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Rüblibrot - RST

 
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dodo116
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 2341

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 19:41    Titel: Rüblibrot - RST Antworten mit Zitat

Hier jetzt das auf die 1-kg-Backform umgerechnete Rezept für mein Rüblibrot, das ich mir vor längerer Zeit mit Marlas Hilfe zusammengebastelt habe. Nach heutigem Probebacken kann ich sagen, dass das Brot trotz immer empfindlicherer Geschmacksnerven durchaus noch schmeckt Winken...
Der Teig war bei mir noch sehr gut wirkbar und hätte durchaus auch ohne Form gebacken werden können.

Dodos Rüblibrot

Sauerteig: Standzeit ca. 16 h
100 g Roggen-VK
100 ml Wasser
10 g ASG

Vorteig: 1 h anspringen lassen und über Nacht in den Kühlschrank
80 g Weizenmehl Typ 812
70 ml Wasser
0,8 g Hefe

Quellstück: am besten über Nacht, wegen der Buttermilch evt. kühl stellen
70 g Roggenvollkornmehl
70 g 6-Korn-Vollkornmehl
70 g Saaten (Kürbiskerne, Sonnenblumenkern, Leinsamen, Sesam)
30 g Haferflocken (oder andere Flocken)
200 ml Buttermilch
11 g Salz

Teig:
ST, VT und Quellstück
90 g Purpurweizen (oder nach Geschmack Dinkel-VK)
100 g Weizenmehl Typ 812
160 g geraffelte Möhren
evt. 5 g Hefe
etwas Öl

Aus den Zutaten ca. 10 min. einen Teig kneten, dabei sieht man dann auch, ob die Flüssigkeitsmenge paßt. Der Teig sollte nicht zu fest sein, aber noch gut wirkbar.
Den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen, nochmal kurz kneten, wirken und in eine Kastenform geben. Mit Sonnenblumenkernen und Haferflocken bestreuen. Gare ca. 1 h mit Hefe, sonst mit Augenmaß Winken...

Anbacken mit Schwaden bei 250 Grad, danach abfallend bis 190 Grad - ca. 1 Stunde.

Mit den Mehlen kann man wie immer spielen, auch andere Mehltypen nehmen oder wie geschrieben Dinkel-VK.





Das erste (frische) Bild ist leider wieder etwas suboptimal, daher beide nochmal...

Viele Grüße
Dodo
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 15141
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das erste (frische) Bild ist leider wieder etwas suboptimal, daher beide nochmal...


...konntest wohl mit dem Anschnitt nicht abwarten Winken
Und man sieht ganz deutlich wie der Purpurweizen die Krume schön dunkel gefärbt hat.
_________________
Liebe Backgrüße
Marla

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dodo116
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 2341

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
...konntest wohl mit dem Anschnitt nicht abwarten Winken


Doch, doch Sehr glücklich - das ließ sich auch schon prima schneiden und die Krume ist schon völlig in Ordnung, aber irgendwie siehts halt wieder deutlich anders aus als in Natur Geschockt und die Möhren sieht man auch wieder nicht so dolle und muß man sich eher denken Traurig.
Ach - und jetzt kapiere ich das erst mit dem Anschnitt Sehr glücklich, ich meinte mit frischem Bild das zeitlich jüngere von beiden Winken - habe ich mich wieder zum nicht immer verständlichen Umgangsslang hinreißen lassen Winken...

Zitat:
Und man sieht ganz deutlich wie der Purpurweizen die Krume schön dunkel gefärbt hat.


Etwas dunkler ist das Brot tatsächlich, aber eigentlich auch wieder nicht so wie auf dem Foto. Bei den (nicht so dollen) Lichtverhältnissen sollte ich vermutlich meine andere Kamera nehmen, aber mit der kleinen geht es insgesamt einfach schneller und da tendiere ich zur leichten Faulheit Winken...

Liebe Grüße
Dodo
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Lavendel
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Anmeldungsdatum: 15.05.2009
Beiträge: 1338
Wohnort: Frankreich

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Rüblibrot-Variante
ausgehend von einer Modi von Lenta

ST:(16 Stunden)
110g R1050
110g Wasser
9g ASG

VT:(anspringen lassen und Kühlschrank - 16 Stunden)
100g W812
100g Wasser
1g Hefe

Brühstück:(16 Stunden)
75g Saaten
20g Flocken
35 RVK
13g Salz
200ml Buttermilch (kochend)

Hauptteig:
ST, VT, BST
35g RVK
70g DVK
70g WVK
190g W550
180g Karotte (grob geraspelt)
(7g Hefe - weggelassen)
ca. 70ml Buttermilch (je nach Teigbeschaffenheit + oder - )

Ich hatte es beim Zugegen nicht gemessen - vielleicht sogar 100ml - muß man sich rantasten - mein Brühstück stand aber auch über Nacht und hatte die Buttermilch schön aufgesogen.

alles weitere wie gehabt:
gut kneten, Teigruhe min. 30min, gefettete Kastenform, ich habe meinen Teig nicht gewirkt, sondern so in die Form gegeben/ gelöffelt... gehen lassen.... stippen....
bei 240° anbacken...fallend auf 190° eine Stunde ausbacken - 10 Minuten im ausgeschaltenen Ofen ruhen lassen (braucht das Brot, da sehr feucht!)

Der Teig ist relativ viel für Luggis 1kg Kastenform - das Brot ist gut bis über den Rand aufgegangen gewesen bevor ich es eingeschoben habe!



wir fandens ganz super - ich könnte mir sogar gut nochmehr VK vorstellen (so wie bei Dir)! Auf jeden Fall eine schöne Idee, Dodo. Das Brot hält sich hervorragend frisch - dank Buttermilch und Rüblis!

viele Grüße
Micha
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dodo116
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 2341

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Schaut prima aus Sehr glücklich...Flüssigkeitstechnisch sind wir wohl gar nicht so weit auseinander, Du hast mehr Mehl genommen, dazu das Brühstück, dann paßt das vermutlich fast schon wieder (müßte mal rechnen).
Übrigens war die Sache mit der Buttermilch auch eines der Dinge, wieso ich beim Quellstück geblieben bin. Ich weiß ja, dass man Buttermilch kochen kann, aber irgendwie kann ich mich mit dem Ausflocken echt nicht anfreunden Geschockt...

Liebe Grüße
Dodo

P.S. Nochmal zur Berechnung von Möhren: Ich habe hier im Forum mal die Schätzung gelesen, dass aus 300 g Möhren im Entsafter ca. 100 ml Saft rauskommen, das fand ich jetzt nicht so unplausibel. Möhren bestehen zwar aus ca. 80 % Flüssigkeit, aber die wird ja nicht komplett abgegeben, weswegen ja so ein Möhrenbrot vermutlich auch schön saftig bleibt. Wenn man also die Möhrenmenge mal 0.33333333 Winken nimmt und das auf die Flüssigkeitsmenge draufschlägt, bekommt man meiner Meinung nach eine TA, die mir im Rahmen der Möglichkeiten Winken ganz vernünftig zu sein scheint.
Wer Lust auf einen Versuch hat, kann ja bei Gelegenheit mal den Test mit dem Entsafter machen Sehr glücklich...
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Marla21
Moderator
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 15141
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Übrigens war die Sache mit der Buttermilch auch eines der Dinge, wieso ich beim Quellstück geblieben bin. Ich weiß ja, dass man Buttermilch kochen kann, aber irgendwie kann ich mich mit dem Ausflocken echt nicht anfreunden ...


So geht es mir auch, mit Buttermilch würde ich immer ein Quellstück machen, das Ausflocken stört mich.

@ Micha
Bei der 1 kg Form nehme ich auch bei schweren Teigen nicht mehr als etwa 1200 g, die Teigmenge liegt bei deinem Rezept bei etwa bei 1380 g, das ist dann wirklich etwas viel
_________________
Liebe Backgrüße
Marla

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emil46
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 18.10.2009
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schöne Brote, alle beide. Ich kann es nur laienhaft ausdrücken: Dodos Brot schaut etwas kerniger, rustikaler aus, während bei Michas Brot die Krume etwas lockerer erscheint. Aber es ist wahrscheinlich, nur anhand von Fotos, sehr schwer zu beurteilen. Auf jeden Fall werde ich dieses Brot mal nachbacken. Was würdet ihr ändern an den Mengen wenn es frei geschoben und nicht im Kasten gebacken werden soll? Ist das überhaupt möglich?
Liebe Grüße, Annamaria
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dodo116
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 2341

BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Annamaria,

mein Brot heute hätte ich wie oben geschrieben auch gut frei geschoben backen können, wäre kein Problem gewesen, da brauchst Du an den Mengen nichts ändern (so Dein Mehl sich so verhält wie meines Winken)...

Viele Grüße
Dodo
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emil46
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Anmeldungsdatum: 18.10.2009
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 20.11.2010, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

@Dodo116

danke Dodo für die Auskunft. Ich werde demnächst mal versuchen dieses Brot freigeschoben zu backen und werde dann auch berichten. Heute ist das Semolinabrot mit Hanfnüsschen dran.
Tschau, Annamaria
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Lavendel
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 15.05.2009
Beiträge: 1338
Wohnort: Frankreich

BeitragVerfasst am: 20.11.2010, 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Marla21 hat Folgendes geschrieben:

Bei der 1 kg Form nehme ich auch bei schweren Teigen nicht mehr als etwa 1200 g, die Teigmenge liegt bei deinem Rezept bei etwa bei 1380 g, das ist dann wirklich etwas viel

Ja, ich war auch erst skeptisch wegen der Teigmenge und hatte 200g zurückbehalten. Als ich aber den Teig in der Form gesehen habe, habe ich kurzerhand allen Teig hinzugegeben. Und das Brot hat mir recht gegeben. Man kann es noch gut mit der Brotschneidemaschine schneiden und es läuft nicht Gefahr, in der Form überzulaufen!

emil46 hat Folgendes geschrieben:
Sehr schöne Brote, alle beide. Ich kann es nur laienhaft ausdrücken: Dodos Brot schaut etwas kerniger, rustikaler aus, während bei Michas Brot die Krume etwas lockerer erscheint. Aber es ist wahrscheinlich, nur anhand von Fotos, sehr schwer zu beurteilen. Auf jeden Fall werde ich dieses Brot mal nachbacken. Was würdet ihr ändern an den Mengen wenn es frei geschoben und nicht im Kasten gebacken werden soll? Ist das überhaupt möglich?
Liebe Grüße, Annamaria

Prinzipiell kann man alles Brote freischieben, deren TA nicht zu hoch ist, die also von der Teigkonsistenz noch gut zu wirken sind. Das steuerst dann Du bei der letzten Wasserzugabe.
Ich persönlich mag Brote mit einem höheren Vollkornanteil lieber in der Form gebacken und mache dann - wenn ich schon nicht freischiebe - die TA sehr hoch. Das ist aber Geschmackssache.
Meine Variante hat weniger Vollkorn als Dodos Rüblibrot und ist daher auch etwas lockerer und weniger kernig. Nimmst du nur soviel Buttermilch am Schluß, dass Du das Brot noch gut in Form bekommst, dann läßt sich auch die zweite Variante freischieben. Für mich ist es durch seinen VK-Anteil eher ein Kastenbrot, da aber über die Hälfte Typenmehl ist, wäre es einen Versuch wert, es freizuschieben Winken Sehr glücklich !

viele Grüße
Micha
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emil46
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Anmeldungsdatum: 18.10.2009
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 20.11.2010, 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Prinzipiell kann man alles Brote freischieben, deren TA nicht zu hoch ist, die also von der Teigkonsistenz noch gut zu wirken sind. Das steuerst dann Du bei der letzten Wasserzugabe.
Ich persönlich mag Brote mit einem höheren Vollkornanteil lieber in der Form gebacken und mache dann - wenn ich schon nicht freischiebe - die TA sehr hoch. Das ist aber Geschmackssache.
Meine Variante hat weniger Vollkorn als Dodos Rüblibrot und ist daher auch etwas lockerer und weniger kernig. Nimmst du nur soviel Buttermilch am Schluß, dass Du das Brot noch gut in Form bekommst, dann läßt sich auch die zweite Variante freischieben. Für mich ist es durch seinen VK-Anteil eher ein Kastenbrot, da aber über die Hälfte Typenmehl ist, wäre es einen Versuch wert, es freizuschieben Winken Sehr glücklich !


Aus diesen Erklärungen kann ich schon mal eine Menge lernen. Danke Micha! Bisher habe ich mich immer streng an die Rezepte gehalten. Demnächst werde ich, mit den bisher gewonnenen Erkenntnissen, doch mal versuchen etwas "frei Schnauze" zu backen.

Tschau, Annamaria
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dodo116
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 2341

BeitragVerfasst am: 20.11.2010, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich persönlich mag Brote mit einem höheren Vollkornanteil lieber in der Form gebacken und mache dann - wenn ich schon nicht freischiebe - die TA sehr hoch. Das ist aber Geschmackssache.


Grundsätzlich kann man natürlich bei Broten, die im Kasten gebacken werden, mehr Flüssigkeit verwenden und macht das normalerweise auch. Ich bin trotzdem inzwischen vorsichtig und mache das eher moderat, weil ich doch schon öfter mal den Effekt hatte, dass die Krume in der Mitte zu sehr gelockert war, und das passiert schon mal auch dann, wenn der Teig sich eigentlich richtig anfühlt.

Zitat:
Aus diesen Erklärungen kann ich schon mal eine Menge lernen. Danke Micha! Bisher habe ich mich immer streng an die Rezepte gehalten. Demnächst werde ich, mit den bisher gewonnenen Erkenntnissen, doch mal versuchen etwas "frei Schnauze" zu backen.


Ich weiß nicht, wielange Du schön bäckst und wie Dein Teiggefühl schon entwickelt ist (ich gebe ehrlich zu, ich tue mich da auch manchmal schwer) - grundsätzlich finde ich es richtig, einfach mal etwas auszuprobieren (nachdem man ordentlich an erprobten Rezepten geübt hat Winken). Was dabei wie ich finde sehr hilfreich ist, ist der theoretische Hintergrund; mit Rezepten kann man gut spielen, wenn man verstanden hat, warum das Rezept so aufgebaut ist, wie es ist. Ich rechne eigentlich fast jedes Rezept erstmal nach - bei einigen stelle ich dann fest, dass ich es anders machen würde und bei einigen rechne ich nach, weil ich was lernen kann. Auf jeden Fall gutes Gelingen bei Deinen Versuchen Sehr glücklich...

Viele Grüße
Dodo
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LarissaL
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BeitragVerfasst am: 23.11.2010, 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dodo,

ich habe Dein Rübli-Brot mit ein paar kleinen Änderungen (teilweise nicht beabsichtigt Winken) freigeschoben gebacken:



Änderungen:
statt 200g Sauerteig aus RVKM -> 300g Sauerteig aus RM 1370
statt Quellstück mit 200g Buttermilch und 6-Korn-VK-Mehl -> Brühstück mit 250g Buttermilch und 5-Korn-Schrot
statt Haferflocken -> Dinkelmalzflocken
statt Purpur-Weizen -> Dinkel-VK
keine zusätzliche Hefe (außer die 0,8g im Vorteig)

Der Teig war eigentlich nicht extrem weich und liess sich sehr schön wirken, aber durch die grob geraspelten Möhren feuchtet er beim Backen noch etwas nach. Am nächsten Morgen fühlte sich das Brot am Boden leicht feucht an, so dass ich es nochmal 10 Min. im gerade abkühlenden Ofen bei ca. 175° nachgebacken habe.
Das nächste Mal werde ich die Flüssigkeit leicht reduzieren, aber ich hatte ja auch versehentlich etwas mehr genommen als im Rezept angegeben.
Oder ich lasse den Vorteig weg und packe die 80g Mehl mit in den Hauptteig, da kann die Feuchtigkeit aus den Möhren besser aufgenommen werden und die TA stimmt auch wieder Winken.

Weil ich den Teigling dann auch noch aus Schusseligkeit mit dem Schluß nach unten in den Gärkorb gelegt habe, ist das Brot ein kleines bißchen breit gelaufen. Das alles hat dem Geschmack nicht geschadet, es ist ein sehr leckeres Brot geworden Sehr glücklich
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Lara
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Marla21
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Beiträge: 15141
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BeitragVerfasst am: 23.11.2010, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

@Lara

hast du eine lange Teigführung gemacht, dein Krume sieht so ganz anders aus, als die von Micha und dodo??
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LarissaL
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BeitragVerfasst am: 23.11.2010, 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marla,

nein, ich habe den Teig ganz normal geknetet, ca. 30-40 Min. ruhen lassen, dann gewirkt und bei 30° ca. 90 Min. gehen lassen.
Der Unterschied kommt wahrscheinlich durch das Buttermilch-Brühstück mit dem 5-Kornschrot, den erhöhten ST-Anteil und die insgesamt etwas zu hohe TA zustande (so ähnlich wie bei Allegros Roggen-Kartoffel-Buttermilch-Fladenbrot).

Hier ist noch ein geblitzdingstes Foto, da sieht man die Krume besser, aber mit Blitz fotografiert sieht sie viel zu hell aus:



Anfangs war die Krume etwas zu feucht, aber nachdem ich das Brot wegen des nach dem Abkühlen leicht feuchten Bodens am nächsten Morgen nochmal kurz nachgebacken habe, ist sie saftig aber kein bißchen klitschig und das Brot lässt sich gut schneiden ohne Feuchtkrümel zu bilden.
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Zuletzt bearbeitet von LarissaL am 23.11.2010, 12:20, insgesamt einmal bearbeitet
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Maja2710
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
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BeitragVerfasst am: 23.11.2010, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Dodo, toll schaut´s aus. Und frei geschoben, geht also doch.
LG Maja
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dodo116
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 2341

BeitragVerfasst am: 23.11.2010, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Maja, ich schrieb ja schon oben, dass der Teig bei mir auch gut freigeschoben funktioniert hätte, wäre an dieser Stelle wirklich nicht problematisch gewesen (und ich bin jetzt echt kein Freischiebe-Guru Winken).

Zitat:
Der Teig war eigentlich nicht extrem weich und liess sich sehr schön wirken, aber durch die grob geraspelten Möhren feuchtet er beim Backen noch etwas nach. Am nächsten Morgen fühlte sich das Brot am Boden leicht feucht an, so dass ich es nochmal 10 Min. im gerade abkühlenden Ofen bei ca. 175° nachgebacken habe.


Lara, ich denke, bei Möhren sollte man generell die TA nicht ganz so hochfahren, den Teig lieber gefühlt etwas fester halten, eben wegen dieses Nachsiffens.

Zitat:
Das nächste Mal werde ich die Flüssigkeit leicht reduzieren, aber ich hatte ja auch versehentlich etwas mehr genommen als im Rezept angegeben.
Oder ich lasse den Vorteig weg und packe die 80g Mehl mit in den Hauptteig, da kann die Feuchtigkeit aus den Möhren besser aufgenommen werden und die TA stimmt auch wieder


Kann man natürlich auch machen, aber ich bin und bleibe ein alter Vorteigfan Winken und man kann natürlich damit auch mehr Mehl verquellen (wenn man nicht den Teig wieder über Nacht im Kühlschrank ruhen läßt Winken).

Freut mich auf jeden Fall, wenn Dir das Brot schmeckt Sehr glücklich...

Viele Grüße
Dodo
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Steffi1st
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Anmeldungsdatum: 18.07.2008
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BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dodo,

kann ich das Quellstück mit der Buttermilch in den Kühlschrank stellen? Wie lange sollte es mindestens "quellen"?
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Liebe Grüße, S t e f f i Winken
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 15141
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kannst du in Kühlschrank stellen, muss aber nicht, kühler Flur od. Treppenhaus geht auch. Wenn du das Quellstück in den Kühlschrank stellst, sollte es vor der Teigverarbeitung wieder auf Zimmertemperatur kommen, sonst kühlt es den Teig zu sehr ab, da zum Hauptteig ja keine weitere Flüssigkeit kommt, die man erwärmen könnte.
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Liebe Backgrüße
Marla

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dodo116
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Beiträge: 2341

BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Auf Marla ist Verlaß Winken, sie hat ja schon alles erklärt Sehr glücklich...

Vielleicht nochmal meine persönliche Meinung dazu - ich glaube eigentlich nicht, dass groß was passieren kann, wenn man ein Quellstück abends mit aus dem Kühlschrank kommender Buttermilch und Salz ansetzt (wenns nicht gerade im Sommer 28 Grad Raumtemperatur hat Winken). Ich habe das auch schon das eine oder andere Mal gemacht und da nie Probleme bei gehabt. Ich hatte nur irgendwann mal bei Bäcker S. gelesen, dass es evt. Probleme geben könnte, daher bin ich dann lieber einmal zu viel vorsichtig Winken...

Quellstück würde ich wie auch im Rezept steht über Nacht stehen lassen, geht sicherlich auch kürzer, mußt Du austesten. Wenn das Quellstück über Nacht steht, dann weiß ich, dass auch wirklich alles so gut verquollen ist wie ich das möchte.

Viele Grüße
Dodo
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Steffi1st
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BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Dodo und Marla,

bin noch nicht sicher ob ich es morgen backe, aber wenn dann erst abends, also würde es ja reichen das Quellstück morgen früh zu machen.
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dodo116
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BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das reicht...
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lasershow
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BeitragVerfasst am: 04.03.2012, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Marla21 hat Folgendes geschrieben:


...konntest wohl mit dem Anschnitt nicht abwarten Winken


Sollte ich bei diesem Brot mit dem Anschneiden auch bis zum nächsten Tag warten?
Der Teig ruht gerade... Winken
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
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BeitragVerfasst am: 04.03.2012, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Es sollte gut ausgekühlt sein, bevor du es anschneidest.
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lasershow
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BeitragVerfasst am: 04.03.2012, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Großartig, dann kann ich ja heute noch die Geschmacksprobe machen! Smilie
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Manuela Sepp
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Anmeldungsdatum: 12.02.2014
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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm ich habe keine Buttermilch, kann ich auch einfach normale Milch nehmen oder evtl. verdünnte saure Sahne?
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"Frischling" beim Brot backen, aber lernfähig Smilie
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Du könntest 1/2 Naturjoghurt und 1/2 Wasser nehmen, alternativ auch etwas saure Sahne und Wasser.
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Manuela Sepp
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Anmeldungsdatum: 12.02.2014
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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Danke!
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Manuela Sepp
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Anmeldungsdatum: 12.02.2014
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Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 23.03.2014, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Gestern gebacken: sehr lecker!!!!!!


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sun09
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Anmeldungsdatum: 28.07.2016
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BeitragVerfasst am: 02.11.2016, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat



Schmeckt sehr gut! Immer wenn die Familie Brote hohem Vollkornanteil ohne jedes Murren isst und sogar noch nach nimmt, ist es ein Erfolg.
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kupferstädterin
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
Beiträge: 3430
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BeitragVerfasst am: 02.11.2016, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Pöt huldigen Pöt huldigen
Dann hast Du alles richtig gemacht Sun Winken

LG Uta
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Selbstgebackenes Brot ist Gold wert
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sun09
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 28.07.2016
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Backe ich immer mal wieder und mag es noch gerne. Heute hatte ich Roggenmalzflocken drin. Freischieben geht gut.

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kupferstädterin
Moderator
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Anmeldungsdatum: 01.01.2012
Beiträge: 3430
Wohnort: Stolberg Rhld

BeitragVerfasst am: 25.08.2018, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo sun,

auch diesmal ist es Dir wieder gelungen Sehr glücklich

LG Uta
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Der mit dem Teig tanzt
Auf Wunsch ohne Rang


Anmeldungsdatum: 03.12.2012
Beiträge: 1685
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 03.09.2018, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich liebe Dodos Rüblibrot.
Schön, dass du das Rezept oben hältst, Sun!
Sobald der Urlaub vorbei sein wird,
werd ich es mit Kürbis angehen.

Aber das wird noch ein paar Tage dauern.
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Herzliche Back-Grüße aus Westfalen!
Andreas
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