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Marla´s Bauernbrot - Roggenmischbrot 70/30 m. Vorteig RST
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 4886
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BeitragVerfasst am: 08.07.2010, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Fremja hat Folgendes geschrieben:
Ach mensch, schon wieder ein Riss drin Weinen

Unten überm Boden und übers ganze Brot. Ich nehme den Teig aus der Schüssel der Küchenmaschine und mache auf nem Brett mit Mehl ne Kugel oder längliche Form fürs Gärkörbchen. Ist das falsch? Im Körbchen verdoppelt es sich prima und fällt auch im Ofen kaum zusammen.



Krustenrisse können verschiedene Ursachen haben, klick mal hier rein:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=334
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Fremja
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Anmeldungsdatum: 25.06.2010
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 11.07.2010, 14:23    Titel: Risse Antworten mit Zitat

Hallo!
Die Risse sind im Brot nicht in der Kruste. Ich versuchs nochmal Weinen

Viele Grüße
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 4886
Wohnort: Hessen - Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 11.07.2010, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Wo sind die denn dann, in der Krume?
Risse oder Löcher oder abgebackene Kruste??
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NochEiner
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 25.03.2010
Beiträge: 232

BeitragVerfasst am: 13.07.2010, 23:26    Titel: Antworten mit Zitat

Marla21 hat Folgendes geschrieben:
@ Micha

reine Roggenteige kleben, das ist normal, aber dieser Teig enthält 30% Weizen und klebt daher nur ganz wenig, er lässt sich sehr gut wirken und formen.


Habe dieses heute gebacken. Soweit alles fein, wie es schmeckt weiß ich morgen.

Wollte hier nur anmerken, daß es bei mir ebenfalls extrem geklebt hat und weit von den mir bekannten gut zusammenhaltenden Weizen(misch)teigen entfernt. Ich war jedenfalls glücklich, daß eh nur 4-6 Minuten Knetzeit vorgesehen waren, es war eher ein großes Gebatze. Winken

Allerdings sind die Temperaturen hier im Moment auch tropisch - 28-30° Zimmertemperatur.

Dem Endresultat tut es keinen Abbruch, und ein Problem war es in dem Sinne ja auch nicht. Es ist auf dem Ofen oder dem Einschiesser auch keineswegs auseinandergelaufen (kein Vergleich z.B. zur nontox-Miche).
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ketex
Absoluter Spezialist
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Anmeldungsdatum: 03.06.2007
Beiträge: 1635
Wohnort: Ostwestfalen

BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 07:33    Titel: Antworten mit Zitat

Verlängere mal die Teigruhe auf 45 Minuten, dann wird das Klebrige sich sehr vermindern.
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Viele Grüße aus OWL

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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 4886
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BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Die Teigruhe sollte man bei warmen Teigen nicht unnötig verlängern, eine Teigruhe von 10-20 Min. wäre hier schon ausreichend.
Je höher der Roggenanteil, je kürzer die Teigruhe, bzw. je höher der Weizenanteil, je länger die Teigruhe.

Sehe das Problem eher in der Teigtemperatur (TT), wenn der Teig zu warm ist, dann wird er weich und klebrig und lässt sich nur schwer aufarbeiten.

Bei 28-30° Außentemperatur musst du aufpassen, dass die Zuschüttfüssigkeit für den Brotteig nicht zu warm ist.
Die TT für Roggenmischbrot sollte nicht höher sein als ca. 26-29 °C

http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=3298#3298
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ketex
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Anmeldungsdatum: 03.06.2007
Beiträge: 1635
Wohnort: Ostwestfalen

BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

@marla
das Brot wurde hier ja nicht immer bei 30° und mehr Aussentemperatur gebacken. Der Teig war auch da klebrig und da ist dann eine Verlängerung der Teigruhe schon angebracht.
Das hat mich jedenfalls meine Praxis gelehrt. Cool
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LarissaL
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Anmeldungsdatum: 10.05.2009
Beiträge: 640
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BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich stelle bei den momentanen Temperaturen den Teig während der Teigruhe in den Kühlschrank, dann funktioniert das mit der verlängerten Teigruhe wieder Winken
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Lara
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 4886
Wohnort: Hessen - Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

@ Gerd
du weißt wie ein Roggenmischteig 70/30 sich anfühlt, der klebt nach dem kneten nicht übermäßig und lässt sich gut verarbeiten, wenn er sehr klebt, dann lief irgendwo was schief.
Spontan denke ich da, dass der Teig ist zu weich und/oder zu warm war.

Bei mir ist es in der Wohnung zurzeit auch extrem warm, das merke ich deutlich an den Teigen, da muss ich wirklich aufpassen, dass die nicht zu warm werden.
Bei der Teigbereitung nehme ich eher etwas kühles, als zu warmes Wasser und die Teigruhe erfolgt bei Weizenteigen auch schon mal im Kühlschrank.
Ist der Teig zu warm, dann fleißt er und klebt wie doll, eine längere Teigruhe bringt da nichts, außer eben im Kühlschrank.


@ NochEiner
welche Menge an Wasser hast du für den Brotteig genommen und wie warm war das?
Roggenmehl enthält im Gegensatz zu Weizenmehl weniger kleberbildende Eiweiße (Gliadin und Glutenin), die zudem noch durch die Pentosane an einer Ausbildung von Klebersträngen gehindert werden. Gegenüber eines Weizenmischteiges fühlt sich so ein Roggenmischteig anders an, er klebt mit der richtigen Wassermenge etwas, aber nicht übermäßig.
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Marla

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NochEiner
Sauerteigfachmann
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Anmeldungsdatum: 25.03.2010
Beiträge: 232

BeitragVerfasst am: 14.07.2010, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Es sei noch davorgestellt, daß mein Hinweis sich nicht als Kritik am Rezept oder Hilferuf verstanden wissen will, sondern einfach nur als kleine Feststellung - auch ich bin es gewohnt, daß Mischteig mit relativ hohem Weizenanteil sich eigentlich nicht so anfühlen, er tat es aber trotzdem.

Wenn mal nicht irgendein Schelm die falschen Teigsorten in meine Lock&Locks gefüllt hat... Winken

ketex hat Folgendes geschrieben:
Verlängere mal die Teigruhe auf 45 Minuten, dann wird das Klebrige sich sehr vermindern.


Nee, die Klebrigkeit bezog sich auf das Kneten vor der Ruhe. Es war wirklich ein ungeheures Gematsche, absolut zusammenhangslos, und innerhalb der rund 5-6 Minuten Kneten (per Hand) war gar nicht absehbar, daß es fester/zusammenhängender würde.

Beim Wirken war die Klebrigkeit gar kein Problem (ordentlich eingemehlt).

Marla21 hat Folgendes geschrieben:

@ NochEiner
welche Menge an Wasser hast du für den Brotteig genommen und wie warm war das?


Es waren 200g Wasser, "kalt" aus der Leitung.

Wir haben es heute früh angeschnitten, und es war nach kürzester Zeit halbiert. Das Resultat ist in jeder Hinsicht wirklich ganz hervorragend, und durch die Vorteige in der Herstellung auch absolut einfach und schnell im Vergleich zu z.B. Hamelman-Broten mit langer Ruhe-Zeit und Wirk-Wiederholung.

Kommt definitiv auf meinen Stapel mit den Vorzugs-Rezepten. Pöt huldigen
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Fremja
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Anmeldungsdatum: 25.06.2010
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 18.07.2010, 23:19    Titel: ich nochmal Antworten mit Zitat

Mein Brot schmeckt immer klasse, nur durch die Risse im Brot brösselt es beim Aufschneiden. Allerdings habe ich es beim letzten Brot geschafft, dass nur die Hälfte vom Brot rissig ist. Ich glaube echt es kommt vom wirken vor dem Gärkörbchen, aber ich bin dankbar für Tipps.

Viele Grüße
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LarissaL
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Anmeldungsdatum: 10.05.2009
Beiträge: 640
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 19.07.2010, 07:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fremja,

MichaelM hat ein Video zum Wirken gedreht, hier kannst Du es anschauen:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=3181&highlight=wirken+video
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 4886
Wohnort: Hessen - Main-Kinzig-Kreis

BeitragVerfasst am: 20.07.2010, 18:26    Titel: Re: ich nochmal Antworten mit Zitat

Fremja hat Folgendes geschrieben:
Mein Brot schmeckt immer klasse, nur durch die Risse im Brot brösselt es beim Aufschneiden. Allerdings habe ich es beim letzten Brot geschafft, dass nur die Hälfte vom Brot rissig ist. Ich glaube echt es kommt vom wirken vor dem Gärkörbchen, aber ich bin dankbar für Tipps.

Viele Grüße


Wie bereits weiter oben schon mal geschrieben, solltest du mal erläutern wir DU den Teig zubereitest und backst ....und das so genau wie möglich.
Speziell dieses Brot hatte bei mir noch nie Risse in der Krume und war auch nicht brösselig.
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Marla

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franzf
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Anmeldungsdatum: 24.07.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 24.07.2010, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Marla21 hat Folgendes geschrieben:
Zum Thema Vorteig findest du hier noch weitere Infos:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=51994#51994

Uff, da hab ich jetzt lange gesucht, das hier wieder zu finden...
Da ich sehr selten mit Hefe arbeite, ist für mich ein Hefe-Vorteig nicht so wirklich praktikabel (wäre ständig am angepatze Hefe wegwerfen).
Du erwähnst oben, dass man den Vorteig auch mit Sauerteig ansetzen kann, leider gehst du aber nur genauer auf den Hefevorteig ein.

Welche Zeiten/Mengen/Temperaturen muss ich für den Sauerteigvorteig einhalten?

Grüßle
Franz
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 4886
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BeitragVerfasst am: 25.07.2010, 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Welche Zeiten/Mengen/Temperaturen muss ich für den Sauerteigvorteig einhalten?

Vorteige sind eigentlich all die Teige, die man vor der eigentlichen Teigzubereitung herstellt, folglich ist der der normale ST so wie im Rezept verwendet auch ein Vorteig und zusätzlich habe ich eben noch einen Hefevorteig gemacht.
Ein Vorteig mit Hefe, das kann auch Trockenhefe sein, hat andere Eigenschaften als ein ST, er verbessern die Teigeigenschaften, die Schnittfähigkeit der Krume, das Gebäckaroma und die Frischhaltung.

Man muss keinen zusätzlichen Hefevorteig machen, aber man kann.
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Das Brot möchte ich gerne probieren, schaut super aus. Wird mein erstes Sauerteigbrot werden, darum noch eine Frage. Ich habe bisher nur Hefe-Brote gebacken, und da nehme ich immer diese frischen 40g Hefewürfel.

Nun steht bei dem Vorteig 1g Hefe. Kann/Soll ich das mit der frischen Hefe machen (aber wie, so eine genaue Waage habe ich nicht) oder nehmts ihr da Trockenhefe?

Danke für Infos/Anregungen!

lg, E.
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Eljakim
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Anmeldungsdatum: 29.07.2010
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Wohnort: Wien 3

BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ach noch was,

was wenn ich die genauen Mehl-Typen nicht habe. Ich habe nur ein 480er Weizen daheim...

lg
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn nichts dabei steht ist immer Frischhefe gemeint und 1 g ist einfach eine ganz kleines Stückchen.
Kannst deinen Hefewürfel vierteln, ein 1/4 (ca. 10g) tust du wieder vierteln , dann hast du ca. 2,5 g und davon nimmst du die Hälfte ca. 1 g
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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 30.07.2010, 12:35, insgesamt einmal bearbeitet
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
Beiträge: 4886
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BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
was wenn ich die genauen Mehl-Typen nicht habe. Ich habe nur ein 480er Weizen daheim...


Dann entweder Mehl mit höherer Typenzahl kaufen oder etwas weniger Wasser nehmen
Infos zu TA (Teigausbeute) findest du hier:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=57854#57854[/quote]
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Eljakim
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Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 37
Wohnort: Wien 3

BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das Brot ist super gelungen und schmeckt fantastisch.


(Edit: Marla - 01.08.10 11:46 - du hast BBCode deaktiviert)

Im ersten Moment schon erstaunlich wieviel Geschmack in einem Brot ohne Gewürze steckt.

Mit dem Mehl hab ich wie folgt getrickst: für den Vorteig hab ich ein 480 mit Vollkornmehl 1:1 gemischt, und für den Teig später 700 mit Vollkorn vielleicht 2:1. Beim Roggen hab ich ein 960 genommen.

Wie knetet ihr den Teig das erste mal? In der Schüssel oder auf einem Brett. Der Teig war sehr batzig (und eine ordentliche Sauerei auch dank meiner 2,5-jährigen Tochter die kräftig helfen durfte Winken) und ich hab noch etwas Mehl eingearbeitet (obwohl ich schon die kleinere Wassermenge genommen habe).

Nach den 30min gehen wars immer noch sehr klebrig aber da hat das Hände einölen (danke für den Tipp) gut geholfen. Im Gegensatz zu einem Hefeteig weiß ich einfach noch nicht wie die Konsistenz von so einem Teig sein muss. Aber das kommt wohl noch.

Nachdem ich kein Gärkörbchen habe habe ich das in einem recht glatten Holzschüsserl (gabs unlängst beim Hofer) gehen lassen, hat auch gut geklappt (im bissi angeheizten Rohr).

Wie gesagt, der Geschmack ist super, nur oben ist das Brot von der Farbe etwas zu grau. Mir gefällt die Farbe von unten besser, da ist es schön braun. Liegt das vielleicht an den vielleicht etwas zu stark eingeölten Händen? Oder an zuviel/zuwenig Mehl außen drauf? Temperatur? Ich mein, es is keine Tragik, aber "room for improvement"!

Woher bezieht ihr eure Gärkörbchen? Und gibt es so Wasserspritzen extra für die Küche, oder muss ich da in die Gartenabteilung (was mir etwas widerstrebt) - ich nehm einen Pinsel, aber das ist nicht so praktikabel.

Gebt ihr Wasser in einem Töpfchen auf den Boden; und nehmt ihr das vor dem Ende wieder raus? Oder kurz vorher direkt auf dem Boden verdampen lassen?

Danke!

PS: Warum geht das mit dem Bild nicht? (BBCode ist an, HTML ist aus)
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franzf
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Anmeldungsdatum: 24.07.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Eljakim hat Folgendes geschrieben:
Das Brot ist super gelungen und schmeckt fantastisch.


PS: Warum geht das mit dem Bild nicht? (BBCode ist an, HTML ist aus)

Hier scheint es zu klappen.
Du hast keinen der Haken unten angemacht? Da steht nämlich "deaktivieren" und nicht "aktivieren" Auf den Arm nehmen
Ansonsten schaut es wirklich lecker aus Glückwunsch!

Gärkörbe findest du z.B. hier, wie so manches anderes Utensil.
Wg. Mehl: kriegst du daheim kein anderes? Oder ist das jetzt nur aus der Not heraus. Falls ersteres: Hier wird öfters die Adler Mühle erwähnt, die versenden auch Mehl.
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dodo116
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Anmeldungsdatum: 24.08.2008
Beiträge: 1497

BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt mir nach österreichischen Mehlsorten (und Hofer ist eindeutig Österreich Winken) , ob sich da der Versand aus Deutschland lohnt??

Zitat:
Wie knetet ihr den Teig das erste mal? In der Schüssel oder auf einem Brett. Der Teig war sehr batzig (und eine ordentliche Sauerei auch dank meiner 2,5-jährigen Tochter die kräftig helfen durfte Winken) und ich hab noch etwas Mehl eingearbeitet (obwohl ich schon die kleinere Wassermenge genommen habe).

Nach den 30min gehen wars immer noch sehr klebrig aber da hat das Hände einölen (danke für den Tipp) gut geholfen. Im Gegensatz zu einem Hefeteig weiß ich einfach noch nicht wie die Konsistenz von so einem Teig sein muss. Aber das kommt wohl noch.


Ich lasse den Teig von meiner Küchenmaschine kneten, wenn Du keine hast, würde ich den Handrührer nehmen. Roggenteige sind immer etwas klebrig, sonst ist zu wenig Wasser drin, aber der Teig für dieses Brot ist eigentlich sehr gut zu verarbeiten und nicht besonders klebrig.

Wasser bitte nicht auf den Ofenboden schütten, damit kannst Du Deinen Ofen ins Jenseits befördern, nimm wirklich am besten eine Blumenspritze...

Und Dein Brot sieht prima aus Winken...

Viele Grüße
Dodo
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Eljakim
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Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 37
Wohnort: Wien 3

BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ahh, da gibts 2 Einstellungen für BBCode, einmal generell, und einmal für den Post. Wer Lesen kann ist klar im Vorteil.

Ja, ich bin aus Wien. Hab mich schon gewundert dass ich in Rezepten immer wieder von Typen lesen die ich hier normalerweise nicht bekomme - halt nicht im normalen Supermarkt. Und da die Auswahl des Rezeptes recht spontan war hab ich halt nicht das richtige daheim gehabt. Ansich bekomme ich die Sachen schon, muss nur erst rausfinden wo am besten/günstigsten. Biomehl gibts bei einem Bioladen in der Nähe, aber das is schon recht teuer, muss eben mal sehen obs das wo günstiger gibt.

Küchenmaschine wirds das nächste mal sicher werdern. Wollte nur das erste Brot richtig schön von Hand machen Winken

Vorschläge für mein nächstes Brot?

lg aus Wien Sehr glücklich
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Eljakim
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Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 37
Wohnort: Wien 3

BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 20:32    Titel: Re: Marla´s Bauernbrot - Roggenmischbrot 70/30 m. Vorteig RS Antworten mit Zitat

Marla21 hat Folgendes geschrieben:
110 g Weizenmehl 1050
100 g Wasser


Wie kommt ein Verhältnis von 110:100 zu Stande? Sind die 10g so "entscheident"?

Zitat:
Roggenmehl 1150


Ist ein großer Unterschied zwischen meinem 960er und dem 1150er? Wie sollte ich dann adaptieren?

lg und Danke
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LarissaL
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Anmeldungsdatum: 10.05.2009
Beiträge: 640
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BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Eljakim,

bzgl. Mehltypen Deutschland <-> Österreich

(Edit Link Marla 18.08.10)
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Lara
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Marla21
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Anmeldungsdatum: 09.08.2005
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BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Das Verhältnis Mehl zu Wasser nennt sich Teigausbeute, kurz TA.
Wenn nun 110 g Mehl u. 100 g Wasser nimmst hast du eine TA von 190, bei 110 g Wasser ergibt das TA 200, und das ist schon ein Unterschied, zwar weniger beim Vorteig, aber auf jeden Fall beim Hauptteig.
Ein Mischteig mit TA 165 ist gut händelbar, aber bei TA 175 kann das dann schon recht schwierig werden.

Nimmst du mehr Wasser für den Vorteig, dann musst du das beim Hauptteig berücksichtigen, sonst wird er dir u.U. zu weich.

Infos zur TA findest du hier:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?p=57854#57854

....und da steht auch was zu den unterschiedlichen Mehltypen
Zitat:
Mehl mit hoher Typenzahl, dunkles Mehle aus den Randschichten des Korns enthält ebenfalls mehr Pentaosan als helles Mehl mit niedriger Typenzahl, kann also auch mehr Wasser binden.


Zitat:
Vorschläge für mein nächstes Brot?

http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewforum.php?f=15
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BeitragVerfasst am: 02.08.2010, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ah super, wusste gar nicht dass das sooo unterschiedlich ist. Danke.

@marla

Ja, das mit dem TA hab ich schon "gelernt". Ich habe mich nur gewundert dass das eben bei dem Vorteig und nicht beim Hauptteig berücksichtigt wird. Dort wiederum machen ja die 10g nicht so viel aus.

Und die Rezeptliste kenne ich. Habe schon deine Anleitung zum 50:50 Brot mit Varianten studiert, und werde wohl dort eines probieren. Dachte nur, es gibt sicher einen Klassiker der unbedingt probiert werden will Winken.

Das ist eche eine spitzen Community hier, Danke an alle!
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 02.08.2010, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag: eine gute knappe Liste der Mehltyp-Umwandlungen (Quelle CK).

Deutschland Österreich Schweiz

Weizenmehl TYPE
0405 0480 0400
0550 0700 0550
1050 1600 1100
1600 1700 1900

Roggenmehl TYPE
08150 500 0720
0997 0960 1100
1150 0960 1100
1740 2500 1900

PS: Tabellen werden hier nicht unterstützt, oder? Darum die weißen Nullen.
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 09.08.2010, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich würde das Brot gerne mit einem Quellstück ergänzen. Klingen die folgenden Mengen vernünftig?

Sauerteig
23g AST
150g RM 1150
150g Wasser

Vorteig
75g WM 1050
75g Wasser
1g Hefe (0,75g Winken)

Quellstück
115g Roggenschrot
50g Sonnenblumenkerne (o.ä.)
~ 175g Wasser
11g Salz

Brotteig
300g Sauerteig
150g Vorteig
350g Quellstück
115g RM 1150
80g WM 1050
25g Wasser

ergibt 1025g Teig bei einem TA von 180.

bin schon gespannt wie es wird (und welche Körner meine Frau gekauft hat Winken)

lg
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 09.08.2010, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Mit TA 180 liegst du insgesamt vielleicht etwas hoch, da wäre ich erst mal vorsichtig mit der Wasserzugabe.
Ich würde bei Schrot wohl eher ein Brühstück machen, ist die Verquellung besser (TA 250-300)
Durch den hohen Schrotanteil wird das Brot auch etwas kompakter, die Krume nicht mehr so locker werden.
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 09.08.2010, 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, dann probier ichs mit einem Brühstück, erhöhe dort die Wassermenge und reduziere am Ende. Danke. Winken
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 09.08.2010, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Evtl. das Brüh- od. Quellstück bisschen kleiner machen, damit du dafür auch genügend Wasser übrig hast.
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 17.08.2010, 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe das Brot jetzt zum zweiten mal gebacken und es ist wieder sehr gut geworden (etwas andere Mehlverhältnisse), allerdings ist es mir "sauerer" geworden als das erste. Nicht unangenehm, aber schmeckbar. Jetzt frage ich mich woran das liegen könnte.

Nun, erster Gedanke natürlich der ST-Anteil, der war aber gleich.

Diesmal habe ich den Teig etwas flüssiger gemacht (200ml statt 175). Ändert das etwas?

Ich hatte noch etwas unbekanntes Mehl mitverwenden (vielleicht 50 beim ANsatz und 100 später), von dem ich annehme dass es ein "recht grobes Roggen ist".

Und schlussendlich habe ich die Temperatur stärker reduziert als beim ersten Versuch - nach 15min gleich auf 180° runtergedreht weil ich beim ersten mal Backen das Gefühl hatte, dass sich die Temperatur eh lange hält und ich nicht ständig 15° runterdrehen wollte.

Ich weiß, das sind viele Parameter und so ist es wohl kaum zu eruieren woran es lag Traurig

lg aus Wien und Danke für Infos, E.
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NochEiner
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BeitragVerfasst am: 17.08.2010, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Sauer oder nicht sauer - liegt am Sauerteig. Winken

Irgendeiner der Parameter war anders als beim letzten mal. Es reicht schon, wenn es einfach mehr MOs (d.h., mehr ASG, längere Gehzeit usw.) waren. Oder andere Temperaturen. Im Detail wird es jetzt schwer nachzuvollziehen sein.
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 17.08.2010, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Der Ansatz war denke ich ziemlich gleich. Teig- und Umgebungstemeratur war sicher nicht gleich Winken

MO?

lg
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BeitragVerfasst am: 17.08.2010, 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

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Marla21
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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Eljakim hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß, das sind viele Parameter und so ist es wohl kaum zu eruieren woran es lag


nee das kann man nicht sagen woran das nun genau lag.

Da dein ST ja nun einige Male geführt wurde, hat sich auch dein ASG verändert und somit auch der damit geführte ST.

Sind in deinem ASG nun mehr Essigsäurebakterien vorhanden, dann vermehren die sich auch besser in deinem neuen ST, so dass der dann säuerlicher wird und somit auch das Brot einen säuerlichen GEschmack bekommt.
Überwiegen die Milchsäurebakterien, dann ist der ST nicht so sauer und somit auch das Brot milder.
Ferner spielt noch die verwendete Menge des ASG eine Rolle, die Temperatur während der Führung, die Festigkeit des ST und auch die Abstehzeit des ST, weiter ist noch zu berücksichtigen wie lange die Gare dauerte, denn der Brotteig säuert während der Gehzeit ja auch nach.
Wenn man vom ASG mal absieht, war die Teigführung der beiden Brote nicht identisch (du hast ja auch unterschiedliches Mehl genommen), so dass auch der Brotgeschmack nicht identisch sein kann. Winken
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich reime mir das jetzt mal so zusammen:

Mein Sauerteig steht im Kühlschrank. Ich nehme ich entweder ein paar Stunden vor dem Führen - oder wenn ich vergesse erst kurz vorher - aus dem Kühlschrank, und stelle ihn dann wieder zurück. Nach dem Führen mische ich den neuen ST mit dem Rest aus dem Kühlschrank zusammen und lassen ihn vielleicht 2h draußen stehen bevor er wieder in den Kühlschrank wandert.

So wird er vielleicht durch die doch üblichweisen tiefen Temperaturen immer sauerer.

lg
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Marla21
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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
So wird er vielleicht durch die doch üblichweisen tiefen Temperaturen immer sauerer.


Genau so ist es, außerdem bekommt das alte ASG nie frisches Futter/Mehl, kann sich also nie richtig satt essen.
Besser ist es wenn du nur vom frischen ST ASG abnimmst oder das ASG extra führst, also nur die benötigte Menge abnimmst und mit Mehl und Wasser wieder auffüllst, ca. 6 Std. verdauen lassen und dann wieder in den Kühlschrank stellen.

Als "Sofortmaßnahmen" kannst du 1 EL von deinem ASG abnehmen und mit gut 1 EL Mehl und Wasser füttern, ca. 6-8 Std. in der Küche stehen lassen und dann wieder in den Kühlschrank stellen.
Das restlicht nicht mehr benötigte ASG kannst du entsorgen oder aufheben und beim nächsten Hefeteig als Geschmacksgeber (10-15%)untermischen.
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Zuletzt bearbeitet von Marla21 am 18.08.2010, 12:55, insgesamt einmal bearbeitet
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Na dann werd ich das mal umstellen Winken Danke =)
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Eljakim
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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das bedeutet ich habe z.B. 40g ST. Davon nehme ich als AST 20g, und füge dem "alten" ST wieder 10g Mehl und 10g Wasser hinzu, lasse es 6h draußen stehen und gebe es dann in den Kühlschrank, ja?

Es erscheint mir sicherer nicht den ganzen ST zu verbrauchen, falls ich vergesse Smilie

Alternativ nehme ich den ganzen ST direkt als AST, oder? In Pöts BEschreibung klingt es so als müsse ich zuerst noch Mehl und Wasser hinzugeben bevor ich ihn als AST verwende.

lg und Danke
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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

Eljakim hat Folgendes geschrieben:
Das bedeutet ich habe z.B. 40g ST. Davon nehme ich als AST 20g, und füge dem "alten" ST wieder 10g Mehl und 10g Wasser hinzu, lasse es 6h draußen stehen und gebe es dann in den Kühlschrank, ja?


Ja. Ich würde allerdings dann zu den 20g Rest-ASG mehr als 10g Mehl tun, damit die Bakterien die ganze Zeit auch genug zu verstoffwechseln haben. Ich gebe immer nach Gefühl etwas mehr Mehl hinzu als Rest-ASG im Glas ist, und giesse dann mit Wasser auf bis die Konsistenz ein fester Brei ist.

Zitat:

Es erscheint mir sicherer nicht den ganzen ST zu verbrauchen, falls ich vergesse Smilie


Stimmt! Man ist auch generell flexibler, und ich finde es einfacher so.

Zitat:

Alternativ nehme ich den ganzen ST direkt als AST, oder? In Pöts BEschreibung klingt es so als müsse ich zuerst noch Mehl und Wasser hinzugeben bevor ich ihn als AST verwende.
lg und Danke


Da ist jetzt was durcheinander. Winken "Den ganzen ST direkt als ASG" - was meinst Du damit?

ASG ist Sauerteig, der in kleinen Mengen zwischen zwei Backtagen im Kühlschrank überwintert. ST ist auch Sauerteig, nur eben in größeren Mengen und mit hoffentlich geschmacklich passenden Mengen an Säure und Hefen. "Zuerst noch Mehl und Wasser dazu" - das wäre die "Führung", also das Herstellen der großen Menge Sauerteig aus der kleinen Menge Ansatzgut.
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