wo sich auch Pöt äußert: http://www.chefkoch.de/forum/2,37,72999,4,150,50/genetztes-Brot.html
3) http://www.onlinebaeckerei.de/rezepte/genetztes_brot.php
4) http://home.arcor.de/erich_Hofbauer/content/genetztes1.html
5) http://www.moenchmuehle.com/rezeptdetail.php?id=18&name=Genetztes_Brot

auf der Webseite einer Bäckerei stand (im Gegensatz zu der Schapfvariante), dass das brot mit nassen (genetzten) Händen geformt wird und dann sofort in den Ofen kommt. Das war aber nur eine einzelne Info.

Gruß
Korsar
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Holzofenbäcker
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 13:07    Titel: Re: Genetztes Antworten mit Zitat

Crusty hat Folgendes geschrieben:


Ich habe es auch inzwischen immer wieder bei verschiedenen Bäckern ausprobiert, aber es schmeckt einfach nicht so wie es soll. Eine eigene Lösung muss her.


Hallo Crusty,
genau das war auch meine Intention.
Ich hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem 80-jährigen schwäbischen Bäcker, der sich sehr verächtlich über die "schnelle Hefebäckerei" der "Backfabriken" äußerte. Das schmecke nach nichts. Er häbe noch immer sein Brot mit Sauerteig gebacken.

Noch was zum Thema Sauerteig.
Ich habe noch nie einen Sauerteig selbst gemacht. Die angegebenen 200 gr. Sauerteig hab ich immer so gemacht (Ca.-Angaben):
70 gr. RM 1150
70 gr. Wasser
75 gr. Seitenbacher Flüssigsauerteig aus dem Beutel
als Vorteig zusammen mit dem Hefevorteig (zeitlich, aber in getrennten Schüsseln) anrühren und auch 12h bei Raumtemperatur stehen lassen.

Ich hoffe, das weicht nicht allzuweit von eurem selbstgeführten ST ab. Auf jeden Fall riecht mein Teig nach diesen 12 Stunden wie ein Mostkeller im Oktober. Smilie

Gruß
Wolf-Dieter
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Holzofenbäcker
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Recherche. Ich kommentiere mal aus meiner Sicht.

korsar hat Folgendes geschrieben:

1) http://multimedia.zawiw.uni-ulm.de/zope/solill/Arbeitsergebnisse/Ess_Brot/regionale_brote/ulm/genetztesbrot


Gutes Rezept, jedoch zu viel Hefe.

Zitat:

2) Der letzte link stammt von hier, wo sich auch Pöt äußert: http://www.chefkoch.de/forum/2,37,72999,4,150,50/genetztes-Brot.html


Nee, Herr Pöt. Da stimmt ja fast nichts.
Im Schapf wird nur eingeschossen und der Teig ist "läufig", nicht fest. Sehr glücklich

Guck mal hier:
www.ws12.de/brot/imschapf.jpg
und hier:
www.ws12.de/brot/teigkonsistenz.jpg

Zitat:

3) http://www.onlinebaeckerei.de/rezepte/genetztes_brot.php


Das passt.

Zitat:

4) http://home.arcor.de/erich_Hofbauer/content/genetztes1.html


Zu viel Dinkelanteil und deshalb eine Variante. Muss nicht schlecht sein. Sehr glücklich

Zitat:

5) http://www.moenchmuehle.com/rezeptdetail.php?id=18&name=Genetztes_Brot


Neeeee.....

Zitat:

auf der Webseite einer Bäckerei stand (im Gegensatz zu der Schapfvariante), dass das brot mit nassen (genetzten) Händen geformt wird und dann sofort in den Ofen kommt. Das war aber nur eine einzelne Info.


Das stimmt, aber wie kommt es in den Ofen, 3m hinter dem Ofenloch? Im Schapf.

Gruß
Wolf-Dieter[/url]
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Typ 1150
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
Beiträge: 127
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 14:22    Titel: Re: Genetztes Antworten mit Zitat

Holzofenbäcker hat Folgendes geschrieben:

Ich hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem 80-jährigen schwäbischen Bäcker, der sich sehr verächtlich über die "schnelle Hefebäckerei" der "Backfabriken" äußerte. Das schmecke nach nichts. Er häbe noch immer sein Brot mit Sauerteig gebacken.



Da hat der Bäcker prinzipiell recht, man muß aber dann auch mal sagen, daß nicht wenige Bäcker heute gar keinen eigenen Sauerteig mehr haben und mit fertigen Mehlmischungen backen, im Gegenzug aber einige Brotfabriken wieder auf Sauerteig zurückgekommen sind, wenn auch wohl eher aus Kosten- denn aus Qualitätsgründen. Trotzdem würde ich sagen, daß das Brot was in Penny, ALDI oder Lidl rumliegt früher schon mal schlechter ausgesehen hat als heute. Zum Geschmack kann ich aber nichts sagen, weil ichs nicht kaufe Smilie, hatte da schon meinen Bäckereifavoriten und backs jetzt auch lieber wieder selbst.
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bianchifan
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 1783
Wohnort: am Nützenberg, oberhalb der Schwebebahn, wo man die Robben aus dem Zoo noch hört

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Gretel hat Folgendes geschrieben:
Vor ein paar Monaten hat schon mal jemand nach einem Rezept für dieses Brot gefragt

Muss durchgerutscht sein.. Weinen

Holzofenbäcker hat Folgendes geschrieben:
Backbeginn mit 250°

bisserl niedrig, darf ruhig ein paar Grade höher liegen, dann läuft die Sache aus etwas weniger breit.
Japanische Messer sind zum Brotschneiden eigentlich nicht erste Wahl.

Leider ist bei den backrezepten die zugrundeliegende Diskussion bei der Umstellung auf phpbb irgendwie ins Nirwana gewandert... Weinen

@korsar
Du wärest wahrscheinlich der erste, der mit nassen Händen einen Alienglibberpudding in einen 300° C heißen Ofen schiebt!
Normalerweise dient dazu ein Schieber, wenn der Teig aber tendenziell wegfließen möchte nimmt man einen Schapf, also einen fließbehindernden Schieber.
_________________
ja, mir san mim Radl.... Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht
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Holzofenbäcker
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Oh....
das hab ich unter Pöts Beitrag http://www.chefkoch.de/forum/2,37,72999,4,150,50/genetztes-Brot.html noch den gefunden:
Zitat:
Hallo,
als Schwabe habe ich gelernt, daß das genetzte Brot während des Backvorgangs immer mal wieder mit Wasser benetzt werden muß, d.h. mit einem nassen Pinsel bestrichen, damit die Kruste so schön glatt und knusprig wird.
Manche schwören auch darauf, während des Backvorgangs eine Schale mit Wasser in den Ofen neben das Brot zu stellen.
Mehl wird meist nur 550 Weizenmehl genommen. Aber um das eigene genetzte individuell zu gestalten, nimmt jeder Bäcker noch ein paar Geheimtips dazu.
Manche einen geringen Anteil Dinkel oder Roggenmehl, viele benützen auch einen geringen Teil Sauerteig zusätzlich zur Hefe.
Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.
Gutes Gelingen
Elke


Wo hat sie als Schwäbin das nur gelernt?
Die Laibe werden erst, nachdem sie aus dem Ofen sind mit Wasser benetzt (Kehrbesen oder sprühen). Dann glänzt der Laib schön.
Wasser am Anfang ist ganz wichtig, sonst reißt die Kruste.
550 WM ist für Brötchen und Weißbrot, aber nicht für Eingenetztes. Mindestens ein 1050 nehmen, typischerweise wird aber ein 1200 genommen. Das gibt es nur in Mühlen.
Geheimzutaten? Eher weniger
Manchmal bekommt man noch das früher sehr verbreitete "eingenetzte Kimmichbrot" (Kümmelbrot).

Noch einen Satz zur Mehlfrage:

Die WM Type 1200 bekommt bei uns nur in der Mühle und nur in 25kg Säcken. Da die Type nichts anderes bedeutet, als der Gehalt an Mineralstoffen, kann man es sich die Type nach Belieben zusammenmischen:
1 Teil 1600 und ein Teil 1050 gibt 1600+1050/2=1325
Die Type 1600 ist in 1kg- und 2,5kg-Gebinden zu haben - auch nur in der Mühle.

@Bianchifan
Stimmt.
300° wären zum Anbacken ideal. Es geht aber auch mit 250° ohne ein türkisches Fladenbrot zu bekommen.
Das Messer ist sauscharf, auf einer Seite anthaftbeschichtet und mit glatter Schneide. Bei frischem Brot einfach besser als eine Brotsäge.

Gruß
Wolf-Dieter
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Gretel
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 16.04.2007
Beiträge: 44
Wohnort: in einem etwas größeren und nicht ganz so steilen Dorf auf der Schwäbischen Alb

BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bianchifan,

du hast mit deiner Wortwahl wieder mal den Nagel sehr anschaulich auf den Kopf getroffen: "Alienglibberpudding" ist genau der richtige Ausdruck für die Teigbeschaffenheit eines Genetzten.


Vor einer Stunde hab ich meinen ersten Versuch mit Holzofenbäckers Rezept aus dem Ofen geholt. Das Rezept ist absolut nachbacktauglich, mein Teig war aber leider etwas zu fest, was ich dann zu spät realisiert habe. Von Außen erinnert es eher an einen Ball, als an ein Ufo. Wahrscheinlich ist es innen speckig geworden. Aber da muss ich mich noch gedulden, bis es abgekühlt ist.
Jetzt muss meine Familie das Brot ganz schnell aufessen, damit der zweite Versuch folgen kann.

Gruß Gretel
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Julischnecke
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 27.04.2008
Beiträge: 166
Wohnort: In einem kleinen schwäbischen Dorf in der Nähe von Kirchheim/Teck

BeitragVerfasst am: 12.08.2008, 01:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf-Dieter,

na, das freut mich ja riesig. Sehr glücklich

Endlich ein Rezept für ein Genetztes mit Sauerteig! Das werde ich gleich nach dem Urlaub ausprobieren!!!

Das schönste daran ist aber, dass wir quasi ums Eck wohnen (wir wohnen in Roßwälden) und ich bis heute gar nicht wußte, dass es in Bünzwangen eine Backhausgemeinschaft gibt. Ich habe ab und zu die Möglichkeit in einem Brotbackofen in der Schule unserer Kinder zu backen. Den haben die Kinder in der 3. Klasse mit ihrem Lehrer gebaut (natürlich unter fachkundiger Beratung und Planung von zwei Architektenvätern). Da schmeckt das Brot einfach noch viel besser als zuhause im heimischen Backofen (mit Backstein).

Ganz liebe Grüße und nochmals danke für dieses Rezept!

Kerstin
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Gretel
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Anmeldungsdatum: 16.04.2007
Beiträge: 44
Wohnort: in einem etwas größeren und nicht ganz so steilen Dorf auf der Schwäbischen Alb

BeitragVerfasst am: 12.08.2008, 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich
So hab ich gestern beim Anschneiden des Genetzten gestrahlt!

Es ist genau der Geschmack und die Beschaffenheit, die ich mir erhofft hatte!!!
Ich hätte mich gerne reingesetzt, aber die Poren sind zu klein. Winken

So hatte ich das Brot aus meiner Kindheit (vor gut 30 Jahren) in Erinnerung, das täglich gegessen wurde.
Nochmal ganz herzlichen Dank an Wolf-Dieter, für das Rezept.

Gruß Gretel
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Holzofenbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 12.08.2008, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Gretel hat Folgendes geschrieben:
Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich
So hab ich gestern beim Anschneiden des Genetzten gestrahlt!


Bildääär!!!

Gruß
Wolf-Dieter
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Gretel
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Anmeldungsdatum: 16.04.2007
Beiträge: 44
Wohnort: in einem etwas größeren und nicht ganz so steilen Dorf auf der Schwäbischen Alb

BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tut mir leid, mit Bildern kann ich (noch) nicht dienen, am Computer sind meine Fähigkeiten begrenzt. Mein Mann hilft mir sicher das nächste Mal.


Wolf-Dieter, noch zwei Fragen:

Auf den Bildern eurer Backhausgemeinschaft sieht man ein Leiterwägele mit Büschele drauf. Reicht diese Menge, um den Ofen aufzuheizen?

Und dann habt ihr da einen wunderschönen Schapf. Kann man so einen noch irgendwo kaufen?
Bei Fa. Häussler gibt es das schon (ganz modern in Edelstahl) aber eben sündhaft teuer.

Gruß Gretel
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Holzofenbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Gretel hat Folgendes geschrieben:

Auf den Bildern eurer Backhausgemeinschaft sieht man ein Leiterwägele mit Büschele drauf. Reicht diese Menge, um den Ofen aufzuheizen?


Man braucht etwa die doppelte Menge.

Zitat:
Und dann habt ihr da einen wunderschönen Schapf. Kann man so einen noch irgendwo kaufen?


Da bin ich überfragt.
Das hab ich auf die Schnelle gefunden:
http://www.edelstahl-in-bestform.de/shop-1/0963-schoepfer.html

In den Hohlstiel kann man ein Holzstab reinstecken. Man müsste den Hohlstiel aber noch etwas nach unten biegen, so dass er im rechten Winkel absteht. Sollte gehen.

Gruß
Wolf-Dieter
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Julischnecke
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 27.04.2008
Beiträge: 166
Wohnort: In einem kleinen schwäbischen Dorf in der Nähe von Kirchheim/Teck

BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gretel,

wir haben für unseren Schulbackofen vor kurzem einen Schapf angeschafft. Ich frage morgen mal die Mama, die ihn gekauft hat, wo's den gibt.

Bis morgen Smilie

Kerstin
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Holzofenbäcker
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kerstin,

die Bezugsquelle würde mich auch interessieren.

Ich hab gestern wieder gebacken und die hohe Temperatur von 250° 20 Minuten (statt 10 MInuten) gehalten. War nicht geplant, das Ergebnis ist aber besser.
Die Kruste ist röscher und hat eine deutliche Malznote.




Die Farbunterschiede in den Bildern kommt vom Blitz.

Das ist für mich das Optimum, was mit meinem alten Neff Backofen möglich ist.
Vielleicht kommt irgendwann ein 300°-Teil.

Gruß
Wolf-Dieter


Zuletzt bearbeitet von Holzofenbäcker am 16.08.2008, 19:14, insgesamt einmal bearbeitet
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hage
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Anmeldungsdatum: 04.11.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf-Dieter,

Dein Brot sieht verdammt gut aus, meine Anerkennung!

Du schreibst:

Zitat:
Das ist für mich das Optimum, was mit meinem alten Neff Backofen möglich ist.
Vielleicht kommt irgendwann ein 300°-Teil.


Heißt das, dass man das Brot auch auf 300 Grad heißen Backstein schieben kann, ohne dass es verbrennt? In welchen Schritten würdest Du dann runterschalten?

Vielen Dank,
Gruß
hage
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Holzofenbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
Beiträge: 75
Wohnort: Württemberg-Baden

BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hage,

es verbrennt nicht.
10 Minuten 300° halten, dann auf 200° reduzieren.

Im Holzbackofen habe ich schon 340° mit dem Pyrometer gemessen. Dann wird das Brot aber recht "dunkel". Geschockt
www.ws12.de/brot/dunkel.jpg
(Das Brot war aus dem Holzbackofen)

Gruß
Wolf-Dieter
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hage
Sauerteigbäcker
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Anmeldungsdatum: 04.11.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 16.08.2008, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, Wolf-Dieter,

werd's gleich morgen versuchen, Vor- und Sauerteig sind angesetzt.

Gruß,
hage
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bianchifan
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 1783
Wohnort: am Nützenberg, oberhalb der Schwebebahn, wo man die Robben aus dem Zoo noch hört

BeitragVerfasst am: 16.08.2008, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Holzofenbäcker hat Folgendes geschrieben:
Im Holzbackofen habe ich schon 340° mit dem Pyrometer gemessen. Dann wird das Brot aber recht "dunkel". Geschockt

man kann ja alles übertreiben Auf den Arm nehmen..wozu gibt es Flammküchlein?
_________________
ja, mir san mim Radl.... Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht
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hage
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BeitragVerfasst am: 16.08.2008, 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Also, weil ich so glücklich bin mit dem Ergebnis, zeige ich hier gleich einmal das fertige Brot, Ich konnte es nicht abwarten, hab es, noch etwas warm, angeschnitten, tolle Krume, super elastisch und ungemein lecker. Meine Frau, Stuttgarterin, erinnert es an Brot von früher. Ich habe übrigens zum ersten Mal den Roggensauerteig nur einstufig geführt, ist ja wirklich schön einfach.






Dankeschön, Wolf-Dieter, für Dein schönes Rezept. Ich hatte bisher wenig Glück mit Weizensauerteigbrot, die 10g Hefe hier kann mein Ehrgeiz verkraften.

Ich hab es, wie von Dir empfohlen, nach 10 Minuten von 300 auf 200 Grad runtergenommen, es hat dann aber eine ganze Weile gedauert, bis die Temperatur erreicht war, fast weitere 40 Minuten; aus Sorge vor zu dunkler Kruste hab ich den Backofen dann auf 180 Grad runtergeregelt.

Gruß,
hage
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Gretel
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BeitragVerfasst am: 16.08.2008, 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

@Wolf-Dieter:

deine Brote sehen ja wirklich fantastisch aus.
Der Tipp für den Schapf auf der Edelstahl-Seite ist gut. Das scheint eine echte Alternative zu sein. Aber mal abwarten, ob Kerstin noch was rausfindet.
Übrigens: du als begnadeter Bäcker hättest doch sicher auch Geschick im Umgang mit Sauerteig. Versuchs doch mal, es lohnt sich wirklich! Die Anleitung von Pöt ist gut umzusetzen.
Mein ST ist jetzt 1,5 Jahre alt und sehr aromatisch.

@ Hage

Ich hab heute beim Aufheizen mit einem ausgeliehenen Thermometer die Temperatur nachgemessen. Auf dem Regler des Backofens ist die letzte Zahl 250°C, dann kommt eine Weile nichts und am Anschlag ein Grillsymbol. Wenn ich den Regler zwischen "Grill" und 250°C einstelle, komme ich auf 280°C im Backofen. Wahrscheinlich schafft er sogar 300°C, aber das werde ich wohl nicht brauchen.
Wenn ich auf 280°C aufheize (dauert mit Schamottbackstein, 2 cm dick, etwa 45 Min.), lasse ich das Brot 15-20 Min. bei der hohen Temperatur backen und schalte dann ganz aus.
Die Temperatur fällt so langsam, dass ich nach 45 Min. (vom Ausschalten an gerechnet) immer noch 180°C habe.
Achtung, Abschalten geht aber nur mit Backstein. Mein Bruder hats mal mit dem Backblech probiert und eine herbe Enttäuschung erlebt.

Die Fangemeinde des Eingenetzten scheint zu wachsen, das ist schön!

Gruß Gretel
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Gretel
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BeitragVerfasst am: 16.08.2008, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

@ Hage:

Ich hab jetzt grad erst deine Bilder gesehen.
Ganz großes Kompliment !!!

Gruß Gretel
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Holzofenbäcker
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BeitragVerfasst am: 16.08.2008, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Tolles Ergebnis Hage,

wenn das Brot genauso schmeckt, wie es aussieht und davon gehe ich aus, dann ist dir mein Neid sicher. Sehr glücklich

Mit den Temperatureinstellungen ist es immer so eine Sache. Neuere Backöfen mit hoher Energieeffizienzklasse sind sehr gut gedämmt. Die Temperatur im Ofen geht nur sehr langsam zurück.
Mein 35-jähriger Neff reagiert halt anders.
Im Holzbackofen geht die Temperatur innerhalb von 60 Min. von 300° auf 180° zurück. Dieser Wert kann aber durchaus von Ofen zu Ofen schwanken.

Schön, dass dieses typisch schwäbische Brot auch außerhalb vom "Ländle" Anklang findet. Vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen, der weitere Tipps hat. Es gibt nichts, was man nicht noch verbessern könnte.
Ich werde nächste Woche dem Eingenetzten mal Dinkelmehl beimischen und meinen ersten Sauerteig ansetzen.

Gruß
Wolf-Dieter
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Julischnecke
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BeitragVerfasst am: 16.08.2008, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf-Dieter,

ich hab's nicht vergessen! Gestern konnte ich die Familie aber nicht erreichen und heute waren wir den ganzen Tag unterwegs. Ich versuch's aber morgen nochmal - ansonsten sehen wir die Familie spätestens am Mittwoch beim Training unserer Kinder.

Gut's Nächtle

Kerstin
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hage
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BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

@Gretel, @Wolf-Dieter

vielen danke für die Blumen. Ein Erblassen, Wolf-Dieter, wäre wohl dem Autor nicht gemäß.

Was mir an Deinem Brot so gefällt, ist seine Wildheit, kein Formen, kein Gärkorb, kein Schneiden - einfach schlagen und mit den Händen auf den Backstein legen, findet seine Gestalt von allein.

Ich habe am Ende, nach dem Backen, das Brot eingesprüht und nochmal kurz, bei angelehnter Backofentür, auf den Backstein gelegt. Ich habe das hier irgendwo gelesen, hat dem Brot die schön glänzende Oberfläche gegeben.

Gruß,
hage
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Holzofenbäcker
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BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 07:09    Titel: Antworten mit Zitat

hage hat Folgendes geschrieben:


Ich habe am Ende, nach dem Backen, das Brot eingesprüht und nochmal kurz, bei angelehnter Backofentür, auf den Backstein gelegt. Ich habe das hier irgendwo gelesen, hat dem Brot die schön glänzende Oberfläche gegeben.


Absolut richtig.

Noch ein Tipp:
Damit das Brot nicht reißt, den Teig mit nassen Händen aus der Schüssel holen.Die Teigoberfläche muss beim Einschießen nass sein, damit sie beim Aufgehen noch elastisch genug ist, um die Volumenzunahme mitmachen zu können.

Gruß
Wolf-Dieter
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Julischnecke
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BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf-Dieter, Hallo Gretel,

ich war heute nicht sehr erfolgreich. Traurig

Zuerst habe ich bei der Mama aus unserer Klasse angerufen und auf den Arube gesprochen "wo hast Du denn eigentlich den Schapf für unseren Ofen gekauft?". Nach dem Auflegen sagte mir mein Mann: Na, den hat die Ursel doch beim Häussler in Heiligkreuztal bestellt, ist übrigens ein Kunde von mir.... Kaum habe ich die Häussler-Prospekte meines Mannes durchgeblättert und festgestellt, dass der Schapf dort sage und schreibe 82 Euro kostet Geschockt , rief die Mama an: "Nee, den Schapf hat unser Klassenlehrer irgendwo aus Karlsruhe mitgebracht - den kann man ja beim Häussler nicht bezahlen" (wie wahr!!!). Sie ist sich nicht sicher, meint aber, dass er den Schapf irgendwie über Bäko direkt in Karsruhe besorgt hat.

So, nun kann ich eigentlich erst wieder nach den Ferien weiterforschen. Witzigerweise gehen wir morgen mit der Familie Freunde besuchen, die in der Nähe von der Fa. Häussler wohnen. Da werden wir einen kurzen Abstecher in die Firma machen, weil mein Mann mir außer seinem Kunden auch noch die geniale Knetmaschine zeigen will. Natürlich bekomme ich die nicht, weil 1500 Euro!!!!!!!!!!!!!, aber träumen darf man ja - seufz - Und einen gigantischen Einbaubrotbackofen soll's dort auch noch geben... den darf ich natürlich auch nur ansehen Weinen

Tut mir wirklich leid, dass ich keine besseren Nachrichten habe. Soll ich mich in drei Wochen nochmal um den Schapf aus Karlsruhe bzw. Aufklärung über den Klassenlehrer kümmern?

Liebe Grüße

Kerstin
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Holzofenbäcker
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BeitragVerfasst am: 18.08.2008, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Julischnecke hat Folgendes geschrieben:

Tut mir wirklich leid, dass ich keine besseren Nachrichten habe. Soll ich mich in drei Wochen nochmal um den Schapf aus Karlsruhe bzw. Aufklärung über den Klassenlehrer kümmern?


Hallo Kerstin,
mach dir bitte keine unnötige Mühe.
Es wäre nett, wenn man eine Bezugsquelle hätte, wirklich notwendig ist sie aber nicht.
Kommt Zeit, kommt Schapf. Sehr glücklich

Gruß
Wolf-Dieter
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Gretel
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BeitragVerfasst am: 20.08.2008, 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Das hast du aber nett gesagt, Wolf-Dieter.

Kerstin, bei mir pressierts auch nicht wirklich. Wir haben ja noch nicht mal den Holzbackofen. Das wird wohl erst nächstes Jahr was.
Gut Ding will eben Weile haben.

Nächste Woche sind wir im Urlaub. Vorher will ich aber noch mal backen, dann ist mein Sauerteig auch nicht beleidigt.


Gruß Gretel
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Typ 1150
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BeitragVerfasst am: 20.08.2008, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hier meine Version des Eingenetzten,

abweichend hab ichs ohne Hefe gebacken, Vorteig als Weizensauerteig einstufig 15 Std. angesetzt, Roggensauerteig 3 stufig klassisch. 1200er Mehl hab ich keins, hab 1050 und 25% Weizenvollkorn genommen. Vorgehensweise wie oben beschrieben allerdings hab ich die Zeiten, da ohne Hefe etwas abgeändert. Erste Teigruhe auch 30 Minuten, danach falten geht aufgrund des weichen Teigs nur in der Schüssel. Hab dazu einen Löffel zuhilfe genommen was ganz gut geht, der Teig ist sehr elastisch und man kann mit dem Löffel gut am Rand der Schüssel entlang fahren und so den Teig umschlagen. Nach dem ersten falten 90 Minuten Teigruhe, dann noch mal falten und ca. 40 min Teigruhe. Die Zeiten hab ich nach Gefühl gewählt, obs korrekt ist?, hängt wohl auch vom Sauerteig ab.

Danach das Abenteuer den Teig auf den Stein zu verfrachten, dabei ist er mir dermaßen fladenmäßig breit gelaufen, daß ich erhebliche Zweifel hatte. Smilie Der Ofentrieb war aber enorm und ist doch ein ganz ansehnlicher Laib geworden, so schön hoch wie beim Holzbofenäcker ist er nicht ganz geworden.

Krume schön luftig, geschmacklich ähnlich Bauernbrot schöne knusprige Kruste. Was mir an dem Rezept sehr symphatisch ist, durch die komplette Teigbereitung in der Schüssel wenig Geschirr und wenig Dreck und Staub. Auch daß in meiner Version beide Sauerteige eingesetzt werden finde ich angenehm spare ich mir die sonst übliche Leerlaufführung eines der beiden, die ich sonst mache weil ich nur einmal die Woche backe.

Ob mein Brot jetzt noch dem original eingenetzten entspricht kann ich mangel Vergleich nicht sagen, ist aber jedensfalls gut geworden auch ohne Hefe.

Vielen Dank @Holzofenbäcker für die ANregung und das interessante Rezept.




Zuletzt bearbeitet von Typ 1150 am 05.09.2008, 14:55, insgesamt 6-mal bearbeitet
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Julischnecke
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 00:14    Titel: Antworten mit Zitat

@ Typ 1150

Wow, das sieht ja oberlecker aus. Ich könnte sofort reinbeißen - wirklich wunderschön. Die Idee mit dem Weizensauerteig ist gar nicht so uninteressant, ich mache nämlich auch ab und an mal eine "Leerlaufführung".

Liebe Gretel, lieber Wolf-Dieter,

nachdem ich am Montag bei der Häussler-Besichtigung (wer kann sich die Sachen eigentlich leisten?) den wunderschönen 82-Euro-Schapf - natürlich ohne Stiel!, der kostet extra - bewundert habe und letztlich nur mit einem Gärkörbchen und einem Pinsel rausgelaufen bin Verlegen , habe ich heute bei Bäko in Karlsruhe angerufen.

Die wussten dort aber nicht mal was ein Schapf überhaupt ist! Mit den Augen rollen Nach langwierigen Erklärungen meinerseits wie "Nein, kein Brett, eine Schüssel an der ein langer Holzstiel hängt" oder "Nein, das Brot wird nicht geformt - in die Schüssel wird nur der Teigbatzen für das Eingenetzte reingelegt", kam der Bäko-Fachmann (der dauernd dachte, dass ich von einem Einschießer rede) zum Schluß zu folgendem Ergebnis: "Sowas habe ich noch nie gesehen und noch nie davon gehört, vielleicht versuchen Sie's mal bei Bäko Stuttgart!".

Nee, auf keinen Fall mehr Böse ! Übermorgen fahren wir in den Urlaub und danach frage ich lieber den Klassenlehrer (der weiß wenigstens gleich was ein Schapf ist).

Euch allen bis dahin fröhliches Backen und gelungene Brote!

LG Kerstin
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Gernot
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Anmeldungsdatum: 08.04.2008
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man keinen riesigen Holzofen hat, an dem man sich die Pfoten verbrennt, kann man doch einfach eine kleine Edelstahlschüssel nehmen, oder?

Ich nehme für alle meine Brote immer ein 1 mm dünnes Aluminiumblech, auf das ich problemlos auch weiche Teige stürzen kann. Dann schnell in den Ofen und gut ist. Aluminium ist ein so guter Wärmeleiter, daß es praktisch keinen Unterschied zum direkten Backen auf dem Stein macht.
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Poltergeist
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Anmeldungsdatum: 31.03.2008
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolf-Dieter,

ich würde dieses Brot liebend gerne nachbacken. Ich mag rustikale Brote mit eigenwilliger Form! Meinst Du, es geht auch mit - möglichst hohem - Vollkornanteil? Ich bin halt eine VK-Nudel...
_________________
Viele Grüße,
Poltergeist
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Poltergeist
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Anmeldungsdatum: 31.03.2008
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe gerade, dass Typ 1150 es schon mit 25% VK versucht hat. (Hatte ich vorher überlesen.) Aber meint Ihr, dass man den Anteil noch erhöhen kann (mind. 50%)?
_________________
Viele Grüße,
Poltergeist
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Tammy
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr,

wirklich tolle Brote habt ihr hier eingestellt und gebacken, auch wenn mir persoenlich 2 davon etwas zu dunkel waeren. Als waschechter ehemaliger Schwabe backe ich hier auch seit einiger Zeit schon mein Lieblings Brot, 'das Eingenetzte', so saftig, so knatschig sooo....lecker lecker lecker. Jedoch nach meinem eigenem entwickeltem Rezept.
Meinen Teig kann ich auch nie und nimmer falten noch irgendwie, nur in der Schuessel mit Teigkarte ueberschlagen!

*Poltergeist wenn du den VK Anteil erhoest schmeckt das dann bestimmt auch nicht schlecht jedoch hat es dann nicht mehr viel mit dem "Schwaebischen Eingenetzten Brot" zu tun, das ist dann quasi ein neues Brot Rezept Überrascht und es koennte auch passieren das dir dann die Grossporigkeit in der Krume verloren geht, da der Teig durch den Vollkorn Anteil(Koerner?) bestimmt fester wird, mehr Wasser aufsaugt. Und der Teig soll ja sehr sehr weich sein.

viele Gruesse
Tammy aus 'Down Under' West Australia
-------------------------------------------------------------------------------------
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle... Wer es nicht kennt und sich >nicht mehr wundert<,
>nicht mehr staunen kann<, der ist sozusagen schon tot und sein Auge erloschen..."
'Albert Einstein'


Zuletzt bearbeitet von Tammy am 21.04.2010, 03:54, insgesamt einmal bearbeitet
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Holzofenbäcker
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das Brot sieht wirklich sehr gut aus, Typ 1150. Pöt huldigen

Ich werde deine Version auf jeden Fall in den nächsten Wochen ausprobieren. So schwer kann es ja nicht sein und die 25% VK verkrafte ich auch noch.

@Poltergeist
Ich muss leider sagen, dass VK nicht mein Fall ist. Deshalb hab ich auch noch nie VK Mehl genommen.
Da ich kein Bäcker bin, kann ich dir auch nicht sagen, ob das mit 50% VK funktioniert.
Probier's einfach aus. Ich bin gespannt.

In Anlehnung an die Haute Cousine: "Variation von eingenetztem Brot" Sehr glücklich

Gruß
Wolf-Dieter
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Holzofenbäcker
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Tammy hat Folgendes geschrieben:
Als waschechter Schwabe(ehemaliger) backe ich hier auch seit einiger Zeit schon mein Lieblings Brot das Eingenetzte, so saftig, so knatschig sooo....lecker lecker lecker.


Stimmt, aber:

Das Wort "lecker" kennt der Schwabe nicht.

"Knatschig" ist das Eingenetzte nur kurz nach dem Backen. Für mich entwickelt es seinen maximalen Genuss im Alter von 3 bis 4 Tagen. Dann erst ist es bereit einen vollreifen Romadur oder eine frische Schinkenwurst aufzunehmen.

Winken

Gruß
Wolf-Dieter
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Tammy
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Anmeldungsdatum: 18.06.2008
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

*sag blos du hast mich ertappt und erkannt das meine Mutter aus NRW kam, und ich selbst da auch die letzen 12 Jahre gewohnt habe *lach....

Du neeeeee....du, dann geniese du mal dein altbacken Brot von 4 Tagen, da mach ich dann schon fast Semmelbroesel von fuer meine Schnitzel.
Ich habs gern Ofenfrisch saftig, knatschig und lecker ohne Stinkkaese.

Gruss Tammy
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Anmeldungsdatum: 26.07.2008
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BeitragVerfasst am: 21.08.2008, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Tammy hat Folgendes geschrieben:
, und kann meinen Teig auch nie und niemmer falten noch irgendwie, da wirklich sehr weich,


Ist auch kein richtiges Falten wie bei normalem Weizenteig gewesen, dazu ists wirklich zu weich, eher ein ziehen und umschlagen, was mit einem Löffel ganz gut ging, hab immer über den Schüsselrand unter den Teig gegriffen und umgeschlagen, dabei halt immer die Schüssel mit der anderen Hand gedreht, und das ein paar Minuten lang wiederholt. Strengt an aber ich denk schon, daß es was bringt.

Was ich auch noch dazusagen sollte, die ersten Teigruhen erfolgten bei Zimmertemperatur, die letzten 40min bei 35°C im Gärschrank, hab mir davon versprochen die Hefen für den notwendigen Ofentrieb auf Trab zu bringen, ob das notwendig war?

@Holzofenbäcker
Volkorn ist sicher nicht unbedingt notwendig, hab das eigentlich nur genommen um den Höheren Aschanteil und Wasserbindefähigkeit Deines 1200er Mehls im Vergleich zu meinem 1050 auszugleichen. Geht garantiert auch nur mit 1050, eventuell dann etwas weniger Wasser nehmen, mit mehr Vollkorn eben mehr, obs bei hohem Vollkornanteil im Ofen noch so gut hoch geht ist halt die Frage, Versuch macht klug. Smilie

Tschüß
Chris
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Poltergeist
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Anmeldungsdatum: 31.03.2008
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 26.08.2008, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Wolf-Dieter,

ich danke Dir für dieses fantastische Rezept! Eben ist mein Eingenetztes dem Ofen entstiegen. Ich konnte mit dem Anschneiden nicht warten und habe direkt zwei Scheiben mit geschmolzener Butter verdrückt. Ich glaube ich hole mir gleich noch eine... Die Kruste ist unbeschreiblich, das Innenleben weich, elastisch und ungleichmäßig geport. Genau richtig, um streichfähigen Belag hinein laufen zu lassen.
Pöt huldigen

Ich habe für den Anfang die 25% Vollkornvariante gebacken. Ich denke ich kann den VK-Anteil noch erhöhen, ohne dass die Teigkonsistenz zu sehr leidet. Über die kommenden "Variationen vom Eingenetzten" werde ich berichten. Die Konsistenz fand ich übrigens erstaunlich. Obwohl ich das Brot zum ersten Mal gebacken habe, wusste ich sofort, wann der Teig richtig war. Ich musste wegen des VK-Anteils noch ein zwei Schlückchen nachgießen. Es hat mir selten so viel Spaß gemacht, einen Teig zu bearbeiten.

So, genug geschwärmt. Meine dritte Scheibe wartet...
Winken
_________________
Viele Grüße,
Poltergeist
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Poltergeist
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Anmeldungsdatum: 31.03.2008
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 26.08.2008, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

So, und als Nachtisch noch eine mit Nougatcreme... Verlegen
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Poltergeist
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